Reparieren von 12 bis 12

Die kurze Lieblingsjeans, die schon drei Mal ausgebessert wurde, lag in diesem Monat mal wieder unter der Maschine. Nachdem ein relativ großes Loch gleich neben der Gesäßtasche geflickt war, zeigte sich am rechten Knie ein Loch, das sich im Moment immer noch vergrößern kann.

Darum kümmere ich mich im Oktober. Die Wahrscheinlichkeit, in diesem Jahr noch einmal eine kurze Jeans anziehen zu können tendiert gerade gegen Null.

Außerdem werde ich für Benjamin noch einige geschenkte Jeans reparieren. Aufgetrennt sind sie schon. Alle haben die Größe 116, aber alle sind unterschiedlich lang 😉

Interessant finde ich die Machart einer bereits beim Kauf „kaputten“ Jeans. Da wurden auf der Innenseite um die extra angefertigten Löcher Baumwollstücke aufgeklebt, damit die Löcher möglichst nicht weiter aufreißen. Diese Baumwollstücke waren aber nicht mehr komplett aufgeklebt und haben bestimmt auf der Haut gestört. Deshalb habe ich sie ganz entfernt und werde nun nach und nach versuchen, alle Löcher wieder zu zumachen.

Der Muskelkater in meinen Waden war heute wirklich schlimm. Falls in fünf Jahren wieder eine Wanderung ansteht, werde ich vorher Trainieren müssen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.


Am 2. Oktober durften wir am Nachmittag zehn Ballons auf großer Fahrt beobachten. Immerhin acht Ballons haben gleichzeitig aufs Bild gepasst, der Anblick war jedenfalls außergewöhnlich 🙂

25 Jahre KABItulation – Wandern im Allgäu

Und schon ist es wieder vorbei – das fünfte Klassentreffen seit dem Abitur 1996. 28 Teilnehmer (von über 60 Abiturienten und noch viel mehr Eingeladenen, weil alle angeschrieben wurden, die überhaupt irgendwann einmal in einer Klasse dabei waren) haben sich am Samstag gegen 10 Uhr an der Talstation der Mittagbahn in Immenstadt getroffen und gemeinsam den Aufstieg gewagt – der in der Einladung mit „sehr einfache Wanderung“ angepriesen wurde. Das ist es allerdings nicht, wenn man nicht den asphaltierten Weg, sondern ausgewiesene Kletterwege durch den Wald nimmt, um in einer Rekordzeit an der Alpe Oberberg eine Brotzeit einzunehmen. Mein heutiger Muskelkater ist übrigens derselben Meinung 😉

Es war wirklich toll! Obwohl einige zum ersten Mal aufs Klassentreffen kamen, konnte man sich sofort gut mit allen unterhalten. Als ob man erst vor kurzem Abitur geschrieben hätte und sich auch sonst andauernd über den Weg läuft. Natürlich wurde über „Weißt-du-noch…-Sachen“ gesprochen und diverse „Und-was-machst-du-jetzt-so?“-Fragen gestellt, es wurde viel gelacht und über diejenigen gerätselt, die leider nicht erschienen waren. Die Kinder waren auch ein großes Thema, es gibt sehr viele, die bereits erwachsene Kinder haben, aber auch einen, der demnächst erst Vater wird. Wir sind da so mittendrin wie einige andere auch und bei denen geht es genauso zu wie bei uns ;-). Wie beruhigend!

In der Alpe saßen wir zuerst draußen und hofften, dass die Sonne den Nebel schnell verscheuchen könnte. Nach kurzer Zeit bekamen wir eine exklusive Führung durch die Sennerei, bestaunten die vielen Laibe im Keller und bekamen eine Kostprobe der hergestellten Käsesorten. Weil es danach immer noch kalt war, setzten sich einige in einen beheizten Nebenraum und genossen Kaffee und Kuchen, während eine kleine Gruppe noch den Aufstieg zum Gipfelkreuz wagte.

Nachdem fast alle ihren Käsevorrat aufgefüllt hatten, wagten wir um halb vier den Abstieg, der eineinhalb Stunden dauerte und die Knie ganz schön beanspruchte. Um halb sechs sollte ja der nächste Programmpunkt stattfinden, ein Abendessen im Hotel Krone zum Ausklang des Tages. Das hat dann bis ein Uhr nachts gedauert. Heute Morgen wurde noch ein ausgezeichnetes Frühstück eingenommen, weitere Mitfahrer samt Gepäck aus anderen Hotels aufgesammelt, bzw. ausgetauscht und wieder nach Hause gefahren.

