Mittendrin im Blitzeis

Gestern waren wir zum Geburtstagskaffee bei Cousine Lisa eingeladen. Sie wohnt keine 25 Kilometer von uns entfernt und eigentlich braucht man höchstens 30 Minuten, um dort hinzugelangen (da ist einmal Verfahren schon inbegriffen). Der Hinweg war kein Problem. Während eine große Auswahl an Kuchen serviert wurde (Zitronenkuchen, Apfelkuchen und Käsekuchen – sehr lecker, es war für jeden in der Familie was dabei), begann ein wunderschöner Schneesturm. Als wir gegen halb sechs wieder heimfahren wollten, waren die Gehwege und Straßen verschneit und wurden von den Anwohnern bereits geschippt. Keine 300 Meter von der Wohnung entfernt haben wir den ersten Auffahrunfall gesehen. Binnen weniger Minuten waren die Straßen spiegelglatt. Stellenweise kam der Verkehr komplett zum Erliegen, immer wieder sah man Autos neben der Fahrbahn oder Menschen, die sich um verunfallte Autos versammelt hatten und warteten. In der Online-NUZ habe ich gerade gelesen, dass es an die 30 Unfälle in der Region gegeben hat. Ich bin froh, dass wir nicht darunter waren. Zwar haben wir für den Heimweg zweieinhalb Stunden gebraucht, aber die Kinder haben wenigstens geschlafen – und konnten so, nach Silvester, schon wieder länger aufbleiben 😉
Benjamin ist es erst 100 Meter vor unserem Haus schlecht geworden und nicht mitten in der Pampa. Glücklicherweise hat er dann nicht ins Auto, sondern im Haus auf einen Teppich und den Papa gespuckt…

Heute Morgen habe ich endlich wieder am Row By Row Quilt weiter gearbeitet. Die Rückseite wurde zusammengenäht, alle drei Lagen mit Sprühkleber und Sicherheitsnadeln fixiert. Diese Arbeit mache ich wirklich ungern. Wenn man eine vernünftige Quilt-Größe haben will, muss da zumindest das Vlies zusammengenäht werden. Und wenn man – wie ich – keinen überbreiten Rückseitenstoff verwendet, dann muss auch noch die Rückseite gestückelt werden. Dafür brauche ich immer sehr viel Zeit, die ich eigentlich lieber fürs Quilten oder Nähen verwenden würde… Und eigentlich wollte ich das Quiltlabel dekorativ auf der Rückseite unterbringen – das ist mir aber erst wieder eingefallen, als alles schon fertig zusammengesteckt war.

Die unbunte Version, die unbunten Zusatzblöcke und meine Zickzackvariante habe ich dann auch noch fürs Quilten vorbereitet. Jetzt muss ich nur noch den Januarblock für den Skill Builder Quilt 2019 der 6 Köpfe beenden, dann werde ich die Nähmaschine umbauen und es kann losgehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Das Top ist fertig!

Endlich habe ich es geschafft, alle zwölf Reihen samt Zwischenstreifen zusammenzunähen. Die Half Rectangle Triangles und die Wonky Stars sind mir etwas zu lang geraten. Deshalb habe ich an alle Reihen vorne und hinten jeweils 2,5″ Hintergrundstreifen angenäht. Dann die Zwischenstreifen zusammengestückelt und alles im Kinderzimmer ausgelegt (dort war erstaunlicherweise richtig toll aufgeräumt – und ich musste nur noch den Boden von Fusseln befreien). Dann hab ich mir eine Reihe samt Zwischenstreifen nach der anderen geschnappt und die Reihen in einer vorher für gut befundenen Reihenfolge aneinandergenäht. Dabei habe ich immer auf den Zwischenstreifen die Mitte und den Beginn der einzelnen Blöcke markiert, jeweils ausgehend von der Vorgängerreihe. Und ich finde, am Ende passt alles gut zusammen. Kleine Längenunterschiede kann man dadurch prima ausgleichen. Der Rand muss natürlich noch begradigt werden. Da bleibt bestimmt mehr als 2″ übrig, womöglich werde ich mir den Seitenstreifen sparen.

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Für die Rückseite habe ich auch schon etwas vorbereitet. Diese muss aufgrund der Größe zusammengenäht werden, wenn man keinen überbreiten Stoff verwendet. Den Juliblock hatte ich zuerst nicht zusammengenäht, weil ich nicht wusste, ob dieser eine Sonderreihenfolge erhalten sollte. Also habe ich – noch bevor der Fan-Block fertig war – die Zickzack-Reihe normal zusammengenäht und eine weitere mit der Sonderreihenfolge erstellt. Da ist dann beim Zuschnitt was schief gegangen und ich hatte noch Mittelteile übrig. Kurzerhand habe ich mir ca. 6″ vom Rückseitenstoff geschnappt und mit diesem dann noch eine Zickzackreihe genäht. Aber dieses Mal anders zusammengenäht. Die eignet sich bestimmt als Verbindung der beiden großen Teile.

