UFO-Abbau im November

Geschafft! Ich habe tatsächlich doch noch ein UFO beseitigt. Und dazu auch noch ein sehr altes… Wer erinnert sich noch an das Jahr 2016 und den Taschenspieler Sew-Along? Da habe ich zum ersten Mal von vorne bis hinten an einem Nähevent teilgenommen und alle Taschen geschafft. In diesen zwei Monaten im Frühjahr habe ich unglaublich viel gelernt! Für die Lenkertasche habe ich damals zuerst ein paar Teile zugeschnitten, den Innenstoff mit Vlies H630 verstärkt und die aufgesetzte Reißverschlusstasche der Vorderseite gestaltet und zusammengenäht.

Dann hat mir das alles nicht mehr gefallen und ich habe aus beschichteter Baumwolle noch einmal alles ausgeschnitten und schließlich diese Lenkertasche fertig gestellt.

Die übrigen Teile waren hier in einer Box eingelagert, bis sie mir im letzten Jahr wieder unter die Augen gekommen sind. Und am letzten Wochenende war es so weit. Am Samstag habe ich alles zugeschnitten was noch fehlte. Sogar der Stoff, der damals für die Außenseite vorgesehen war, war noch in ausreichender Menge vorhanden und ist jetzt komplett aufgebraucht 😉

Die Reißverschlusstasche innen wurde aufgenäht und mit Webband versehen, auf die andere Innenseite ein Gummiband aufgenäht, die Rückseite der Tasche mit dem Steckfach ergänzt und Webbänder und Karabiner eingesetzt.

Gestern kamen schließlich noch die Wendeöffnung und das Gurtband mit den Steckern dran. Jetzt hängt auch sie im Auto und beherbergt zwei Masken der Kinder, eine tierische und eine medizinische. Falls im Eifer des Gefechts mal wieder alles zu Hause vergessen wird und man ohne nirgendwo eingelassen wird.

So, und wenn sich im nächsten Monat der Zustand des Skillbuilders nicht verändert, wandert der auf meine UFO-Liste für das nächste Jahr – und dann wird nichts Neues begonnen, so lange der noch nicht fertig ist!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Als ich im August hier geschrieben habe, dass weit und breit keine Reparaturen in Sicht sind, hat mir meine Cousine auf einem Familientreffen ihre Lieblingstasche gegeben, mit der Bitte, doch die ziemlich ausgefransten Henkel zu ersetzen. Das sah machbar aus und in meinem Kopf gab es zu diesem Zeitpunkt eine ziemlich genaue Vorstellung, wie man das erledigen könnte: Futtertasche an der Wendeöffnung trennen, betreffende Stellen zwischen Futtertasche und Außentasche trennen, damit das alte Gurtband entfernt werden kann. Neues Gurtband erstellen, einsetzen und alles wieder schließen.

Kaum begonnen, mussten alle Pläne über den Haufen geworfen werden 😉 Die Wendeöffnung ließ sich noch sehr leicht trennen. Die Futtertasche war dann allerdings so gut an der Außentasche fixiert, dass sich die Innentasche im Laufe des Auftrennens in ihre Bestandteile zerlegt hat. Das Gurtband war aber immer noch da… Der Ansatz wurde an der Außentasche mehrfach übernäht, damit alles ganz toll zusammenhält.

Das war der Zeitpunkt, an dem ich mir nicht mehr sicher war, ob es sich überhaupt lohnen würde, die Tasche noch zu reparieren… Kurzerhand suchte ich in meinen Patchworkboxen nach einem farbenfrohen Charm Pack und es wurde drauf los improvisiert. Ich stellte zwei Seitenteile in der ungefähren Größe der Originaltasche und einen Mittelstreifen her. Diese wurden dann auf Thermolam geklebt und mit mehrfarbigen Ziernähten versehen. Vor dem Zusammennähen nahm ich noch die Maße für die Innentasche ab. Darauf wurden zwei Aufsatztaschen befestigt, ein Karabinerhaken an einem Webband mit eingenäht und ein kleines Label angebracht.

Die Futtertasche und die beiden Henkel wurden aus steingrauem Baumwollstoff genäht. Einen Verschluss habe ich mir auch überlegt: Ein kleineres Stück Gurtband, versehen mit Snappap und Druckknopf, das durch eine Gummikordel gezogen werden und weiter unten an der Gegenseite befestigt werden kann.

