Meilensteine in den Sommerferien

In diesem August sind gleich zwei Ereignisse passiert, die man getrost als Meilensteine bezeichnen kann: Wir waren zum ersten Mal im Urlaub. Und die Jungs können jetzt so gut schwimmen, dass ich keine Angst mehr haben muss, dass sie untergehen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Es fiel sogar schon der Satz: „Ich will heute aber ins Freibad.“ Noch im Juni hat sich das so angehört: „Also gut, dann geh ich halt mit – aber ins Wasser gehe ich nicht!“

Aber der Reihe nach: Im vergangenen Herbst hat Benjamin bei der Wasserwacht einen Schwimmkurs gemacht und in der letzten Stunde vor Weihnachten völlig überraschend das Seepferdchen geschafft. Wir sind dann weiterhin einmal pro Woche zu dritt in die Kleinschwimmhalle gegangen und haben geübt. Als dann die Sommer-Badesaison vor der Tür stand, habe ich unsere Jahreskarten verlängert. Die ersten Besuche waren zäh. Die Kinder wollten nur ins Nichtschwimmerbecken, da waren aber immer zu viele Kinder drin – eigentlich hätten sie am liebsten nur Fußball auf der großen Wiese gespielt. An richtiges Schwimmen war im kleinen Becken nicht zu denken, dafür braucht man eben doch eine gewisse Beinfreiheit. Aber ins große Becken haben sie sich nicht getraut. Bis zum 23. August. Da sind wir am Vormittag zu viert zum Schwimmen gegangen und das ausgegebene Ziel war eine Bahn im großen Becken. Frederik fand es so toll, dass er gleich drei geschafft hat. Am nächsten Tag waren es schon sieben, fast so viele, wie der Opa ;-). Mittlerweile überholt er sogar die ganz langsamen Schwimmer.
Benjamin hat zwar noch nicht die Kraft eine Bahn durchzuschwimmen, aber bei unserem letzten Besuch hat er nur eine Pause machen müssen. Anfang dieser Woche haben die Kinder dann noch die Rutsche erkundet, um die bis dahin immer ein großer Bogen gemacht wurde. Und jetzt ist es schwer, sie wieder aus dem Wasser zu bekommen 🙂
Bis zum 11. September ist das Freibad noch geöffnet, hoffentlich gibt es noch ein paar Sonnenstunden, damit wir diese erfolgreiche Saison auch gebührend abschließen können.


Im Januar haben wir in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vier Übernachtungen in einer Ferienwohnung im nahe gelegenen Schwarzfelder Hof in Leipheim haben gebucht – mehr waren damals leider nicht mehr möglich. Und für eine Woche Toskana mit Pool waren wir einfach zu spät dran.

Am 25. August sind wir schließlich mit vier Fahrrädern, einer vollen Dachbox und dem kompletten Kühlschrank-Inhalt aufgebrochen in unser verlängertes Wochenende am Sonnensee. Es war einfach herrlich! Wir sind viel geschwommen, haben mit dem Rad die Umgebung des Bauernhofs erkundet und die Kartenversion des verrückten Labyrinths gespielt, bis wir auf der Terrasse nichts mehr gesehen haben. Dass die Räder dabei waren, war unser großes Glück. Am Donnerstag und Freitag war es sehr heiß, Samstag und Sonntag dagegen war Regen vorhergesagt. Hätten wir an den Sonnentagen durch das Ried laufen müssen, wäre es sicher nur eine kleine Runde geworden, so aber haben wir alle vorgeschlagenen Wanderwege mit dem Rad erkundet und konnten einen Vogelbeobachtungsturm, die Donau in Leipheim, das Ried und alle Wege rund um den Bauernhof befahren. Wir sind nur einmal nass geworden. Und zwar, als wir die Straußenfarm besichtigt haben. Kaum war der Rundweg absolviert, goss es kurz wie aus Kannen. Zuerst haben wir uns unter einen Baum gestellt und Kekse gegessen, dann aber im gemütlicheren Hofladen Kuscheltiere und Nudeln aus Straußeneiern gekauft. Anschließend hat es nur noch genieselt und der Rückweg war kein Problem mehr.

Auf unseren Touren haben wir immer mal wieder Snackpausen eingelegt, Hochlandrinder, Pferde und Schafe beobachtet. Der Weg durch das Ried war wirklich spannend. Zuerst so uneben, dass man im Stehen fahren musste, dann so bewachsen und eng, dass man Mühe hatte, auf dem zehn Zentimeter breiten Fahrweg zu bleiben und sich gelegentlich ducken musste, weil die Zweige der Bäume so tief hingen.

