Freibad und Sandkastenrückbau

Nach einem Blick auf den Wetterbericht haben wir uns gestern kurzfristig dazu entschieden, im Freibad einzuchecken. Mit dem Rad sind wir gegen 10:30 Uhr aufgebrochen, waren dann höchstens 30 Minuten im Wasser (für die Kinder war es wie immer viel zu kalt), und sind nach einem kurzen Sonnenbad auf der Liegewiese wieder nach Hause gefahren. Benjamin ist sogar zwei Mal gerutscht.

Am Nachmittag haben die Männer das Loch im Sandkasten wieder zugeschüttet und dabei einen aus Versehen entstandenen Betonklotz zu kleinen Steinen geschlagen. In den nächsten Monaten werden noch die Randsteine entfernt und Gras angesät. Und dann schauen wir mal, wo die Kinder als nächstes einen Durchbruch versuchen 😉

Kurz darauf waren wir noch auf den Feldern und haben mehrere Mähdrescher und Traktoren beobachtet, viele Grillen gehört, aber nur zwei davon gesehen.

Ganz toll war, als die Ablöse für den gelben Mähdrescher gekommen ist. Das war nämlich eine Frau.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Abgetau(ch)t

Seit beinahe 8 Wochen haben wir Probleme mit unserem Kühlschrank. An einem Samstag Mitte Mai ist der Ventilator an der Innenverkleidung festgefroren und hat die kühle Temperatur nicht mehr in die unteren Etagen transportiert. Der Sonntagsbraten musste entsorgt werden, da die Temperatur im Fleischfach auf 17 Grad angestiegen war. Schon zwei Tage später kam jemand vom Kundendienst, der den Kühlschrank öffnete, einen Lufttemperaturfühler tauschte, das Eis unter der Innenverkleidung abtaute und alles wieder zusammenschraubte. Der Kühlschrank funktionierte wieder – so war der Eindruck. Am Wochenende drauf war der Salat im Gemüsefach gefroren. Und um das Speiseeis aus dem Tiefkühlfach portionsgerecht zu verteilen, hätte man schweres Gerät benötigt 😉 Wir tauten erneut ab, probierten andere Temperatureinstellungen aus. Er tat ja, was er sollte, wenn auch ein wenig zu gut…

Mitte Juni passierte das gleiche wie im Mai, in den unteren Fächern herrschten plötzlich karibische Temperaturen. Wir lagerten unsere Lebensmittel fortan im oberen Teil des Kühlschranks und im Keller (denn da steht glücklicherweise der alte Kühlschrank noch als Ersatz). Ein Anruf beim Kundendienst brachte uns einen neuen Reparaturtermin Ende Juni. Dabei wurden zwei Temperaturfühler getauscht. Wir tauten wieder ab, starteten neu und schon am nächsten Tag war wieder alles wie gehabt: oben kühl und unten warm. Mehrere Telefonate mit dem Kundendienst waren alles andere als zufriedenstellend. Heute endlich kam jemand zur Reparatur. Es wurde getestet und gemessen, am Ende wurde der Ventilator als der Schuldige identifiziert, offenbar drehte er sich in die falsche Richtung. Und weil wieder alles voller Eis war, wurde wieder abgetaut (laut Kundendienst und Gebrauchsanleitung muss bei uns höchstens das Eisfach abgetaut werden, niemals aber eine eingefrorene Rückwand). Im Moment stellt er sich auf die richtige Temperatur ein, es sieht ganz gut aus – hoffen wir, dass es so bleibt 🙂


Erfreuliche Nachrichten gibt es allerdings auch: Durch das Homeschooling haben Frederik und ich die Möglichkeit, vormittags ins Freibad zu gehen. Letzte Woche waren wir zwei Mal ca. 20 Minuten (dann musste er raus, es war noch ein bisschen zu kalt). So kommt er wenigstens nicht ganz aus der Übung. Beim ersten Mal ist er mehr getaucht als geschwommen, dann hat es immer besser geklappt. Und nächste Woche wird wieder trainiert!


Bei meinen Projekten geht es gerade auch nicht so weiter, wie ich mir das vorstelle (die noch nicht abgegebene Steuererklärung trägt da bestimmt einiges dazu bei…). Deshalb habe ich beschlossen, etwas Neues anzufangen. Ein Quilt mit diesen Farben soll es sein.

