Hexe Nr. 2

Auch in diesem Jahr hat der Kindergarten vor dem Funkenfeuer auf dem Marktplatz toll gesungen. Anscheinend kam diese Einladung sehr spontan, denn im Kindergarten wurden wir erst am Donnerstag darüber informiert und eine Laterne wurde auch nicht gebastelt. Aber macht ja nichts, die vom letzten Jahr konnte erneut eingesetzt werden.

Als ob der Winter geahnt hat, dass er am Sonntagabend vertrieben werden soll, hat er am Samstag noch einmal alles gegeben. Von halb 9 bis spät in den Abend hat es pausenlos geschneit, gut 20 cm Schnee haben sich angehäuft.
Am Sonntag waren wir nach dem Mittagessen beim Schlittenfahren. Leider waren wir die ersten, die auf diese Idee gekommen sind, denn es waren so gut wie keine Spuren vorhanden. Und als es dann mal gelaufen ist, waren alle so kaputt und verfroren, dass wir wieder heimgegangen sind… Für Benjamin war dieser Ausflug sehr anstrengend, er ist teilweise bis zu den Knien im Schnee versunken 🙂

Daheim ist Frederik im Garten noch auf einen Berg gestiegen.

Der Überhang mit den Eiszapfen auf dem Balkon sieht bedrohlich aus, ist aber bis jetzt noch nicht abgerutscht.

Vielleicht schnappen wir uns nachher noch mal den Schlitten und ziehen los!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der Paradiesvogel, aus dem ein Drache wurde, der wie ein Hai aussieht

In diesem Jahr haben wir uns im Kindergarten dazu entschlossen, das Kostüm vom letzten Jahr wiederzuverwenden. Zumindest die blauen Erwachsenenkostüme konnten so wieder eingesetzt werden, für die Kinder habe ich allerdings neu genäht.
Der wunderschöne Paradiesvogel hat sich in wenigen Stunden in einen Drachen verwandelt: Am Rücken wurden Zacken eingenäht, das Kostüm bekam zudem einen Bauch (oder „Feuer“, aber das wäre mit dem Reißverschluss zu aufwändig gewesen – deshalb haben das nur die Kinder bekommen). Die Kopfbedeckung wurde komplett neu hergestellt. Zacken und Zähne wurden eingenäht, die Augen und Nüstern aufgeklebt. Und damit auch Drachen überhaupt hören können, habe ich vorgestern spontan noch Ohren angebracht. Im Kopf selber ist ein wenig Füllwatte untergebracht.

Gestern hat der Kinderumzug stattgefunden. Das Wetter war leider nicht so schön wie im letzten Jahr, aber wenigstens hat es nicht geregnet. Vom Kirchplatz aus ging es in die Fuggerhalle – in diesem Jahr war die Straßenführung eine andere, deshalb standen weniger Zuschauer am Rand (und wir haben doch tatsächlich einige Süßigkeiten wieder mit nach Hause gebracht).

Vor der Halle haben wir noch ein Gruppenbild gemacht, und wer drinnen einen Platz ergattern konnte, hat mit Sicherheit noch ausgiebig zu Faschingsliedern getanzt. [Als wir durch die Halle gelaufen sind, hat mich nicht nur ein Kind als Hai bezeichnet, deshalb muss ich am Dienstag eventuell noch etwas an der Gesichtsbemalung feilen…]
Wir haben im nahegelegenen Supermarkt einen Kaffee getrunken und Faschingskrapfen gegessen und sind dann gemütlich nach Hause gelaufen 🙂

Ich bin gespannt, ob der Kindergarten im nächsten Jahr wieder am Umzug teilnimmt!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Ein produktiver Januar geht zu Ende…

Unglaublich! Da habe ich mir Anfang Januar eine kleine To-Do-Liste geschrieben und stelle fest, dass davon nur ein Punkt nicht bearbeitet wurde – und einige Dinge neu dazugekommen sind und auch erledigt wurden. Dafür habe ich aber zwei Quilts komplett fertig gestellt, bei denen in diesem Monat nur die Fertigstellung des Tops auf meiner Liste stand. Und gestern war ja auch noch der Kostümnähabend im Kindergarten… Wer an der Geschichte von Blut, Schweiß und Tränen interessiert ist, muss sich allerdings noch ein bisschen gedulden. Ich bin noch nicht fertig, es sind aber auch noch neun Tage bis zum Kinderumzug. Ist also zu schaffen!

