Schnittmusterbereinigung 2/12

Im Februar hatte ich aufgrund der vielen Rehkostüme und anderer widriger Umstände weder Zeit noch Muse für ein großes Schnittmusterbereinigungs-Experiment. Glücklicherweise wartete die „Panty Eve“ von pattydoo schon seit Jahren ausgedruckt und geklebt auf ihren Einsatz in der passenden Größe. Das Schnittmuster ist übrigens gratis und in einem tollen Video wird jeder Schritt sehr gut erklärt – man muss es nur genau ansehen, aber dazu später mehr. Alles wird im Video mit der normalen Nähmaschine genäht. Das wollte ich auch!

Zunächst habe ich mein allererstes, mittlerweile viel zu großes Party.KLEID (genäht Weihnachten 2015) aus weißem Jersey mit roten Sternen zerschnitten und aus den Ärmeln und dem oberen VT bzw. RT die Hosenteile ausgeschnitten. Schon da ist der erste Fehler passiert, das Rückteil wird zwei Mal benötigt, und ich hatte den Fadenlauf nur einmal richtig berücksichtigt. Das neue ausgeschnittene Teil war korrekt und es ging ans Zusammennähen. Ich habe es zuerst mit der Nähmaschine versucht, dann aber schnell gemerkt, dass ich lieber doch die Overlock dafür nehmen sollte. Mein elastischer Zierstich, mit dem ich die verkehrten Seiten des Rückteils zusammengenäht habe, hat die beiden Stofflagen eher aufeinander gefaltet und dann irgendwie fixiert – außerdem hat mir das alles zu lange gedauert. Deshalb wurde wieder getrennt, die Overlock aufgestellt, erneut – falsch – zusammengenäht und erst jetzt beim Weitermachen habe ich bemerkt, dass das so gar nicht passen kann. Also habe ich noch mal zwei Teile für das Rückteil zugeschnitten… An dieser Stelle habe ich mir das Video noch einmal komplett angesehen, um auch ja keinen weiteren Fehler einzubauen.

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Vorderteil, zwei neue Teile für die Rückseite, falsch zusammengenähtes Rückteil

Das hätte auch beinahe geklappt, leider musste der Gummi wieder entfernt werden, weil ich da einen kleinen Denkfehler bezüglich des Umklappens hatte…

Das gute Stück ist dennoch fertig geworden – und hätte perfekt zu meinem Kleid gepasst 🙂

Fazit: Eine Panty zu nähen ist ein nettes Projekt für Jersey-Stoffreste, die ja im Prinzip immer von größeren Projekten abfallen. An den Sitz muss man sich gewöhnen. Dass der Gummi so hervorragend angenäht werden kann und beim Tragen kaum bemerkt wird, hat mich erstaunt. Dieses Schnittmuster habe ich zwar entsorgt, sollte ich jedoch jemals wieder eine Panty nähen, kann es wirklich sehr schnell vorbereitet werden (die Nahtzugabe ist auch schon drin!).

Und morgen zeige ich euch, was ich in diesem Monat unbedingt beginnen musste.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Frohe Weihnachten (2)

Das Rotwild ist bereit für den Umzug

Juhuu! Gerade eben habe ich die letzten Augen auf die Mützen geklebt (alles andere ist natürlich genäht, ich bin – noch – kein Freund der Heißklebepistole 😉 ) und die Taschen für die Bonbons sind auch so gut wie fertig. Lediglich bei den Kindern muss ich noch die Länge der Träger abmessen und dann mit Klettverschluss versehen.

Ein Tragebild von uns allen gibt es dann vom Umzug – bei dem hoffentlich genauso frühlingshaftes Wetter herrscht, wie gerade eben…

Bei Mike habe ich noch eine Innentasche angebracht, bei mir eine Reißverschlusstasche. Die bunten Blumen auf den Bonbontaschen sorgen hoffentlich für ein paar Farbtupfer – denn im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren sind wir als Rehe nicht ganz so bunt unterwegs.