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Und ein Kleid aus einem nicht dehnbaren Stoff mit Nahtreißverschluss (dafür habe ich immerhin schon mal das Schnittmuster ausgeschnitten).


Die Vogel-Beobachtungsstation wird gerade gestrichen und Benjamin hat letztes Wochenende mit 5 Kindern seinen fünften Geburtstag gefeiert – wir waren erledigt, als alle wieder abgeholt wurden…

Im Garten wuselt es nur so vor Bienen und Hummeln, die Libellen schlüpfen gerade und Baby-Molche wurden auch schon im noch immer abgedeckten Teich gesichtet. Ein neues Insektenhotel wurde auch gebaut.

Wir fahren für Frederiks Grundschule beim Stadtradeln mit. In dieser Woche haben wir zu viert bereits 77 Kilometer zurückgelegt. Ob die nächsten beiden Wochen auch so gut laufen? Wir werden sehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Benjamin wird mobil

Zu seinem vierten Geburtstag hat Benjamin sein erstes richtiges Rad mit Pedalen geschenkt bekommen. Am Anfang hat das Treten nicht gleich geklappt und er ist wieder auf das Laufrad umgestiegen. Seit dem ersten August jedoch üben wir beinahe täglich mit dem Rad, und gestern hat er zum ersten Mal geschafft, alleine loszufahren. Kurven funktionieren bereits bestens, eine rasante Fahrt geradeaus auch – nur am Berg geht ihm schnell die Kraft aus. Aber das wird sich ändern, wenn der Kindergarten wieder losgeht, denn jetzt können wir die 700 Meter mit dem Radl fahren und sind ruckzuck dort. Heute Morgen haben wir eine kleine Ausfahrt auf dem Radweg gemacht und die schon abgeernteten Felder angesehen.

Am Mittag wurden dann im Garten auf dem Feuerkorb Burger gegrillt. Die Brötchen werden bei jedem Mal besser – auch den Wespen hat es geschmeckt.

Am Nachtmittag war ich mit Frederik noch eine halbe Stunde im Freibad. Wir haben den wahrscheinlich letzten richtig heißen Augusttag optimal genutzt & sehr genossen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schöne Ferien!

In der letzten Woche haben wir ganz viel gemeinsam unternommen, uns bewegt, gespielt, gebastelt, Flöte geübt, gegossen, Staudämme gebaut, Molche beobachtet, Matsch angerührt, die Feuerwehr besucht. Endlich sind auch die Pfingstrosen aufgeblüht 😉

Am Montag waren wir im Waldseilgarten, die Kinder durften den Bambini-Parcours mehrmals bewältigen. Und ich habe richtig Lust bekommen, einmal den schwierigeren Parcours in luftiger Höhe zu klettern.

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Am Dienstag haben wir einen Ausflug in den Wildpark Eichert in Heidenheim gemacht. Die Anlage ist toll gestaltet, gleich zu Beginn gibt es einen riesigen Spielplatz. Die Wildtiergehege sind gut beschriftet und ab und an zeigt sich auch eines ;-). Die Eichhörnchen haben allerdings gar keine Angst vor uns gehabt und sich minutenlang um einen Baumstamm gejagt. Auf den breiten Wegen kann man gut schlendern, joggen oder Steine in die Sandalen bekommen. Aufgestellte Sitzgelegenheiten laden zum Tiere beobachten und Brotzeit vertilgen ein.

Negativ aufgefallen ist uns, dass der Park keine einzige Toilette hat, auch im nahegelegenen Naturtheater darf man die Toiletten nicht mitbenutzen. Dementsprechend sieht es dort auch im Gebüsch aus…

Am Mittwoch waren wir zu viert (!) eine Stunde im Freibad. Und Frederik ist auch ganz toll geschwommen. Man merkt ihm an, dass er jetzt keine Angst mehr vor dem Wasser hat – obwohl er sich darin auch noch nicht ganz wohl fühlt. Ihm fehlt die Kraft in den Armen um ruhig durchs Wasser zu gleiten. Jetzt wird es allerdings wieder sehr warm und wir werden bei jeder sich bietenden Gelegenheit zum Üben gehen!

Gestern waren wir dann noch zum Brunchen eingeladen um den ersten Geburtstag der Tochter von Freunden zu feiern. Die Kinder haben dort ganz viel gegessen, vor allem von den leckeren Nachspeisen (Eis, Früchte, die man in einem Schokoladebrunnen selbst überziehen konnte und Obstsalat). Einen Nachmittagssnack haben wir dann definitiv nicht benötigt.

