Pleiten, Pech und Pannen…

In der letzten Woche habe ich mich an einem Foundation Paper Piecing-Stern versucht. Die Vorlage für den Block „Starry Night“ in der Größe 8″ von Wombat Quilts hatte ich schon vor Monaten ausgedruckt, die einzelnen Zacken des Sterns ausgeschnitten und im Nu drei Teile ohne Probleme genäht. Dann erschien mir der Verschnitt der Batikstoffe zu groß und ich kam auf die glorreiche Idee, doch einen Papier-Zacken zu zerteilen, um die Stoffstücke etwas exakter abmessen zu können. Dafür habe ich dann tatsächlich zwei Zacken benötigt und musste erneut ein Blatt ausdrucken, um die fehlenden zwei Zacken auszuschneiden. In diesem Wirrwarr ist mir dann entgangen, dass das genähte Zackenteil am Ende ja seitenverkehrt ist, da man ja auf dem Papier näht und sich das gute Stück auf der anderen Seite befindet. Ich hatte also zwei Teile von denen ausgeschnitten, von denen sowieso schon genügend vorhanden waren.

Und als ob das noch nicht gereicht hätte, musste ich zweimal auftrennen, weil ich die Nahtzugabe zu früh begradigt habe. Und drei Mal, weil Teil „5“ doch zu klein zugeschnitten war.

Tja, und so sind insgesamt acht (!) Zackenteile in die eine Richtung und nur zwei in die andere Richtung entstanden… So viel zum Stoffsparen…

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Also habe ich die guten Stücke erst einmal beiseitegelegt und insgesamt sechs Tage die Nähmaschine nicht angerührt. Was in dieser Zeit entstanden ist, zeige ich euch bald. Beim Entrümpeln habe ich Projekte entdeckt, die schon jahrelang in Kisten auf ihren Einsatz warten, und endlich war es soweit 😉

Heute habe ich die beiden letzten Zacken genäht und den Stern fertig gestellt. Fehlt nur noch ein Rand. Und eine Einsatzmöglichkeit 🙂 Auch für die zusätzlichen vier Zacken…

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Und jetzt genießen wir noch die letzten Tage dieses beinahe endlosen Sommers!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der letzte Tag in der Kinderkrippe

Heute ist Benjamins letzter Tag in der Kinderkrippe – und wenn beim Abholen jemand weinen muss, dann bin das bestimmt ich… Vier Jahre hatten wir unseren Platz auf der linken Seite ganz hinten. Vier Jahre sind wir so gut wie jeden Morgen gegen acht Uhr dort angekommen. Zwei Jahre Frederik, zwei Jahre Benjamin (nein, eigentlich drei, denn er war ja schon als Neugeborener immer dabei, um den Bruder hinzubringen). Die Kinder haben gute Freunde gefunden während dieser Zeit und ihre ganz eigene Persönlichkeit entwickelt. Viele Ausflüge gemacht, gemalt, getanzt, gesungen, gelesen, gekocht, gespielt, gekleckert, geklettert, gestritten, gelacht und geweint. Deshalb haben wir für „unsere“ Erzieherin auch ein kleines Geschenk vorbereitet und hoffen, dass sie sich immer gerne an uns erinnert 😉

Dies ist die zweite Umsetzung aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Weitere werden folgen…

Am Montag geht es dann im Kindergarten los. Benjamin kommt in Frederiks Gruppe und freut sich schon sehr. Gestern ist sein Rucksack fertig geworden. Den kann er dann mitsamt der Brotzeit an den Taschenwagen hängen.

