Pleiten, Pech und Pannen…

In der letzten Woche habe ich mich an einem Foundation Paper Piecing-Stern versucht. Die Vorlage für den Block „Starry Night“ in der Größe 8″ von Wombat Quilts hatte ich schon vor Monaten ausgedruckt, die einzelnen Zacken des Sterns ausgeschnitten und im Nu drei Teile ohne Probleme genäht. Dann erschien mir der Verschnitt der Batikstoffe zu groß und ich kam auf die glorreiche Idee, doch einen Papier-Zacken zu zerteilen, um die Stoffstücke etwas exakter abmessen zu können. Dafür habe ich dann tatsächlich zwei Zacken benötigt und musste erneut ein Blatt ausdrucken, um die fehlenden zwei Zacken auszuschneiden. In diesem Wirrwarr ist mir dann entgangen, dass das genähte Zackenteil am Ende ja seitenverkehrt ist, da man ja auf dem Papier näht und sich das gute Stück auf der anderen Seite befindet. Ich hatte also zwei Teile von denen ausgeschnitten, von denen sowieso schon genügend vorhanden waren.

Und als ob das noch nicht gereicht hätte, musste ich zweimal auftrennen, weil ich die Nahtzugabe zu früh begradigt habe. Und drei Mal, weil Teil „5“ doch zu klein zugeschnitten war.

Tja, und so sind insgesamt acht (!) Zackenteile in die eine Richtung und nur zwei in die andere Richtung entstanden… So viel zum Stoffsparen…

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Also habe ich die guten Stücke erst einmal beiseitegelegt und insgesamt sechs Tage die Nähmaschine nicht angerührt. Was in dieser Zeit entstanden ist, zeige ich euch bald. Beim Entrümpeln habe ich Projekte entdeckt, die schon jahrelang in Kisten auf ihren Einsatz warten, und endlich war es soweit 😉

Heute habe ich die beiden letzten Zacken genäht und den Stern fertig gestellt. Fehlt nur noch ein Rand. Und eine Einsatzmöglichkeit 🙂 Auch für die zusätzlichen vier Zacken…

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Und jetzt genießen wir noch die letzten Tage dieses beinahe endlosen Sommers!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Öchsle Bahnhofsfest

Heute Morgen sind wir nach Ochsenhausen aufgebrochen, um das Bahnhofsfest 2018 mit zahlreichen Attraktionen für Jung und Alt zu besuchen. Das Wetter war gut, und wir hatten vor, mit Oma & Opa in der Öchsle-Dampflok von Warthausen nach Ochsenhausen zu fahren und dort die Waschweiber, Kindereisenbahn, Oldtimer und Kaffee & Kuchen zu genießen. Leider haben wir uns gestern nicht mehr genau angesehen, wann man aufstehen und losfahren muss, damit man mit zwei Autos zunächst nach Warthausen kommt, dort Frauen und Kinder aussteigen lässt, ein Auto nach Ochsenhausen fährt, mit dem anderen wieder nach Warthausen fährt und dann noch pünktlich dort ankommt, um den Zug um 10:30 Uhr zu erwischen. Wir waren um 09:05 Uhr abfahrbereit und haben dank Navi bemerkt, dass wir zwar vor 10:30 Uhr in Warthausen angekommen wären, aber für die Autoumparkerei definitiv keine Zeit mehr gewesen wäre.

Also haben wir beschlossen nur nach Ochsenhausen zu fahren um den Bahnhof mitsamt Rahmenprogramm dort anzuschauen. Die Überlandfahrt war ziemlich kurvig und der Straßenbelag auch nicht erste Sahne, deshalb war es beiden Kindern schon schlecht, als wir dort auf dem Parkplatz aus dem Auto ausgestiegen sind. Dieser Zustand hat sich dann in den nächsten eineinhalb Stunden eher noch verschlechtert, deshalb haben wir noch vor Ankunft der Dampflok in Ochsenhausen den Rückweg angetreten. Oma und Opa sind dortgeblieben und haben wenigstens noch ein paar Bilder mitgebracht, die schauen wir uns morgen zusammen an 😉

Auf dem Rückweg ist Tante Ingrids Spiel- und Spuckeimer drei Mal zum Einsatz gekommen (da brauchen wir unbedingt noch einen) und wir haben auch drei Mal angehalten um diesen mit Mineralwasser wieder zu reinigen. Nach dem dritten Mal sind beide Kinder glücklicherweise eingeschlafen, sonst hätten wir wahrscheinlich den ganzen Nachmittag gebraucht, um die restlichen 25 km nach Hause zu fahren.

