Der letzte Tag in der Kinderkrippe

Heute ist Benjamins letzter Tag in der Kinderkrippe – und wenn beim Abholen jemand weinen muss, dann bin das bestimmt ich… Vier Jahre hatten wir unseren Platz auf der linken Seite ganz hinten. Vier Jahre sind wir so gut wie jeden Morgen gegen acht Uhr dort angekommen. Zwei Jahre Frederik, zwei Jahre Benjamin (nein, eigentlich drei, denn er war ja schon als Neugeborener immer dabei, um den Bruder hinzubringen). Die Kinder haben gute Freunde gefunden während dieser Zeit und ihre ganz eigene Persönlichkeit entwickelt. Viele Ausflüge gemacht, gemalt, getanzt, gesungen, gelesen, gekocht, gespielt, gekleckert, geklettert, gestritten, gelacht und geweint. Deshalb haben wir für „unsere“ Erzieherin auch ein kleines Geschenk vorbereitet und hoffen, dass sie sich immer gerne an uns erinnert 😉

Dies ist die zweite Umsetzung aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Weitere werden folgen…

Am Montag geht es dann im Kindergarten los. Benjamin kommt in Frederiks Gruppe und freut sich schon sehr. Gestern ist sein Rucksack fertig geworden. Den kann er dann mitsamt der Brotzeit an den Taschenwagen hängen.

Das ist der „Rucksack Hannerl“. Das Schnittmuster habe ich vor Ewigkeiten gekauft, weil ich schon für Frederik einen Rucksack machen wollte. Damals hatte ich aber noch gar keine Taschen-Näherfahrung und weil es schnell gehen musste, haben wir ihm dann einen gekauft. Benjamins erster Kindergartentag steht ja schon einige Zeit fest, deshalb stand der Rucksack die ganze Zeit auf meiner August-Nähliste und am Dienstagmorgen habe ich dann tatsächlich damit begonnen. Eines vorweg: Immer wenn ich ein paar Monate gar keine Tasche mache, stelle ich mich an, wie jemand, der noch gar nie eine Tasche genäht hat. Also eigentlich schlimmer, denn ich lese dann die Anleitung auch nur sporadisch und nähe eher nach Gefühl. Da wird dann gerne mal die Wendeöffnung vergessen, etwas abgesteppt, obwohl noch zwei Schritte dazwischen gemacht werden müssen, Karabinerhaken vorbereitet, die dann nicht eingenäht werden, zur besseren Sichtbarkeit Reflexband aufgenäht, wenn das Teil eigentlich schon verschönert wurde und der richtige Zeitpunkt dafür sehr viel früher gewesen wäre. Außerdem habe ich hier Gurtband mit einer Breite von 2,5 cm verwendet, weil weder Band noch die zugehörigen Schnallen mit einer Breite von 2 cm vorrätig waren. Dies wiederum hat sich leider auf das Nähen der Träger ausgewirkt, denn nach dem Wenden derselben wollte ich das ganze Projekt schon in die Tonne stecken, weil das Gurtband nur noch halb angenäht im Träger steckte und ich hier zwei Mal auftrennen musste…

Dieser Rucksack ist laut Anleitung in der Basisversion ohne aufgesetzte Taschen auch für Anfänger geeignet. Mittlerweile bin ich der Meinung, man sollte schon mindestens 30 Taschen genäht haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und einem Nervenzusammenbruch vorzubeugen 😉
Erfahrungen im Quilten wären auch nicht schlecht. Denn um die zwei Schichten Thermolan auf der linken Seite der Rückseite zu fixieren, schneidet man am besten das Thermolan und die Rückseite großflächig aus und quiltet erst einmal drauf los. Das komplette Teil kann anschließend ganz bequem in der richtigen Größe ausgeschnitten werden. Aber am Wichtigsten ist wohl: Anleitung genau lesen und auch befolgen 🙂


Was sonst noch gemacht wurde im August

Die Kinder waren an ihrem letzten Ferientag – am Montag – mit Papa und Opa im Waldseilgarten und haben gut gesichert den Bambini-Parcours bewältigt. Das hat Spaß gemacht!