Ich war ziemlich zufrieden mit der Ersatztasche, aber die alte Tasche hat mich irgendwie nicht losgelassen…

Also habe ich mich noch einmal drangesetzt und von vorne begonnen. Zuerst wurde der obere Rand zurückgeschnitten. Dann alle kaputten Absteppungen auf der Außentasche getrennt und mit einer ähnlichen Farbe neu genäht. Als ich die Maße für die Innentasche hatte, durfte die Außentasche sich in der Waschmaschine einmal durchkneten lassen. Für die Innentasche wurde der Rest eines weißen Lakens verwendet, die rosafarbene Aufsatztasche passt perfekt zum Außenstoff und ist etwas größer als das Original. Das graue Gurtband habe ich auf der Außenseite mit einem farblich passenden Webband versehen.

Bis auf ein paar kleinere Abschürfungen am Boden sieht die Tasche eigentlich auch wieder wie neu aus und kann sicherlich noch lange getragen werden!


Der Sommer hat ja jetzt doch noch kurz vorbei geschaut! Die letzte Woche haben wir eher gemütlich gestaltet: Nach der endgültigen Verabschiedung aus dem Kindergarten haben wir mehrmals den Schulweg geübt. Im Garten und mitten in der Stadt ausgezeichnetes Eis genossen, Radtouren durch Wald und Feld unternommen, ein kleines Lagerfeuer am Abend und Ausflüge auf die Spielplätze in der Umgebung gemacht.

Heute war mein letzter Ferientag, aber wenn ihr seht, was ich in der letzten Schulwoche bekommen habe, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass ich mich auf das neue Schuljahr und die Kinder sehr freue 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

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UFO-Abbau im August

Die letzte Farbenmix-Tasche mit Bären und Bienchen wurde zusammengenäht und mit einem Innenfutter versehen.

Einige „Versuchsblöcke“ aus der Kruschtel-Kiste wurden entsorgt, auf anderen habe ich Freihandquilten geübt. Das Binding wird in den nächsten Tagen noch angebracht, dann gibt es hier wieder Untersetzer für die Pflanzen.

Zum Sticken auf dem Balkon hatte es den ganzen August über leider nicht die richtige Außentemperatur 😉
Aber sobald im September der Heizlüfter im Atelier im Einsatz ist, komme ich da bestimmt wieder etwas voran.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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UFO-Abbau im Mai

In diesem herbstlichen Monat schaffe ich es gerade mal einen halbfertigen Zustand zu präsentieren. Die letzte Tasche aus dem Farbenmix-Viererpack wurde endlich begonnen. Was ich dort applizieren wollte, wusste ich schon im Februar. Die Bienen passen doch gut zu den Bären, auch wenn ich sie am Ende nicht eckig, sondern rund gemacht habe.

Die Vorlagen waren also schon Monate lang auf das Vliesofix aufgezeichnet und als ich alles wieder gefunden hatte, begann sich das Papier schon vom Gewebe abzulösen. Unglücklicherweise habe ich ziemlich viel vorgezeichnet, weil ja in den nächsten Monaten einige Abschiedsgeschenke anstehen. Deshalb wurde hier gerettet, was zu retten war und alle vorhandenen Aufzeichnungen auf Batikstoff aufgebügelt.

Für die Tasche blieb deshalb wenig Zeit. Auch weil ich, nachdem meine Maschine aus der Reparatur zurück war, erst einmal einen neuen Quilt begonnen habe (den Jubiläums Summer Sampler, bevor nächste Woche der neue Summer Sampler startet) und einen ganzen Berg Hosen reparieren durfte. Die Bienen sind zwar jetzt drauf, aber das Innenfutter muss erst noch zugeschnitten werden.

