Benjamin wird mobil

Zu seinem vierten Geburtstag hat Benjamin sein erstes richtiges Rad mit Pedalen geschenkt bekommen. Am Anfang hat das Treten nicht gleich geklappt und er ist wieder auf das Laufrad umgestiegen. Seit dem ersten August jedoch üben wir beinahe täglich mit dem Rad, und gestern hat er zum ersten Mal geschafft, alleine loszufahren. Kurven funktionieren bereits bestens, eine rasante Fahrt geradeaus auch – nur am Berg geht ihm schnell die Kraft aus. Aber das wird sich ändern, wenn der Kindergarten wieder losgeht, denn jetzt können wir die 700 Meter mit dem Radl fahren und sind ruckzuck dort. Heute Morgen haben wir eine kleine Ausfahrt auf dem Radweg gemacht und die schon abgeernteten Felder angesehen.

Am Mittag wurden dann im Garten auf dem Feuerkorb Burger gegrillt. Die Brötchen werden bei jedem Mal besser – auch den Wespen hat es geschmeckt.

Am Nachtmittag war ich mit Frederik noch eine halbe Stunde im Freibad. Wir haben den wahrscheinlich letzten richtig heißen Augusttag optimal genutzt & sehr genossen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Urlaubsgefühle

Die kamen in dieser Woche tatsächlich auf, das erste Mal seit meinem letzten richtigen Urlaub, im August 2012. Also bevor die Kinder in unser Leben traten…
Es war sehr warm. Ich habe mir eine Jahreskarte fürs Freibad gekauft und bin von Montag bis Freitag jeden Vormittag geschwommen. Insgesamt 4 km. Ich habe mich viel mit unseren Pflanzen beschäftigt (Läusebefall an Gurke, Bohne, Erdbeeren), geerntet (die ersten großen Erdbeeren werden reif), Salat geschnippelt, einen Brennnesselsud angesetzt. In der Bücherei zwei Bücher für mich ausgeliehen („Todschick“ und „Fair einkaufen – aber wie?“) und eines davon schon gelesen. Wenig gemacht und auch gelegentlich mit einem Cappuccino in der Hand vor mich hingestarrt. Die Abwesenheit der Nähmaschine hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen. Herrlich!

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Da war es auch leichter zu ertragen, dass die Kinder am Anfang der Woche zwei eigenartige Unfälle hatten. Frederik hat sich beim Öffnen einer Kellertüre den großen Zeh, und da vor allem den Nagel, in der Mitte aufgeschnitten. Dem Weinen nach muss das ziemlich wehgetan haben. Und wurde aber einen Tag später schon von Benjamin getoppt. Der ist auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten kurz vor dem Gartentor mit dem Laufrad unglücklich an Frederiks Rad hängen geblieben und hat sich dabei den kompletten Fingernagel des kleinen Fingers abgerissen. Weswegen wir den ersten richtig heißen Nachmittag nicht im Freibad, sondern im Krankenhaus verbracht haben. Es sieht zwar furchterregend aus, ist aber wohl gar nicht mehr schmerzhaft, sobald der Nagel mal abgelöst ist. Im Krankenhaus wurde er nur wieder draufgelegt und mit einem Pflaster fixiert, damit der neue darunter hervor wachsen kann. Diese Prozedur hat Benjamin überhaupt nicht gefallen und beinahe dafür gesorgt, dass mir schwarz vor Augen geworden wäre…

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Aber dennoch waren wir am Wochenende nicht unkreativ – die Bügelperlen wurden herausgeholt. Und schaut mal, was hier alles entstanden ist. Zwei Traumfänger, ein Notausgangsschild mit Leuchtbügelperlen, ein kleiner Zoo und ein riesiges Mosaik, das mich beim Bügeln zur Verzweiflung gebracht hat (falsche Temperatur, ein Viertel abgehobene Bügelperlen, 30 Minuten Reparatur auf dem Bügelbrett…) und jetzt erfolgreich hinter Glas fixiert ist.

