Reparieren von 12 bis 12

Außer Unmengen Jeans und Jogginghosen der Familie habe ich in den letzten Tagen auch die Jeans eines dreieinhalb-jährigen Jungen repariert. Da musste es schnell aufs Klo gehen und der Opa hatte unglücklicherweise den Schiebeknopf übersehen. Nach kurzer Recherche habe ich ein Ersatzteil dafür gefunden, es bestellt, innen einen Wonder Dot angebracht, das neue Stück eingesetzt (der zweite Versuch hat auch in die richtige Richtung gezeigt) und die Hose wieder ausgeliefert. Deshalb bekommen die Kinder jetzt ein Asterix Heft und eine Playmobilüberraschung geschenkt…

Restauriert haben wir auch: Die Kaffeemühle der Oma konnte nicht auf dem Tisch verwendet werden ohne alles zu zerkratzen, weil ein Nagel unten herausgestanden ist. Den hat Mike wieder eingeschlagen und die anderen vier auch noch ein kleines bisschen. Ich habe dann mit der Heißklebepistole ein Stück Filz aufgeklebt und auf dieses vier Lineal-Anti-Rutsch-Punkte angebracht. Jetzt kann man sie locker mit einer Hand halten, und die vom Christkind bekommenen aromatisierten tschechischen Kaffeebohnen mit Mandelextrakt mahlen.


Gestern, an Tag 356/x haben wir das Testzentrum in Weißenhorn kennen gelernt – und erstmals eine Ahnung davon bekommen, wieso das mit dem Impfen der Gruppe 1 derart lange dauert. Schüler und Lehrer können sich jedenfalls seit Wiederbeginn des wechselnden Präsentunterrichts zu ausgewählten Zeiten kostenlos testen lassen. Frederik hat das sehr gut gemacht fürs erste Mal und glücklicherweise ein negatives Ergebnis bekommen.

Dann haben wir Eisplatten aus dem Teich dekorativ in den Beeten verteilt, Ostereier aufgehängt, uns am Feuer gewärmt und als es dann doch zu kalt war, die Geburtstagssendung mit der Maus angeschaut.

Letzten Mittwoch war zum ersten Mal wieder Flöten in der Musikschule, Benjamin und ich haben die Wartezeit für das erste Eis des Jahres genutzt. Da hat der untere Schneidezahn noch nicht wie ein Kuhschwanz gewackelt…

Mein gelegentlich auftretendes Kommentarproblem konnte ich leider immer noch nicht zufriedenstellend lösen. Aber ich arbeite dran!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

FlexiBag

Zeit zum Durchschnaufen! Mit der FlexiBag steht in dieser Woche eine Tasche auf dem Programm, die wirklich einfach genäht werden kann – vor allem, wenn man die Schablone verwendet. Und die Reißverschlusstasche weg lässt (was ich natürlich nicht getan habe). Die Aufsatztasche außen sollte unbedingt genäht werden, dadurch lässt sich die FlexiBag wirklich platzsparend falten und aufbewahren.

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Bei meiner FlexiBag habe ich tatsächlich nur Stoffe aus dem Bestand verwendet, so wie es eigentlich für alle Taschen geplant war 😉

Der blaue mit den Blümchen hat gerade so gereicht. Das Innenfutter ist aus gelbem Baumwollstoff, die Aufsatztasche auch. Als Träger habe ich ein Kordel-Überbleibsel der „Packs ein“ verwendet, ein blau gelber Tassen-Knopf verschließt die Außentasche. Also ganz schlicht 🙂

Die KleineFeine ist schon zugeschnitten – in drei Varianten, eine davon werde ich bestimmt schaffen in dieser Woche.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.


Tag 20/x war eigentlich der erste Tag der „Osterferien“. Für die nächsten zwei Wochen ist tatsächlich Erholung angesagt – falls es den Kindern langweilig ist, können sie natürlich weiterhin Plus- und Minusaufgaben machen, in verschiedenen Apps arbeiten, viel lesen. Und die Lehrerin fragen, sie schickt dann Material. Heute war eigentlich Pause angesagt, das Wetter war einfach zu schön. Am Mittag haben wir gegrillt, die Kinder waren lange im Garten. Als es Frederik dann am späten Nachmittag langweilig wurde, hat er tatsächlich noch Matheaufgaben gemacht – und gelesen sowieso. Wie es nach den Osterferien weitergeht, erfahren die Lehrer in der zweiten Ferienwoche. Ich glaube, es rechnet im Moment niemand damit, dass dann die Schule wieder losgeht.

