Baden gegangen…

… sind heute in Bayern nicht nur einige Parteien, sondern auch wir, denn am Vormittag haben wir zwei Stunden im Nautilla verbracht. Frederik hat vorletzte Woche einen Schwimmkurs bei der Wasserwacht begonnen, bei dem er im Sommer auch das Seepferdchen machen kann. In der ersten Stunde hat es ihm zwar gefallen, aber als wir dann zur zweiten Stunde gefahren sind, hat er beim Umziehen angedeutet, dass er immer noch Angst davor hat, ins Wasser zu springen, bzw. Wasser ins Auge zu bekommen. Und dann kamen die Tränen… Nach der Stunde aber kam die Leiterin freudestrahlend zu mir und sagte „Der Frederik ist heute ohne Rücksicht auf Verluste ins Wasser reingesprungen!“. Beim Duschen hatte er auch mehr Spaß als Angst und er hat sogar schon ein paar Kinder gefunden, mit denen er sich gut versteht.

Und heute Morgen hat er gezeigt, was er schon gelernt hat! Der Kopf war einige Male unter Wasser. Die zwei Stunden waren ruckzuck um, die Kinder sind sehr oft gerutscht und haben das Nichtschwimmerbecken mit Schwimmflügeln durchquert. Alle Becken bis auf das Schwimmerbecken und das Solebecken haben wir ausprobiert. Das Wasser war herrlich warm – im Vergleich zu unserer Schwimmhalle mit kühlen 26 Grad – und es war nicht so viel los. Lag entweder an der regen Wahlbeteiligung im Freistaat oder am wunderschönen Oktoberwetter. Dieser Ausflug wird sehr bald wiederholt, er hat allen sehr gut getan. Und wir wissen ja: Übung macht den Meister!

Hier seht ihr die Kinder, allerdings nicht beim Schwimmen, sondern vor dem Wahllokal. Da war sehr viel los, dementsprechend haben wir lange gebraucht und waren einer nach der anderen drin. Die Kinder haben während der Wartezeit ihre Fahrzeuge im Laub versteckt.

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Gestern haben wir den Kindergeburtstag nachgefeiert mit insgesamt fünf Jungs. Eigentlich wollten wir Drachen basteln. Leider stellte ich mir das einfacher vor, als es tatsächlich ist. Und dann war auch noch das Transparentpapier zu kurz und Drachenschnur ließ sich im Städtle nirgendwo auftreiben, die gibt es nur mit Drachen. Ein Drache ist annähernd fertig geworden, der Rest wird an den kommenden Nachmittagen fertig gestellt. Und dann treffen wir uns alle, um sie fliegen zu lassen. Wind war gestern eh keiner da 🙂
Am Abend waren jedenfalls beide platt und sind sehr schnell eingeschlafen.


Da Frederik jetzt im letzten Kindergartenjahr ist, darf er allerhand tolle Sachen machen. Neben Yoga lernt nun auch Flöte. Und da wir vier Flöten ohne Taschen zu Hause hatten, musste ich da etwas dran ändern. Inzwischen sind es noch drei Flöten ohne Tasche, für Frederiks Flöte – mit der ich damals in der Grundschule gespielt habe – habe ich eine Tasche gemacht. Nachdem es nicht eine ganz einfache mit Druckverschluss werden sollte, bin ich bei Mipamias fündig geworden (ist allen Taschennäherinnen sicherlich bekannt – ihre Stoffauswahl ist immer grandios). Und habe die Flötentasche Melody genäht. Für meine Zwecke habe ich im Futter noch eine kleine Einstecktasche für das Fett und zwei Gummis für die Flöte und den Flötenreiniger eingebaut. Diese Innentasche dann leider verkehrt herum angenäht, weshalb ich alles noch mal auftrennen musste. Der zweite Versuch hat dann geklappt. Dass der Reißverschluss nach unten zu geht stört mich nicht, deshalb habe ich das nicht mehr repariert.
Und weil nun zwar die Flöte gut eingepackt war, aber das Flötenlernbuch noch nicht, habe ich da selbst noch kurz was zusammengenäht, annähernd auf Buch-Maße gebracht. Wieder Patchwork mit den gleichen Stoffen, außen so aufgebaut wie die Flötentasche. Innen mit Karabiner, an den die Flötentasche angehängt werden kann – um Verlusten vorzubeugen. Außerdem mit Magnetverschluss und falscher Paspel zwischen den beiden Innenstoffen. Außen mit denselben Verzierungen wie die Flötentasche und mit reflektierender Paspel, für bessere Sichtbarkeit. Für das Vlies zum Aufbügeln habe ich aus vorhandenen Resten wieder ein großes Teil genäht. Eine Tolle Anleitung dafür gibt es übrigens bei Laura Ann Coia von SewVeryEasy auf Youtube.