Bis demnächst, die Kinder haben noch vier Tage
Kindergarten und starten dann in die Pfingstferien.
Sonja 😉

Adventskalendertasche Tag 4 – 8

Up to date! Schon Tag 8 und bis jetzt habe ich die Innentasche mit Karabiner, die verdeckte Reißverschlusstasche auf der Vorderseite und den Reißverschluss zum Verschließen der ganzen Tasche genäht. Die „MixMich“ soll auf jeden Fall ein verstellbares Gurtband bekommen, damit kann ich im Alltag am besten umgehen. Das Innenfutter habe ich mit Vlieseline H630 verstärkt, sowohl Innenfutter als auch die nahtverdeckte Tasche bestehen aus Scrappy-Quilt-Stücken. Da wurde also in der Restebox auch mal wieder ordentlich aufgeräumt. So sieht das ziemlich voluminöse Teil – in Ausschnitten – im Moment aus:

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wann ich das nächste Mal zum Nähen komme und wie groß die Tasche tatsächlich wird!


Vorgestern habe ich die beiden unbunten Dezember-Blöcke gemacht, und diese letzte Reihe gestern auch gleich angenäht. Rechts und links wurden dann noch zwei Streifen angenäht, die ich, wie die Streifen zwischen den Blöcken, nur 1,5″ im nicht vernähten Zustand abgemessen habe. Ob ich das für die bunte Version auch so mache oder doch größer, muss ich mit noch überlegen. Da bin ich ja gerade erst an der letzten Reihe dran, das kann also noch etwas dauern…

Benjamin hat mir freundlicherweise beim Fotografieren geholfen. Das Top wurde dann aber offenbar schnell zu schwer, sodass wir nur ein Bild machen konnten… Und das hätte ruhig etwas schärfer sein können.

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Die Badvorleger sind auch fertig geworden, auf die Rückseite muss nun nur noch Sockenstopp aufgetragen werden. Mein Vorrat ist leider eingetrocknet, deshalb muss man jetzt ein bisschen vorsichtig sein, wenn man drüber läuft 😉


Im Städtle ist gerade Nikolausmarkt. Zeit, um ausgiebig Karussell und Bähnle zu fahren, Wildbratwürstle oder Wildburger zu essen, die Schafe zu beobachten und in die Menschenmenge einzutauchen. Bis jetzt haben wir noch kein Kind verloren – morgen müssen wir allerdings noch mal hin, denn sechs Fahrten mit dem Karussell stehen noch aus. Der Sparpreis für 10 Tickets war einfach zu verlockend 😉

In der nächsten Woche würde ich sehr gerne das bunte Top fertig stellen. Und das sollte ich auch schaffen, wenn ich nicht wieder neue Projekte starte 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉

Chevron-Quilt

Und wieder kann ein Element vom Work-In-Progress-Haufen als erledigt markiert werden! Im Mai 2017 habe ich voller Enthusiasmus begonnen, einen Chevron-Quilt nach der Video-Anleitung von MSQC herzustellen. Aus zwei 5″-Charmpacks ist so eine kleine Decke entstanden, bei der ich lange nicht gewusst haben, wie es weiter gehen soll. Läufer fürs Atelier? Vergrößern und eine richtige Decke draus machen? Badvorleger und die alten Fusselteile entsorgen?

Auf eine große Decke hatte ich keine Lust mehr nach dem Samplerquilt, dem Triangle-Quilt und der Aussicht auf den Row-By-Row, der wahrscheinlich alle bisher dagewesenen Dimensionen sprengt. Also habe ich einen 2,75″ breiten schwarzen Rand angenäht, in den ich Wellen gequiltet habe. Mit Verlaufsgarn und nachdem ich die Wellen mit einer Schablone angezeichnet hatte. Zwischendurch war ich versucht, den Rand wieder abzuschneiden, weil er mir nicht mehr passend erschien. Der Rand hat aber sehr viel Spaß gemacht und ich habe was neues ausprobiert beim Free-Motion-Quilten, deshalb ist er letztendlich dran geblieben.

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Damit das Chevron Muster hervorploppt, habe ich die bunten Dreiecke nur mit zwei parallel verlaufenden Linien mit dem Pseudo-Handquiltstich der Nähmaschine gequiltet und den schwarzen Zwischenraum mit hunderten von Pebbles gefüllt…

Und weil meine Schwiegermutter das gute Stück eventuell aufhängen will, habe ich oben drei Schlaufen an der Rückseite unter dem Binding mit angebracht. Den schwarzen Stoff der Rückseite habe ich übrigens zugeschnitten, bevor der Rand an der Vorderseite dran war, deshalb musste da auch noch gestückelt werden. Und eine weitere Panne gab es auch hier: Beim Annähen des Bindings ist mir auf der Vorderseite ein klein wenig Stoff ausgekommen. Gemerkt hab ich das erst, als ich das letzte Stück Binding auf der Rückseite annähen wollte. Glücklicherweise ließ sich dieser Fauxpas leicht reparieren.