Der Nähabend am letzten Mittwoch war übrigens ganz toll. Am Nachmittag sah es in der Turnhalle so aus:
IMG_0245 (2)Einige haben sich gegen 18:00 Uhr einfach ihre Tüten abgeholt und zuhause dann einen kleinen Näh- und Bastelabend veranstaltet. Alle die dageblieben sind, konnten in Ruhe ihre Kostüme anfangen, wenigstens eines fertig stellen und den Rest dann daheim weiter machen – bzw. sich alles nähen lassen, was es zu nähen gab, und zu Hause dann den Rest mit der Heißklebepistole aufkleben.

Für die tolle Organisation und Vorbereitung haben wir die ganze Woche über viel Lob erhalten. Und positive Rückmeldungen, dass viele Kostüme am letzten Wochenende entstanden sind, bzw. nicht mehr viel dazu fehlt.

Da kann der Umzug ja nur toll werden :-)!

Und jetzt setze ich mich auf den Balkon, genieße die Sonne und einen Cappuccino. Außerdem lese ich mir noch einmal genau die Anleitung für den Propeller durch, den ich jetzt endlich anfangen kann!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Maislabyrinth

Feiertag! Die Hälfte der KITA-Ferien ist schon vorbei und endlich schlafen die Kinder auch mal länger als bis halb sieben. Heute haben wir dann nach dem Frühstück unseren gepflückten & getrockneten Lavendel aus dem Garten kleingeschnitten und in mehr als 40 (!) Säckchen gefüllt. Zwei oder drei hätten auch gereicht, aber so wurde das Stoffregal mal wieder ein bisschen übersichtlicher. Und deshalb bekommen alle, die in diesem Jahr noch Geburtstag feiern auch eines geschenkt 😉

Nach dem Mittagessen sind wir in den nur wenige Kilometer entfernten Waldseilgarten aufgebrochen. Zum aller ersten Mal, ich bin begeistert. Zwar haben wir nicht die Baumwipfelpfade durchlaufen, dafür müssen die Kinder noch ein bisschen wachsen. Aber wir haben uns tapfer durch das Sonnenblumen-Maislabyrinth gekämpft und an sechs Stationen Fragen zum Thema „Indianer“ beantwortet, worauf die Kinder je einen Lutscher und ein Indianer-Tattoo bekommen haben.

Am Kiosk wurden dann noch Eis mit Wienerle verspeist (das Mittagessen vorher wurde auch restlos verputzt, hätte aber wohl noch ein bisschen größer ausfallen können…). Den Nachmittag haben die Kinder dann im Garten verbracht und mit Opa ein Labyrinth in den Rasen geschnitten. Dort durften dann die kleinen Traktoren Mais und anderes Getreide ernten und auf einen Haufen schütten.

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Ansonsten gehen wir oft Freunde besuchen, misten schon wieder Krimskrams und vor allem Papier aus, im Freibad waren wir auch schon mal, die Bücherei haben wir gestern unsicher gemacht. Ich sitze immer noch am Kleid für die Hochzeit, die in zehn Tagen stattfindet. Das Probeexemplar ist schon mal was geworden, hoffentlich klappt die Umsetzung mit dem zu meinen Schuhen passenden Stoff auch… Gestern hatte die Tochter einer sehr guten Freundin ihren achten Geburtstag, für sie durfte ich ein Lama-Shirt nähen. Und weil mir (aber vor allem den hier anwesenden Männern) das Ergebnis dann doch zu babymäßig rosa erschien, habe ich noch ein Kissen mit einer Lama-Applikation genäht. Ihr gefällt auf jeden Fall beides, das Shirt hat sie gleich heute schon wieder angezogen. Das hört man doch gerne 😉

In der nächsten Woche hat der Papa auch mal Urlaub, hoffentlich spielt dann das Wetter mit und wir können einige Tagesausflüge unternehmen. Drei Viertel der Mannschaft würden nämlich gerne an den Bodensee fahren…

Bis demnächst,
Sonja 😉