Das ist der „Rucksack Hannerl“. Das Schnittmuster habe ich vor Ewigkeiten gekauft, weil ich schon für Frederik einen Rucksack machen wollte. Damals hatte ich aber noch gar keine Taschen-Näherfahrung und weil es schnell gehen musste, haben wir ihm dann einen gekauft. Benjamins erster Kindergartentag steht ja schon einige Zeit fest, deshalb stand der Rucksack die ganze Zeit auf meiner August-Nähliste und am Dienstagmorgen habe ich dann tatsächlich damit begonnen. Eines vorweg: Immer wenn ich ein paar Monate gar keine Tasche mache, stelle ich mich an, wie jemand, der noch gar nie eine Tasche genäht hat. Also eigentlich schlimmer, denn ich lese dann die Anleitung auch nur sporadisch und nähe eher nach Gefühl. Da wird dann gerne mal die Wendeöffnung vergessen, etwas abgesteppt, obwohl noch zwei Schritte dazwischen gemacht werden müssen, Karabinerhaken vorbereitet, die dann nicht eingenäht werden, zur besseren Sichtbarkeit Reflexband aufgenäht, wenn das Teil eigentlich schon verschönert wurde und der richtige Zeitpunkt dafür sehr viel früher gewesen wäre. Außerdem habe ich hier Gurtband mit einer Breite von 2,5 cm verwendet, weil weder Band noch die zugehörigen Schnallen mit einer Breite von 2 cm vorrätig waren. Dies wiederum hat sich leider auf das Nähen der Träger ausgewirkt, denn nach dem Wenden derselben wollte ich das ganze Projekt schon in die Tonne stecken, weil das Gurtband nur noch halb angenäht im Träger steckte und ich hier zwei Mal auftrennen musste…

Dieser Rucksack ist laut Anleitung in der Basisversion ohne aufgesetzte Taschen auch für Anfänger geeignet. Mittlerweile bin ich der Meinung, man sollte schon mindestens 30 Taschen genäht haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und einem Nervenzusammenbruch vorzubeugen 😉
Erfahrungen im Quilten wären auch nicht schlecht. Denn um die zwei Schichten Thermolan auf der linken Seite der Rückseite zu fixieren, schneidet man am besten das Thermolan und die Rückseite großflächig aus und quiltet erst einmal drauf los. Das komplette Teil kann anschließend ganz bequem in der richtigen Größe ausgeschnitten werden. Aber am Wichtigsten ist wohl: Anleitung genau lesen und auch befolgen 🙂


Was sonst noch gemacht wurde im August

Die Kinder waren an ihrem letzten Ferientag – am Montag – mit Papa und Opa im Waldseilgarten und haben gut gesichert den Bambini-Parcours bewältigt. Das hat Spaß gemacht!

Aus zwei Metern herrlichem Stoff (gab es im Juli bei Alles für Selbermacher) habe ich in diesem Monat ein Kleid „Nuria“ für die Hochzeit, eine Babyhose „RAS“ von Nähfrosch in Größe 62 (Babygeschenk) und ein Mädchen-Shirt in Größe 134 gemacht (für Hanna, dann hat sie nächstes Jahr zum neunten Geburtstag auch was in der Farbe rosa zum Anziehen).

Einige Utensilos wurden zusammengenäht, die kann man schließlich immer brauchen (an einem Abend im Mai habe ich nämlich ganz viele Teile für Utensilos von Pattydoo ausgeschnitten – aus Canvas-Stoffen, von denen nur noch ein kleiner Rest vorhanden war). Die gestickte Tischdecke, die ich im April begonnen habe, wurde fertig gestellt (und eine neue für Weihnachten schon begonnen – ob die dann tatsächlich noch in diesem Jahr verwendet werden kann werden wir sehen…).