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Die neue Zickzackreihe habe ich dann wieder an zwei Stellen getrennt und mit Zwischenstreifen aneinander genäht. Vielleicht wird daraus ja ein Kissen, das zur Decke passt…

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Und warum das alles so lange gedauert hat mit dem Top (so viele andere haben schon den fertigen Quilt unter dem Weihnachtsbaum), seht ihr hier: Mir ist Einiges dazwischengekommen. Aber das ist normal in dieser Jahreszeit 🙂

Die Sonderblöcke der unbunten Version habe ich auch zusammengenäht.

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Nachdem mein grüner Bügelbrettbezug gewaschen werden musste, habe ich mir einen Ersatz genäht, natürlich aus alter Bettwäsche. Angelehnt an die damalige Anleitung, allerdings nur, was den Zuschnitt betrifft. Der genähte Tunnel wurde ziemlich knapp bemessen und dann mit einem Gummi versehen. Der Bezug passt sehr knapp. Aber er passt! Unten hängt kein Bändchen mehr heraus, das zum Spielen / Ziehen / Lockern animiert. Perfekt 😉

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Gestern hat das letzte Mama-Frühstück 2018 stattgefunden. Ich fand es schön, dass sich alle im Weihnachtstrubel noch mal Zeit genommen haben und habe deshalb fünf kleine Päckchen geschnürt. Was drin ist wird noch nicht verraten, denn drei wollen es erst an Heiligabend öffnen.

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Dann habe ich im Laufe des heutigen Tages vier Bow-Ties genäht, nach einem YouTube Video von „Man Sewing“. Brilliant. As Always… Ich freue mich schon immer auf mein Montagsfrühstück, wenn Rob in einem neuen Video einen Quilt oder ein anderes Projekt für Männer vorstellt. Absolut Sehenswert!

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Im Kindergarten wurden am Mittag die Geschenke für die Erzieherinnen verteilt (und ich durfte gestern verpacken und Karten bekleben)

Geschenke

Frederiks Schwimmkurs hat zum letzten Mal stattgefunden. Ich bin unglaublich froh und auch stolz, dass wir kein einziges Mal gefehlt und den Kurs beendet haben. Das war zwischenzeitlich nicht vorauszusehen. Mittlerweile kenne ich auch viele, die den Kurs bei der Wasserwacht abgebrochen haben. Schwimmen ohne Schwimmhilfe kann er trotzdem noch nicht, bzw. er traut sich zu wenig zu. Im Januar beginnt der neue Kurs. Das Gute dabei ist, dass er jetzt schon sehr viele Kinder kennt, denn die meisten sollen den Kurs wiederholen. Herbst und Winter sind also nicht geeignet, um Schwimmen zu lernen. Selbst wenn man einmal in der Woche zusätzlich ins Hallenbad geht (was uns leider nur fünf Mal in den zwölf Wochen gelungen ist), es fehlt die tägliche Übung. Im Sommer macht Schwimmen einfach mehr Spaß. Ich hoffe, dass er im nächsten Kurs feststellt, dass er es eigentlich schon ganz gut macht und bis zum Sommer dann tatsächlich den Dreh raus hat!

Morgen gehe ich auf eine Weihnachtsfeier. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Adventskalendertasche Tag 4 – 8

Up to date! Schon Tag 8 und bis jetzt habe ich die Innentasche mit Karabiner, die verdeckte Reißverschlusstasche auf der Vorderseite und den Reißverschluss zum Verschließen der ganzen Tasche genäht. Die „MixMich“ soll auf jeden Fall ein verstellbares Gurtband bekommen, damit kann ich im Alltag am besten umgehen. Das Innenfutter habe ich mit Vlieseline H630 verstärkt, sowohl Innenfutter als auch die nahtverdeckte Tasche bestehen aus Scrappy-Quilt-Stücken. Da wurde also in der Restebox auch mal wieder ordentlich aufgeräumt. So sieht das ziemlich voluminöse Teil – in Ausschnitten – im Moment aus:

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wann ich das nächste Mal zum Nähen komme und wie groß die Tasche tatsächlich wird!