Da fällt mir ein, heute haben wir gar nicht geübt…


Und weil das noch nicht alles war, seht ihr hier noch, was bei uns gerade los ist: Das Haus bekommt eine neue Farbe. Das Gerüst steht schon, alle Fenster und Türen sind abgeklebt. Alle hausnahen Gewächse wurden zurückgeschnitten, deshalb habe ich daraus spontan einen Türkranz gebastelt. Die kleine Rose, die ich zum 40. Geburtstag geschenkt bekommen habe, habe ich vor kurzem wieder zurückgeschnitten, jetzt hat sie erneut zwei Blüten bekommen.

In der kommenden Woche besuchen wir noch den Zahnarzt und meine Cousine Lisa. Wetten, am Donnerstag wird das Wetter schlecht?

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der letzte Tag in der Kinderkrippe

Heute ist Benjamins letzter Tag in der Kinderkrippe – und wenn beim Abholen jemand weinen muss, dann bin das bestimmt ich… Vier Jahre hatten wir unseren Platz auf der linken Seite ganz hinten. Vier Jahre sind wir so gut wie jeden Morgen gegen acht Uhr dort angekommen. Zwei Jahre Frederik, zwei Jahre Benjamin (nein, eigentlich drei, denn er war ja schon als Neugeborener immer dabei, um den Bruder hinzubringen). Die Kinder haben gute Freunde gefunden während dieser Zeit und ihre ganz eigene Persönlichkeit entwickelt. Viele Ausflüge gemacht, gemalt, getanzt, gesungen, gelesen, gekocht, gespielt, gekleckert, geklettert, gestritten, gelacht und geweint. Deshalb haben wir für „unsere“ Erzieherin auch ein kleines Geschenk vorbereitet und hoffen, dass sie sich immer gerne an uns erinnert 😉

Dies ist die zweite Umsetzung aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Weitere werden folgen…

Am Montag geht es dann im Kindergarten los. Benjamin kommt in Frederiks Gruppe und freut sich schon sehr. Gestern ist sein Rucksack fertig geworden. Den kann er dann mitsamt der Brotzeit an den Taschenwagen hängen.

Das ist der „Rucksack Hannerl“. Das Schnittmuster habe ich vor Ewigkeiten gekauft, weil ich schon für Frederik einen Rucksack machen wollte. Damals hatte ich aber noch gar keine Taschen-Näherfahrung und weil es schnell gehen musste, haben wir ihm dann einen gekauft. Benjamins erster Kindergartentag steht ja schon einige Zeit fest, deshalb stand der Rucksack die ganze Zeit auf meiner August-Nähliste und am Dienstagmorgen habe ich dann tatsächlich damit begonnen. Eines vorweg: Immer wenn ich ein paar Monate gar keine Tasche mache, stelle ich mich an, wie jemand, der noch gar nie eine Tasche genäht hat. Also eigentlich schlimmer, denn ich lese dann die Anleitung auch nur sporadisch und nähe eher nach Gefühl. Da wird dann gerne mal die Wendeöffnung vergessen, etwas abgesteppt, obwohl noch zwei Schritte dazwischen gemacht werden müssen, Karabinerhaken vorbereitet, die dann nicht eingenäht werden, zur besseren Sichtbarkeit Reflexband aufgenäht, wenn das Teil eigentlich schon verschönert wurde und der richtige Zeitpunkt dafür sehr viel früher gewesen wäre. Außerdem habe ich hier Gurtband mit einer Breite von 2,5 cm verwendet, weil weder Band noch die zugehörigen Schnallen mit einer Breite von 2 cm vorrätig waren. Dies wiederum hat sich leider auf das Nähen der Träger ausgewirkt, denn nach dem Wenden derselben wollte ich das ganze Projekt schon in die Tonne stecken, weil das Gurtband nur noch halb angenäht im Träger steckte und ich hier zwei Mal auftrennen musste…

