UFO-Abbau im März

In diesem Monat habe ich an einem Projekt gearbeitet, das ich im Dezember gar nicht auf meine UFO-Liste gesetzt habe. Da gehört es aber definitiv drauf, denn immerhin wurde damit schon im Juli 2019 begonnen. Mein Plan war ja, eine Abdeckung für unseren Balkonschrank zu machen, damit das Geschirr, auf dem das Grillgut drapiert ist nicht den Edelstahl zerkratzt. Aus den unzähligen genähten Blöcken sind dann aber zwei Miniquilts für die Kuscheltiere der Kinder entstanden und die weiteren Blöcke wurden eingelagert.

Das ganze letzte Jahr über habe ich dann etappenweise die kompletten Stoffstücke aufgebraucht und teils mit Pineapple-Lineal, teils Freestyle weitere Blöcke genäht. So sah das Ganze im November aus:

Ein weiteres Teil hat in der Abdeckung keinen Platz mehr gehabt und ist ein Untersetzer geworden.

Das große Teil wurde inzwischen gequiltet. Ein bisschen fehlt allerdings noch. Bei den Wavy Lines im schwarzen Rahmen ist mir bereits zum dritten Mal der Faden gerissen.

Aber jetzt sind ja bald Osterferien – meine ersten seit 25 Jahren, ich freue mich schon sehr 😉


Inzwischen haben wir schon den Jahrestag des ersten Lockdowns hinter uns gelassen. Zusammen mit einigen Nachbargemeinden wurde im Impfzentrum eine Zeitspanne organisiert, in der sich alle, die an einer Schule arbeiten, zum Impfen anmelden können. An Tag 365/x wäre mein Impftermin gewesen, der wurde aber kurzerhand am Tag zuvor wegen bekannter Probleme abgesagt. Das hat die ganze Sache nicht unbedingt besser gemacht… Ab Montag konnte man sich dann wieder zum Impfen eintragen, tags drauf war es so weit. In meiner Altersklasse kommt man sich im Impfzentrum wirklich fehl am Platz vor, selbst wenn man eine Bescheinigung vom Arbeitgeber vorzeigt. Und wenn man dann auch noch in den Bereich mit dem blauen Kreis sitzen muss, indem man AstraZeneca verabreicht bekommt, muss man noch einmal kräftig schlucken und seinen ganzen Mut zusammennehmen. Die Organisation war allerdings sehr gut, es waren immer genügend Ansprechpartner vorhanden, die einem den richtigen Weg durchs weiße Labyrinth gezeigt haben. Als ich wieder draußen war, hatte ich auch schon den zweiten Termin auf dem Handy. Die Nebenwirkungen waren bis jetzt im normalen Bereich, starkes Kopfweh habe ich gestern mit einer Tablette und viel Schlaf in den Griff bekommen – glücklicherweise ist am Mittwoch mein freier Tag.


Frederik hat in dieser Woche seine erste Note bekommen. Eine 1 in einer Leseprobe 😉 Und das hat er im Religionsunterricht gestaltet:

In der Erde stecken Grassamen, die bis Ostern wohl noch über dem Grab von Jesus aufgehen sollen. Lassen wir uns überraschen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Außer Unmengen Jeans und Jogginghosen der Familie habe ich in den letzten Tagen auch die Jeans eines dreieinhalb-jährigen Jungen repariert. Da musste es schnell aufs Klo gehen und der Opa hatte unglücklicherweise den Schiebeknopf übersehen. Nach kurzer Recherche habe ich ein Ersatzteil dafür gefunden, es bestellt, innen einen Wonder Dot angebracht, das neue Stück eingesetzt (der zweite Versuch hat auch in die richtige Richtung gezeigt) und die Hose wieder ausgeliefert. Deshalb bekommen die Kinder jetzt ein Asterix Heft und eine Playmobilüberraschung geschenkt…

Restauriert haben wir auch: Die Kaffeemühle der Oma konnte nicht auf dem Tisch verwendet werden ohne alles zu zerkratzen, weil ein Nagel unten herausgestanden ist. Den hat Mike wieder eingeschlagen und die anderen vier auch noch ein kleines bisschen. Ich habe dann mit der Heißklebepistole ein Stück Filz aufgeklebt und auf dieses vier Lineal-Anti-Rutsch-Punkte angebracht. Jetzt kann man sie locker mit einer Hand halten, und die vom Christkind bekommenen aromatisierten tschechischen Kaffeebohnen mit Mandelextrakt mahlen.


