Besuch auf dem Bauernhof

Endlich hat man wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Obwohl – jetzt geht der Spaß ja erst richtig los, ich weiß nur noch nicht, wem ich denn ab jetzt die Daumen drücke 😉 …

Das große Thema im Kindergarten ist ja immer noch „Gesund und fit durchs Kindergartenjahr“, deshalb stand heute Morgen für Frederik und mich ein Besuch auf einem nahegelegenen Bauernhof auf dem Programm. Wir durften uns 50 Milchkühe ansehen, streicheln, füttern und auch melken. Bei Frederiks Melkversuch kam auch tatsächlich Milch heraus und die Bäuerin sagte ganz erstaunt „Der kann’s ja!“.
Nach dem anstrengenden und informativen Programm im Kuhstall durften die Kinder noch Butter herstellen – bzw. eher die Erwachsenen, denn das Geschüttel der kleinen Glasfläschchen war ganz schön anstrengend, so dass die Kinder erst wieder dazugekommen sind, als die Butter-Schnittlauch-Brote schon angerichtet waren. Lecker! Kurz vor Schluss hat die Bäuerin noch alle Kinder mit in den Hühnerstall genommen, frisch gelegte Eier eingesammelt und erzählt, was passiert, wenn der Fuchs kommt. Die Kinder waren sehr interessiert und haben eine Menge Fragen gestellt. Dieser Ausflug war wunderschön!


So langsam lichtet sich hier auch mein Work-In-Progress-Haufen, ich habe in dieser Woche tatsächlich zwei Sachen fertig gestellt. Der Dresdner Teller ist im letzten Jahr als Variante für den Samplerquilt entstanden, und hat jetzt endlich seine Bestimmung gefunden, natürlich als farbenfrohes Tischdeckchen. Gequiltet habe ich mit den Quiltstichen der Maschine.

Bei den Bright Hopes, die ja ganz spontan im Februar entstanden sind, weil dieser Block so wunderbar schön zu nähen ist, war ich dagegen mutiger. Nachdem ich zwei Quiltbücher (und viele Videos) von Angela Walters verschlungen habe – und natürlich an Probeblöcken geübt – wollte ich mal ausprobieren, wie sich das auf einem richtigen Quilt macht. Mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden. An der Maschine war ich zwar ganz schön verkrampft und das Atmen vergisst man auch hin und wieder, aber nach einer Weile geht es wie von selbst.

Ich habe mir dabei vorgenommen wenigstens die Kontrastdreiecke beim Triangle Quilt aufwändiger zu quilten. Mal sehen, wann es da weiter geht. Schon morgen wird der nächste 4″ Block bei den 6 Köpfen vorgestellt und am Dienstag wird erst einmal Geburtstag gefeiert. Benjamins Zahlenshirt ist schon fertig. Und eine Hose gibt es auch noch dazu. Hoffentlich zieht er es auch an, sowohl Zahl als auch Rückseite bestehen nämlich aus einem Stoff, aus dem Frederik ein Kissen hat. Das könnte ein Problem geben…

Jetzt müssen wir aber erst einmal einen tollen Kuchen für die Kinderkrippe finden!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

 

WM mit Anlaufschwierigkeiten

Ja, die sind nicht nur in der Mannschaft vorhanden, sondern auch hier zu Hause. Die Spiele kommen zu den unmöglichsten Zeiten (Abholung der Kinder von der KITA, Abendessenvorbereitung mit Grillsession, Ins-Bett-Bring-Zeit von Benjamin) und ich bekomme immer nur die Zusammenfassungen mit – oder eben das, was man am Tablet über den Live-Ticker der Sender sehen kann – sofern die Übertragung nicht schon nach 30 Sekunden wieder aufhört.

Letzten Sonntag wollte ich meinen Kindern jedenfalls Fußball näher bringen, und wir haben zusammen das Spiel angesehen. Wir waren gut vorbereitet, Fahnen wurden aufgehängt, Shirts angezogen, Spießchen mit unterschiedlichen Länderfahnen dekoriert. Die Spießchen waren schon innerhalb von 20 Minuten verputzt, nach dem Tor habe ich einige unflätige Ausdrücke benutzt und wurde von Frederik zurechtgewiesen und die zweite Halbzeit habe ich dann auf dem Balkon verbracht und hin und wieder in den Fernseher geguckt.