Der Plan ist, dass wir uns nach Weihnachten wieder treffen – zumindest die, die hier in der Nähe wohnen oder dann gerade auf Verwandtenbesuch sind. Mal sehen, ob sich das realisieren lässt, oder ob wir uns alle erst wieder in fünf Jahren über den Weg laufen 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

„Halberwachsen“

Frederik feiert heute seinen letzten einstelligen Geburtstag, wie er vorher festgestellt hat.

Neben dem obligatorischen, heiß erwarteten und selbst zusammengestellten Geburtstagsshirt, das wir am Samstag gemacht haben, gab es dafür natürlich auch reichlich Kuchen: Gestern wurden bereits der Standard-Schokoladenkuchen gebacken, der bei keinem Geburtstag fehlen darf und ein neuer Apfelkuchen mit Pudding und Quark ausprobiert. Das Rezept haben wir in einer „Kochen & Genießen„-Zeitschrift aus dem Jahr 2005 gefunden, die von Oma Hedi vor kurzem aussortiert wurde.

Die andere Hälfte des Feiertags haben wir auf den Feldern verbracht und einen Claas Maishäcksler und mehrere Traktoren bei der Arbeit beobachtet. Da war vielleicht was los!

Happy Birthday, Frederik!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im September

Es ist kaum zu glauben, da hat man geschlagene fünf Wochen Zeit, sich eingängig mit den UFOs zu beschäftigen und kann dann doch wieder nur minimale Ergebnisse vorweisen…

Im letzten Monat war hier aber auch so viel los, dass spätestens am Nachmittag meine komplette Energie verbraucht war.

Vor etwas über zwei Wochen war Benjamins erster Schultag, den wir mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche begannen, bei wunderschönem Wetter im Pausenhof der Schule fortsetzten und schließlich am Mittag mit der Familie im Anno bei leckerem Essen feierten. Er hat sich mittlerweile gut eingelebt und geht mit Freude ins Gebäude – ist aber auch immer einer der Schnellsten, wenn es wieder nach Hause geht.

Dann wurde aus der Schule ein kleines Corona-Testzentrum gemacht, denn auch im Städtle soll es für die Grundschüler PCR-Pooltests geben. Die Arbeit, die normalerweise zu Beginn des Schuljahres gemacht werden sollte, hat etwas unter dieser Mammutaufgabe gelitten und wurde teilweise nur auf erneutes Nachfragen ausgeführt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Wir haben es aber geschafft, dass am Montag zum ersten Mal erfolgreich mit Lollitest getestet wurde. Es hat alles gut geklappt und für die Kinder sind diese Tests einfacher zu handhaben als die Nasenabstriche – auch wenn man nach dem Herumkauen auf dem „Lolli“ ein Gummibärchen essen muss, um den schlechten Geschmack wieder los zu werden 😉


Aber um zum Thema zurückzukommen: Die Kiste mit den 5″-Squares ist im September immer voller geworden, es hat also eher ein UFO-Aufbau stattgefunden. Ein Stoff wurde aufgebraucht, als ich für Frederik einen neuen Kapuzenhoodie genäht habe, andere Reste wurden auch zu weiteren Quadraten verarbeitet. Zeit also, endlich mal etwas aus diesen hunderten Einzelteilen zu zaubern!

Als wir im August die Tagesausflüge unternommen haben, ist mir aufgefallen, dass es doch praktisch wäre, wenn jeder eine zusammenrollbare Unterlage in seinem Rucksack hat, die man jederzeit & überall ausbreiten kann um sein Vesper zu verspeisen. Das ist bestimmt bequemer, als auf einem Regencape zu sitzen und am Hintern jede noch so kleine Unebenheit zu spüren. Also wurde überlegt und getüftelt und drauf los genäht.

Die Unterseite soll aus beschichteter Baumwolle bestehen, die Oberseite aus unterschiedlichen 5″-Squares erstellt werden. Mittendrin im ersten Versuch befindet sich im Moment ein Stück Thermolam, die Quadrate wurden zuerst zu Reihen zusammengenäht und dann mit der Quilt-As-You-Go-Methode auf dem Thermolam fixiert. Jetzt muss nur noch das passende Stück Unterseite ausgeschnitten werden und eine Möglichkeit zum Zusammenbinden angebracht werden. Bis Ende Oktober klappt das bestimmt!

Und wenn das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle, werden daraus neben den kleinen Sitzmatten auch noch ein paar größere Liegematten fürs Freibad gemacht.


Am Montag wurde ich gefragt, ob ich eine Mugrug übrig habe, die sich als Abschiedsgeschenk eignen würde – was leider nicht der Fall war, es waren nur noch weihnachtliche Motive vorhanden, aber bis dahin dauert es ja noch etwas. Allerdings ist eine Mugrug ja schnell gemacht und ich habe es tatsächlich geschafft, bis gestern Nachmittag eine Blume mit Schriftzug herzustellen, die heute schon verschenkt wurde.