Im Garten blüht es schon an einigen Stellen und die Kinder haben einen Holzhaufen für den Salamander gebaut, der heute Nachmittag bei einem „Feuerwehreinsatz“ gelöscht werden musste – also der Holzhaufen. Und der Vogel vom letzten Beitrag ist doch noch was geworden. Die grauen Haare wurden zwischenzeitlich wieder mit einem Rotton überdeckt.

Letzte Woche habe ich im Kindergarten einen Kinderschminkkurs besucht (und wirklich tolle Sachen gelernt: „Lieber übermalen als wegwischen“ und „Glitzer hilft immer!“). Nachdem er anfangs noch skeptisch war, durfte ich Frederik am Wochenende doch tatsächlich in einen (nennen wir es mal) Leopard verwandeln.

In diesem Monat ist mir ein Zitat von Henry Ford unter die Augen gekommen („Whether you believe you can do a thing or not, you are right.“) und ich habe festgestellt, dass darin wirklich mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Wahrscheinlich war ich deswegen so motiviert, endlich den Samplerquilt 2017 abzuschließen. Hier ist das Ergebnis. Gestern Abend habe ich mich kurz auf dem Sofa darin eingewickelt – traumhaft… 😉 Mal schauen, ob es dem Row by Row Quilt ähnlich ergeht.

Zudem bin ich neugierig, was der Februar mit sich bringt. Morgen hat hier jemand Geburtstag, aber leider haben wir noch keinen Termin gefunden, um wenigstens mit der Familie bei Kaffee und Kuchen zusammenzusitzen. Es steht allerdings schon fest, welche Zutaten der Kuchen haben darf: Auf jeden Fall Schokolade und KEINE Haselnüsse.

Bis demnächst
Sonja 😉

2017 – Ein kleiner Jahresrückblick

Das Essen an Weihnachten hat allen sehr gut geschmeckt, sämtliche Reste wurden auch in den darauffolgenden Tagen verspeist – und die Kinder können ab sofort wahrscheinlich kein Blaukraut mehr sehen.

Da die Kinder gerade Ferien haben waren wir am Mittwoch im Aquarium, mit zwei Freundinnen, die ich schon Monate bzw. Jahre nicht mehr gesehen habe, und deren Kindern. Und das tollste waren nicht das Krokodil, die Schlangen oder die niedlichen Erdmännchen im neuen Gehege, sondern die „Arche Noah“ – ein kleines Holzschiff auf dem Kinderspielplatz. Selbst im langsam einsetzenden Regen waren Benjamin und Frederik nur schwer wieder davon loszubekommen.

Ich bin gespannt, was das nächste Jahr an Überraschungen für uns bereit hält, hier kommt erst einmal mein kleiner Jahresrückblick:

Januar: Der Umzug / Umbau ist in einer heißen Phase angekommen. Zwei Zimmer werden tapeziert, die Tapeten sind am Ende leider etwas zu kurz.

Februar: Wir vier laufen beim Kinderumzug als Paradiesvögel mit. Ab jetzt laufen wir mit dem Wagen und dem Laufrad in den Kindergarten.

März: Der Kindergarten singt beim Funkenfeuer und läuft zum Tannenberg. Beim Kinderwagen bricht während der Fahrt ein kleines Vorderrad, Benjamin macht einen Salto, wird aber zum Glück nicht verletzt. Wir bestellen Ersatzteile.

April: In der Woche vor Ostern ziehe ich Kisten und Krimskrams und mein Nähreich alleine um. Das Wasserbett wird ab- und aufgebaut. Und in der Woche nach Ostern folgt der Rest. Es ist geschafft. Dann kommt der Schnee und alle werden krank…

Mai: Mein 40. Geburtstag. Wir feiern mit 7 Kindern und 14 Erwachsenen. Es gibt Spezialitäten vom Grill.

Juni: Frederik lernt alleine aufs Fahrrad aufzusteigen und loszufahren (das Fahren an sich hat ja schon vorher gut geklappt).

