Chain Reaction

Die Reisequilts der Kinder sind letzte Woche fertig geworden. Um genau zu sein, am 3. Oktober, deshalb habe ich auch dieses Datum auf die Schildchen aufgestickt. Begonnen habe ich mit beiden Quilts bereits im Oktober 2019

Im Jahr 2018 bin ich bei Cluckclucksew über diesen Quilt gestolpert: Er heißt Chain Reaction und ist perfekt geeignet, um Tiere und Pflanzen bunt durcheinander auf einem Top unterzubringen.

Die insgesamt schnell genähten 126 Blöcke lagen hier monatelang auf einem Haufen. Frederiks gelbes Top wurde zwar im Januar mit den Zwischenstreifen versehen, aber dann geriet wegen des Lockdowns alles etwas durcheinander. Im März bestellte ich noch das Baumwollvlies und den Stoff für die Rückseiten. Richtig weiter ging es aber erst im Juni. Benjamins Top war da auch schnell zusammengenäht. An einem regnerischen Wochenende wurden beide Quilts zum Quilten vorbereitet – um dann wieder monatelang im Atelier über dem Geländer zu hängen.

Anfang September wurden beide Quilts innerhalb von 4 Tagen gequilted. Das Binding habe ich in der letzten Septemberwoche zusammengenäht und angebracht, auf der Rückseite habe ich es bei beiden Quilts mit der Hand angenäht. Und dafür zusammen mit der Erstellung des Labels bestimmt 15 Stunden gebraucht.

Im nächsten Jahr werden sie bestimmt ausprobiert, wenn das Wohnmobil wieder für ein paar Tage an den Breitenthaler Weiher fährt.


Am Freitag haben wir bei allerbestem Wetter Frederiks Kindergeburtstag gefeiert. Acht Kinder waren eingeladen. Der Kuchen war innerhalb von 15 Minuten verputzt, für uns sind nicht einmal ein paar Krümel übrig geblieben. Kurze Zeit später sind wir auf eine drei Kilometer lange Schatzsuche in den Wald aufgebrochen.

Eineinhalb Stunden später waren wir wieder zu Hause, die Kinder haben den großen Schatz in der Hütte gefunden, es wurde gespielt, gegessen und dann war es auch schon vorbei. Wir waren am Abend alle sehr müde und haben das komplette Wochenende zur Erholung und zum UNO-Spielen gebraucht… Außerdem habe ich noch ein bisschen am Summer Sampler 2020 weitergearbeitet.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Reparieren von 12 bis 12

Den zweiten Auftrag von Oma Haia habe ich dann Mitte September umgesetzt: Der marode Kissenbezug für einen Badhocker wurde neu gestaltet. Im Inneren befindet sich ein kompaktes Schaumstoffkissen, das wieder hübsch verpackt werden wollte. Der ursprüngliche Reißverschluss war zwischen Seitenfläche und Randstreifen angebracht.

Es wurde getrennt, gemessen, notiert, gerechnet, neu zugeschnitten. Und überlegt, wie man das Ganze schöner gestalten könnte.

Damit die neue Kissenhülle farblich zum Badteppich passt, habe ich auf den cremefarbenen Bezug einen Dresdner Teller in Blautönen appliziert.

Und den etwas umlaufenden Reißverschluss mittig im Randstreifen eingenäht, damit der Bezug ganz leicht entfernt und gewaschen werden kann. Innen wurde alles mit der Overlock versäubert und sollte so die Wäsche unbeschadet überstehen.


Dann gab es natürlich noch ein paar Jeans vom Reparaturstapel, die jetzt alle wieder getragen werden können.

Für Hanna wurden Einhörner entfernt und die entstandenen Löcher mit neutralen Jeansflecken geflickt.

Und diese Hose wurde für Benjamin repariert. Er muss allerdings noch zehn Zentimeter wachsen, bevor er da hineinpasst.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Herzlichen Glückwunsch, Frederik!

Im Kreise der Familie wurde heute Frederiks achter Geburtstag gefeiert. Entspannt haben wir am Morgen zwei Kuchen gebacken, den Tisch gedeckt und auf die Gäste gewartet.

Der Kindergeburtstag findet erst am Freitag statt und in die Schule darf er wegen Corona in diesem Jahr nichts mitbringen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

PS: Die „Reisequilts“ der Kinder sind gestern beide fertig geworden. Ich zeige euch bald, wie sie aussehen und hoffe, dass sie im nächsten Jahr auch tatsächlich im Wohnmobil zum Einsatz kommen.

UFO-Abbau im September

Letzte Woche habe ich Post bekommen und mich wahnsinnig gefreut! Die liebe eSTe hat mir die Anleitung für das „einfachste Binding aller Zeiten“ von Verena / einfach bunt geschickt, das sie bei ihrem Harry-Potter-Quilt erstmalig verwendet hat. Vielen Dank dafür, ich probiere es bestimmt aus und werde dann berichten! Die beiden Reisequilts der Jungs und der Summer Sampler 2020 liegen in den letzten Zügen, vielleicht kann ich es da ja ausprobieren 😉


Im September habe ich das Leinenhosen-UFO abgeschlossen, das mir bestimmt seit 2016 im Kopf rumschwirrt. Die bequeme und luftige Leinenhose in Größe 38, die ich 2014 in einem Ulmer Jeansladen erstanden habe, hat leider die Schwangerschaft mit Benjamin nicht unbeschadet überstanden… Am Hinterteil war ein langer Riss vorhanden, der durch einen kleinen Ausrutscher im Garten entstanden ist. Sogleich wurde ein Hosenbein aufgetrennt und analysiert, wie man das vorher wohl zusammengefügt hat.