Dieser Rucksack ist laut Anleitung in der Basisversion ohne aufgesetzte Taschen auch für Anfänger geeignet. Mittlerweile bin ich der Meinung, man sollte schon mindestens 30 Taschen genäht haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und einem Nervenzusammenbruch vorzubeugen 😉
Erfahrungen im Quilten wären auch nicht schlecht. Denn um die zwei Schichten Thermolan auf der linken Seite der Rückseite zu fixieren, schneidet man am besten das Thermolan und die Rückseite großflächig aus und quiltet erst einmal drauf los. Das komplette Teil kann anschließend ganz bequem in der richtigen Größe ausgeschnitten werden. Aber am Wichtigsten ist wohl: Anleitung genau lesen und auch befolgen 🙂


Was sonst noch gemacht wurde im August

Die Kinder waren an ihrem letzten Ferientag – am Montag – mit Papa und Opa im Waldseilgarten und haben gut gesichert den Bambini-Parcours bewältigt. Das hat Spaß gemacht!

Aus zwei Metern herrlichem Stoff (gab es im Juli bei Alles für Selbermacher) habe ich in diesem Monat ein Kleid „Nuria“ für die Hochzeit, eine Babyhose „RAS“ von Nähfrosch in Größe 62 (Babygeschenk) und ein Mädchen-Shirt in Größe 134 gemacht (für Hanna, dann hat sie nächstes Jahr zum neunten Geburtstag auch was in der Farbe rosa zum Anziehen).

Einige Utensilos wurden zusammengenäht, die kann man schließlich immer brauchen (an einem Abend im Mai habe ich nämlich ganz viele Teile für Utensilos von Pattydoo ausgeschnitten – aus Canvas-Stoffen, von denen nur noch ein kleiner Rest vorhanden war). Die gestickte Tischdecke, die ich im April begonnen habe, wurde fertig gestellt (und eine neue für Weihnachten schon begonnen – ob die dann tatsächlich noch in diesem Jahr verwendet werden kann werden wir sehen…).

Zum Thema „Was ist Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?“ mache ich mir auch schon seit Wochen Gedanken, man kommt ja nicht mehr dran vorbei. Ich habe das Gefühl, dass gerade auf Blogs zu viel gekennzeichnet wird und das gar nicht notwendig ist. Leider habe ich noch keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Werbung nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn man auch eine Gegenleistung dafür erhält (kostenlose Produktproben, über die man dann einen Artikel schreibt, Geld über Affiliate-Links, Equipment für das Hobby, das man gratis bekommt und testet und bewertet). Solange man alles, worüber man schreibt, vorher selbst gekauft & bezahlt hat, ist ein Artikel über ein bestimmtes Schnittmuster / einen tollen Stoff / ein niedliches Zubehör für die Nähmaschine / etc. einfach nur ein informativer Artikel, der den Leser in die Welt des Autors entführt und ihn hoffentlich ebenso begeistert und eventuell anregt auch selbst kreativ zu werden, womit auch immer. Darin enthaltene Links sehe ich als Service am Leser. Und vor allem als Quellenangabe. Es ist ja in der Regel so, dass man gekaufte oder kostenlose E-Books zum Nähen verwendet und sich nicht alles, was man näht selbst ausdenkt. Die Ersteller geben in der Anleitung meistens an, dass man bei der Präsentation auf dem Blog auch auf das benutzte Schnittmuster verlinken soll. Wie dieser Blogpost dann letztendlich verfasst wird, ob kurz oder lang, positiv oder negativ, bleibt allerdings dem Blogger überlassen. Manchmal bin ich froh, wenn in einem interessanten Beitrag auch noch wirklich nützliche Links vorhanden sind, die einem die ganze Sucherei ersparen. Und wenn ich nicht interessiert bin, dann lese ich eben nur, klicke aber nicht. Bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, wie der Kauf von Non-Food-Produkten im Supermarkt nach Lektüre der Wochenend-Werbung.