Nach den Touren sind wir immer eine Runde baden gegangen. Die Kinder waren überwiegend auf ihren Luftmatratzen unterwegs, der Sonnensee war nämlich abwechselnd warm und kalt, da musste man schon eine gehörige Portion Mut aufwenden, um überhaupt ins Wasser zu gehen. Aber wenn man einmal drin war, war es sehr erfrischend. Am letzten Abend ist Frederik dann von Badesteg zu Badesteg geschwommen und hat durch das und unsere vorherigen Freibadbesuche gemerkt, dass er es jetzt wirklich kann.

Am Montagmorgen haben wir ausgecheckt und zum Abschluss einen kurzen Abstecher auf die Bobbahn in Donnstetten gemacht. Von fünf Fahrten konnten immerhin drei ohne zu Bremsen absolviert werden!


Heute haben wir dann noch den ganzen Tag in der Wilhelma verbracht. Besonders gut gefallen haben uns das Schabrackentapirbaby, zwei Soldatenkiebitze, das Schmetterlingshaus, Eichhörnchen, die in jedem Gehege ihre Nüsse versteckt haben und die Pflanzen in den Tropenhäusern. Ach ja, und der Seerosenteich. Wir durften beobachten, wie einige abgestorbene Seerosenblätter entfernt wurden. Die der Amazonas-Riesenseerose sind auf der Unterseite ganz stachelig und könnten laut Tierpfleger bis zu 70 Kilo Gewicht aushalten – sofern es gleichmäßig auf dem Blatt verteilt wird.

Die Kinder werden heute bestimmt gut schlafen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im Juni

Die Nähmaschine wurde in diesem Monat nur in der ersten Ferienwoche benutzt. Wenigstens sind dabei ein paar luftige Sommerkleider und eine weitere Sitzauflage entstanden.

Allerdings habe ich auch UFOs in anderen Bereichen entdeckt, die tatsächlich beseitigt wurden.

Wir haben STING gesehen. Im Wiley Sportpark, an einem wunderbar sonnigen Sonntagabend mit 11.000 anderen Menschen. Zweieinhalb Jahre nach dem Kartenkauf.

Und ich habe die Kluftinger-Bände neun bis elf in den Ferien geradezu verschlungen und warte jetzt, dass Opa Günter den zwölften Band ausgelesen hat und ihn mir ausleiht.

In den nächsten Tagen bzw. Wochen ist einiges los. Gleich ist Buchstabenfest der ersten Klassen in der Schule, mit Büffet, Gesang und Gedichten. Wir sind schon fast auf dem Sprung. Und die Steuererklärung ist leider auch noch nicht fertig… Ob im Juli überhaupt ein UFO bearbeitet werden kann?

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Mit dem Bähnle nach Ulm

Heute Vormittag sind wir mit dem Bähnle nach Ulm gefahren. Einfach zum Testen, wie das mit dem Zugfahren so funktioniert – dem 9 Euro-Ticket sei Dank. Benjamin war schon sehr gespannt, immerhin war es seine erste Zugfahrt.

Das hat alles ganz toll geklappt. Es waren nicht viele Leute im Zug, und in der Fußgängerzone auch (noch) nicht, denn wir waren bereits um halb zehn dort. Wir sind also vorbei an unzähligen neuen Bauten Richtung Münster gelaufen (zu meiner Verteidigung muss ich gestehen, dass ich seit 2014 nicht mehr in dieser Gegend war). Im Müller habe ich den Kindern das Spielzeug-Stockwerk gezeigt – ein Fehler, wie sich bald herausstellte… Dann sind wir zur Blau abgebogen und auf einen tollen Spielplatz gegangen. Leider hatte Frederik heute einen „Ich-bin-dagegen-Tag“ und zuerst war ihm der Spielplatz zu voll, dann war alles zu klein und er hat sich überall den Kopf angeschlagen. Aber 45 Minuten haben sich die beiden dann doch amüsiert. Auf dem Rückweg zum Bahnhof haben wir ein Eis gekauft (Frederik war dagegen, weil es noch zu früh am Tag für ein Eis war) und gesehen, wie jemand in Handschellen abgeführt wurde.

Im Bahnhof haben wir dann sofort das richtige Gleis gefunden und sind bis ans Ende gelaufen, denn dort fährt der „Weißenhorner“ wieder ab. Meine jahrelange Zugerfahrung aus den späten 90ern hat sich also doch noch bewährt. Dass das Ticket – bzw. die Tickets – jetzt ganz bequem über die App gezeigt werden kann hat mir sehr gut gefallen. Die Kinder sehen so jung aus, dass ich zwei Mal gefragt worden bin, ob sie denn auch wirklich ein Ticket brauchen.