Gestern Nachmittag waren wir auch im Garten, der Opa hat das gebastelte Vogelhäuschen aufgehängt, die Kinder im Sandkasten einen Tunnel nach Island begonnen. Plötzlich roch es nach Rauch, Asche wehte ums Haus und verteilte sich auf Balkon, Grill, Polstern, dem Klettergerüst. Also ab nach drinnen, alles verstaut, alle Fenster und Türen geschlossen. Nach kurzer Recherche durch das Dachbodenfenster sahen wir in einer Nebenstraße gelbe und graue Rauchwolken in den Himmel steigen. Sirenen waren zu hören. Der Brand war glücklicherweise schnell gelöscht. Drei Feuerwehrfahrzeuge und zwei Polizeiautos waren vor Ort, wir haben sie nach dem Brand zurückfahren sehen, als wir wieder auf dem Balkon waren. Später wurde bekannt, dass wohl eine Hecke und eine Papiermülltonne in Brand geraten waren.


Ich habe mich in den letzten Tagen an ein ziemlich anspruchsvolles Projekt gewagt, für das ich 2019 leider keine Zeit hatte: Die Eierhenne Hennriette. Wenn Ostern dieses Jahr anders gefeiert werden muss, dann darf hier auch neue Dekoration entstehen. Ein Huhn, das Eier legt, bereichert bestimmt unseren Frühstückstisch 🙂

Der Nahttrenner war mir zwar ein treuer Begleiter, aber letztendlich hat alles so hingehauen, wie es in der Anleitung stand. Obwohl eine Nahtzugabe von 0,5 cm wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Arbeit mit dem Schrägband hat mich nicht abgeschreckt. Bei mir funktioniert das Annähen auf der anderen Seite zwar nie so, wie es sein soll. Deshalb habe ich hier immer auf der sichtbaren Seite einmal mit einem Zickzack-Stich abgesteppt, da wird dann alles mitgefasst und sieht auch auf der Rückseite halbwegs professionell aus. Bei diesem Projekt können viele Stoffreste, Webbänder, Borten und Zackenlitzen zum Einsatz kommen – perfekt, um vorhandenes Material zu reduzieren.
Jetzt fehlt nur noch die Kükenbande – vielleicht hilft mir Frederik ja dabei…


Neben der Hennriette habe ich in dieser Woche auch einige Mund-Nasen-Schutzmasken für die Verwandtschaft genäht, da probiere ich gerade noch Schnittmuster aus (Anleitungen von ChezNu und Nähfrosch).
Seitdem die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, wurden hier allerdings auch über 30 Utensilos hergestellt (selbst an einem total stressigen Tag kann am Abend wenigstens ein Utensilo genäht werden und schon hat man wieder ein Lächeln im Gesicht 😉 ). Aus allen Stoffen, die vom Taschennähen übrig bleiben, bzw. geblieben sind und Kunstleder, mit dem wir vor Jahren unsere Esszimmerstühle im alten Haus renoviert haben, entstehen mehr oder weniger stabile Exemplare. Und es werden bestimmt noch einige folgen!

Benjamin wird mobil

Zu seinem vierten Geburtstag hat Benjamin sein erstes richtiges Rad mit Pedalen geschenkt bekommen. Am Anfang hat das Treten nicht gleich geklappt und er ist wieder auf das Laufrad umgestiegen. Seit dem ersten August jedoch üben wir beinahe täglich mit dem Rad, und gestern hat er zum ersten Mal geschafft, alleine loszufahren. Kurven funktionieren bereits bestens, eine rasante Fahrt geradeaus auch – nur am Berg geht ihm schnell die Kraft aus. Aber das wird sich ändern, wenn der Kindergarten wieder losgeht, denn jetzt können wir die 700 Meter mit dem Radl fahren und sind ruckzuck dort. Heute Morgen haben wir eine kleine Ausfahrt auf dem Radweg gemacht und die schon abgeernteten Felder angesehen.

Am Mittag wurden dann im Garten auf dem Feuerkorb Burger gegrillt. Die Brötchen werden bei jedem Mal besser – auch den Wespen hat es geschmeckt.

Am Nachtmittag war ich mit Frederik noch eine halbe Stunde im Freibad. Wir haben den wahrscheinlich letzten richtig heißen Augusttag optimal genutzt & sehr genossen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Urlaubsgefühle

Die kamen in dieser Woche tatsächlich auf, das erste Mal seit meinem letzten richtigen Urlaub, im August 2012. Also bevor die Kinder in unser Leben traten…
Es war sehr warm. Ich habe mir eine Jahreskarte fürs Freibad gekauft und bin von Montag bis Freitag jeden Vormittag geschwommen. Insgesamt 4 km. Ich habe mich viel mit unseren Pflanzen beschäftigt (Läusebefall an Gurke, Bohne, Erdbeeren), geerntet (die ersten großen Erdbeeren werden reif), Salat geschnippelt, einen Brennnesselsud angesetzt. In der Bücherei zwei Bücher für mich ausgeliehen („Todschick“ und „Fair einkaufen – aber wie?“) und eines davon schon gelesen. Wenig gemacht und auch gelegentlich mit einem Cappuccino in der Hand vor mich hingestarrt. Die Abwesenheit der Nähmaschine hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen. Herrlich!

