FlexiBag

Zeit zum Durchschnaufen! Mit der FlexiBag steht in dieser Woche eine Tasche auf dem Programm, die wirklich einfach genäht werden kann – vor allem, wenn man die Schablone verwendet. Und die Reißverschlusstasche weg lässt (was ich natürlich nicht getan habe). Die Aufsatztasche außen sollte unbedingt genäht werden, dadurch lässt sich die FlexiBag wirklich platzsparend falten und aufbewahren.

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Bei meiner FlexiBag habe ich tatsächlich nur Stoffe aus dem Bestand verwendet, so wie es eigentlich für alle Taschen geplant war 😉

Der blaue mit den Blümchen hat gerade so gereicht. Das Innenfutter ist aus gelbem Baumwollstoff, die Aufsatztasche auch. Als Träger habe ich ein Kordel-Überbleibsel der „Packs ein“ verwendet, ein blau gelber Tassen-Knopf verschließt die Außentasche. Also ganz schlicht 🙂

Die KleineFeine ist schon zugeschnitten – in drei Varianten, eine davon werde ich bestimmt schaffen in dieser Woche.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.


Tag 20/x war eigentlich der erste Tag der „Osterferien“. Für die nächsten zwei Wochen ist tatsächlich Erholung angesagt – falls es den Kindern langweilig ist, können sie natürlich weiterhin Plus- und Minusaufgaben machen, in verschiedenen Apps arbeiten, viel lesen. Und die Lehrerin fragen, sie schickt dann Material. Heute war eigentlich Pause angesagt, das Wetter war einfach zu schön. Am Mittag haben wir gegrillt, die Kinder waren lange im Garten. Als es Frederik dann am späten Nachmittag langweilig wurde, hat er tatsächlich noch Matheaufgaben gemacht – und gelesen sowieso. Wie es nach den Osterferien weitergeht, erfahren die Lehrer in der zweiten Ferienwoche. Ich glaube, es rechnet im Moment niemand damit, dass dann die Schule wieder losgeht.

Gestern Nachmittag waren wir auch im Garten, der Opa hat das gebastelte Vogelhäuschen aufgehängt, die Kinder im Sandkasten einen Tunnel nach Island begonnen. Plötzlich roch es nach Rauch, Asche wehte ums Haus und verteilte sich auf Balkon, Grill, Polstern, dem Klettergerüst. Also ab nach drinnen, alles verstaut, alle Fenster und Türen geschlossen. Nach kurzer Recherche durch das Dachbodenfenster sahen wir in einer Nebenstraße gelbe und graue Rauchwolken in den Himmel steigen. Sirenen waren zu hören. Der Brand war glücklicherweise schnell gelöscht. Drei Feuerwehrfahrzeuge und zwei Polizeiautos waren vor Ort, wie haben sie nach dem Brand zurückfahren sehen, als wir wieder auf dem Balkon waren. Später wurde bekannt, dass wohl eine Hecke und eine Papiermülltonne in Brand geraten waren.


Ich habe mich in den letzten Tagen an ein ziemlich anspruchsvolles Projekt gewagt, für das ich 2019 leider keine Zeit hatte: Die Eierhenne Hennriette. Wenn Ostern dieses Jahr anders gefeiert werden muss, dann darf hier auch neue Dekoration entstehen. Ein Huhn, das Eier legt, bereichert bestimmt unseren Frühstückstisch 🙂

Der Nahttrenner war mir zwar ein treuer Begleiter, aber letztendlich hat alles so hingehauen, wie es in der Anleitung stand. Obwohl eine Nahtzugabe von 0,5 cm wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Arbeit mit dem Schrägband hat mich nicht abgeschreckt. Bei mir funktioniert das Annähen auf der anderen Seite zwar nie so, wie es sein soll. Deshalb habe ich hier immer auf der sichtbaren Seite einmal mit einem Zickzack-Stich abgesteppt, da wird dann alles mitgefasst und sieht auch auf der Rückseite halbwegs professionell aus. Bei diesem Projekt können viele Stoffreste, Webbänder, Borten und Zackenlitzen zum Einsatz kommen – perfekt, um vorhandenes Material zu reduzieren.
Jetzt fehlt nur noch die Kükenbande – vielleicht hilft mir Frederik ja dabei…


Neben der Hennriette habe ich in dieser Woche auch einige Mund-Nasen-Schutzmasken für die Verwandtschaft genäht, da probiere ich gerade noch Schnittmuster aus (Anleitungen von ChezNu und Nähfrosch).
Seitdem die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, wurden hier allerdings auch über 30 Utensilos hergestellt (selbst an einem total stressigen Tag kann am Abend wenigstens ein Utensilo genäht werden und schon hat man wieder ein Lächeln im Gesicht 😉 ). Aus allen Stoffen, die vom Taschennähen übrig bleiben, bzw. geblieben sind und Kunstleder, mit dem wir vor Jahren unsere Esszimmerstühle im alten Haus renoviert haben, entstehen mehr oder weniger stabile Exemplare. Und es werden bestimmt noch einige folgen!

