Reparieren von 12 bis 12

Schon vor dem eventuellen Motorschaden musste ich an Frederiks Jogginghose den dritten Fußball applizieren. Auf das zweite Hosenbein. Die Methode mit dem dehnbaren Vlies hat sich bewährt und geht mittlerweile ruckzuck.

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Dann gab es leider den Maschinenwechsel und ich habe noch unzählige Jeans gestopft. Das funktioniert mit der alten Maschine übrigens hervorragend.

Und heute durfte ich bei einer im letzten Jahr verschenkten Tasche den Reißverschluss reparieren. Das ging auch einfacher als gedacht. Bei dieser Tasche wird nämlich nur eine Seite der Raupe eingebaut und dann der Schieber aufgefädelt. Dieser war letztendlich kaputt, er konnte die Zähnchen nicht mehr schließen. Also das kurze Reißverschluss-Endstück aufgetrennt, Schieber getauscht, neues Endstück hergestellt (eigentlich zwei, das erste Endstück war zu klein) und wieder angenäht. Innerhalb von 35 Minuten war die Tasche wie neu 😉
Das Webband am Schieber habe ich auch gleich erneuert.

Es freut mich sehr, dass die Ruckzuck-Tasche noch immer im Einsatz ist. Und falls noch einmal was kaputt geht: Einfach vorbeibringen Anke, ich versuche auf jeden Fall, die Tasche zu retten.

Bis demnächst,
Sonja 😉

JetSet-Tasche

Der Wellnesstag 2018 kann kommen! Alles, was für unseren Mädels-Thermentag notwendig ist, kann in diese wundervolle, bei Bedarf riesige JetSet-Tasche eingepackt werden und wird garantiert nicht nass, da der Boden aus meinem allerletzten beschichteten schwarzen Staaars genäht wurde.

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Ich habe bestimmt 20 Stunden an dieser Tasche gesessen. Man benötigt ziemlich viel Stoff und ich war alleine einen ganzen Vormittag mit dem Ausschneiden der Schnittmusterteile beschäftigt. Der Außenstoff ist ein schöner stabiler Jacquard von „Alles für Selbermacher“, der sich hervorragend für Taschen eignet (und nicht für Kleidung, wie beim Einkauf vorgesehen…). Der schwarze Staaars hat für den hochgezogenen Boden und die Taschenklappen gerade noch so gereicht. Der gelbe Futterstoff wurde mit Volumenvlies H630 verstärkt, und war früher wahrscheinlich ein Bettlaken. Das Gurtband musste ich selbst herstellen. Leider hat keine vorhandene Farbe richtig gut gepasst, so dass es dann also schwarz geworden ist. Es war gerade noch so viel Saumvlies da, um insgesamt 4,30 Meter Gurtband herzustellen. Leider hat keine vorhandene Farbe richtig gut gepasst, so dass es dann also schwarz geworden ist. Es war gerade noch so viel Saumvlies da, um insgesamt 4,30 Meter Gurtband herzustellen.

Ich habe bei diesem Sew Along versucht, immer die schwierigste Variante zu nähen. Das ist mir bei der letzten Tasche gut gelungen: Die Außenseiten haben je eine Plustertasche und eine Aufsatztasche, die zwischen den Gurten liegt. Beide Taschen können mit einer Taschenklappe mit Steckschloss verschlossen werden. Die Steckschlösser habe ich jeweils vor dem Zusammennähen angebracht und auf der Rückseite zusätzlich mit Stylefix-Filz verstärkt. In der Tasche befinden sich eine Reißverschlusstasche und eine Aufsatztasche mit Druckknopf.

Beim verstärkten Boden habe ich je zwei Lagen Thermolan, Vlieseline H250 und Decovil Light aufeinander genäht und anschließend die beschichtete Baumwolle mit den Bodennägeln angebracht. Greift sich stabil und hört sich toll an beim Hinstellen 😉

Besonders pfiffig ist die Idee, bei erhöhtem Platzbedarf die seitlichen Karabiner zu lösen und ein Gurtband an die beiden D-Ringe zu hängen, um die voluminösere Tasche auch über der Schulter tragen zu können.

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Mit dieser Tasche kann man wirklich einen Kurztrip machen… Und wenn alle Stricke reißen wird eben noch die Reisetasche XXL vollgepackt!

Kaum zu glauben, dass ich es auch dieses Mal geschafft habe, alle Taschen zu nähen. Der Anfang war wirklich zäh, dann kam die Herzmuschel und ab da lief es hervorragend. Wahrscheinlich hat auch das Wetter einen nicht unbedeutenden Einfluss auf meine Taschennäherei gehabt 😉

Ich habe es tatsächlich geschafft, nichts zum Taschennähen einzukaufen. In den letzten beiden Jahren habe ich hier offenbar so viele alte Taschen ausgeschlachtet, dass genügend Karabiner und D-Ringe vorhanden waren. Vom Stoff ganz zu schweigen – natürlich hat man davon zu viel im Haus, wenn man eine Nähmaschine besitzt und diese regelmäßig benutzt. Meine in die Jahre gekommene Reißverschlusssammlung konnte ich auch gut reduzieren und von den gekauften Gurtbändern sind jetzt noch Reste vorhanden. Alles in allem war es also eine wunderbare Abbauaktion!