Juli: Benjamins zweiter Geburtstag, das Altstadtfest findet auch in diesem Jahr statt. Jubiläum im Kindergarten mit einem tollen Tag der offenen Tür.

August: 3 Wochen Ferien. Wir gehen sehr viel ins Freibad. Familiensommerfest bei uns. Frederik fällt der erste Milchzahn aus.

September: Kindergartenwanderung bei schönstem Sonnenschein im September, passend zum Jahresthema. Am Tag darauf ist die Krippen-Wanderung zum Kennenlernen der neuen Kinder.

Oktober: Kinderfest in der Stadt, ebenfalls bei Sonnenschein. Frederik wird zum „Ritter der blauen Streifen“ geschlagen. Drei Tage später feiert er seinen fünften Geburtstag mit fünf Gästen. Frederik und ich nehmen außerdem an einem Wassergewöhnungskurs teil.

November: Uropa Wendelin feiert seinen 90. Geburtstag.

Dezember: Die Vorweihnachtszeit läuft sehr entspannt ab. Frederik bekommt das Froschabzeichen im Wassergewöhnungskurs. Weihnachten feiern wir wieder bei uns. Dieses Mal nicht so improvisiert wie 2016. Silvester feiern wir voraussichtlich zu fünft, mitsamt Onkel Martin. Unser Kinderwagen braucht schon wieder ein Ersatzteil, dieses Mal sind beide Aufhängungen für die Schieberstange gebrochen.

Insgesamt habe ich 2017 mehr als 170 Sachen genäht (Bestecktaschen, Serviettenhalter und meine verschenkten Taschen am Sommerfest sind hier nur einmal eingerechnet – der Herr der Lichterketten wird sowieso Schnappatmung bekommen, sollte er diese Zahl lesen…): Taschen, Shirts, Kleider, Röcke, Deko, Patchwork, Kissen, mal nützlich, mal lustig, immer lehrreich. 2018 werde ich erst einmal die Quilttops fertig stellen. Und dann den „Geometric Petrol“ von lillestoff vernähen, der hier schon sehr lange im Regal liegt. Vor allem Kinderkleidung machen, ich brauche erst einmal nichts mehr. Und dann langsam eine richtig tolle Hose in Angriff nehmen 😉

Etwas muss ich euch noch zeigen: ein Raglanshirt mit langen Ärmeln, hat das Christkind dem Onkel Martin gebracht. Passend zu Mütze und Kissen vom letzten Jahr 😉

Wir wünschen allen Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten & natürlich allen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2018! Möget ihr – wie im letzten Jahr – weise Vorsätze fassen…

Meine Vorsätze waren:

  • Weniger online bestellen, und vor allem keine Spontaneinkäufe in der Non-Food-Abteilung der Supermärkte. (Das hat gut funktioniert, die Spontaneinkäufe wurden deutlich reduziert und Kleidung habe ich für mich – bis auf Socken – eigentlich gar nicht gekauft)
  • Geschenkte Sachen innerhalb einer Woche testen, anziehen, essen, trinken, benutzen. (Hat fast geklappt. Drei Flaschen Wein, die ich zu meinem Geburtstag bekommen habe sind nicht gleich verbraucht worden. Zwei davon wurden an Weihnachten getrunken und die letzte wird beim Jahreswechsel geöffnet. Öl, Gewürze, Schokolade, Tee & Duschgel dagegen habe ich fristgerecht benutzt ;-))
  • Mehr Stoff verbrauchen und erst mal keinen mehr einkaufen. (Tja. Hat im Prinzip gut funktioniert. Mein Jersey-Stoffregal hat sich deutlich geleert, allerdings ist durch die ganzen Patchwork-Sachen das Baumwoll-Regal nun etwas voller. Aber Patchwork und Quilten gefällt mir so gut und da gibt es noch so viele Sachen zum Ausprobieren, da kommt der Stoff bestimmt im Laufe des Jahres weg…)
  • Mindestens einmal eine Gemüsekiste bestellen und was Leckeres daraus zaubern. Wird ins neue Jahr übernommen und auf zwei Kisten erhöht!