Zum Thema „Was ist Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?“ mache ich mir auch schon seit Wochen Gedanken, man kommt ja nicht mehr dran vorbei. Ich habe das Gefühl, dass gerade auf Blogs zu viel gekennzeichnet wird und das gar nicht notwendig ist. Leider habe ich noch keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Werbung nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn man auch eine Gegenleistung dafür erhält (kostenlose Produktproben, über die man dann einen Artikel schreibt, Geld über Affiliate-Links, Equipment für das Hobby, das man gratis bekommt und testet und bewertet). Solange man alles, worüber man schreibt, vorher selbst gekauft & bezahlt hat, ist ein Artikel über ein bestimmtes Schnittmuster / einen tollen Stoff / ein niedliches Zubehör für die Nähmaschine / etc. einfach nur ein informativer Artikel, der den Leser in die Welt des Autors entführt und ihn hoffentlich ebenso begeistert und eventuell anregt auch selbst kreativ zu werden, womit auch immer. Darin enthaltene Links sehe ich als Service am Leser. Und vor allem als Quellenangabe. Es ist ja in der Regel so, dass man gekaufte oder kostenlose E-Books zum Nähen verwendet und sich nicht alles, was man näht selbst ausdenkt. Die Ersteller geben in der Anleitung meistens an, dass man bei der Präsentation auf dem Blog auch auf das benutzte Schnittmuster verlinken soll. Wie dieser Blogpost dann letztendlich verfasst wird, ob kurz oder lang, positiv oder negativ, bleibt allerdings dem Blogger überlassen. Manchmal bin ich froh, wenn in einem interessanten Beitrag auch noch wirklich nützliche Links vorhanden sind, die einem die ganze Sucherei ersparen. Und wenn ich nicht interessiert bin, dann lese ich eben nur, klicke aber nicht. Bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, wie der Kauf von Non-Food-Produkten im Supermarkt nach Lektüre der Wochenend-Werbung.

Ich bleibe auf jeden Fall dran! Sollte ich jemals richtige Werbung machen, werde ich das selbstverständlich deutlich kennzeichnen.

Jetzt warte ich aber erst einmal auf den September-Block!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Maislabyrinth

Feiertag! Die Hälfte der KITA-Ferien ist schon vorbei und endlich schlafen die Kinder auch mal länger als bis halb sieben. Heute haben wir dann nach dem Frühstück unseren gepflückten & getrockneten Lavendel aus dem Garten kleingeschnitten und in mehr als 40 (!) Säckchen gefüllt. Zwei oder drei hätten auch gereicht, aber so wurde das Stoffregal mal wieder ein bisschen übersichtlicher. Und deshalb bekommen alle, die in diesem Jahr noch Geburtstag feiern auch eines geschenkt 😉

Nach dem Mittagessen sind wir in den nur wenige Kilometer entfernten Waldseilgarten aufgebrochen. Zum aller ersten Mal, ich bin begeistert. Zwar haben wir nicht die Baumwipfelpfade durchlaufen, dafür müssen die Kinder noch ein bisschen wachsen. Aber wir haben uns tapfer durch das Sonnenblumen-Maislabyrinth gekämpft und an sechs Stationen Fragen zum Thema „Indianer“ beantwortet, worauf die Kinder je einen Lutscher und ein Indianer-Tattoo bekommen haben.

Am Kiosk wurden dann noch Eis mit Wienerle verspeist (das Mittagessen vorher wurde auch restlos verputzt, hätte aber wohl noch ein bisschen größer ausfallen können…). Den Nachmittag haben die Kinder dann im Garten verbracht und mit Opa ein Labyrinth in den Rasen geschnitten. Dort durften dann die kleinen Traktoren Mais und anderes Getreide ernten und auf einen Haufen schütten.