Bis zum nächsten Termin klappt das bestimmt – nur für meine Stickarbeiten sehe ich langsam schwarz…


Meinen Geburtstag haben wir am Sonntag mit der Familie bei Kaffee und Kuchen im Garten und auf dem Balkon gefeiert. Zum Mittagessen habe ich mir selbstgemachte Burger gewünscht, die Erdbeerkuchen, die ich kurz zuvor entdeckt hatte (Pudding Erdbeerkuchen ohne backen und Erdbeerkuchen vom Blech mit Haferflocken), waren beide sehr gut und werden bestimmt wieder gemacht. Frederik hat sich am Vormittag leider eine Platzwunde am Hinterkopf zugezogen, weshalb er mit dem Papa eine gute Stunde im Krankenhaus verbracht hat und mit drei Stichen genäht werden musste.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Same procedure as last year…

…zumindest was das Eierfärben angeht. Heuer haben wir Kurkuma, Heidelbeeren, braune und rote Zwiebelschalen und das abgeschnittene Grün von Radieschen ausprobiert, die der Gemüselieferant gestern Früh vorbei gebracht hat. Leider waren diesmal weder Rote Beete noch Spinat in der Kiste – meist wird das als irgendein Ersatz geliefert, aber wenn man es mal brauchen könnte, hätte man es tatsächlich bestellen müssen.

Aber das Ergebnis ist nicht schlecht geworden, die blauen Eier sind viel schöner als im letzten Jahr 😉

Bei dem Radieschengrün habe ich zwischendurch etwas Essig und die grüne Kräutermischung „Café de Paris“ hinzugefügt. Es ist eine undefinierbare Farbe herausgekommen, ich glaube in der Werbeagentur hat das damals „greige“ geheißen 🙂

Osterlamm und Osterhase wurden auch wieder gebacken und sind noch einen Hauch essbarer als letztes Jahr. Es kommt wohl wirklich drauf an, dass man jede Zutat einzeln dazugibt und ziemlich lange unterrührt. Außer den ganz feinen Mandeln haben wir in diesem Jahr noch Rumaroma ergänzt. Vom Kindergarten gab es „Ostern To Go“, da schon zum zweiten Mal in Folge das wirklich legendäre Osterfrühstück ausfallen musste.

Der Osterhase war natürlich schon ganz früh im Garten unterwegs und hat an den unmöglichsten Stellen vor allem Süßigkeiten verloren. Die wurden am meisten gewünscht, nachdem ja der Fasching ausgefallen war. Und die Fortsetzungs-CD vom kleinen Gespenst hat er auch noch gebracht. Am Mittag essen wir mit den Großeltern zusammen Burger. Die Wunderteig-Brötchen dafür sind gerade im Ofen.


Benjamin hat außerdem einen neuen Rucksack bekommen, der „Hannerl“ sieht inzwischen furchtbar aus. Der aufgebügelte Reflektorstreifen hat sich fast überall aufgelöst und die Farbe ist auch nicht mehr das, was sie mal war.

Der neue Stoff lag hier schon etwas länger herum, am Dienstag konnte ich mich endlich dazu aufraffen, loszulegen. Es ist ein Ukkolino von „sitzwackeltundhatLuft“ geworden – meinen Ukko benutze ich sehr gerne, da hat alles Platz, sogar einkaufen mit dem Rad ist damit kein Problem. Die Kindervariante hat außerdem einen tollen Verschluss oben, das wollte ich unbedingt probieren. Für ein derartiges Projekt, das so viele Schnittteile hat, die auch noch mit Vlies bebügelt werden sollen, muss man schon drei Tage einplanen – vor allem, wenn dann auch noch Effekte mit Reflektorfolie dazukommen und die Seitentaschen auf das richtige Maß vergrößert werden müssen.

Es hat alles wunderbar geklappt. Benjamins Getränkeflasche hat Platz, die Box für verlorene Zähne kann in der aufgesetzten Tasche aufbewahrt werden. Innen ist alles mit einem gelben beschichteten Staaars ausgestattet, verlorenes Gemüse oder verschmierte Butter kann also leicht wieder entfernt werden. Vorne gibt es einen reflektierenden Hexie-Anhänger, der einen weiteren Kreis verdeckt, auf dem Benjamins Name steht (die Inspiration dazu kam mir beim Lesen von Pamelas Blog / Bonnbon, ihre Wichtelpartnerin hat einen wunderschönen Hexie-Anhänger gestaltet). Auch an der Seite und auf der Klappe habe ich mit Reflektorstoff gearbeitet, bei der Klappe der aufgesetzten Tasche habe ich eine reflektierende Paspel eingesetzt. In der Dunkelheit kann er jetzt nicht mehr übersehen werden. Der mit Klett verschließbare Brustgurt kann komplett entfernt werden, wenn er nicht mehr benötigt wird.

Dann hoffe ich, dass ihr schon alle versteckten Eier gefunden habt – falls nicht, viel Spaß beim Suchen!

Bis demnächst,
Sonja 😉