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Jetzt fehlt nur noch der geeignete Platz. Die Größe muss ich mir merken, falls wir neue Sitzauflagen für den Balkon brauchen.

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Heute waren die Kinder, Oma Hedi und ich übrigens im Puppentheater Topolino und haben „Wie Findus zu Petterson kam“ angeschaut. Die Parksituation war katastrophal, weil mein bevorzugtes Parkhaus geschlossen hatte. Das Theater fing ca. 15 Minuten zu spät an, was beinahe die Stimmung unter allen kleinen Zuschauern zum Kippen gebracht hätte, für manche war der Dachs zu gruselig und einige konnten es wiederum gar nicht glauben, dass es nach 40 Minuten schon zu Ende war…

Wenigstens hatten Benjamin und Frederik keine Angst vor dem grummeligen Dachs, ihnen hat es sehr gut gefallen 🙂 Im Februar schauen wir „Ein Feuerwerk für den Fuchs“ an!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Öchsle Bahnhofsfest

Heute Morgen sind wir nach Ochsenhausen aufgebrochen, um das Bahnhofsfest 2018 mit zahlreichen Attraktionen für Jung und Alt zu besuchen. Das Wetter war gut, und wir hatten vor, mit Oma & Opa in der Öchsle-Dampflok von Warthausen nach Ochsenhausen zu fahren und dort die Waschweiber, Kindereisenbahn, Oldtimer und Kaffee & Kuchen zu genießen. Leider haben wir uns gestern nicht mehr genau angesehen, wann man aufstehen und losfahren muss, damit man mit zwei Autos zunächst nach Warthausen kommt, dort Frauen und Kinder aussteigen lässt, ein Auto nach Ochsenhausen fährt, mit dem anderen wieder nach Warthausen fährt und dann noch pünktlich dort ankommt, um den Zug um 10:30 Uhr zu erwischen. Wir waren um 09:05 Uhr abfahrbereit und haben dank Navi bemerkt, dass wir zwar vor 10:30 Uhr in Warthausen angekommen wären, aber für die Autoumparkerei definitiv keine Zeit mehr gewesen wäre.

Also haben wir beschlossen nur nach Ochsenhausen zu fahren um den Bahnhof mitsamt Rahmenprogramm dort anzuschauen. Die Überlandfahrt war ziemlich kurvig und der Straßenbelag auch nicht erste Sahne, deshalb war es beiden Kindern schon schlecht, als wir dort auf dem Parkplatz aus dem Auto ausgestiegen sind. Dieser Zustand hat sich dann in den nächsten eineinhalb Stunden eher noch verschlechtert, deshalb haben wir noch vor Ankunft der Dampflok in Ochsenhausen den Rückweg angetreten. Oma und Opa sind dortgeblieben und haben wenigstens noch ein paar Bilder mitgebracht, die schauen wir uns morgen zusammen an 😉

Auf dem Rückweg ist Tante Ingrids Spiel- und Spuckeimer drei Mal zum Einsatz gekommen (da brauchen wir unbedingt noch einen) und wir haben auch drei Mal angehalten um diesen mit Mineralwasser wieder zu reinigen. Nach dem dritten Mal sind beide Kinder glücklicherweise eingeschlafen, sonst hätten wir wahrscheinlich den ganzen Nachmittag gebraucht, um die restlichen 25 km nach Hause zu fahren.

Wieder daheim haben sich die Kinder im Garten erstaunlich schnell erholt, am Abend war sowohl Appetit als auch richtiger Hunger vorhanden.

Bleibt nur die Frage: Soll ich sinnlose Fahrten irgendwohin unternehmen, damit die Kinder besser mit dem Autofahren zurechtkommen? Im Moment hoffe ich noch, dass das auch anders geht. Seitdem wir hier wohnen und fast alles zu Fuß oder mit dem Rad machen, müssen wir höchstens noch alle zwei Monate volltanken. Das Auto wird eigentlich nur eingesetzt, wenn ein Ausflug, der Großeinkauf oder Besuche beim Kinderarzt anstehen. Ist eben unser kleiner Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Hoffentlich finden wir noch vor Ende Oktober einen Weg das Autofahren erträglicher zu machen, sonst müssen wir schon sehr früh aufbrechen, um rechtzeitig zum Mittagessen in Dillingen zu sein 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