Ich bleibe auf jeden Fall dran! Sollte ich jemals richtige Werbung machen, werde ich das selbstverständlich deutlich kennzeichnen.

Jetzt warte ich aber erst einmal auf den September-Block!

Bis demnächst,
Sonja 😉

JetSet-Tasche

Der Wellnesstag 2018 kann kommen! Alles, was für unseren Mädels-Thermentag notwendig ist, kann in diese wundervolle, bei Bedarf riesige JetSet-Tasche eingepackt werden und wird garantiert nicht nass, da der Boden aus meinem allerletzten beschichteten schwarzen Staaars genäht wurde.

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Ich habe bestimmt 20 Stunden an dieser Tasche gesessen. Man benötigt ziemlich viel Stoff und ich war alleine einen ganzen Vormittag mit dem Ausschneiden der Schnittmusterteile beschäftigt. Der Außenstoff ist ein schöner stabiler Jacquard von „Alles für Selbermacher“, der sich hervorragend für Taschen eignet (und nicht für Kleidung, wie beim Einkauf vorgesehen…). Der schwarze Staaars hat für den hochgezogenen Boden und die Taschenklappen gerade noch so gereicht. Der gelbe Futterstoff wurde mit Volumenvlies H630 verstärkt, und war früher wahrscheinlich ein Bettlaken. Das Gurtband musste ich selbst herstellen. Leider hat keine vorhandene Farbe richtig gut gepasst, so dass es dann also schwarz geworden ist. Es war gerade noch so viel Saumvlies da, um insgesamt 4,30 Meter Gurtband herzustellen. Leider hat keine vorhandene Farbe richtig gut gepasst, so dass es dann also schwarz geworden ist. Es war gerade noch so viel Saumvlies da, um insgesamt 4,30 Meter Gurtband herzustellen.

Ich habe bei diesem Sew Along versucht, immer die schwierigste Variante zu nähen. Das ist mir bei der letzten Tasche gut gelungen: Die Außenseiten haben je eine Plustertasche und eine Aufsatztasche, die zwischen den Gurten liegt. Beide Taschen können mit einer Taschenklappe mit Steckschloss verschlossen werden. Die Steckschlösser habe ich jeweils vor dem Zusammennähen angebracht und auf der Rückseite zusätzlich mit Stylefix-Filz verstärkt. In der Tasche befinden sich eine Reißverschlusstasche und eine Aufsatztasche mit Druckknopf.

Beim verstärkten Boden habe ich je zwei Lagen Thermolan, Vlieseline H250 und Decovil Light aufeinander genäht und anschließend die beschichtete Baumwolle mit den Bodennägeln angebracht. Greift sich stabil und hört sich toll an beim Hinstellen 😉

Besonders pfiffig ist die Idee, bei erhöhtem Platzbedarf die seitlichen Karabiner zu lösen und ein Gurtband an die beiden D-Ringe zu hängen, um die voluminösere Tasche auch über der Schulter tragen zu können.

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Mit dieser Tasche kann man wirklich einen Kurztrip machen… Und wenn alle Stricke reißen wird eben noch die Reisetasche XXL vollgepackt!