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Da war es auch leichter zu ertragen, dass die Kinder am Anfang der Woche zwei eigenartige Unfälle hatten. Frederik hat sich beim Öffnen einer Kellertüre den großen Zeh, und da vor allem den Nagel, in der Mitte aufgeschnitten. Dem Weinen nach muss das ziemlich wehgetan haben. Und wurde aber einen Tag später schon von Benjamin getoppt. Der ist auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten kurz vor dem Gartentor mit dem Laufrad unglücklich an Frederiks Rad hängen geblieben und hat sich dabei den kompletten Fingernagel des kleinen Fingers abgerissen. Weswegen wir den ersten richtig heißen Nachmittag nicht im Freibad, sondern im Krankenhaus verbracht haben. Es sieht zwar furchterregend aus, ist aber wohl gar nicht mehr schmerzhaft, sobald der Nagel mal abgelöst ist. Im Krankenhaus wurde er nur wieder draufgelegt und mit einem Pflaster fixiert, damit der neue darunter hervor wachsen kann. Diese Prozedur hat Benjamin überhaupt nicht gefallen und beinahe dafür gesorgt, dass mir schwarz vor Augen geworden wäre…

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Aber dennoch waren wir am Wochenende nicht unkreativ – die Bügelperlen wurden herausgeholt. Und schaut mal, was hier alles entstanden ist. Zwei Traumfänger, ein Notausgangsschild mit Leuchtbügelperlen, ein kleiner Zoo und ein riesiges Mosaik, das mich beim Bügeln zur Verzweiflung gebracht hat (falsche Temperatur, ein Viertel abgehobene Bügelperlen, 30 Minuten Reparatur auf dem Bügelbrett…) und jetzt erfolgreich hinter Glas fixiert ist.

Bis demnächst, die Kinder haben noch vier Tage
Kindergarten und starten dann in die Pfingstferien.
Sonja 😉

Adventskalendertasche Tag 4 – 8

Up to date! Schon Tag 8 und bis jetzt habe ich die Innentasche mit Karabiner, die verdeckte Reißverschlusstasche auf der Vorderseite und den Reißverschluss zum Verschließen der ganzen Tasche genäht. Die „MixMich“ soll auf jeden Fall ein verstellbares Gurtband bekommen, damit kann ich im Alltag am besten umgehen. Das Innenfutter habe ich mit Vlieseline H630 verstärkt, sowohl Innenfutter als auch die nahtverdeckte Tasche bestehen aus Scrappy-Quilt-Stücken. Da wurde also in der Restebox auch mal wieder ordentlich aufgeräumt. So sieht das ziemlich voluminöse Teil – in Ausschnitten – im Moment aus:

Ich bin gespannt, wie es weitergeht, wann ich das nächste Mal zum Nähen komme und wie groß die Tasche tatsächlich wird!


Vorgestern habe ich die beiden unbunten Dezember-Blöcke gemacht, und diese letzte Reihe gestern auch gleich angenäht. Rechts und links wurden dann noch zwei Streifen angenäht, die ich, wie die Streifen zwischen den Blöcken, nur 1,5″ im nicht vernähten Zustand abgemessen habe. Ob ich das für die bunte Version auch so mache oder doch größer, muss ich mit noch überlegen. Da bin ich ja gerade erst an der letzten Reihe dran, das kann also noch etwas dauern…

Benjamin hat mir freundlicherweise beim Fotografieren geholfen. Das Top wurde dann aber offenbar schnell zu schwer, sodass wir nur ein Bild machen konnten… Und das hätte ruhig etwas schärfer sein können.

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Die Badvorleger sind auch fertig geworden, auf die Rückseite muss nun nur noch Sockenstopp aufgetragen werden. Mein Vorrat ist leider eingetrocknet, deshalb muss man jetzt ein bisschen vorsichtig sein, wenn man drüber läuft 😉


Im Städtle ist gerade Nikolausmarkt. Zeit, um ausgiebig Karussell und Bähnle zu fahren, Wildbratwürstle oder Wildburger zu essen, die Schafe zu beobachten und in die Menschenmenge einzutauchen. Bis jetzt haben wir noch kein Kind verloren – morgen müssen wir allerdings noch mal hin, denn sechs Fahrten mit dem Karussell stehen noch aus. Der Sparpreis für 10 Tickets war einfach zu verlockend 😉

In der nächsten Woche würde ich sehr gerne das bunte Top fertig stellen. Und das sollte ich auch schaffen, wenn ich nicht wieder neue Projekte starte 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