Wieder daheim haben sich die Kinder im Garten erstaunlich schnell erholt, am Abend war sowohl Appetit als auch richtiger Hunger vorhanden.

Bleibt nur die Frage: Soll ich sinnlose Fahrten irgendwohin unternehmen, damit die Kinder besser mit dem Autofahren zurechtkommen? Im Moment hoffe ich noch, dass das auch anders geht. Seitdem wir hier wohnen und fast alles zu Fuß oder mit dem Rad machen, müssen wir höchstens noch alle zwei Monate volltanken. Das Auto wird eigentlich nur eingesetzt, wenn ein Ausflug, der Großeinkauf oder Besuche beim Kinderarzt anstehen. Ist eben unser kleiner Beitrag zum Schutz der Umwelt.

Hoffentlich finden wir noch vor Ende Oktober einen Weg das Autofahren erträglicher zu machen, sonst müssen wir schon sehr früh aufbrechen, um rechtzeitig zum Mittagessen in Dillingen zu sein 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Das Klettergerüst wurde erweitert

Seit heute haben wir doch tatsächlich eine Schaukel im Garten – nein, eigentlich sind es zwei. Und um ehrlich zu sein hätten wir drei gebraucht, denn die Eltern dürfen leider nur dann schaukeln, wenn die Kinder nicht da sind. Aber zum Anschaukeln ist man gut genug 🙂

Dabei macht das so viel Spaß! Nebenbei kann man wunderbar die weißen Wolken beobachten, die am blauen Himmel vorbeiziehen oder am Motorengeräusch das nächste Fahrzeug erraten, das draußen am Zaun vorbei fährt. Jetzt muss ich nur rausfinden, wie man einen Muldenkipper von einem normalen Lastwagen unterscheiden kann.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der letzte Tag in der Kinderkrippe

Heute ist Benjamins letzter Tag in der Kinderkrippe – und wenn beim Abholen jemand weinen muss, dann bin das bestimmt ich… Vier Jahre hatten wir unseren Platz auf der linken Seite ganz hinten. Vier Jahre sind wir so gut wie jeden Morgen gegen acht Uhr dort angekommen. Zwei Jahre Frederik, zwei Jahre Benjamin (nein, eigentlich drei, denn er war ja schon als Neugeborener immer dabei, um den Bruder hinzubringen). Die Kinder haben gute Freunde gefunden während dieser Zeit und ihre ganz eigene Persönlichkeit entwickelt. Viele Ausflüge gemacht, gemalt, getanzt, gesungen, gelesen, gekocht, gespielt, gekleckert, geklettert, gestritten, gelacht und geweint. Deshalb haben wir für „unsere“ Erzieherin auch ein kleines Geschenk vorbereitet und hoffen, dass sie sich immer gerne an uns erinnert 😉

Dies ist die zweite Umsetzung aus dem Buch „Learn to make quiltet Mug Rugs“ von Carolyn S. Vagts. Weitere werden folgen…

Am Montag geht es dann im Kindergarten los. Benjamin kommt in Frederiks Gruppe und freut sich schon sehr. Gestern ist sein Rucksack fertig geworden. Den kann er dann mitsamt der Brotzeit an den Taschenwagen hängen.

Das ist der „Rucksack Hannerl“. Das Schnittmuster habe ich vor Ewigkeiten gekauft, weil ich schon für Frederik einen Rucksack machen wollte. Damals hatte ich aber noch gar keine Taschen-Näherfahrung und weil es schnell gehen musste, haben wir ihm dann einen gekauft. Benjamins erster Kindergartentag steht ja schon einige Zeit fest, deshalb stand der Rucksack die ganze Zeit auf meiner August-Nähliste und am Dienstagmorgen habe ich dann tatsächlich damit begonnen. Eines vorweg: Immer wenn ich ein paar Monate gar keine Tasche mache, stelle ich mich an, wie jemand, der noch gar nie eine Tasche genäht hat. Also eigentlich schlimmer, denn ich lese dann die Anleitung auch nur sporadisch und nähe eher nach Gefühl. Da wird dann gerne mal die Wendeöffnung vergessen, etwas abgesteppt, obwohl noch zwei Schritte dazwischen gemacht werden müssen, Karabinerhaken vorbereitet, die dann nicht eingenäht werden, zur besseren Sichtbarkeit Reflexband aufgenäht, wenn das Teil eigentlich schon verschönert wurde und der richtige Zeitpunkt dafür sehr viel früher gewesen wäre. Außerdem habe ich hier Gurtband mit einer Breite von 2,5 cm verwendet, weil weder Band noch die zugehörigen Schnallen mit einer Breite von 2 cm vorrätig waren. Dies wiederum hat sich leider auf das Nähen der Träger ausgewirkt, denn nach dem Wenden derselben wollte ich das ganze Projekt schon in die Tonne stecken, weil das Gurtband nur noch halb angenäht im Träger steckte und ich hier zwei Mal auftrennen musste…