Gestern, an Tag 356/x haben wir das Testzentrum in Weißenhorn kennen gelernt – und erstmals eine Ahnung davon bekommen, wieso das mit dem Impfen der Gruppe 1 derart lange dauert. Schüler und Lehrer können sich jedenfalls seit Wiederbeginn des wechselnden Präsentunterrichts zu ausgewählten Zeiten kostenlos testen lassen. Frederik hat das sehr gut gemacht fürs erste Mal und glücklicherweise ein negatives Ergebnis bekommen.

Dann haben wir Eisplatten aus dem Teich dekorativ in den Beeten verteilt, Ostereier aufgehängt, uns am Feuer gewärmt und als es dann doch zu kalt war, die Geburtstagssendung mit der Maus angeschaut.

Letzten Mittwoch war zum ersten Mal wieder Flöten in der Musikschule, Benjamin und ich haben die Wartezeit für das erste Eis des Jahres genutzt. Da hat der untere Schneidezahn noch nicht wie ein Kuhschwanz gewackelt…

Mein gelegentlich auftretendes Kommentarproblem konnte ich leider immer noch nicht zufriedenstellend lösen. Aber ich arbeite dran!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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FlexiBag

Zeit zum Durchschnaufen! Mit der FlexiBag steht in dieser Woche eine Tasche auf dem Programm, die wirklich einfach genäht werden kann – vor allem, wenn man die Schablone verwendet. Und die Reißverschlusstasche weg lässt (was ich natürlich nicht getan habe). Die Aufsatztasche außen sollte unbedingt genäht werden, dadurch lässt sich die FlexiBag wirklich platzsparend falten und aufbewahren.

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Bei meiner FlexiBag habe ich tatsächlich nur Stoffe aus dem Bestand verwendet, so wie es eigentlich für alle Taschen geplant war 😉

Der blaue mit den Blümchen hat gerade so gereicht. Das Innenfutter ist aus gelbem Baumwollstoff, die Aufsatztasche auch. Als Träger habe ich ein Kordel-Überbleibsel der „Packs ein“ verwendet, ein blau gelber Tassen-Knopf verschließt die Außentasche. Also ganz schlicht 🙂

Die KleineFeine ist schon zugeschnitten – in drei Varianten, eine davon werde ich bestimmt schaffen in dieser Woche.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Tag 20/x war eigentlich der erste Tag der „Osterferien“. Für die nächsten zwei Wochen ist tatsächlich Erholung angesagt – falls es den Kindern langweilig ist, können sie natürlich weiterhin Plus- und Minusaufgaben machen, in verschiedenen Apps arbeiten, viel lesen. Und die Lehrerin fragen, sie schickt dann Material. Heute war eigentlich Pause angesagt, das Wetter war einfach zu schön. Am Mittag haben wir gegrillt, die Kinder waren lange im Garten. Als es Frederik dann am späten Nachmittag langweilig wurde, hat er tatsächlich noch Matheaufgaben gemacht – und gelesen sowieso. Wie es nach den Osterferien weitergeht, erfahren die Lehrer in der zweiten Ferienwoche. Ich glaube, es rechnet im Moment niemand damit, dass dann die Schule wieder losgeht.

