Reparieren von 12 bis 12

Hier stapeln sich schon wieder die Hosen, deshalb war ich froh, dass ich von Oma Haia am Wochenende zwei interessantere Reparatur-Projekte erhalten habe 🙂

Eines davon habe ich gestern Vormittag umgesetzt: Dem beinahe antiken Zeitungsständer wurde der arg mitgenommene Bezug entfernt und durch einen abnehm- und somit waschbaren Bezug ersetzt. Dafür habe ich den restlichen Canvas-Stoff aus dem „Alles für Selbermacher“-Adventskalender aus dem Jahr 2017 vernäht. Blauer Klettverschluss hilft dabei, dass der Bezug an den Stangen stabil hängt und eine Menge Zeitungen tragen kann.

Von der Idee bis zur Fertigstellung hat dieses Projekt zwei Stunden gedauert. Zu guter Letzt habe ich noch alle gelockerten Schrauben wieder angezogen – jetzt hält er bestimmt noch mal 30 Jahre…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Heute war übrigens Tag 177/x – falls ich mich nicht verrechnet habe, das ist eine unglaublich lange Zeit…

Es war der erste Tag, an dem alle Männer das Haus verlassen haben. Bis halb 12 war ich alleine und habe natürlich nicht das gemacht, was ich mir für diesen Fall vorgenommen hatte. Stattdessen habe ich in der Zeit Bad, Küche und Flur auf Vordermann gebracht, gesaugt, nass gewischt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, alte Wäsche aufgeräumt, eine Kürbissuppe mit den Hokkaidos aus dem Garten gekocht, Frikadellen aus Haferflocken ausprobiert (das ist noch ausbaufähig) und die heutige Zeitung gelesen. Dann kam Frederik nach Hause und erzählte mir von der Begrüßung der Erstklässler heute Morgen auf dem Pausenhof. Die Zweitklässler durften ein Gedicht aufsagen, jeder eine Strophe. Leider war es zu diesem Zeitpunkt so nebelig, dass man fast niemanden mehr erkannt hat und die Kinder kaum das Mikrophon gefunden haben. Danach ist es wieder aufgeklart und jetzt haben wir herrlichen Sonnenschein.

Zuviel des Guten …

… kann wundervoll sein – sofern es sich nicht um Fruchtfliegen, Leichtschaumplatten, Dinkelspelz oder Zucchini handelt.

Die Fruchtfliegen in der Küche haben wir mit der altbewährten Mischung aus Essig, Saft- und Bierresten, warmem Wasser und einem Spritzer Seife sehr gut in den Griff bekommen. Die Abdeckung für die Fruchtfliegenfalle musste bis jetzt jedes Mal aus Papier hergestellt und mühsam mit einem Gummi am Gefäß befestigt werden. Geht zwar schnell, sieht aber unschön aus – deshalb habe ich heute eine „nachhaltige Abdeckung“ dafür genäht, die sogar gewendet werden kann. Durch den eingezogenen Gummi hält das Teil auf drei unterschiedlich großen Gefäßen.

Ich bin gespannt, ob sie genau so effizient ist – leider sind gerade keine Fruchtfliegen in der Küche unterwegs.


Mit den Leichtschaumplatten hatte ich schon Anfang August zu tun. Eigentlich wollte ich mir nur ein Designboard nach einer Anleitung von Lori Holt basteln. Beim Summer Sampler musste ich bisher bei mehreren Blöcken trennen, weil offenbar der kurze Weg von Bügeleisen zu Nähmaschine ausreichte, alles verkehrt herum anzuordnen…

Also suchte ich nach geeignetem Material. Und erstand – ganz Schwäbin, die dann doch lieber die Großpackung nimmt – 10 DIN A3 Platten und eine DIN A2 Platte. Daraus wurden dann insgesamt 13 Designboards in 3 Größen: einmal DIN A2, achtmal DIN A3 und viermal DIN A4. Ich konnte mich sogar überwinden, das Binding mit der Heißklebepistole anzubringen – und habe mich nur einmal verbrannt 😉

Diese Teile sind genial. Durch den Überzug mit Thermolam krallen sich die aufgelegten Schnipsel dort fest. Alles, was zu einem Block gehört, kann auf einem Board gesammelt werden. Wenn man fertig ist, legt man sie einfach aufeinander, und schon ist aufgeräumt. Auf die größeren Designboards kann man aber auch einfach einen Block oder eine Mugrug mittig aufsetzen und das Ganze als Bilderrahmen benutzen. Das ist hier besonders toll, da der Mann sich ja immer noch weigert, irgendwelche Befestigungsmöglichkeiten im Putz anzubringen.