Das Beste kam am nächsten Tag: Da erzählte Frederik auf dem Heimweg, dass fast seine ganze Gruppe das Spiel gesehen hat und wie die anderen den Tag erlebt haben. Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie es morgen so läuft…

In Krippe und Kindergarten ist auch sehr viel los: die letzten Buffets werden arrangiert, der Abschied der Vorschulkinder geplant, Abschiedsgeschenke organisiert, in zwei Wochen findet ein großes Fest mit Olympiade und Salatbuffet im Kindergarten statt. Bis Ende Juli sind noch ein Haufen Geburtstage zu bewältigen, der Besuch eines Bauernhofes mit Milchkühen, das Familienfest, ein Ausflug auf eine Hütte – und natürlich die WM 😉

Letztes Wochenende war Vater-Sohn-Tag, da ging es mit den Vätern in den Wald um kreativ tätig zu werden. Bei schönstem Sonnenschein wurden tolle Sachen gebaut:

Heute war Krippengrillfest mit Streichelzoo und Piratenschiffspielplatz. Sehr schön und entspannter als im letzten Jahr…

Vor Beginn der WM habe ich noch zwei kleinere Projekte abgeschlossen und vier weitere kleine Quilts schon fürs Quilten vorbereitet.

Die New York Beauty Blöcke aus dem Februar habe ich nur ein wenig im hellgelben Stoff gequiltet und bin den Hauptbögen nachgegangen. Alles mit dem normalen Nähfuß, teilweise mit dem Handquiltstich, der etwas dominanter ausfällt. Die Rückseite und das Binding konnte ich leider nicht aus Batikstoffen machen, es ist ein Uni-Natur-Baumwollstoff geworden. Ein wunderschönes Ergebnis!

Und aus einem Teil „Abfall“ der No Point Stars ist dieses runde Teil entstanden:

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Sollte der eckige „Abfallquilt“ nicht fertig werden (der letzte Border ist immerhin schon angenäht), kann auch dieser als Weihnachtsbaumuntersetzer genommen werden.

Und falls sich jemand wundert: spätestes im August sollte man mit seinen Weihnachtsprojekten beginnen, um alles noch im November fertig zu bekommen 😉

In den nächsten Wochen müssen wir aber erst einmal gegen die Zecken kämpfen. Frederik wurde mehrfach gebissen und bekommt im Moment Amoxicillin verabreicht, weil ein roter Streifen im Gesicht sehr nach der berüchtigten Wanderröte aussieht. Mistviecher!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

 

Klettergerüst und Katzendressur in den Pfingstferien

Das Klettergerüst ist in den Ferien fast ganz fertig geworden 😉 . Man kann jedenfalls wunderbar klettern, rutschen, einen Piratenschatz verstecken, Feuerwehr spielen.
Ergänzen könnte man
– eine Stange zum Dranhängen und Hangeln für Benjamin,
– eine höhere Stange zum Dranhängen und Hangeln für Frederik,
– eine Feuerwehrrutschstange für Beide, wenn der Einsatz schnell gehen muss,
– eine Schaukel, die auch mich aushält,
– ein Netz zum Hochklettern…

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Die Stange für Benjamin ist schon in Arbeit, mal sehen, ob die anderen Wünsche auch irgendwann realisiert werden. Der Sand- bzw. Kieskasten, der sich jetzt unter dem Klettergerüst befindet, wird jedenfalls sehr gut bespielt.

Anfang Juni durften wir bei der Verwandtschaft frisch geschlüpfte Küken bestaunen und streicheln. Die Jungs trieben sich mit Vorliebe im Hühnerstall rum und haben eine Menge Federn gesammelt. Mit Kandinsky dem Kater wurde auch gespielt. Er jagte mit Freude einem roten Holzball hinterher. Und zu guter Letzt durften die Kinder noch auf Stelzen durch den Garten spazieren.

In vier Wochen findet das alljährliche Sommerfest der Familie statt. Wir bringen einen Kuchen und ein Dessert mit. Vor zwei Wochen habe ich zum ersten Mal diesen ApfelStreuselkuchen gebacken. Er schmeckt lecker und die Zutaten hat man eigentlich immer daheim, den machen wir auf jeden Fall. Die Butter darf nur beim nächsten Mal nicht so weich sein, vielleicht streuselt es dann besser. Somit fehlt noch ein Dessert, aber da wird mir schon noch was einfallen.

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Und ein Kräuter-Zupfbrot aus der stern-App stand auch auf meiner Ausprobier-Liste. Mit Parmesan. Schmeckt würzig und passt hervorragend zu Grillgut und Salat.