Gestern Nachmittag waren wir auch im Garten, der Opa hat das gebastelte Vogelhäuschen aufgehängt, die Kinder im Sandkasten einen Tunnel nach Island begonnen. Plötzlich roch es nach Rauch, Asche wehte ums Haus und verteilte sich auf Balkon, Grill, Polstern, dem Klettergerüst. Also ab nach drinnen, alles verstaut, alle Fenster und Türen geschlossen. Nach kurzer Recherche durch das Dachbodenfenster sahen wir in einer Nebenstraße gelbe und graue Rauchwolken in den Himmel steigen. Sirenen waren zu hören. Der Brand war glücklicherweise schnell gelöscht. Drei Feuerwehrfahrzeuge und zwei Polizeiautos waren vor Ort, wir haben sie nach dem Brand zurückfahren sehen, als wir wieder auf dem Balkon waren. Später wurde bekannt, dass wohl eine Hecke und eine Papiermülltonne in Brand geraten waren.


Ich habe mich in den letzten Tagen an ein ziemlich anspruchsvolles Projekt gewagt, für das ich 2019 leider keine Zeit hatte: Die Eierhenne Hennriette. Wenn Ostern dieses Jahr anders gefeiert werden muss, dann darf hier auch neue Dekoration entstehen. Ein Huhn, das Eier legt, bereichert bestimmt unseren Frühstückstisch 🙂

Der Nahttrenner war mir zwar ein treuer Begleiter, aber letztendlich hat alles so hingehauen, wie es in der Anleitung stand. Obwohl eine Nahtzugabe von 0,5 cm wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Arbeit mit dem Schrägband hat mich nicht abgeschreckt. Bei mir funktioniert das Annähen auf der anderen Seite zwar nie so, wie es sein soll. Deshalb habe ich hier immer auf der sichtbaren Seite einmal mit einem Zickzack-Stich abgesteppt, da wird dann alles mitgefasst und sieht auch auf der Rückseite halbwegs professionell aus. Bei diesem Projekt können viele Stoffreste, Webbänder, Borten und Zackenlitzen zum Einsatz kommen – perfekt, um vorhandenes Material zu reduzieren.
Jetzt fehlt nur noch die Kükenbande – vielleicht hilft mir Frederik ja dabei…


Neben der Hennriette habe ich in dieser Woche auch einige Mund-Nasen-Schutzmasken für die Verwandtschaft genäht, da probiere ich gerade noch Schnittmuster aus (Anleitungen von ChezNu und Nähfrosch).
Seitdem die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, wurden hier allerdings auch über 30 Utensilos hergestellt (selbst an einem total stressigen Tag kann am Abend wenigstens ein Utensilo genäht werden und schon hat man wieder ein Lächeln im Gesicht 😉 ). Aus allen Stoffen, die vom Taschennähen übrig bleiben, bzw. geblieben sind und Kunstleder, mit dem wir vor Jahren unsere Esszimmerstühle im alten Haus renoviert haben, entstehen mehr oder weniger stabile Exemplare. Und es werden bestimmt noch einige folgen!

Adventskalendertasche II

Heute ging das letzte Näh-Türchen vom farbenmix-Adventskalender auf. Für mich war allerdings gar nichts mehr zu tun: Die Wendeöffnung habe ich gestern aus lauter Gewohnheit gleich nach dem Annähen der Innenseiten verschlossen. Und als Gurtband wird – als Zeichen der Nachhaltigkeit – mein „Universal-Gurtband“ verwendet. Hier ist sie, meine Adventskalendertasche 2019:

Genau meine Farben – wie man in diesem Beitrag an der Alltagsheldin, dem Fünf-Fach-Organizer, diversen Geldbeuteln und Taschentüchertaschen sehen kann. Sie kommt nicht so aufgeplustert daher wie die Alltagsheldin, was auch daran liegen kann, dass ich nur auf die Hauptinnenseiten Vlies H630 aufgenäht habe, der Gedanke, den Baumwollstoff zu verstärken kam mir nämlich relativ spät 🙂 Vom Schnitt her sind sie sich aber sehr ähnlich, die neue Tasche ist ein kleines bisschen größer. Die Paspel war äußerst schlecht anzubringen, es wurden immer wieder Stiche ausgelassen. Ich bin noch am Recherchieren, ob das an der Paspel, am Außenstoff, dem Reißverschlussfüßchen, dem Faden oder der Nadel lag. Deshalb wurde die Paspel ein zweites Mal mit dem Standardfüßchen angenäht. Sicher ist sicher…

Ich habe hier doch tatsächlich meinen letzten Magnetverschluss verwendet. Er wurde mir von einer Bekannten geschenkt, die eine alte Ledertasche ausrangiert hatte.