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Ansonsten gehen wir oft Freunde besuchen, misten schon wieder Krimskrams und vor allem Papier aus, im Freibad waren wir auch schon mal, die Bücherei haben wir gestern unsicher gemacht. Ich sitze immer noch am Kleid für die Hochzeit, die in zehn Tagen stattfindet. Das Probeexemplar ist schon mal was geworden, hoffentlich klappt die Umsetzung mit dem zu meinen Schuhen passenden Stoff auch… Gestern hatte die Tochter einer sehr guten Freundin ihren achten Geburtstag, für sie durfte ich ein Lama-Shirt nähen. Und weil mir (aber vor allem den hier anwesenden Männern) das Ergebnis dann doch zu babymäßig rosa erschien, habe ich noch ein Kissen mit einer Lama-Applikation genäht. Ihr gefällt auf jeden Fall beides, das Shirt hat sie gleich heute schon wieder angezogen. Das hört man doch gerne 😉

In der nächsten Woche hat der Papa auch mal Urlaub, hoffentlich spielt dann das Wetter mit und wir können einige Tagesausflüge unternehmen. Drei Viertel der Mannschaft würden nämlich gerne an den Bodensee fahren…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Ein ereignisreicher Monat verabschiedet sich

Traumhaft war im Juli nicht nur das Wetter, sondern auch die eine oder andere Sache, die wir so nicht erwartet haben:

  • Am dritten Juli hat die Didi-Fee Benjamins letzten Schnuller geklaut. Und schon am Tag danach war es ohne Schnuller „normal“.
  • In der Woche darauf hat Benjamin beschlossen, dass man die Sache „ohne Windel“ ja mal ausprobieren könnte. Nach nur zwei Tagen mit kleineren „Wildpieseleien“ im Garten und zwei größeren „Unfällen“ im Sandkasten, benutzt er nun ganz selbstverständlich das Töpfchen oder die Toilette – sogar nachts 😉
    Im Mülleimer ist jetzt wieder deutlich mehr Platz.
  • Wir waren im Urlaub 🙂
  • Zucchini wachsen hier besonders gut im Hochbeet. Letzte Woche habe ich aus drei Kilogramm Zucchini und einem Kilogramm Zwiebeln 15 Gläser Zucchini-Relish hergestellt. Hoffentlich kann man das auch essen…
  • Seit einer Woche steht wieder ein mittelgroßer Pool im Garten und ruiniert das Gras…
  • Wir haben zahlreiche weitere Geburtstage und Sommerfeste gefeiert (mit leckerem Essen und vor allem viel Eis). Vorgestern wurden wir von Martin zum Pizzaessen eingeladen, die Kinderpizza war ziemlich groß und hat noch fürs Abendessen und für das Kindergartenfrühstück gereicht.
  • Mein Work-In-Progress-Haufen ist viel kleiner geworden, demnächst geht es an neue „Projekte“:
    – Der Row By Row Quilt wächst und gedeiht. Reihe sieben wurde zumindest in der unbunten Variante fertig gestellt…
    – Der „No Point Stars“ nach der Anleitung von „Cluck Cluck Sew“ ist fertig und kuschelig weich geworden (der Quiltabstand ist relativ groß, ich probiere gerade aus, wie man am besten eine weiche Decke quiltet).

    – Mein Beitrag zum Triangle-QAL wurde letzte Woche fertig.
    – Der im letzten Jahr begonnene Chevron Quilt wird auch gerade gequiltet.

    – Ich habe eine Mug Rug mit einer Eule gemacht. Die Idee stammt aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Einfach großartig. Schnell gemacht, sehr variabel, viele Anregungen, ideal für Stoffreste. Man kann FMQ ausprobieren – und das nicht nur auf einem Probestück. Bisher habe ich zwar nur Pebbles fabriziert, aber das Ergebnis gefällt – und Frederik hat die Eule gleich für sich beansprucht.

    – Im Moment sitze ich an einem Geschenk für eine Hochzeit im August, das Ziel ist schon zu erkennen, mehr dazu gibt es am 25.08.
    – Und natürlich muss dafür auch noch ein Kleid gemacht werden…

  • Wir haben die Mondfinsternis angeschaut, bei einem Feuerchen im Garten waren die Kinder bis 23 Uhr auf. Und am nächsten Tag entsprechend gerädert 😉

Der August kann also kommen, wir sind bereit! F E R I E N !!!

Bis demnächst,
Sonja 😉