Daran will ich weiter festhalten. Zusätzlich will ich

  • Neue Walkingstrecken finden.
  • Mit Frederik im Sommer jeden Tag ins Freibad gehen, damit er dann im Oktober Lust auf einen richtigen Schwimmkurs hat.
  • Ordnung in unser Papierchaos bringen – und zwar, bevor meine Elternzeit vorbei ist.
  • Die Steuererklärung im Februar abgeben.
  • Mehr Barfuß laufen.
  • Die Kinder weiterhin jeden Tag mit Kinderwagen/Laufrad und Fahrrad in den Kindergarten bringen.

Lasst auch in diesem Jahr ein paar wenige Raketen steigen und die Korken knallen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der Baum steht

Letzten Freitag gekauft, heute Morgen aufgestellt und auch schon geschmückt. Das ist natürlich nicht komplett ohne Gezeter verlaufen (der Herr der Lichterketten war überrascht, dass eine batteriebetriebe 10 Meter-LED-Lichterkette in warm weiß nur etwa drei Mal um den Baum reicht, die anschließende Ergänzung einer bunten Lichterkette hat zwar den Kindern gefallen, aber mir nicht und letztendlich ist es dann doch eine 30 Meter Lichterkette mit schwarzem Kabel und Steckdosenanschluss geworden). Minikugeln und Sterne aus Nähpappe verleihen unserem Prachtstück einen goldenen Glanz, die untere Reihe wird auch gerne mal komplett ausgehangen und in der Wohnung herumgetragen. Aber im Moment sind alle Kugeln noch ganz – was eigentlich verwunderlich ist, denn hier wohnt ja „Bemabim der Zerstörer“. Und die selbstgemachten Paillettenkugeln haben wir im Laufe des Tages mit Perlonfaden eingewickelt und ebenfalls an den Baum gehängt.

Die weihnachtliche Tischdekoration (aus dem November) habe ich auch in den letzten Wochen fertig gestellt. Zu dem Herringbone-Tischläufer und den Bestecktaschen haben sich spontan noch Serviettenringe gesellt. Farblich & stofflich aufeinander abgestimmt.

Das Binding beim Tischläufer habe ich wieder mit der Hand angenäht. Der sichtbare Randstreifen ist auf Vorder- und Rückseite unterschiedlich breit, das war aber beabsichtigt, ich wollte testen, wie sich das Binding annähen lässt, wenn nicht ganz so passend kalkuliert wird. Und mit der Hand ist das kein Problem.

Weil ja immer noch der 6Köpfe-12Blöcke-Quilt auf meiner To-Sew-Liste steht, habe ich dafür Freihandquilten geübt. Von meiner Strandläufertasche war noch ein Rest übrig, daraus ist dann ein kleiner Untersetzer geworden. Kombiniert mit chinesischer Baumwollbettwäsche. Dient seit heute der Krippe als Waldboden.

Das Quilten hat Spaß gemacht, aber eine Entscheidung für den großen Quilt ist noch nicht gefallen. Ich habe mir in den letzten Wochen diverse Stiche meiner Nähmaschine angeschaut und ausprobiert, Freihandquilten betrieben, ein Kissen aus einem abgelegten Block erstellt und mit Wellenstich gequiltet… Was es beim großen Quilt letztendlich wird, entscheidet sich wahrscheinlich, wenn die Vorderseite zusammengenäht ist 😉

Am dritten Adventssonntag war ich mit Frederik zwei Stunden im Wald auf einem „Krippenspaziergang“ mit Punsch und Stollen – organisiert von der Kinderkirche. Bei jeder Krippe wurde gehalten, ein Licht angezündet und eine Geschichte vorgelesen. So sahen einige der wunderschönen Krippen aus.

Am Ende war es schon ganz schön dunkel und kalt im verschneiten Wald und unsere Hosen und Schuhe waren mit Matsch überzogen. Da machen wir nächstes Jahr wieder mit!

In den nächsten Tagen wird hier viel gekocht, gelesen und hoffentlich auch gespielt, deshalb wünsche ich schon mal allen Mitlesenden frohe Weihnachten und besinnliche, friedliche, entspannte Feiertage!

Bis demnächst,
Sonja 😉