Die Barfuß-Tage sind gezählt

Heute war nach allen Prognosen der letzte warme Tag dieses „Sommers“. Wir haben uns noch einmal in kurze Klamotten geworfen und eine Fahrt auf die Felder unternommen. Nur der Mais steht noch, alles andere wurde schon abgeerntet. Und ein paar Barfußrunden im Garten waren auch noch drin 😉

In der letzten Woche waren die Kinder drei Tage mit Oma und Opa und dem Wohnmobil auf dem Schwarzfelder Hof in Leipheim. Dort haben sie Wanderungen zur Straußenfarm unternommen, Tiere gefüttert und unzählige Karten für die Daheimgebliebenen geschrieben.

Hier wurde die freie Zeit natürlich gut genutzt: für zwei Besuche im Fitness-Studio, eine Walkingrunde nach Hegelhofen, das Quilten des Skillbuilders und diverser kleiner Projekte. Aber vor allem wurde die herrliche Ruhe genossen…
Und Inventur gemacht. Na ja, das Stoffregal wieder einmal richtig aufgeräumt und alles was beschriftet werden kann, mit einem Label versehen. Sieht gleich viel ordentlicher aus.

Benjamins letzte Kindergartenwoche ist angebrochen, da müssen wir in der rechten Gruppe auch noch ein paar Mugrugs verteilen.

Morgen seht ihr, wie es mit der UFO-Beseitigung vorangegangen ist!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Tiergarten Ulm

Da waren wir schon lange nicht mehr, deshalb stand ein Besuch im Aquarium bei den Jungs ziemlich weit vorne auf der Ausflugsliste. Gestern haben wir uns spontan einen Platz gebucht und durften um 13:30 Uhr einchecken. Wir haben erstaunlicherweise sehr viel gesehen, die Kinder halten es nun doch länger als drei Sekunden vor einem Fenster aus und suchen interessiert nach einem Tier, falls sie gar keines entdecken 🙂 Bei unseren ersten Besuchen war das Motto eher „So schnell wie möglich durchrennen, draußen gibt es einen Spielplatz!“

Dabei habe ich einen Fisch entdeckt, der mir sehr gut gefallen hat: Der Pyjama-Kardinalbarsch, er sieht aus wie ein Patchworkfisch.

Auf unserem Rundgang ist uns das erste Mal eine riesige Bananenstaude aufgefallen, die eine Menge Früchte getragen hat. Gesehen haben wir außerdem sich sonnende Lamas (oder Alpakas), blökende Schafe und meckernde Ziegen, eine stolze Pfauenmama, die mit ihrem Nachwuchs durch den Park gelaufen ist, laute Papageien und ein schlafendes Känguru.

Anschließend wollten wir einen nahegelegenen Abenteuerspielplatz aufsuchen. Leider sind wir zuerst in die falsche Richtung gelaufen.

Nach etwa einer halben Stunde durch die Friedrichsau kam der Spielplatz in Sicht – er war leider ziemlich gut besucht. Also haben wir abgemacht, dass wir es bei etwas schlechterem Wetter noch einmal versuchen (ich habe mir auch notiert, wie wir da ohne Umweg hinkommen: Man muss beim Tiergarten rechts abbiegen und dem Bibererlebnispfad folgen…)

Bis demnächst,
Sonja 😉

Endlich 6 Jahre alt!

Was hat er auf diesen Tag hin gefiebert – Benjamin hat seinen Geburtstag am Samstag mit vier Kindern im Garten gefeiert. Inmitten von Schokoladekuchen, einem Geschicklichkeitsspiel mit Wasser, Versteckspielen und Abendgrillen haben sich alle hervorragend amüsiert. Auch uns hat es gefallen, wir werden von Jahr zu Jahr etwas relaxter, wenn ein magisches Datum naht 😉 Und Frederik ist sowieso der beste Animateur!

Am nächsten Tag durfte die Verwandtschaft zum Obstkuchenessen kommen und heute hat er im Kindergarten noch einmal gefeiert (mit Apfelstreuselkuchen) und ein ganz tolles Geschenk bekommen:

Bis demnächst,
Sonja 😉

Vorhang auf!

Heute ist es etwas abgekühlt, das Atelier kann wieder ohne Schweißausbruch betreten werden, also zeige ich euch meine Vorhang-Erfahrungen der Monate April und Mai.

Im letzten Jahr hat Tante Ingrid ca. zwei Meter tannengrünen Nickistoff vorbeigebracht, der jetzt endlich seine Bestimmung gefunden hat: Die Vogelbeobachtungsstation hat dringend Vorhänge benötigt, damit die Gucklöcher bei Bedarf auch verdunkelt werden können. Es sind ja nicht alle Gartenbewohner so zutraulich wie die Blaumeisen, die gerade den Balkon auskundschaften. Dafür wurde ausgemessen, abgeschnitten, umgenäht. Aus übrig gebliebenen Bindings habe ich kurzerhand Bänder genäht und diese in 10 cm bzw. 15 cm Stücke geschnitten. Diese Stücke wurden dann als Schlaufen an der Oberkante angebracht.