Das habe ich in diesen zehn Wochen verwendet:
– Endlosreißverschluss: 4,50 m
– Reißverschluss 25 cm: 6 Stück
– Karabiner: 6 Stück (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– D-Ringe: 8 Stück
– Doppelstegschieber: 2 Stück
– Gurtversteller: 4 Stück
– Webband: zu wenig, wenn ich meinen Schrank ansehe…
– Labels und Aufnäher: 4 Stück
– Druckknöpfe: 9 Stück
– Steckschlösser: 2 Stück
– Magnetverschlüsse: 3 Stück
– Gurtband: ca. 11,50 m (mein Universalgurtband kam hier auch zum Einsatz)
– Bodennägel: 6 Stück
– Klettband: 10 cm
– viel Stoff…

Zwei Taschen (Ruckzuck-Tasche und CarryBag) konnte ich erfolgreich verschenken. Aus meiner Alltagsheldin ist eine Lieblingstasche geworden. Die Hüfttasche wird sehr oft benutzt. Rollup (Kabelgedöns) und Popup (getrimmte HSTs) haben eine Funktion erhalten. Den Edelshopper probiere ich eventuell noch in der Badetaschenvariante. Herzmuschel und Männertasche könnten noch an ein neues Zuhause abgegeben werden…
Sollte es bei Emma in ferner Zukunft auch einen TS5SA geben, bin ich vielleicht wieder mit dabei. Jetzt werde ich aber so schnell keine Tasche mehr nähen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Edelshopper

Da ich keine leidenschaftliche Shopperin bin, wollte ich mir die Tasche erst einmal anschauen und ihre Vorzüge kennenlernen. Deshalb habe ich für meinen Edelshopper – der noch bis Mittwoch bei Emma verlinkt werden kann – sowohl Innen als auch Außen blickdichte Vorhänge verwendet, der Außenstoff wurde zudem noch mit Volumenvlies H630 verstärkt.
Man braucht ja wirklich eine Menge Stoff, um die Tasche zu nähen, da kamen diese beiden Vorhangstoffe gerade recht. Gefunden habe ich sie im Keller beim Aufräumen des Kinderwagen-Fellsacks, sie werden hier in der neuen Wohnung ja nicht mehr benötigt, da alle Rollläden funktionieren und die Schlafzimmertüren keinen Glaseinsatz haben.

Und da der korallenfarbige Stoff so schöne große Ösen hatte, wollte ich diese auch auf der Vorderseite einsetzen (so ähnlich gesehen bei Sew Sweetness, Soda Pop Bag). Durch die Ösen kann man auf unterschiedliche blaue Stoffe blicken, ansonsten haben die drei Gucklöcher keine weitere Funktion. Die Innentasche wurde auch aus diesen drei Stoffen zusammengenäht. Hier sind alle Teile vor dem Zusammennähen der Tasche, Webbänder decken unschöne Nähte ab, zwischen den „Ösenfenstern“ und um die Nahtzugabe der Innentasche schön glatt zu bekommen, habe ich hier mit einem Quiltstich die Naht abgesteppt.

Beim Boden habe ich mit Lamifix experimentiert. Das habe ich gekauft bevor ich beschichtete Baumwolle kennen und lieben gelernt habe. Muss ja auch mal probiert werden. Bodennägel habe ich nicht eingesetzt, der vorhandene Bestand wurde für die letzte Tasche reserviert.

Leider kann diese Tasche aufgrund des Bodens nicht gewaschen werden, bis jetzt haben die Vorhänge aber noch keinen richtigen Schmutz abbekommen. Sie ist auch sehr stabil und steht von alleine obwohl sie recht schwer ist. Eine Reißverschlusstasche wurde natürlich auch angebracht. Und es hat wirklich eine Menge darin Platz, sobald die Druckknöpfe geöffnet werden um die Tasche zu vergrößern.

Eine Freundin sucht eine Badetasche für sich und ihre Mädels. Eventuell eignet sich der Edelshopper ja dafür. Innen dann natürlich mit beschichteter Baumwolle…

Im Moment halten wir uns eher draußen auf, in dieser Woche wurde ganz viel im Garten gewerkelt, aufgeräumt, in der Sonne gedöst… mehr dazu gibt es bald!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Alltagsheldin