Am Samstag konnte ich das Geschenk dafür beenden, mein erster „Babyquilt“ ist fertig geworden. Dafür habe ich ein Paneel verwendet und den Rest mit vorhandenen Uni-Farben gestaltet. Vorname, Name und Geburtsdatum habe ich appliziert (aber hier wegretuschiert). Die Rückseite besteht aus einem zarten Stoff mit Vögelchen und das Binding habe ich passend zu Vorder- und Rückseite scrappy gestaltet. Da sich meine Maschine immer noch in Reparatur befindet, habe ich das Label kurzerhand im Geschäft „mamaidee“ im Städtle geordert und war froh, dass Verena es trotz Urlaub noch unterbringen konnte. Gequiltet wurde also mit der alten Maschine. Dazu habe ich den Walkingfoot verwendet und einen dreifachen Geradstich eingestellt. Der Abstand der Linien beträgt 3“. Insgesamt misst der Quilt 48“ x 48“, er hat noch gut unter die Maschine gepasst.

Die Eltern haben sich auf jeden Fall sehr gefreut 😉

Und jetzt wird erst einmal der Pool aufgebaut – es soll ja in den nächsten Tagen sehr heiß werden, da brauchen wir abends eine Abkühlung.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Urlaubsgefühle

Die kamen in dieser Woche tatsächlich auf, das erste Mal seit meinem letzten richtigen Urlaub, im August 2012. Also bevor die Kinder in unser Leben traten…
Es war sehr warm. Ich habe mir eine Jahreskarte fürs Freibad gekauft und bin von Montag bis Freitag jeden Vormittag geschwommen. Insgesamt 4 km. Ich habe mich viel mit unseren Pflanzen beschäftigt (Läusebefall an Gurke, Bohne, Erdbeeren), geerntet (die ersten großen Erdbeeren werden reif), Salat geschnippelt, einen Brennnesselsud angesetzt. In der Bücherei zwei Bücher für mich ausgeliehen („Todschick“ und „Fair einkaufen – aber wie?“) und eines davon schon gelesen. Wenig gemacht und auch gelegentlich mit einem Cappuccino in der Hand vor mich hingestarrt. Die Abwesenheit der Nähmaschine hat sicherlich ihren Teil dazu beigetragen. Herrlich!

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Da war es auch leichter zu ertragen, dass die Kinder am Anfang der Woche zwei eigenartige Unfälle hatten. Frederik hat sich beim Öffnen einer Kellertüre den großen Zeh, und da vor allem den Nagel, in der Mitte aufgeschnitten. Dem Weinen nach muss das ziemlich wehgetan haben. Und wurde aber einen Tag später schon von Benjamin getoppt. Der ist auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten kurz vor dem Gartentor mit dem Laufrad unglücklich an Frederiks Rad hängen geblieben und hat sich dabei den kompletten Fingernagel des kleinen Fingers abgerissen. Weswegen wir den ersten richtig heißen Nachmittag nicht im Freibad, sondern im Krankenhaus verbracht haben. Es sieht zwar furchterregend aus, ist aber wohl gar nicht mehr schmerzhaft, sobald der Nagel mal abgelöst ist. Im Krankenhaus wurde er nur wieder draufgelegt und mit einem Pflaster fixiert, damit der neue darunter hervor wachsen kann. Diese Prozedur hat Benjamin überhaupt nicht gefallen und beinahe dafür gesorgt, dass mir schwarz vor Augen geworden wäre…

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Aber dennoch waren wir am Wochenende nicht unkreativ – die Bügelperlen wurden herausgeholt. Und schaut mal, was hier alles entstanden ist. Zwei Traumfänger, ein Notausgangsschild mit Leuchtbügelperlen, ein kleiner Zoo und ein riesiges Mosaik, das mich beim Bügeln zur Verzweiflung gebracht hat (falsche Temperatur, ein Viertel abgehobene Bügelperlen, 30 Minuten Reparatur auf dem Bügelbrett…) und jetzt erfolgreich hinter Glas fixiert ist.

Bis demnächst, die Kinder haben noch vier Tage
Kindergarten und starten dann in die Pfingstferien.
Sonja 😉