Fertig waren also die Vorhänge, nun galt es, dem Opa mitzuteilen, wie wir uns das weitere Vorgehen vorstellen. Er hat dann den Auftrag erhalten, möglichst aus vorhandenen Materialien über jedem Fenster Vorhangstangen anzubringen. Dies wurde innerhalb kürzester Zeit bravourös gemeistert. Jede Stange jetzt kann ganz einfach abgenommen werden, wenn die Vorhänge mal dreckig werden sollten – oder die Maus dazu beiträgt, dass ich neue Vorhänge aus gelbem Nickistoff nähen darf…


Und dann war da noch die Vorhangreparatur bzw. komplette Neugestaltung bei Oma Haia. Alles begann im März, als Benjamin auf dem Fensterbrett im Wohnzimmer beim Fliegenfangen abgerutscht ist. Glücklicherweise konnte er sich elegant abfangen, indem er den Vorhang als Liane benutzte. Da sind dann die Plastikaufhänger abgerissen. Diese wurden durch Aufhänger aus einem anderen Vorhang ersetzt, bei dem ein großes Loch bemerkt wurde, entweder ein Katzenkletterversuch oder Materialermüdung – und ich habe beschlossen, neue Vorhänge zu nähen.

Der Stoff samt Zubehör (zehn Meter weißer, glitschiger Voile, der von mir in vier fast gleich große Teile zurechtgeschnitten wurde) war Mitte April im Atelier. Als die Nähmaschine Mitte Mai wieder von der Reparatur zurück war, habe ich innerhalb von zwei Tagen vier Vorhänge und genäht und eigenhändig aufgehängt. Das Kräuseln mit dem Kräuselband hat sehr gut funktioniert und das mittelschwere Bleiband hält den Vorhang auch bei Starkwind in der Senkrechten.


Heute war übrigens Tag 462/x. Am Freitag ist die Schule wieder in den Präsenzunterricht gestartet. War das ein Verkehr beim Hinunterfahren! So viele Schüler – auch Größere – hat man schon lange nicht mehr frühmorgens auf der Straße gesehen. Letzten Dienstag wurde ich zum zweiten Mal geimpft, mein Bauchgefühl hat sich nach kurzer Beratung im Impfzentrum für Biontech entschieden und ich durfte dieses Mal in eine Kabine mit einem roten Dreieck gehen. Schüttelfrost und Fieber waren allerdings die lästigen Begleiterscheinungen. Aber nach sehr viel Ausruhen, Schlafen und Rumsitzen ging es mir schon 50 Stunden nach dem Pieks fast wieder sehr gut.

In der kommenden Woche werden im Kindergarten die Schultüten gebastelt, das Geschenk der Vorschulkinder an den Kindergarten ist gerade in der Umsetzung und morgen feiert Opa Günter seinen 75. Geburtstag.

Im Garten sieht es wieder ziemlich bunt aus, Blumen, Obst und Gemüse wachsen vor sich hin, sofern man das Gießen nicht vergisst. Und vor beinahe zwei Wochen waren wir mit Cousin und Cousine am Schallerweiher und haben Enten beim Streiten beobachtet und ein Froschkonzert angehört.

Dekoriert für die EM haben wir auch, am Samstag ca. zehn Minuten vor Spielbeginn. Ist ja dann doch noch gut ausgegangen 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Reparieren von 12 bis 12

Die Pfingstferien waren auch schon wieder vorbei, kaum dass sie richtig begonnen hatten. An einem wunderschönen Montag machten die Jungs mit Oma und Opa einen Ausflug in den Brenzpark zum Klettern. Sie kamen begeistert zurück und sind an diesem Tag ausnahmsweise mal vor 21 Uhr eingeschlafen.

Hin und wieder hat es ganz kräftig geschüttet, die Pflanzen haben das sehr genossen – ich auch, konnte so doch eine Menge repariert, upgecycelt, ausgetüftelt und sogar gestickt werden.

Insgesamt lagen 6 Jeans von vier Kindern (eine davon zwei Mal), drei Jogginghosen unserer Familie, eine kurze Hose und eine Unterhose von Frederik auf meinem Reparaturstapel.

Die Reparatur der Dinosaurierhose ist mir auffällig unauffällig gelungen :-). Leider war nur noch Ritterstoff übrig zum Kaschieren. Aber um im Garten auf Bäume zu klettern, reicht das vollkommen aus.

Der Stapel ist jetzt komplett abgearbeitet. Das hat mir so viel Energie gegeben, dass ich endlich den Skillbuilder fürs Quilten vorbereiten konnte, aus den Anleitungen des 10-Jahre-Jubiläums-Summer-Sampler ein Top erstellt habe (dazu später mehr), „Türstopper“ genäht habe, damit man Lüften kann, ohne dass einem die Glastüren um die Ohren fliegen und dann noch in die Massenproduktion von Schraubdeckelöffnungshilfen eingestiegen bin. Im Englischen heißen sie Jar-Opener, das hört sich viel besser an. Die Anleitung dazu habe ich in einem Newsletter entdeckt und wollte es natürlich unbedingt probieren – es funktioniert auch tatsächlich hervorragend. Dazu brauch man aber rutschfeste Teppichunterlage. Und immer wenn ich etwas ausprobieren will, wofür man eigentlich ganz wenig von einer Sache braucht, landet von dieser am Ende ganz viel im Atelier. Eben, weil es sich ja nicht rentiert, wenn man nur 30 cm bestellt, da kann man doch gleich zwei Meter nehmen und schauen, was man noch damit anstellen kann.

Das bringt mich dann zu den Kommentaren von Elke und Katrin. Vielen Dank für eure Anmerkungen, ich habe schon gedacht, so etwas passiert nur mir… Aber es kommt wohl öfters vor, dass man sich in der Menge verschätzt und dann nicht schnell genug mit dem Verarbeiten hinterherkommt. Das Wort „Überlagerung“ ist genial, da fällt mit noch mein Sockenstopp ein, der eingetrocknet war, als ich ihn zum ersten Mal benutzen wollte…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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