Aus zwei Metern herrlichem Stoff (gab es im Juli bei Alles für Selbermacher) habe ich in diesem Monat ein Kleid „Nuria“ für die Hochzeit, eine Babyhose „RAS“ von Nähfrosch in Größe 62 (Babygeschenk) und ein Mädchen-Shirt in Größe 134 gemacht (für Hanna, dann hat sie nächstes Jahr zum neunten Geburtstag auch was in der Farbe rosa zum Anziehen).

Einige Utensilos wurden zusammengenäht, die kann man schließlich immer brauchen (an einem Abend im Mai habe ich nämlich ganz viele Teile für Utensilos von Pattydoo ausgeschnitten – aus Canvas-Stoffen, von denen nur noch ein kleiner Rest vorhanden war). Die gestickte Tischdecke, die ich im April begonnen habe, wurde fertig gestellt (und eine neue für Weihnachten schon begonnen – ob die dann tatsächlich noch in diesem Jahr verwendet werden kann werden wir sehen…).

Zum Thema „Was ist Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?“ mache ich mir auch schon seit Wochen Gedanken, man kommt ja nicht mehr dran vorbei. Ich habe das Gefühl, dass gerade auf Blogs zu viel gekennzeichnet wird und das gar nicht notwendig ist. Leider habe ich noch keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Werbung nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn man auch eine Gegenleistung dafür erhält (kostenlose Produktproben, über die man dann einen Artikel schreibt, Geld über Affiliate-Links, Equipment für das Hobby, das man gratis bekommt und testet und bewertet). Solange man alles, worüber man schreibt, vorher selbst gekauft & bezahlt hat, ist ein Artikel über ein bestimmtes Schnittmuster / einen tollen Stoff / ein niedliches Zubehör für die Nähmaschine / etc. einfach nur ein informativer Artikel, der den Leser in die Welt des Autors entführt und ihn hoffentlich ebenso begeistert und eventuell anregt auch selbst kreativ zu werden, womit auch immer. Darin enthaltene Links sehe ich als Service am Leser. Und vor allem als Quellenangabe. Es ist ja in der Regel so, dass man gekaufte oder kostenlose E-Books zum Nähen verwendet und sich nicht alles, was man näht selbst ausdenkt. Die Ersteller geben in der Anleitung meistens an, dass man bei der Präsentation auf dem Blog auch auf das benutzte Schnittmuster verlinken soll. Wie dieser Blogpost dann letztendlich verfasst wird, ob kurz oder lang, positiv oder negativ, bleibt allerdings dem Blogger überlassen. Manchmal bin ich froh, wenn in einem interessanten Beitrag auch noch wirklich nützliche Links vorhanden sind, die einem die ganze Sucherei ersparen. Und wenn ich nicht interessiert bin, dann lese ich eben nur, klicke aber nicht. Bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, wie der Kauf von Non-Food-Produkten im Supermarkt nach Lektüre der Wochenend-Werbung.

Ich bleibe auf jeden Fall dran! Sollte ich jemals richtige Werbung machen, werde ich das selbstverständlich deutlich kennzeichnen.

Jetzt warte ich aber erst einmal auf den September-Block!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Ein ereignisreicher Monat verabschiedet sich

Traumhaft war im Juli nicht nur das Wetter, sondern auch die eine oder andere Sache, die wir so nicht erwartet haben:

  • Am dritten Juli hat die Didi-Fee Benjamins letzten Schnuller geklaut. Und schon am Tag danach war es ohne Schnuller „normal“.
  • In der Woche darauf hat Benjamin beschlossen, dass man die Sache „ohne Windel“ ja mal ausprobieren könnte. Nach nur zwei Tagen mit kleineren „Wildpieseleien“ im Garten und zwei größeren „Unfällen“ im Sandkasten, benutzt er nun ganz selbstverständlich das Töpfchen oder die Toilette – sogar nachts 😉
    Im Mülleimer ist jetzt wieder deutlich mehr Platz.
  • Wir waren im Urlaub 🙂
  • Zucchini wachsen hier besonders gut im Hochbeet. Letzte Woche habe ich aus drei Kilogramm Zucchini und einem Kilogramm Zwiebeln 15 Gläser Zucchini-Relish hergestellt. Hoffentlich kann man das auch essen…
  • Seit einer Woche steht wieder ein mittelgroßer Pool im Garten und ruiniert das Gras…
  • Wir haben zahlreiche weitere Geburtstage und Sommerfeste gefeiert (mit leckerem Essen und vor allem viel Eis). Vorgestern wurden wir von Martin zum Pizzaessen eingeladen, die Kinderpizza war ziemlich groß und hat noch fürs Abendessen und für das Kindergartenfrühstück gereicht.
  • Mein Work-In-Progress-Haufen ist viel kleiner geworden, demnächst geht es an neue „Projekte“:
    – Der Row By Row Quilt wächst und gedeiht. Reihe sieben wurde zumindest in der unbunten Variante fertig gestellt…
    – Der „No Point Stars“ nach der Anleitung von „Cluck Cluck Sew“ ist fertig und kuschelig weich geworden (der Quiltabstand ist relativ groß, ich probiere gerade aus, wie man am besten eine weiche Decke quiltet).