Mein bisheriger Favorit beim TS4SA bei Emma ist die Alltagsheldin. Schon beim Ausschneiden des Schnittmusters habe ich mir überlegt, diese Tasche aus denselben Stoffen zu machen, wie die allererste Tasche, die ich genäht habe: den Fünf-Fach-Organizer. Ich habe inzwischen etwas mehr von den beiden Baumwollstoffen und noch einen Rest der schwarzen beschichteten Staaars-Baumwolle. Die Kombination war wie geschaffen für dieses wirklich zeitintensive Projekt. Wie bei der Herzmuschel ist hier die Vorbereitung immens wichtig: Sind erst einmal alle Seitenteile präpariert und der Reißverschluss zwischen Außen- und Innenstoff genäht, beginnt der einfache Teil, an dessen Ende man ein komisches Etwas wendet und schließlich eine wunderschöne Tasche in den Händen hält. Aber bis es soweit ist vergehen Stunden…

Verstärkt habe ich dieses Mal alle Außenteile mit Volumenvlies H630, wieder knappkantig angenäht. Auf den Außenteilen habe ich außerdem eine Reißverschlusstasche und die mit einem Magnet verschließbare Plustertasche angebracht. Die Magnetverschluss-Rückseite ist unsichtbar zwischen Außenstoff und Futter versteckt, zur Sicherheit habe ich die Stoffe mit Stylefix Filz verstärkt. Innen gibt es eine unterteilte aufgesetzte Tasche, die größere Seite ist mit einem Druckknopf zu schließen.

Auf der Plustertasche habe ich ein schönes Lederlabel vom Alles-für-Selbermacher-Adventskalender angebracht. Die Unterseite der Klappe wurde mit denselben Webbändern wie der Fünf-Fach-Organizer verziert. Die Wendeöffnung habe ich bei der Alltagsheldin mit dem Matratzenstich geschlossen.

Meine Alltagsheldin passt wunderbar zu meinem Geldbeutel „Frauenkram“ von shesmile, dem Fünf-Fach-Organizer vom Farbenmix Adventskalender 2016 und dem Geldbeutel von der TS3 und außerdem zu zwei Taschentüchertaschen, die auch aus denselben Stoffen entstanden sind (nur eine war vorübergehend nicht auffindbar):

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Die Alltagsheldin wird jetzt erst einmal bei Emma verlinkt, dann wage ich mich eventuell noch mal an die Dreiecke vom Triangles Quilt-Along. Oder fange endlich mit der Steuererklärung an. Noch besser: Oma Hedi hat aus dem Urlaub 1,30 Meter Jersey mit gelben Baustellenfahrzeugen mitgebracht, der zu Schlafanzügen verarbeitet werden soll, wahrscheinlich wird das mein nächstes Projekt 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Hüfttasche

Diese Tasche sah aus, als ob ich sie gebrauchen könnte – für meine zahlreichen Walkingstunden, die in diesem Jahr noch auf dem Plan stehen, oder Kinderarztbesuche, bei denen man ja schon eine Wickeltasche mitnehmen muss und deshalb am besten Geldbeutel und Karte der Gesundheitskasse woanders griffbereit verstaut.

Deshalb habe ich diese wirklich nützliche Hüfttasche auch aus einem beschichteten blauen Staaars gefertigt. Ein Lieblingsstoff. Alle Taschen, die daraus hervorgegangen sind (die Zylindertasche beim TS3SA und der 80%-Bube aus dem letzten Jahr), werden fleißig genutzt.

Innen habe ich einen lichtgrauen Baumwollstoff verwendet, der war noch übrig vom Samplerquilt. Die Elefantenherde auf der Vorderseite, an der sich auch die Reißverschlusstasche befindet, musste nach der Verzierungslosigkeit der Männertasche unbedingt sein. Hinten befinden sich zwei D-Ringe für die Variante zum Umhängen und der Tunnel für den Hüftgurt. Nachdem an meinem Universal-Gurtband zwei Karabinerhaken verwendet wurden, kann man es auch für den Tunnel benutzen.

Die ersten vier Taschen gingen etwas zäh zum Nähen, ich habe keine Ahnung warum. Aber beim Nähen der Herzmuschel ist offenbar der Knoten geplatzt. Das Schnittmuster der Hüfttasche war auch wieder ganz nach meinem Geschmack – geradlinig und wenige Teile. Auch wenn ich das Innenteil erst einmal falsch zugeschnitten habe (ein bisschen Überlegen hätte hier Wunder gewirkt und ich hätte gleich gesehen, dass beide Innentaschenteile im Bruch geschnitten werden müssen) und dann noch das Innenfutter beim Annähen des Reißverschlusses schräg mitgefasst habe – die Tasche ist sehr schnell genäht und macht einfach Spaß.

Die Hüfttasche kann noch bis Mittwoch bei Emma verlinkt werden – also nicht zögern, einfach anfangen!

An diesem Wochenende war das Wetter ja so traumhaft, dass ich nicht zum Nähen gekommen bin. Wir haben uns eigentlich nur draußen aufgehalten, gegrillt, den Sandkasten zum Trocknen geöffnet, Fußball gespielt, die ersten Molche im Teich entdeckt, das erste Eis des Jahres gegessen (Quinoa-Honig und Lemon-Cookie). Wir genießen die wärmeren Temperaturen!

Bis demnächst,
Sonja 😉