Nach einem kalten Couscous-Salat mit Roten Beeten und Karotten sind wir am Nachmittag noch auf einen Sprung ins Freibad gegangen. Benjamin hat ein paar Minuten gemeckert, dann aber doch gemerkt, dass Schwimmen auch Spaß macht. Frederik dagegen fand es wie immer zu kalt und er wäre am liebsten gleich wieder nach Hause gegangen. Unterwegs haben wir einen Reiher in der Roth gesehen und offenbar Benjamins Trinkflasche verloren. Ich bin den ganzen Weg ein zweites Mal abgefahren, aber bis jetzt ist sie nicht mehr aufgetaucht…

Hier ist ein Reiher versteckt. Hast du ihn schon entdeckt?

Bis demnächst,
Sonja 😉

Wanderung zwischen Dietenheim und Regglisweiler

Beim gestrigen Lagerfeuer am Teich haben wir beschlossen, wieder eine Tour zu unternehmen. Es war ja sonniges, warmes Wetter vorhergesagt, deshalb suchten wir nach einer kleinen Herausforderung direkt ums Eck. Wir entschieden uns für einen 7,1 km langen Rundwanderweg entlang der Iller und durch schattige Waldpfade. Diesen wollten wir am Vormittag laufen, um den Nachmittag im Garten mit aufgebautem Pool verbringen zu können. Hat auch fast geklappt. Wir sind etwas zu spät losgekommen und mussten unterwegs mehrere Pausen einlegen. Die Kinder haben bereits nach 2 Kilometern angefangen zu fragen, wann wir wieder beim Auto sind. Frederik ist noch leicht gehandicappt von einem kleinen Unfall am letzten Mittwoch in der Hüpfburg im Kikimondo und Benjamin bekam gleich auf den ersten 500 Metern drei Bremsenstiche verpasst, die offenbar wahnsinnig gejuckt haben. Das Fenistil war natürlich zu Hause im Apothekerschrank.

Wieder im Städtle haben wir an der Eisdiele gehalten, uns dort etwas Kühles gegönnt und vorbeifahrende Cabrios gezählt. Und am Nachmittag wurde geplanscht, gegossen und geerntet.

Bis demnächst,
Sonja 🙂

☀ Sonniges Wochenende mit abwechslungsreichem Programm

Am Freitagmorgen war im Städtle nach dieser langsam immer wärmer werdenden Woche sehr viel Regen angesagt. Positiv für unsere eingepflanzten Gurken, Zucchini, Bohnen und Saatbänder, beunruhigend für die anstehenden Feierlichkeiten.

Nachmittags habe ich spontan ein Geschenk genäht (Pot Holder und Schraubdeckelverschlussöffner für einen 43. Geburtstag). Vier Geschenke wurden dann kunstvoll verpackt und anschließend die Kleiderschränke nach etwas Schickem durchforstet.

Wir waren nämlich auf einer 3-in-1 Taufe inklusive Kommunion und Firmung eingeladen. Der musikalisch mitreißenden Feier in der Hauskapelle des Claretinerkollegs folgte ein anschließender Umtrunk mit belegten Riesenbrezeln und Zopfvariationen. Es war sehr schön wieder unter so vielen netten Menschen zu sein. Aber auch ungewohnt. Die Kinder konnten sich lange draußen austoben und wollten natürlich nicht nach Hause…

Am Samstag mussten wir uns schon ganz früh wieder in Schale werfen, um halb 10 ging es zu Fuß in die Stadt zur Erstkommunion von Frederiks bestem Freund. Die war auch sehr schön gestaltet, aber das Keybord wurde schmerzlich vermisst – zumindest von allen, die am Tag zuvor auch dabei waren. Zwei Erstkommunionsfeiern innerhalb von 18 Stunden in derselben Familie muss man erst einmal erlebt haben, wir haben uns sehr gefreut, dass wir dabei sein durften! Anschließend traf man sich im „Anno 1460“ zu einem leckeren Drei-Gänge-Menu. Nach dem Eis mussten wir ganz schnell nach Hause, weil Frederik auf einen Geburtstag im Waldseilgarten eingeladen war, der Rest der Familie traf sich wieder mit der Feiergesellschaft unter dem Carport zu Kaffee und Kuchen. Benjamin hätte mir da beinahe einen Herzinfarkt beschert, weil er, während ich noch kurz die Gurken im Garten gegossen habe, schon einmal losgelaufen war. Glücklicherweise ist er diesen Weg schon tausend Mal gelaufen oder mit dem Rad gefahren – und außer einem alten Traktor war auch niemand unterwegs.