Déjà-vu

Am 4. Januar ist meine Brille wieder einmal kaputt gegangen. Ausgerechnet an einem Samstagnachmittag eines langen Wochenendes…

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Es hat natürlich nichts mehr gepasst, der Bügel hat hinter dem rechten Ohr gescheuert und höllische Kopfschmerzen verursacht. Mit den Tageslinsen bin ich auch nicht zurechtgekommen, die Augen waren allgemein zu trocken. Am Dienstagmorgen war ich deshalb die Erste beim Optiker und habe mir ein neues Gestell herausgesucht. Ohne Kunststoff. Heute Morgen durfte ich sie abholen!

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Bis jetzt ist das Tragegefühl sehr toll. Man merkt gar nicht, dass sie da ist 😉

Leider konnte ich deshalb im Januar noch keines meiner Nähprojekte starten, bzw. weitermachen. Allerdings wurde hier viel gestickt (dazu aber erst am letzten Donnerstag im Januar), gebastelt (Ritterschilde für die Jungs – das Wappen ist vom Nachbarort, hat ihnen besser gefallen als das vom Städtle und war glücklicherweise leichter abzukleben und aufzumalen 🙂 ), das Faschingskostüm geplant (die Listen hängen aus, ich hoffe, es machen viele mit), in Gips nach Artefakten gegraben, ein Ochse repariert und die Speisekammer entrümpelt.

Gestern habe ich auch endlich eine Entschädigung für meine abgebrannte Ambition erhalten. So kann der Januar weitergehen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Frohe Weihnachten!

Der Baum ist geschmückt, die Geschenke verpackt. Wir warten morgen gespannt aufs Christkind und werden tagsüber Lego und Playmobil aus dem Adventskalender zusammenbauen, Kartoffelsalat für neun Personen kochen, die Nachspeise für Mittwoch vorbereiten und am späten Nachmittag unsere Gäste empfangen. Frederik und ich werden (versuchen) „Alle Jahre wieder“ zweistimmig auf der Blockflöte spielen.

Allen Lesern wünsche ich Frohe Weihnachten!

Bleibt gesund über die Feiertage und lasst eurer Kreativität freien Lauf. Und falls ihr das Gedicht „Die Tiere bei der Krippe“ im letzten Jahr nicht gelesen habt, holt es einfach nach.

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Was hier in den letzten Wochen noch gebastelt, genäht, gefalzt, geschnitten und geklebt wurde, möchte ich euch aber auch noch zeigen:

Geschenke und Transportbehälter für die Kindergartenerzieherinnen und die Lehrerinnen der Kombiklasse wurden organisiert und genäht, der zweite Miniquilt für Benjamins Hundi ist entstanden, endlich wurde mein „Medaillon-Quilt“ fertig gestellt, der aus Resten des „No Point Stars“-Quilt genäht wurden. Aus denselben weihnachtlichen Stoffen ist auch ein weiterer Schuhabsteller entstanden. An beiden Quilts habe ich Freihandquilten geübt. Außerdem wurden beide Bindings mit der Maschine angenäht. Kann man machen, aber nicht bei großen Decken, in die man sich einkuscheln will, oder die man am Ende verschenkt…
Das Skillbuilder-Top ist vorläufig fertig und kann hier angesehen werden. Beim Bastelabend im Kindergarten habe ich ein ziemlich großes Windlicht gemacht (das Zerschneiden der Dose hat über eine Stunde gedauert), Kaminanzünder und ein Moosbäumchen. Alles wurde aus im Wald gesammelten Naturmaterialien, Recyclingmüll oder schon vorhandenen Bastelsachen aus dem Kindergarten hergestellt. Die Engel hätte man dort auch machen können, ich habe diese aber mit hier vorhandenen Resten selbst nachgebastelt. Die Kinder und Papa haben zwischendurch mit Kerzen und Luftströmen aus Trichtern und Lautsprechern experimentiert. Und ich habe am Wochenende die Reparatur des Jahres gemacht: Frederiks Jeans sieht aus wie neu, nachdem die kaputten Knie komplett ersetzt wurden.

Aber jetzt: Frohes Fest!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Adventskalendertasche II

Heute ging das letzte Näh-Türchen vom farbenmix-Adventskalender auf. Für mich war allerdings gar nichts mehr zu tun: Die Wendeöffnung habe ich gestern aus lauter Gewohnheit gleich nach dem Annähen der Innenseiten verschlossen. Und als Gurtband wird – als Zeichen der Nachhaltigkeit – mein „Universal-Gurtband“ verwendet. Hier ist sie, meine Adventskalendertasche 2019:

Genau meine Farben – wie man in diesem Beitrag an der Alltagsheldin, dem Fünf-Fach-Organizer, diversen Geldbeuteln und Taschentüchertaschen sehen kann. Sie kommt nicht so aufgeplustert daher wie die Alltagsheldin, was auch daran liegen kann, dass ich nur auf die Hauptinnenseiten Vlies H630 aufgenäht habe, der Gedanke, den Baumwollstoff zu verstärken kam mir nämlich relativ spät 🙂 Vom Schnitt her sind sie sich aber sehr ähnlich, die neue Tasche ist ein kleines bisschen größer. Die Paspel war äußerst schlecht anzubringen, es wurden immer wieder Stiche ausgelassen. Ich bin noch am Recherchieren, ob das an der Paspel, am Außenstoff, dem Reißverschlussfüßchen, dem Faden oder der Nadel lag. Deshalb wurde die Paspel ein zweites Mal mit dem Standardfüßchen angenäht. Sicher ist sicher…

Ich habe hier doch tatsächlich meinen letzten Magnetverschluss verwendet. Er wurde mir von einer Bekannten geschenkt, die eine alte Ledertasche ausrangiert hatte.

An die Reißverschlüsse habe ich weihnachtliche Anhänger aus dem Schmuckkästchen angebracht, da kommen die wenigstens auch einmal zu Einsatz. Ein Engel befindet sich am Hauptreißverschluss, die Reißverschlusstasche auf der Rückseite wird von einer Schneeflocke verziert.

Ich freu mich schon aufs nächste Jahr 🙂


Heute ist hier übrigens der erste Schnee gefallen – und nach zwei Stunden wieder weggetaut. Genug Zeit, um im Garten einen Schneemann zu bauen.

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Und am Abend sind noch zwei interessante Sterne entstanden. Was dabei rauskommt, wenn man erst faltet, dann einschneidet und schließlich klebt, seht ihr hier.

Bis demnächst,
Sonja 🙂

Reparieren von 12 bis 12

In diesem Monat sind mir wieder ein paar Jeans unter die Nadel gehüpft. Darunter auch zwei von Benjamin, die ich mehr schlecht als recht schon mal repariert hatte. Dieses Mal wurde also alles anders gemacht, und wie üblich über die Seitennaht repariert – da ist bis jetzt noch an keiner Jeans ein zweites Loch entstanden. Zuerst habe ich meine Murksreparatur herausgeschnitten, dann ein Stück Jeansstoff von innen mit Zickzackstich am entstandenen Loch befestigt, und letztendlich noch von vorne ein größeres Stück Jeansstoff aufgebügelt und aufgenäht.

Mein genähter Adventskranz, der das ganze Jahr über an der Ateliertür hängt, wurde auch einer genauen Inspektion unterzogen, eventuell wird er ja demnächst gebraucht. Die Jungs haben damit gespielt und eine Knopfblume abgerissen. Andere Blumen waren an einem Ende lose und alles wurde wieder fest drangenäht.

Auf meinem Reparatur-Stapel lagen schon seit Wochen zwei Pullis von Benjamin, bei denen Ärmelbündchen und Ärmelsaum durchlöchert waren und eine kurze Hose, die er wahrscheinlich im nächsten Jahr sowieso nicht mehr anziehen kann. Diese hatte im Schritt ein Loch und war im Nu zusammengeflickt. Bei den Pullis machte ich dagegen kurzen Prozess und verwandelte sie in T-Shirts. Als Abschluss habe ich dann mit der Overlock ein „Bündchen für Faule“ drangenäht. Beide werden als Ersatzshirts in den Kindergarten mitgenommen.

Dann wurde noch eine Hose von Oma Haia gekürzt und neues Klettband an einen alten Vorhang angebracht. Davon gibt es nur keine Bilder 🙂

Folgende Dinge habe ich im Zuge des Bastel- und Reparaturrauschs auch noch repariert bzw. bearbeitet, sie wurden sozusagen upgecycelt:

  • Die Spendenbox für den Kindergarten hat neue bunte Kugeln aus Washi-Tape bekommen.
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  • Ein altes Solitaire-Spiel wurde bei Oma Haia in der Schublade entdeckt. Die Schachtel sah ziemlich ramponiert aus und wurde mit Acrylfarbe, bunten aufgetupften Tieren und einem Rest Einbandfolie zum echten Hingucker. Gespielt wird hier auch schon fleißig 😉
  • In den letzten Jahren habe ich im November immer wieder auf dem Markt einen  Kranz gekauft und diesen dann selbst geschmückt und aufgehängt. Vor kurzem fand ich in Frederiks Bastelanleitungen die Idee, den Rohling mit rotem Krepppapier und roter Filzwolle zu umwickeln und ihn dann mit Naturmaterialien zu schmücken. Wir hatten noch zwei Rohlinge in der Garage und diese beiden Kränze sind daraus entstanden. Einer hängt im Wohnzimmer, der andere an der Haustür.
  • Aus ausgemusterten Waschlappen und Jerseyresten habe ich einige bunte Abschminkpads genäht – der nächste Fasching kommt bestimmt, da werden sie wieder benötigt.
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Und jetzt verlinke ich noch bei Valomea und schau mal, was sonst noch repariert wurde.

Bis demnächst,
Sonja 😉