    – Mein Beitrag zum Triangle-QAL wurde letzte Woche fertig.
    – Der im letzten Jahr begonnene Chevron Quilt wird auch gerade gequiltet.

    – Ich habe eine Mug Rug mit einer Eule gemacht. Die Idee stammt aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Einfach großartig. Schnell gemacht, sehr variabel, viele Anregungen, ideal für Stoffreste. Man kann FMQ ausprobieren – und das nicht nur auf einem Probestück. Bisher habe ich zwar nur Pebbles fabriziert, aber das Ergebnis gefällt – und Frederik hat die Eule gleich für sich beansprucht.

    – Im Moment sitze ich an einem Geschenk für eine Hochzeit im August, das Ziel ist schon zu erkennen, mehr dazu gibt es am 25.08.
    – Und natürlich muss dafür auch noch ein Kleid gemacht werden…

  • Wir haben die Mondfinsternis angeschaut, bei einem Feuerchen im Garten waren die Kinder bis 23 Uhr auf. Und am nächsten Tag entsprechend gerädert 😉

Der August kann also kommen, wir sind bereit! F E R I E N !!!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Besuch auf dem Bauernhof

Endlich hat man wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Obwohl – jetzt geht der Spaß ja erst richtig los, ich weiß nur noch nicht, wem ich denn ab jetzt die Daumen drücke 😉 …

Das große Thema im Kindergarten ist ja immer noch „Gesund und fit durchs Kindergartenjahr“, deshalb stand heute Morgen für Frederik und mich ein Besuch auf einem nahegelegenen Bauernhof auf dem Programm. Wir durften uns 50 Milchkühe ansehen, streicheln, füttern und auch melken. Bei Frederiks Melkversuch kam auch tatsächlich Milch heraus und die Bäuerin sagte ganz erstaunt „Der kann’s ja!“.
Nach dem anstrengenden und informativen Programm im Kuhstall durften die Kinder noch Butter herstellen – bzw. eher die Erwachsenen, denn das Geschüttel der kleinen Glasfläschchen war ganz schön anstrengend, so dass die Kinder erst wieder dazugekommen sind, als die Butter-Schnittlauch-Brote schon angerichtet waren. Lecker! Kurz vor Schluss hat die Bäuerin noch alle Kinder mit in den Hühnerstall genommen, frisch gelegte Eier eingesammelt und erzählt, was passiert, wenn der Fuchs kommt. Die Kinder waren sehr interessiert und haben eine Menge Fragen gestellt. Dieser Ausflug war wunderschön!


So langsam lichtet sich hier auch mein Work-In-Progress-Haufen, ich habe in dieser Woche tatsächlich zwei Sachen fertig gestellt. Der Dresdner Teller ist im letzten Jahr als Variante für den Samplerquilt entstanden, und hat jetzt endlich seine Bestimmung gefunden, natürlich als farbenfrohes Tischdeckchen. Gequiltet habe ich mit den Quiltstichen der Maschine.

Bei den Bright Hopes, die ja ganz spontan im Februar entstanden sind, weil dieser Block so wunderbar schön zu nähen ist, war ich dagegen mutiger. Nachdem ich zwei Quiltbücher (und viele Videos) von Angela Walters verschlungen habe – und natürlich an Probeblöcken geübt – wollte ich mal ausprobieren, wie sich das auf einem richtigen Quilt macht. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. An der Maschine war ich zwar ganz schön verkrampft und das Atmen vergisst man auch hin und wieder, aber nach einer Weile geht es wie von selbst.