Was dazu führt, dass ich meine UFO-Liste erweitern muss: ich habe mir vor einiger Zeit vorgenommen, jede Mugrug aus dem Buch Learn to Make Quilted MUGRUGS von Carolyn S. Vagts zu erstellen und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass mir das in den nächsten Jahren auch gelingt – es fehlen nur noch sieben Motive…

Somit kann ich dieses Mal also doch noch verlinken bei Valomea’s Flickenkiste und schau mal, ob die anderen diese lange Zeit wenigstens sinnvoll genutzt haben!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Reparieren von 12 bis 12

Als ich im August hier geschrieben habe, dass weit und breit keine Reparaturen in Sicht sind, hat mir meine Cousine auf einem Familientreffen ihre Lieblingstasche gegeben, mit der Bitte, doch die ziemlich ausgefransten Henkel zu ersetzen. Das sah machbar aus und in meinem Kopf gab es zu diesem Zeitpunkt eine ziemlich genaue Vorstellung, wie man das erledigen könnte: Futtertasche an der Wendeöffnung trennen, betreffende Stellen zwischen Futtertasche und Außentasche trennen, damit das alte Gurtband entfernt werden kann. Neues Gurtband erstellen, einsetzen und alles wieder schließen.

Kaum begonnen, mussten alle Pläne über den Haufen geworfen werden 😉 Die Wendeöffnung ließ sich noch sehr leicht trennen. Die Futtertasche war dann allerdings so gut an der Außentasche fixiert, dass sich die Innentasche im Laufe des Auftrennens in ihre Bestandteile zerlegt hat. Das Gurtband war aber immer noch da… Der Ansatz wurde an der Außentasche mehrfach übernäht, damit alles ganz toll zusammenhält.

Das war der Zeitpunkt, an dem ich mir nicht mehr sicher war, ob es sich überhaupt lohnen würde, die Tasche noch zu reparieren… Kurzerhand suchte ich in meinen Patchworkboxen nach einem farbenfrohen Charm Pack und es wurde drauf los improvisiert. Ich stellte zwei Seitenteile in der ungefähren Größe der Originaltasche und einen Mittelstreifen her. Diese wurden dann auf Thermolam geklebt und mit mehrfarbigen Ziernähten versehen. Vor dem Zusammennähen nahm ich noch die Maße für die Innentasche ab. Darauf wurden zwei Aufsatztaschen befestigt, ein Karabinerhaken an einem Webband mit eingenäht und ein kleines Label angebracht.

Die Futtertasche und die beiden Henkel wurden aus steingrauem Baumwollstoff genäht. Einen Verschluss habe ich mir auch überlegt: Ein kleineres Stück Gurtband, versehen mit Snappap und Druckknopf, das durch eine Gummikordel gezogen werden und weiter unten an der Gegenseite befestigt werden kann.

Ich war ziemlich zufrieden mit der Ersatztasche, aber die alte Tasche hat mich irgendwie nicht losgelassen…

Also habe ich mich noch einmal drangesetzt und von vorne begonnen. Zuerst wurde der obere Rand zurückgeschnitten. Dann alle kaputten Absteppungen auf der Außentasche getrennt und mit einer ähnlichen Farbe neu genäht. Als ich die Maße für die Innentasche hatte, durfte die Außentasche sich in der Waschmaschine einmal durchkneten lassen. Für die Innentasche wurde der Rest eines weißen Lakens verwendet, die rosafarbene Aufsatztasche passt perfekt zum Außenstoff und ist etwas größer als das Original. Das graue Gurtband habe ich auf der Außenseite mit einem farblich passenden Webband versehen.

Bis auf ein paar kleinere Abschürfungen am Boden sieht die Tasche eigentlich auch wieder wie neu aus und kann sicherlich noch lange getragen werden!


Der Sommer hat ja jetzt doch noch kurz vorbei geschaut! Die letzte Woche haben wir eher gemütlich gestaltet: Nach der endgültigen Verabschiedung aus dem Kindergarten haben wir mehrmals den Schulweg geübt. Im Garten und mitten in der Stadt ausgezeichnetes Eis genossen, Radtouren durch Wald und Feld unternommen, ein kleines Lagerfeuer am Abend und Ausflüge auf die Spielplätze in der Umgebung gemacht.

Heute war mein letzter Ferientag, aber wenn ihr seht, was ich in der letzten Schulwoche bekommen habe, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass ich mich auf das neue Schuljahr und die Kinder sehr freue 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.