Die erste runde Zucchini lag auch schon auf dem Grill, der Geschmack ist hervorragend – kein Vergleich zur Supermarktware. Und Minigurken kann man auch oft ernten.

Ansonsten arbeite ich gerade am Top des Triangle Quilts. Diese stundenfüllende Tätigkeit lässt fast keine Zeit für andere Sachen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Zoobesuch in Augsburg

Heute haben wir den Vormittag im Augsburger Zoo verbracht. Trotz einiger Umwege wegen unplausibler Verkehrsführung haben wir kurz vor neun einen Parkplatz gefunden und konnten an der Kasse glücklicherweise einen Bollerwagen ausleihen. Der war weniger für die Kinder gedacht, als vielmehr für Rucksack mit Wasser und Proviant, Wickeltasche mit Wechselkleidung und Proviant und Regenkleidung (die nicht benötigt wurde). Benjamin hat sich auf den letzten Metern dann aber freiwillig reingesetzt. Und Frederik wäre ihm gerne gefolgt, wenn noch Platz gewesen wäre.

Wir haben drei Stunden Tiere gesucht, gefunden und beobachtet, ein Schiff auf einem Spielplatz bestiegen, fast das komplette Proviant gegessen und das sonnige Wetter in der Anlage genossen.

Das Nashorn trabte in schnellem Galopp über das Außengehege, die Seehunde zeigten eindrucksvoll, dass sie besser schwimmen können als Frederik, der Löwe machte sich lautstark bemerkbar. Die Baumsteigerfrösche und vor allem das gesamte Reptilienhaus fanden großen Anklang bei den Jungs, das neue Elefantengehege wird gerade gebaut und das Giraffenhaus war leider geschlossen, da die Giraffen erst vor kurzem angekommen sind und sich noch eingewöhnen müssen. Am Mittag war der Zoo jedoch sehr voll und wir fix und fertig, deshalb haben wir den Heimweg angetreten und im Garten wurde weitergebaut am Klettergerüst. Langsam nimmt es Formen an, so sieht es jetzt schon nicht mehr aus, die Rutsche wurde schon angebracht und morgen wird das Dach festgeschraubt. Und eine Leiter.

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Irgendwo muss noch eine Querstange zum Dranhängen für Benjamin hin. Heute musste dafür nämlich der Ginko herhalten – ich weiß nicht, ob er das noch lange aushält.

Der Tag war am Ende leider ziemlich feucht, weil die Jungs beim Gesicht abwischen eine kleine Wasserschlacht im Bad veranstaltet haben, die dann sogar den Flur etwas in Mitleidenschaft gezogen hat. Ergebnis war ein nasser Hundi, der heute Abend nicht mit ins Bett genommen werden kann und die Nacht auf der Heizstange im Bad verbringen muss, ein nasser Frederik, ein sehr nasser Benjamin und Papa und Mama, die die Sauerei aufputzen durften – und alles andere als erfreut waren.


Unser Gemüse wächst und gedeiht, die ersten großen Erdbeeren erwarte ich diese Woche. Gurken haben wir schon fünf geerntet, sie sind wirklich lecker. Runde Zucchini sind auch schon zu erkennen und die Tomaten blühen. Einzig die Bohnen können in diesem Jahr nicht so richtig wachsen, den Schnecken schmecken die kleinen Pflänzchen wohl besonders gut.


Und was sonst noch alles im Mai etwas weiter vorangeschritten ist, seht ihr hier:

Näheres zu den Criss Cross Blöcken gibt es hier. Ich bin sogar dazu gekommen, weitere Dreiecke für den Triangle Quilt auszuschneiden – und habe endlich das Vlies und den Hintergrundstoff besorgt. Mehr zu den anderen Deckchen und Decken gibt es in den nächsten Wochen, wenn ich auch mal ein Projekt richtig abschließen kann…

Bis demnächst,
Sonja 😉

JetSet-Tasche

Der Wellnesstag 2018 kann kommen! Alles, was für unseren Mädels-Thermentag notwendig ist, kann in diese wundervolle, bei Bedarf riesige JetSet-Tasche eingepackt werden und wird garantiert nicht nass, da der Boden aus meinem allerletzten beschichteten schwarzen Staaars genäht wurde.