Ich habe mir dabei vorgenommen wenigstens die Kontrastdreiecke beim Triangle Quilt aufwändiger zu quilten. Mal sehen, wann es da weiter geht. Schon morgen wird der nächste 4″ Block bei den 6 Köpfen vorgestellt und am Dienstag wird erst einmal Geburtstag gefeiert. Benjamins Zahlenshirt ist schon fertig. Und eine Hose gibt es auch noch dazu. Hoffentlich zieht er es auch an, sowohl Zahl als auch Rückseite bestehen nämlich aus einem Stoff, aus dem Frederik ein Kissen hat. Das könnte ein Problem geben…

Jetzt müssen wir aber erst einmal einen tollen Kuchen für die Kinderkrippe finden!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

 

WM mit Anlaufschwierigkeiten

Ja, die sind nicht nur in der Mannschaft vorhanden, sondern auch hier zu Hause. Die Spiele kommen zu den unmöglichsten Zeiten (Abholung der Kinder von der KITA, Abendessenvorbereitung mit Grillsession, Ins-Bett-Bring-Zeit von Benjamin) und ich bekomme immer nur die Zusammenfassungen mit – oder eben das, was man am Tablet über den Live-Ticker der Sender sehen kann – sofern die Übertragung nicht schon nach 30 Sekunden wieder aufhört.

Letzten Sonntag wollte ich meinen Kindern jedenfalls Fußball näher bringen, und wir haben zusammen das Spiel angesehen. Wir waren gut vorbereitet, Fahnen wurden aufgehängt, Shirts angezogen, Spießchen mit unterschiedlichen Länderfahnen dekoriert. Die Spießchen waren schon innerhalb von 20 Minuten verputzt, nach dem Tor habe ich einige unflätige Ausdrücke benutzt und wurde von Frederik zurechtgewiesen und die zweite Halbzeit habe ich dann auf dem Balkon verbracht und hin und wieder in den Fernseher geguckt.

Das Beste kam am nächsten Tag: Da erzählte Frederik auf dem Heimweg, dass fast seine ganze Gruppe das Spiel gesehen hat und wie die anderen den Tag erlebt haben. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es morgen so läuft…

In Krippe und Kindergarten ist auch sehr viel los: die letzten Buffets werden arrangiert, der Abschied der Vorschulkinder geplant, Abschiedsgeschenke organisiert, in zwei Wochen findet ein großes Fest mit Olympiade und Salatbuffet im Kindergarten statt. Bis Ende Juli sind noch ein Haufen Geburtstage zu bewältigen, der Besuch eines Bauernhofes mit Milchkühen, das Familienfest, ein Ausflug auf eine Hütte – und natürlich die WM 😉

Letztes Wochenende war Vater-Sohn-Tag, da ging es mit den Vätern in den Wald um kreativ tätig zu werden. Bei schönstem Sonnenschein wurden tolle Sachen gebaut:

Heute war Krippengrillfest mit Streichelzoo und Piratenschiffspielplatz. Sehr schön und entspannter als im letzten Jahr…

Vor Beginn der WM habe ich noch zwei kleinere Projekte abgeschlossen und vier weitere kleine Quilts schon fürs Quilten vorbereitet.

Die New York Beauty Blöcke aus dem Februar habe ich nur ein wenig im hellgelben Stoff gequiltet und bin den Hauptbögen nachgegangen. Alles mit dem normalen Nähfuß, teilweise mit dem Handquiltstich, der etwas dominanter ausfällt. Die Rückseite und das Binding konnte ich leider nicht aus Batikstoffen machen, es ist ein Uni-Natur-Baumwollstoff geworden. Ein wunderschönes Ergebnis!

Und aus einem Teil „Abfall“ der No Point Stars ist dieses runde Teil entstanden:

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Sollte der eckige „Abfallquilt“ nicht fertig werden (der letzte Border ist immerhin schon angenäht), kann auch dieser als Weihnachtsbaumuntersetzer genommen werden.

Und falls sich jemand wundert: spätestes im August sollte man mit seinen Weihnachtsprojekten beginnen, um alles noch im November fertig zu bekommen 😉

In den nächsten Wochen müssen wir aber erst einmal gegen die Zecken kämpfen. Frederik wurde mehrfach gebissen und bekommt im Moment Amoxicillin verabreicht, weil ein roter Streifen im Gesicht sehr nach der berüchtigten Wanderröte aussieht. Mistviecher!

Bis demnächst,
Sonja 😉