Kaum zu glauben, dass ich es auch dieses Mal geschafft habe, alle Taschen zu nähen. Der Anfang war wirklich zäh, dann kam die Herzmuschel und ab da lief es hervorragend. Wahrscheinlich hat auch das Wetter einen nicht unbedeutenden Einfluss auf meine Taschennäherei gehabt 😉

Ich habe es tatsächlich geschafft, nichts zum Taschennähen einzukaufen. In den letzten beiden Jahren habe ich hier offenbar so viele alte Taschen ausgeschlachtet, dass genügend Karabiner und D-Ringe vorhanden waren. Vom Stoff ganz zu schweigen – natürlich hat man davon zu viel im Haus, wenn man eine Nähmaschine besitzt und diese regelmäßig benutzt. Meine in die Jahre gekommene Reißverschlusssammlung konnte ich auch gut reduzieren und von den gekauften Gurtbändern sind jetzt noch Reste vorhanden. Alles in allem war es also eine wunderbare Abbauaktion!

Das habe ich in diesen zehn Wochen verwendet:
– Endlosreißverschluss: 4,50 m
– Reißverschluss 25 cm: 6 Stück
– Karabiner: 6 Stück (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– D-Ringe: 8 Stück
– Doppelstegschieber: 2 Stück
– Gurtversteller: 4 Stück
– Webband: zu wenig, wenn ich meinen Schrank ansehe…
– Labels und Aufnäher: 4 Stück
– Druckknöpfe: 9 Stück
– Steckschlösser: 2 Stück
– Magnetverschlüsse: 3 Stück
– Gurtband: ca. 11,50 m (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– Bodennägel: 6 Stück
– Klettband: 10 cm
– viel Stoff…

Zwei Taschen (Ruckzuck-Tasche und CarryBag) konnte ich erfolgreich verschenken. Aus meiner Alltagsheldin ist eine Lieblingstasche geworden. Die Hüfttasche wird sehr oft benutzt. Rollup (Kabelgedöns) und Popup (getrimmte HSTs) haben eine Funktion erhalten. Den Edelshopper probiere ich eventuell noch in der Badetaschenvariante. Herzmuschel und Männertasche könnten noch an ein neues Zuhause abgegeben werden…
Sollte es bei Emma in ferner Zukunft auch einen TS5SA geben, bin ich vielleicht wieder mit dabei. Jetzt werde ich aber so schnell keine Tasche mehr nähen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Edelshopper

Da ich keine leidenschaftliche Shopperin bin, wollte ich mir die Tasche erst einmal anschauen und ihre Vorzüge kennenlernen. Deshalb habe ich für meinen Edelshopper – der noch bis Mittwoch bei Emma verlinkt werden kann – sowohl Innen als auch Außen blickdichte Vorhänge verwendet, der Außenstoff wurde zudem noch mit Volumenvlies H630 verstärkt.
Man braucht ja wirklich eine Menge Stoff, um die Tasche zu nähen, da kamen diese beiden Vorhangstoffe gerade recht. Gefunden habe ich sie im Keller beim Aufräumen des Kinderwagen-Fellsacks, sie werden hier in der neuen Wohnung ja nicht mehr benötigt, da alle Rollläden funktionieren und die Schlafzimmertüren keinen Glaseinsatz haben.

Und da der korallenfarbige Stoff so schöne große Ösen hatte, wollte ich diese auch auf der Vorderseite einsetzen (so ähnlich gesehen bei Sew Sweetness, Soda Pop Bag). Durch die Ösen kann man auf unterschiedliche blaue Stoffe blicken, ansonsten haben die drei Gucklöcher keine weitere Funktion. Die Innentasche wurde auch aus diesen drei Stoffen zusammengenäht. Hier sind alle Teile vor dem Zusammennähen der Tasche, Webbänder decken unschöne Nähte ab, zwischen den „Ösenfenstern“ und um die Nahtzugabe der Innentasche schön glatt zu bekommen, habe ich hier mit einem Quiltstich die Naht abgesteppt.