Vorgestern habe ich die beiden unbunten Dezember-Blöcke gemacht, und diese letzte Reihe gestern auch gleich angenäht. Rechts und links wurden dann noch zwei Streifen angenäht, die ich, wie die Streifen zwischen den Blöcken, nur 1,5″ im nicht vernähten Zustand abgemessen habe. Ob ich das für die bunte Version auch so mache oder doch größer, muss ich mit noch überlegen. Da bin ich ja gerade erst an der letzten Reihe dran, das kann also noch etwas dauern…

Benjamin hat mir freundlicherweise beim Fotografieren geholfen. Das Top wurde dann aber offenbar schnell zu schwer, sodass wir nur ein Bild machen konnten… Und das hätte ruhig etwas schärfer sein können.

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Die Badvorleger sind auch fertig geworden, auf die Rückseite muss nun nur noch Sockenstopp aufgetragen werden. Mein Vorrat ist leider eingetrocknet, deshalb muss man jetzt ein bisschen vorsichtig sein, wenn man drüber läuft 😉


Im Städtle ist gerade Nikolausmarkt. Zeit, um ausgiebig Karussell und Bähnle zu fahren, Wildbratwürstle oder Wildburger zu essen, die Schafe zu beobachten und in die Menschenmenge einzutauchen. Bis jetzt haben wir noch kein Kind verloren – morgen müssen wir allerdings noch mal hin, denn sechs Fahrten mit dem Karussell stehen noch aus. Der Sparpreis für 10 Tickets war einfach zu verlockend 😉

In der nächsten Woche würde ich sehr gerne das bunte Top fertig stellen. Und das sollte ich auch schaffen, wenn ich nicht wieder neue Projekte starte 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉

Bald geht der Weihnachtstrubel los

Letzten Mittwoch durften wir glücklicherweise wieder Leitungswasser trinken und schon am nächsten Tag hatten wir kein Telefon und kein Internet mehr. Für ziemlich genau 24 Stunden. War auch mal ganz erholsam, die Kinder konnten allerdings am Abend nicht „Shaun das Schaf“ schauen, weil die Festplatte nur funktioniert, wenn auch ein Netz vorhanden ist. Also haben wir Steinzeit Junior gespielt 😉

Dann habe ich Mitte November überlegt, was in diesem Jahr unbedingt noch erledigt werden muss, damit wir das neue Jahr mit weniger Ballast starten können. Das Ergebnis schockiert, denn Punkt 1 sollte schon längst erledigt sein, ein erster Versuch wurde immerhin im April gestartet:

Alle wichtigen Dokumente sollen so einsortiert/aufbereitet werden, dass jeder, der hier wohnt, innerhalb von 5 Minuten das findet, was er oder jemand anders sucht.

Das Regal im oberen Atelierbereich und die Wohnzimmerschränke sollten aufgeräumt und luftiger gestaltet werden. Da lagern PC-Spiele aus den späten 90ern, die schon gar nirgendwo mehr laufen und haufenweise DVDs, die wir nie wieder anschauen werden.

Nicht mehr benötigte Babyspielsachen / Wickelunterlagen / Kleinkinderklamotten bis Größe 92 / Toilettenaufsatz und Töpfchen / Bücher für Kleinkinder / Fahrzeuge / Kinderwagen / Fellsack sollten verkauft / verschenkt / entsorgt werden [Achtung: Falls jemand aus der Verwandtschaft in naher Zukunft doch eine Familienvergrößerung anstrebt, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich alles dafür notwendige abzuholen!] 

Und nachdem diese Punkte relativ klar waren, ich mich aber nicht dazu durchringen konnte mit irgendetwas zu beginnen, habe ich erst mal im Stoffregal gewühlt, eine Jellyroll gefunden und endlich ein paar neue Vorleger fürs Bad im Tumbler-Stil gestaltet. Das hat Spaß gemacht! Und ging auch sehr schnell. Aus 160 bunten Tumbler-Schnitteilen mit jeweils 1,5 “ Sashingstreifen sind so drei Tops entstanden. Die beiden kleinen brauchen mittlerweile nur noch ein Binding, das Große liegt gerade unter der Nähmaschine. Gequiltet wird mit dem tollen Pseudo-Handquiltstich der Nähmaschine. Ein Allover-Design konnte ich mir hier nicht vorstellen.

Aber das war ja nicht alles: Eine Geschenkeverpackung für heute Abend, mehrere Mugrugs bzw. Untersetzter und den Prototyp für das Kindergarten-Faschingskostüm habe ich auch gemacht. Außerdem 4 Jeans geflickt und bei einer Jogginghose die löcherigen Bündchen abgetrennt und neu vorbereitet. Drei Adventskalender befüllt. Einen Kranz geschmückt. Des Weiteren teste ich gerade meine selbstgenähten „Stoff-Wischtücher“ um unseren Papiertücherverbrauch zu reduzieren.