Und dann lag das aufgetrennte Hosenbein mitsamt dem intakten Bein im Schrank und wartete auf das letzte Wochenende.

Alle Teile wurden auf dem Boden ausgelegt. Der Stoff war auch nach dem Bügeln noch wellig, verzogen, ausgefranst. Aber der Anfang war gemacht und wenn ich es jetzt nicht gemacht hätte, wäre die Hose entsorgt worden. Alle Teile wurden mit Hilfe eines Rädchens und schweren Beilagscheiben auf stabiles Papier übertragen, die wichtigsten Stellen markiert, sehr krumme Linien begradigt und schließlich ausgeschnitten. Im Atelier herrschte Chaos.

Dann habe ich aus einem Rest Leinenstoff (rosa kariert und deshalb kein schöner Anblick für Frederik) die ersten Hosenteile ausgeschnitten. Bei den aufgesetzten Taschen habe ich darauf geachtet, dass die Teile einigermaßen übereinander passen und zusätzlich ein Innenfutter aus einfarbigem Baumwollstoff angebracht. Dafür brauchte ich nur die Unterkante mit Webband versäubern und nicht auch die Oberkante der Tasche. Jetzt sieht man allerdings gar nicht, wo die Tasche anfängt 😉

Das Vorderteil, das aus zwei Teilen und der aufgesetzten Tasche besteht, und das Hinterteil waren ziemlich schnell ausgeschnitten und zusammengenäht. Schon ging es an die pludrigen Unterteile mit Gummizug. Laut aufgetrennter Hose waren alle Teile (Außenstoff und Innenfutter, jeweils mit Vorderteil und Hinterteil) unterschiedlich groß. So habe ich das dann auch ausgeschnitten und den Gummi mit der Overlock angenäht. Der Gummi war eventuell zu breit, denn nach dem Umklappen – der Gummi war jetzt unsichtbar zwischen Außen- und Futterstoff – hat der Futterstoff viel zu weit herausgestanden. Also wurden ungefähr zwei Zentimeter abgeschnitten und das verkürzte Unterteil an die Hose genäht.

Fehlte noch das Bündchen an der Oberseite. Auch das habe ich doppelt genommen und kurz vor dem Zusammennähen ein breiteres Gummiband durchgezogen. Hält bestens!

Im nächsten Frühling probiere ich bestimmt noch eine Leinenhose aus. Dann aber mit einem unifarbenen Stoff und passendem Webband ohne Schnickschnack.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Hier stapeln sich schon wieder die Hosen, deshalb war ich froh, dass ich von Oma Haia am Wochenende zwei interessantere Reparatur-Projekte erhalten habe 🙂

Eines davon habe ich gestern Vormittag umgesetzt: Dem beinahe antiken Zeitungsständer wurde der arg mitgenommene Bezug entfernt und durch einen abnehm- und somit waschbaren Bezug ersetzt. Dafür habe ich den restlichen Canvas-Stoff aus dem „Alles für Selbermacher“-Adventskalender aus dem Jahr 2017 vernäht. Blauer Klettverschluss hilft dabei, dass der Bezug an den Stangen stabil hängt und eine Menge Zeitungen tragen kann.

Von der Idee bis zur Fertigstellung hat dieses Projekt zwei Stunden gedauert. Zu guter Letzt habe ich noch alle gelockerten Schrauben wieder angezogen – jetzt hält er bestimmt noch mal 30 Jahre…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Heute war übrigens Tag 177/x – falls ich mich nicht verrechnet habe, das ist eine unglaublich lange Zeit…

Es war der erste Tag, an dem alle Männer das Haus verlassen haben. Bis halb 12 war ich alleine und habe natürlich nicht das gemacht, was ich mir für diesen Fall vorgenommen hatte. Stattdessen habe ich in der Zeit Bad, Küche und Flur auf Vordermann gebracht, gesaugt, nass gewischt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, alte Wäsche aufgeräumt, eine Kürbissuppe mit den Hokkaidos aus dem Garten gekocht, Frikadellen aus Haferflocken ausprobiert (das ist noch ausbaufähig) und die heutige Zeitung gelesen. Dann kam Frederik nach Hause und erzählte mir von der Begrüßung der Erstklässler heute Morgen auf dem Pausenhof. Die Zweitklässler durften ein Gedicht aufsagen, jeder eine Strophe. Leider war es zu diesem Zeitpunkt so nebelig, dass man fast niemanden mehr erkannt hat und die Kinder kaum das Mikrophon gefunden haben. Danach ist es wieder aufgeklart und jetzt haben wir herrlichen Sonnenschein.