Dieser Rucksack ist laut Anleitung in der Basisversion ohne aufgesetzte Taschen auch für Anfänger geeignet. Mittlerweile bin ich der Meinung, man sollte schon mindestens 30 Taschen genäht haben, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein und einem Nervenzusammenbruch vorzubeugen 😉
Erfahrungen im Quilten wären auch nicht schlecht. Denn um die zwei Schichten Thermolan auf der linken Seite der Rückseite zu fixieren, schneidet man am besten das Thermolan und die Rückseite großflächig aus und quiltet erst einmal drauf los. Das komplette Teil kann anschließend ganz bequem in der richtigen Größe ausgeschnitten werden. Aber am Wichtigsten ist wohl: Anleitung genau lesen und auch befolgen 🙂


Was sonst noch gemacht wurde im August

Die Kinder waren an ihrem letzten Ferientag – am Montag – mit Papa und Opa im Waldseilgarten und haben gut gesichert den Bambini-Parcours bewältigt. Das hat Spaß gemacht!

Aus zwei Metern herrlichem Stoff (gab es im Juli bei Alles für Selbermacher) habe ich in diesem Monat ein Kleid „Nuria“ für die Hochzeit, eine Babyhose „RAS“ von Nähfrosch in Größe 62 (Babygeschenk) und ein Mädchen-Shirt in Größe 134 gemacht (für Hanna, dann hat sie nächstes Jahr zum neunten Geburtstag auch was in der Farbe rosa zum Anziehen).

Einige Utensilos wurden zusammengenäht, die kann man schließlich immer brauchen (an einem Abend im Mai habe ich nämlich ganz viele Teile für Utensilos von Pattydoo ausgeschnitten – aus Canvas-Stoffen, von denen nur noch ein kleiner Rest vorhanden war). Die gestickte Tischdecke, die ich im April begonnen habe, wurde fertig gestellt (und eine neue für Weihnachten schon begonnen – ob die dann tatsächlich noch in diesem Jahr verwendet werden kann werden wir sehen…).

Zum Thema „Was ist Werbung und wie muss diese gekennzeichnet werden?“ mache ich mir auch schon seit Wochen Gedanken, man kommt ja nicht mehr dran vorbei. Ich habe das Gefühl, dass gerade auf Blogs zu viel gekennzeichnet wird und das gar nicht notwendig ist. Leider habe ich noch keine wirklich zufriedenstellende Antwort gefunden. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass Werbung nur dann gekennzeichnet werden muss, wenn man auch eine Gegenleistung dafür erhält (kostenlose Produktproben, über die man dann einen Artikel schreibt, Geld über Affiliate-Links, Equipment für das Hobby, das man gratis bekommt und testet und bewertet). Solange man alles, worüber man schreibt, vorher selbst gekauft & bezahlt hat, ist ein Artikel über ein bestimmtes Schnittmuster / einen tollen Stoff / ein niedliches Zubehör für die Nähmaschine / etc. einfach nur ein informativer Artikel, der den Leser in die Welt des Autors entführt und ihn hoffentlich ebenso begeistert und eventuell anregt auch selbst kreativ zu werden, womit auch immer. Darin enthaltene Links sehe ich als Service am Leser. Und vor allem als Quellenangabe. Es ist ja in der Regel so, dass man gekaufte oder kostenlose E-Books zum Nähen verwendet und sich nicht alles, was man näht selbst ausdenkt. Die Ersteller geben in der Anleitung meistens an, dass man bei der Präsentation auf dem Blog auch auf das benutzte Schnittmuster verlinken soll. Wie dieser Blogpost dann letztendlich verfasst wird, ob kurz oder lang, positiv oder negativ, bleibt allerdings dem Blogger überlassen. Manchmal bin ich froh, wenn in einem interessanten Beitrag auch noch wirklich nützliche Links vorhanden sind, die einem die ganze Sucherei ersparen. Und wenn ich nicht interessiert bin, dann lese ich eben nur, klicke aber nicht. Bleibt ja schließlich jedem selbst überlassen, wie der Kauf von Non-Food-Produkten im Supermarkt nach Lektüre der Wochenend-Werbung.

Ich bleibe auf jeden Fall dran! Sollte ich jemals richtige Werbung machen, werde ich das selbstverständlich deutlich kennzeichnen.

Jetzt warte ich aber erst einmal auf den September-Block!

Bis demnächst,
Sonja 😉