Beim Lesen von Blogs ist mir in den letzten beiden Wochen zunehmend aufgefallen, dass ich manchmal nicht mehr unterscheiden kann, wer denn jetzt richtige Werbung macht und nicht und wofür überhaupt. Da liest man im Artikel „Werbung … und da mir die Anleitung [Anmerkung: Es geht um den Row By Row Quilt der 6 Köpfe] kostenlos zur Verfügung gestellt wurde“. Ernsthaft? Das kann doch echt nicht sein, dass dies als Werbung deklariert werden muss. Wenn man dafür Stoff erhält und mit diesem nähen muss, bitteschön. Aber doch nicht wegen einem Link zur Anleitung?

Bin ich froh, dass morgen schon der erste Dezember ist: Die letzte Reihe des Row By Row erscheint (das Zusammennähen des Tops wird bei mir wahrscheinlich länger dauern) und außerdem gibt es bei Farbenmix wieder die Adventskalendertasche zum Mitnähen (und das war keine Werbung…). Ich freu mich!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Hier noch ein paar Impressionen aus dem Garten. Nachbars Ginko Mitte November mit sehr vielen gelben Blättern – und am nächsten Tag hatte er drei Viertel davon verloren. (Unser Ginko sah zu dem Zeitpunkt schon ziemlich nackig aus 😉 )

 

Mit kaputter Brille näht es sich schlecht

Benjamin ist vor elf Tagen mit Schwung gegen meine Brille gestoßen als wir auf dem Sofa rumgeblödelt haben. Natürlich bin ich gleich danach zum Optiker meines Vertrauens aufgebrochen, der das wieder repariert hat. Am Nachmittag (ein Samstag, unter der Woche passiert so was selten) haben dann die Bügel an den Ohren nicht mehr gepasst. Das Kopfweh ist immer schlimmer geworden, am Sonntag bin ich zweitweise ohne Brille unterwegs gewesen…

Also war ich am Montag noch mal beim Optiker. Im Laufe des Dienstags hatte ich das Gefühl, dass noch eine Kleinigkeit am rechten Ohr stört, das wollte ich am Mittwoch noch mal nachjustieren lassen. An diesem Tag ist gegen Mittag das Kopfweh wieder stärker geworden, bald habe ich auch entdeckt, warum:

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Am Mittelteil war etwas abgebrochen und das Glas war versetzt vor dem Auge. Ein merkwürdiges Gefühl. Man sieht zwar gut, die räumliche Wahrnehmung ist allerdings katastrophal.

Am Freitagnachmittag wurde mir ein neues Mittelteil eingesetzt, seitdem geht es wieder aufwärts.

Am Freitagabend hat der Kindergarten einen tollen Gottesdienst für den heiligen Martin gemacht. Frederik durfte einen Soldaten spielen, es wurde viel gesungen und eine kleine Laternenwanderung um die Stadtmauer zurück zur Kirche gemacht. Nach dem Umzug hat jedes Kind eine im Kindergarten gebackene Gans bekommen. Diese wurde selbstverständlich gleich zu Hause aufgegessen. Lecker 😉


In der letzten Woche sind neue Mugrugs entstanden, eine davon habe ich meiner Schwiegermutter zum Geburtstag geschenkt – sie ist ein Elch-Fan.

Für den Kürbis findet sich bestimmt noch jemand!


Und um die letzten Überbleibsel vom Samplerquilt sinnvoll zu verwenden, habe ich aus dem Rolling Stone ein Kissen gemacht (die Rückseite besteht aus einem geschenkten Hoodie, der in Guatemala hergestellt wurde und gut 25 Jahre alt ist).

Bei der etwas verbügelten Pineapple habe ich beim Anbringen der weiteren Streifen Briefecken ausprobiert – hat erstaunlich gut geklappt. Und um dafür noch eine Kissen-Rückseite zu bekommen (die allerdings noch etwas größer werden muss), habe ich ein Tutorial von Shannon Brinkley ausprobiert (ich bin nämlich seit kurzem Mitglied der Meander Quilt Guild) und eine improvisierte Technik für Rundungen ausprobiert:

Der Kreis ist doch deutlich zu erkennen, oder?


Heute muss ich unbedingt noch eine neue Mugrug für Freitag vorbereiten. Während Frederiks Schwimmunterricht lässt sich ganz locker das Binding auf der Rückseite befestigen und die Zeit vergeht wie im Flug 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