Wohlbehalten habe ich ihn dort entdeckt. Die Kuchen waren sehr lecker. Im Garten wurde Fußball gespielt und wir hätten noch Stunden einfach dort sitzen können. Aber Frederik musste ja wieder abgeholt werden – dabei ist Mike eine Stunde verhockt, weil die Kinder natürlich noch zusammen gespielt haben und ihm eine Rote im Semmel samt Radler angeboten wurde.

Nach neun sind wir dann noch zu dem 43.er aufgebrochen, sind da aber schon vor Mitternacht wieder nach Hause zurückgekehrt, weil die Dachgeschoßwohnung ziemlich warm und unser Akku ziemlich leer war.


Am Sonntag wurde der Morgen zum Ausruhen genutzt. Am Nachmittag sind wir bei Kaiserwetter zu siebt mit Hund Richtung Unterallgäu aufgebrochen und haben zwei Orte aus dem Buch „Einfach Wanderbar – 25 Touren mit Kindern im Unterallgäu“ besichtigt. In Oberschönegg gibt es einen Römerturm, den man besteigen kann. Im Dunkeln. Mit Taschenlampen. Oben angekommen hat man eine fantastische Aussicht auf die Umgebung und kann die Berge sehen – wenn es ganz klar ist.

Zu diesem Turm musste man nur etwa einen Kilometer hin und dann natürlich wieder zurück laufen. Deshalb fuhren wir im Anschluss nach Bedernau, das nur ein paar Kilometer entfernt ist und sind dort dem Wassererlebnispfad gefolgt. Einem 3,3 km langen Rundweg, der einen an Bächen, Teichen und Quellen vorbeiführt. Zwischendurch konnten wir einen Biber beim Schwimmen beobachten, Tauben kreisten über unsere Köpfe hinweg, die Kinder hielten es ziemlich lange in einem kleinen eiskalten Bachlauf aus. Kurz hinter einer Naturtherme (die wir ein andermal besichtigen, dann aber länger), gelangt man über eine kleine Grotte durch einen Buchenwald wieder in die Nähe des Parkplatzes. Man hat dort oben eine fantastische Aussicht auf drei kleine Dörfer.

Kurz nach sieben Uhr waren wir wieder daheim, legten nach einer kurzen Dusche endlich mal die Füße hoch und ließen das Wochenende entspannt ausklingen.


Und weil ich vergessen habe zu erzählen, was ich am Muttertag bekommen habe, wird das jetzt nachgeholt 😉

Ein schon frühmorgens mit Oma gesammelter Blumenstrauß wurde mir mitsamt einem wunderbaren blumenwiesenartigen Willkommensschild für die Terrasse, einem Herzkuchen und zahlreichen in der Schule gebastelten Meisterwerken überreicht. Herrlich! Mittagessen wollten wir eigentlich in der Stadt auf dem Streetfood-Festival, doch leider hatten auch viele andere dieselbe Idee. Um Wartezeiten von einer Stunde zu umgehen sind wir schließlich im Dönerladen gelandet. Auf dem Marktplatz haben wir dann die leckeren Döner gegessen und in der Memmingerstraße den Kunsthandwerkermarkt besucht. Seifen, Gestecke, Keramik und Selbstgenähtes war dort nett drapiert und wurde neugierig bestaunt. Vor allem die Preise der Babykleidung und der Leseknochen haben mich interessiert. Gekauft haben wir schließlich zwei gut riechende Seifen und einen Zaungucker für den Teich (ein lustig aussehendes Walross für Oma Hedi).

Und weil das dann genug Menschen für einen Tag waren sind wir wieder nach Hause gefahren. Mit dem Rad selbstverständlich 🙂


Noch etwas ist passiert in den letzten beiden Wochen: Wir haben uns schweren Herzens vom grauen Passat verabschiedet, und einen weißen Passat-Hybrid-Geschäftswagen mit Panoramadach willkommen geheißen.

Die elektrische Reichweite ist mit etwas über 40 km zwar sehr knapp bemessen, aber wenn man gut plant und so bremst, dass das Auto unterwegs auch wieder aufgeladen wird, kann man damit unglaublich viel Benzin sparen.

Bis demnächst,
Sonja 😉