Kommen wir zum Dinkelspelz. Auch da wurde mit eine Großpackung zum Verhängnis. Wer kann schon ahnen, dass 10 Kilogramm Dinkelspelz so voluminös sind? Man braucht nur ein Kilogramm für das Meditationskissen von Pattydoo – also habe ich eben mehrere genäht. Und bis auf meines auch alle verschenkt 🙂

Das ist ein tolles Projekt um Stoffreste aufzubrauchen. Und Freihandquilten zu üben. Aber der Reihe nach: Die ersten beiden habe ich fast nach der Anleitung genäht. In meinem Randstreifen befindet sich nämlich ein Klettverschluss, durch den man den Dinkelspelz – wenn nötig – wieder entfernen oder auffüllen kann. Er wird aber vom Gurtband verdeckt.

Beim dritten Kissen habe ich das Stylevil mit einem Herz an die Oberseite geheftet. Und dann habe ich experimentiert. Zuerst mit dem Dekostoff, der vom Fasching übrig geblieben ist. Diese beiden Kuh-Kissen haben aber die Kinder beschlagnahmt. Da befindet sich der Klettverschluss auf der unteren Seite, sie können gut befüllt werden. Eine weitere Version aus Kunstleder hat weder Absteppung auf der Oberseite noch Tragegriff, dafür aber einen Reißverschluss an der Seite. Sieht sehr edel aus.

Und die letzte Variante mit Reißverschluss und Freihandquilting auf Ober- und Unterseite ist aus einem nicht benutzten Tischläufer entstanden. Da habe ich die schönsten Stücke ausgeschnitten und einfach die Blätter, bzw. Stängel nachgenäht. Von einer alten Tasche wurde ein Ledergurtband eingenäht, das wunderbar dazu passt.


Die Zucchini-Ernte ist in diesem Jahr wieder sehr gut. Wir müssen schon Haferkekse backen, um einen Teil zu verbrauchen. Ansonsten gibt es viele Gemüseaufläufe, da kann man sie ja auch gut verstecken 🙂

Morgen geht offiziell das neue Kindergartenjahr los – Benjamin ist jetzt ein Vorschulkind!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im August

Die bisher letzte vorbereitete Mugrug hat endlich auch einen schönen Rand bekommen.

So langsam lichten sich die Regale, hin und wieder taucht jedoch etwas auf, das dort schon jahrelang schlummert. In diesem Fall waren das zwei Taschenprojekte, die bestimmt schon seit 2016 auf eine Umsetzung warten. Da wären erstens die vier Taschen von farbenmix (Bags to love: Geometric). Einfach ausschneiden und loslegen. Man braucht nicht einmal ein Innenfutter. Bis man auf der Suche nach der Anleitung an verzierten Taschen hängen bleibt und plötzlich auch noch was ergänzen muss… Schließlich wurden zwei Taschen einfach so schnell zusammengenäht, die anderen beiden bekommen noch ein Extra. Eine davon ist auch schon fertig. Durch unsere Namen in dem Buchstabengitter ist sie eine Familieneinkaufstasche geworden.

Und dann wurde noch ein vorbereitetes Stoffpaket einer einfachen Hängetasche mit Canvas und Kunstleder gefunden. Glücklicherweise in einwandfreiem Zustand (also das Kunstleder hat sich noch nicht aufgelöst). Genau das richtige für den Mann, der nicht gerne mit buntem Zubehör in der Stadt gesehen wird ;-).

Bleiben also noch folgende UFOs übrig: viele unterschiedliche Blöcke, HSTs aus zwei Charm Packs und die Kopie des Leinenhosenschnitts. Sofern nichts Neues auftaucht!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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PS: So langsam freunde ich mich auch mit dem Gutenberg-Editor an.

Reparieren von 12 bis 12

Allerhand wurde auch in diesem Monat wieder repariert. Endlich war Zeit für meinen Rucksack. Das Verschluss-Gurtband hat begonnen, sich aus der Verankerung zu lösen – entweder, weil ich grundsätzlich zu viel eingeladen habe, oder weil Benjamin sich einmal drangehängt hat, als der Rucksack an der Garderobe hing 😉

Leider war dies der Rest des Sternengurtbandes, ein längeres Teil konnte somit nicht eingesetzt werden. Also habe ich, wie bei den Trägern, ein Ansatzstück aus dem Außenstoff genäht und so den Gurt verlängert. Jetzt kann der Rucksack zwar nicht mehr ganz eng zusammengerollt geschlossen werden, aber voll beladen lässt sich der Karabiner gut anbringen.


Bei zwei alten Badematten habe ich ausgerissenes Schrägband abgeschnitten und neues darüber genäht. Außerdem ein Bindeband angebracht, jetzt lassen sie sich wieder gut transportieren.