An die Reißverschlüsse habe ich weihnachtliche Anhänger aus dem Schmuckkästchen angebracht, da kommen die wenigstens auch einmal zu Einsatz. Ein Engel befindet sich am Hauptreißverschluss, die Reißverschlusstasche auf der Rückseite wird von einer Schneeflocke verziert.

Ich freu mich schon aufs nächste Jahr 🙂


Heute ist hier übrigens der erste Schnee gefallen – und nach zwei Stunden wieder weggetaut. Genug Zeit, um im Garten einen Schneemann zu bauen.

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Und am Abend sind noch zwei interessante Sterne entstanden. Was dabei rauskommt, wenn man erst faltet, dann einschneidet und schließlich klebt, seht ihr hier.

Bis demnächst,
Sonja 🙂

Der erste Schultag

Der erste Tag ist geschafft, weitere werden folgen 🙂 Heute Morgen um 09:00 Uhr wurden die Erstklässler mit Eltern und anderen Verwandten in der Aula empfangen. Eine Rede der neuen Rektorin und ein Lied aller Schüler, umrahmt von aufwändiger Choreographie, hießen die neuen Schüler willkommen. Schließlich wurde bekannt gegeben, welche Schüler in der Kombinationsklasse 1/2 sind und welche in der reinen ersten Klasse. Von 09:40 Uhr bis 10:15 Uhr verschwanden die Kinder dann in den Klassenzimmern. Eine erste Hausaufgabe, die aus dem Malen des Schultüteninhalts bestand, wurde aufgegeben – und heute Nachmittag nur widerstrebend erledigt. Malen ist nicht Frederiks Lieblingsbeschäftigung.

Gleich nach der Schule sind wir noch in den Gottesdienst für die Schulanfänger gegangen und haben dort die anderen aus dem Kindergarten wieder getroffen. Grad schee wars! Am Mittag waren wir mit allen Omas und Opas beim Pizzaessen.

Morgen geht es dann richtig los, der Stundenplan wird ausgeteilt, wir werden die restlichen benötigten Schnellhefter, Tonpapier DIN A5 und Knetmasse in der Dose besorgen – wo auch immer man so etwas im Städtle kaufen kann.

Und damit ihr auch wisst, was noch in der Schultüte war, neben einem Füller, Bleistiften, Radiergummi, Spitzer, Schokoladenstiften aus dem Sweet Home, einem Asterixheft, einem Rechenrätselblock, einem Erinnerungsbuch an den ersten Schultag, Gummibärchen und einem Legoflugzeug, habe ich hier mal ein Bild gemacht…

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Die „Tafel to go“ hatte in der Schultüte zwar selbst keinen Platz mehr, wurde aber heute Nachmittag von beiden Kindern mehrmals gereinigt und bemalt, bzw. beschrieben.

Die Anleitung von Maira im Snaply Magazin hat mir sehr gut gefallen. Tafelstoff war vorhanden und dann wurde losgelegt. Die Außenseite ist ein gequilteter Rest des Row By Row. Leider liegt dadurch die „Tafel“ nicht ganz so glatt auf, funktioniert aber trotzdem. Auf der Suche nach Kreiden habe ich 10 farbige und eine weiße gefunden, deshalb wurde der Kreideeinschubbereich etwas erweitert.

Wird auf jeden Fall beim nächsten Restaurantbesuch eingepackt!

Was hier sonst noch in den letzten Tagen passiert ist, zeige ich euch demnächst, jetzt wird erst einmal geschlafen, hier sind alle sehr müde…
Sonja 😉