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Ich habe bestimmt 20 Stunden an dieser Tasche gesessen. Man benötigt ziemlich viel Stoff und ich war alleine einen ganzen Vormittag mit dem Ausschneiden der Schnittmusterteile beschäftigt. Der Außenstoff ist ein schöner stabiler Jacquard von „Alles für Selbermacher“, der sich hervorragend für Taschen eignet (und nicht für Kleidung, wie beim Einkauf vorgesehen…). Der schwarze Staaars hat für den hochgezogenen Boden und die Taschenklappen gerade noch so gereicht. Der gelbe Futterstoff wurde mit Volumenvlies H630 verstärkt, und war früher wahrscheinlich ein Bettlaken. Das Gurtband musste ich selbst herstellen. Leider hat keine vorhandene Farbe richtig gut gepasst, so dass es dann also schwarz geworden ist. Es war gerade noch so viel Saumvlies da, um insgesamt 4,30 Meter Gurtband herzustellen.

Ich habe bei diesem Sew Along versucht, immer die schwierigste Variante zu nähen. Das ist mir bei der letzten Tasche gut gelungen: Die Außenseiten haben je eine Plustertasche und eine Aufsatztasche, die zwischen den Gurten liegt. Beide Taschen können mit einer Taschenklappe mit Steckschloss verschlossen werden. Die Steckschlösser habe ich jeweils vor dem Zusammennähen angebracht und auf der Rückseite zusätzlich mit Stylefix-Filz verstärkt. In der Tasche befinden sich eine Reißverschlusstasche und eine Aufsatztasche mit Druckknopf.

Beim verstärkten Boden habe ich je zwei Lagen Thermolan, Vlieseline H250 und Decovil Light aufeinander genäht und anschließend die beschichtete Baumwolle mit den Bodennägeln angebracht. Greift sich stabil und hört sich toll an beim Hinstellen 😉

Besonders pfiffig ist die Idee, bei erhöhtem Platzbedarf die seitlichen Karabiner zu lösen und ein Gurtband an die beiden D-Ringe zu hängen, um die voluminösere Tasche auch über der Schulter tragen zu können.

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Mit dieser Tasche kann man wirklich einen Kurztrip machen… Und wenn alle Stricke reißen wird eben noch die Reisetasche XXL vollgepackt!

Kaum zu glauben, dass ich es auch dieses Mal geschafft habe, alle Taschen zu nähen. Der Anfang war wirklich zäh, dann kam die Herzmuschel und ab da lief es hervorragend. Wahrscheinlich hat auch das Wetter einen nicht unbedeutenden Einfluss auf meine Taschennäherei gehabt 😉

Ich habe es tatsächlich geschafft, nichts zum Taschennähen einzukaufen. In den letzten beiden Jahren habe ich hier offenbar so viele alte Taschen ausgeschlachtet, dass genügend Karabiner und D-Ringe vorhanden waren. Vom Stoff ganz zu schweigen – natürlich hat man davon zu viel im Haus, wenn man eine Nähmaschine besitzt und diese regelmäßig benutzt. Meine in die Jahre gekommene Reißverschlusssammlung konnte ich auch gut reduzieren und von den gekauften Gurtbändern sind jetzt noch Reste vorhanden. Alles in allem war es also eine wunderbare Abbauaktion!

Das habe ich in diesen zehn Wochen verwendet:
– Endlosreißverschluss: 4,50 m
– Reißverschluss 25 cm: 6 Stück
– Karabiner: 6 Stück (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– D-Ringe: 8 Stück
– Doppelstegschieber: 2 Stück
– Gurtversteller: 4 Stück
– Webband: zu wenig, wenn ich meinen Schrank ansehe…
– Labels und Aufnäher: 4 Stück
– Druckknöpfe: 9 Stück
– Steckschlösser: 2 Stück
– Magnetverschlüsse: 3 Stück
– Gurtband: ca. 11,50 m (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– Bodennägel: 6 Stück
– Klettband: 10 cm
– viel Stoff…

Zwei Taschen (Ruckzuck-Tasche und CarryBag) konnte ich erfolgreich verschenken. Aus meiner Alltagsheldin ist eine Lieblingstasche geworden. Die Hüfttasche wird sehr oft benutzt. Rollup (Kabelgedöns) und Popup (getrimmte HSTs) haben eine Funktion erhalten. Den Edelshopper probiere ich eventuell noch in der Badetaschenvariante. Herzmuschel und Männertasche könnten noch an ein neues Zuhause abgegeben werden…
Sollte es bei Emma in ferner Zukunft auch einen TS5SA geben, bin ich vielleicht wieder mit dabei. Jetzt werde ich aber so schnell keine Tasche mehr nähen…

Bis demnächst,
Sonja 😉