Beim Boden habe ich mit Lamifix experimentiert. Das habe ich gekauft bevor ich beschichtete Baumwolle kennen und lieben gelernt habe. Muss ja auch mal probiert werden. Bodennägel habe ich nicht eingesetzt, der vorhandene Bestand wurde für die letzte Tasche reserviert.

Leider kann diese Tasche aufgrund des Bodens nicht gewaschen werden, bis jetzt haben die Vorhänge aber noch keinen richtigen Schmutz abbekommen. Sie ist auch sehr stabil und steht von alleine obwohl sie recht schwer ist. Eine Reißverschlusstasche wurde natürlich auch angebracht. Und es hat wirklich eine Menge darin Platz, sobald die Druckknöpfe geöffnet werden um die Tasche zu vergrößern.

Eine Freundin sucht eine Badetasche für sich und ihre Mädels. Eventuell eignet sich der Edelshopper ja dafür. Innen dann natürlich mit beschichteter Baumwolle…

Im Moment halten wir uns eher draußen auf, in dieser Woche wurde ganz viel im Garten gewerkelt, aufgeräumt, in der Sonne gedöst… mehr dazu gibt es bald!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Alltagsheldin

Mein bisheriger Favorit beim TS4SA bei Emma ist die Alltagsheldin. Schon beim Ausschneiden des Schnittmusters habe ich mir überlegt, diese Tasche aus denselben Stoffen zu machen, wie die allererste Tasche, die ich genäht habe: den Fünf-Fach-Organizer. Ich habe inzwischen etwas mehr von den beiden Baumwollstoffen und noch einen Rest der schwarzen beschichteten Staaars-Baumwolle. Die Kombination war wie geschaffen für dieses wirklich zeitintensive Projekt. Wie bei der Herzmuschel ist hier die Vorbereitung immens wichtig: Sind erst einmal alle Seitenteile präpariert und der Reißverschluss zwischen Außen- und Innenstoff genäht, beginnt der einfache Teil, an dessen Ende man ein komisches Etwas wendet und schließlich eine wunderschöne Tasche in den Händen hält. Aber bis es soweit ist vergehen Stunden…

Verstärkt habe ich dieses Mal alle Außenteile mit Volumenvlies H630, wieder knappkantig angenäht. Auf den Außenteilen habe ich außerdem eine Reißverschlusstasche und die mit einem Magnet verschließbare Plustertasche angebracht. Die Magnetverschluss-Rückseite ist unsichtbar zwischen Außenstoff und Futter versteckt, zur Sicherheit habe ich die Stoffe mit Stylefix Filz verstärkt. Innen gibt es eine unterteilte aufgesetzte Tasche, die größere Seite ist mit einem Druckknopf zu schließen.

Auf der Plustertasche habe ich ein schönes Lederlabel vom Alles-für-Selbermacher-Adventskalender angebracht. Die Unterseite der Klappe wurde mit denselben Webbändern wie der Fünf-Fach-Organizer verziert. Die Wendeöffnung habe ich bei der Alltagsheldin mit dem Matratzenstich geschlossen.

Meine Alltagsheldin passt wunderbar zu meinem Geldbeutel „Frauenkram“ von shesmile, dem Fünf-Fach-Organizer vom Farbenmix Adventskalender 2016 und dem Geldbeutel von der TS3 und außerdem zu zwei Taschentüchertaschen, die auch aus denselben Stoffen entstanden sind (nur eine war vorübergehend nicht auffindbar):

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Die Alltagsheldin wird jetzt erst einmal bei Emma verlinkt, dann wage ich mich eventuell noch mal an die Dreiecke vom Triangles Quilt-Along. Oder fange endlich mit der Steuererklärung an. Noch besser: Oma Hedi hat aus dem Urlaub 1,30 Meter Jersey mit gelben Baustellenfahrzeugen mitgebracht, der zu Schlafanzügen verarbeitet werden soll, wahrscheinlich wird das mein nächstes Projekt 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