Benjamins Hosen wurden geflickt. Drei Löcher auf der Rückseite konnten durch eine zweite Overlocknaht beseitigt werden. Am Tag drauf ist er in einer Rose hängen geblieben, ein Loch ist also wieder dazugekommen. Und aus der langen Regenbogen-Schlafanzughose, die einen Unfall mit der Schere hatte, wurde eine kurze Hose gemacht.


Dann wurde Frederiks ausgerissenes Sitzpolster mit zwei farblich passenden Flicken stabilisiert.


Und endlich das Schmuckkästchen repariert. Mein erster Versuch im letzten Jahr endete ja mit einem zerbrochenen Griff. Es war gar nicht so einfach, filigrane Griffe in passender Länge zu finden.

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Zu guter Letzt zeige ich euch noch Benjamins aufgefrischten Rucksack. Da war – wie soll es auch anders sein – der Griff ausgerissen. Bei dieser Reparatur habe ich auch gleich ein eingerissenes Webband entfernt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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UFO-Abbau im Juli

Spät zeige ich euch meinen UFO-Abbau im Juli, das aber aus gutem Grund. Wir waren gestern auf einer zauberhaften Hochzeit in Augsburg eingeladen, bei der immerhin zwei der fertig gestellten Arbeiten zum Einsatz gekommen sind.

Zunächst einmal wäre da die kleine MugRug mit den Herzen, die schließlich im Geschenk landete. Hier hat ja nur noch das Binding gefehlt.

Und das Kleid, das ich mir für die Hochzeit genäht habe: Karlotta, das „Prinzessinnenkleid für alle Anlässe“ in der Webware „Marrakesch Kombi“ von lillestoff, die ich schon vor Jahren gekauft und mehrfach für Taschen verwendet habe. Eigentlich war so ein Kleid bis jetzt immer ein Kopf-UFO – und das seit Februar 2017, ab da wollte ich unbedingt ein Webwarekleid mit nahtverdecktem Reißverschluss nähen. Gut, dass ich so lange gewartet habe – und gut, dass es diesen wunderbaren Anlass dafür gab!

Meine Probe-Karlotta habe ich aus einem dunkelblauen Blümchenstoff genäht, der zu 100% aus Polyester besteht. Soll zwar für Kleider geeignet sein, hier fand ich ihn im Nachhinein unpassend. Er lässt sich nur auf Stufe 1 Bügeln, dadurch kann man die Nahtzugaben nicht richtig auseinanderbügeln und an so ziemlich jeder Naht kräuselt sich irgendwas zusammen. Für daheim jedoch ein luftiges Sommerkleid!


Zwischendrin ist mir im Kleiderschrank noch ein rotes Ballkleid in Größe 34 untergekommen. Das habe ich 2014 bei einem Faschingskostümverkauf für drei Euro erstanden und wollte das Oberteil abnehmen, um einen passenden Rock zu bekommen. Und schon sechs Jahre später ist es so weit! Durch die Experimente mit dem nahtverdeckten Reißverschluss war ich mutig und habe den vorhandenen Reißverschluss in Kleid und Innenfutter erst einmal rausgetrennt. Das Kleid wurde gerade ausgerichtet und mit dem Patchworklineal das Oberteil abgetrennt. Und zwar da, wo der Reißverschluss aufgehört hatte. Anschließend wurden Kleid und Innenstoff an der Rückseite getrennt, der Reißverschluss an Stoff und Futter wieder angebracht, das Innenfutter oben an den Rock genäht – und schon war er fertig und passt jetzt wie angegossen 🙂


Dann wurde wieder im Nähzimmer gestöbert, dabei habe ich noch zwei Projekte umgesetzt: Die kurze luftige Hose aus dem Schal wurde genäht.

Und Knisterfolie entdeckt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich für Benjamin daraus was nähen wollte – aber dafür bin ich vier Jahre zu spät dran 🙂

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Deshalb habe ich ein rosa Knistertuch mit Webbändern und flauschigem Schaf genäht. Benjamin fand es sogar ziemlich interessant und hat gleich untersucht, warum es sich so komisch anhört…


Den neunten Block vom Summer Sampler 2020 habe ich auch fertig gestellt und freue mich schon auf Montag!

Midsummer
Midsummer


Heute haben wir viel Gemüse geerntet, das wir in den nächsten Tagen verspeisen werden und morgen backe ich zur Feier unserer Veilchenhochzeit einen Zwetschgenkuchen!

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Was ich noch erzählen wollte: Unsere Kinder sind gestern zum ersten Mal auf einer Rolltreppe gestanden und fanden es total witzig!

Bis demnächst,
jetzt hat auch Benjamin Ferien und am Montag geht es zum Friseur…
Sonja 😉

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