Frohe Ostern!

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Wir wünschen euch allen Frohe Ostern – ob sich die ganze Familie am Eiersuchen beteiligt, wie es bei uns in einem Mehrgenerationenhaus möglich ist, oder die entfernte Verwandtschaft live zugeschaltet wird. Macht das Beste draus und hofft, dass es bald wieder bessere Zeiten gibt. Wir freuen uns auf jeden Fall unbändig, wenn man wieder spontane Grillpartys veranstalten kann, die Schulen und Kindergärten wieder geöffnet haben, man einfach mal kurz bei Oma & Opa vorbeischauen kann. Und vor allem seine Freunde besuchen kann, die man wahnsinnig vermisst…

Wir sind zwar immer gut beschäftigt mit (Video-)Telefonaten mit Freunden & Verwandten, unerwarteten Ostergeschenken, vermehrten WhatsApp-Kontakten mit Bekannten, Zeit zum Lesen & Pflanzen & Nähen & Spielen, Thementagen im Radio (Antenne Bayern hatte am Freitag 70er Jahre und gestern 80er Jahre, da hat sich das Zuhören gelohnt…) – aber ab und zu würde man halt doch gerne was unternehmen.

Auch wenn das traditionelle Eierfärben mit Onkel Martin am Karfreitag leider entfallen musste und wir heute zu viert Rippchen mit Krautsalat essen – und das erst am Abend, denn der Vormittag ging für das Zusammenbauen der Playmobil-Osternester drauf – ist Ostern in diesem Jahr doch was Besonderes 🙂

Es wurden hier zwei Hasen und ein Lamm gebacken. Und alle drei sind nicht annähernd so staubtrocken, wie die zuvor gebackenen Exemplare. Was daran liegen muss, dass wir ganz fein gemahlene Mandeln und statt dem Rum Mandelaroma genommen haben. Ein perfekter kleiner Nachmittagssnack zum Kaffee.

Außerdem haben wir in der „Oster-Box“ zwei Mittel zum Eier bemalen gefunden und diese am Donnerstag ausprobiert. Leider waren die drei Farben mit „3D-Effekt“ schon eine Weile abgelaufen, da haben nur noch blau und grün funktioniert, die rot war komplett eingetrocknet. Also wurden Eier im Eierbecher stehend bemalt, also eher betropft. Am Ende waren die Hände besser gefärbt als die Eier und es musste erst einmal geduscht werden.

Eine Farbpalette mit „Wasserfarben“ war auch noch vorhanden, die konnte man gut verwenden um anschließend die weißen Stellen zu färben.

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Gestern haben wir allerdings die gerade gehypten natürlichen Färbemittel ausprobiert – Zwiebelschalen, Kurkuma, Blaukraut (weil leider keine eingefrorenen Blaubeeren vorhanden waren). Das war toll und wird auf jeden Fall beibehalten. Wir werden keine künstlichen Farben mehr benutzen. Die wenigen Zwiebelschalen haben die Eier so schön weinrot gefärbt, da können die blassen blauen mit Shibori-Technik nicht mithalten.

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Seit Ferienbeginn sind wir außerdem ziemlich viel im Garten unterwegs – der Osterhase hat beinahe jeden Tag eine Kleinigkeit in das gemachte Nest gelegt und die Kinder graben weiter fröhlich den Boden um oder helfen Oma und Opa bei den wichtigen Aufgaben (Algen aus dem Teich entfernen, Steine umschichten, einen Platz für die Feuerbohne suchen, den Weg kehren). Marianne Dudelhuhn (so heißt Hennriette bei den Kindern) hat doch noch ihre Kükenbande bekommen und versteckt sich gerne in den Blumenbeeten. Überhaupt sieht es gerade ziemlich bunt aus im Garten. Falls jemand heute keinen Besuch vom Osterhasten hatte, kann es auch daran liegen, dass er beim Nachbarn im Zaun festhängt.

Bis demnächst & bleibt gesund,
Sonja 😉

KleineFeine

Eine Tasche, die wirklich schnell genäht ist und dazu auch noch Spaß macht, ist die KleineFeine. Auch wenn es gerade überall im Land an Gelegenheiten mangelt, diese Tasche standesgemäß auszuführen, sollte man sie unbedingt nähen.

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Meine erste Version habe ich aus Krokodil-Kunstleder gemacht. In die Klappe wurde ein Steckschloss integriert, das weitaus schwieriger zu befestigen war, als das bei der DoktorTasche. Mit dem Skalpell ist es mir beinahe geglückt, nur den relevanten Bereich vorsichtig auszuschneiden. Schwierig wurde es, als sich die Schrauben auch noch ihren Weg durch das Kunstleder bahnen mussten…

Innen wurde eine unterteilte Aufsatztasche angebracht, die Wendeöffnung routinemäßig erst einmal zugenäht, dann wieder getrennt und schließlich per Hand geschlossen. Das finale Absteppen an der Oberkante forderte meine Maschine schon sehr. Bei der Krokodilkunstleder-Variante ist mir das aber noch einigermaßen geglückt.

Nicht jedoch bei meinen beiden anderen Taschen… Im Zuge der Utensilo-Produktion habe ich alle neuen und alten Taschenstoffe benutzt und bin dann in den Tiefen des Regals auf Kunstleder in rot und weiß gestoßen. Das haben wir 2014 benötigt, um die Esszimmerstühle im alten Haus aufzupeppen. Es lagen noch vier Kilogramm weißes und rotes Kunstleder hier herum und bevor alles für die Utensilos verbraucht wurde, habe ich kurzerhand je eine KleineFeine in rot und in weiß ausgeschnitten.

Diese beiden Taschen wurden mit Paspeln versehen, die weiße Version ist maritim gestaltet, die rote Tasche lässt zumindest mich eher an die 80er Jahre denken.

Die Tasche ist wirklich sehr leicht zu nähen – vorausgesetzt, man nimmt weiches Kunstleder oder gleich andere Stoffe. Das Absteppen aller Nähte bei diesen Versionen war eine Tortur, da sich das gut haftende Kunstleder nur mühsam vom Transporteur weiterbefördern ließ. Innen habe ich deshalb auch nur eine einfache Innentasche ohne Schnickschnack gemacht, beide Wendeöffnungen aber auch hier per Hand geschlossen.

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Bei allen drei Taschen habe ich bei den Gurtaufhängungen nicht den Außenstoff verwendet, das wäre zu dick gewesen. Es kam braunes Velour-Kunstleder, der blaue Innenstoff und ein schwarzes Gurtband mit weißen Streifen zum Einsatz. Eine ausrangierte Kette mit zwei Karabinern kann zumindest die braune und rote Tasche sicher halten, bei der weißen sind die D-Ringe zu dick, da gehen die Karabiner nicht mehr zu.

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Interessant finde ich auch die unterschiedlichen Verschlussmöglichkeiten. Es fehlt eigentlich nur noch eine mit Magnetverschluss, eine mit KamSnaps und eine mit Knopf. Aber so schnell wird hier keine mehr genäht 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.

FlexiBag

Zeit zum Durchschnaufen! Mit der FlexiBag steht in dieser Woche eine Tasche auf dem Programm, die wirklich einfach genäht werden kann – vor allem, wenn man die Schablone verwendet. Und die Reißverschlusstasche weg lässt (was ich natürlich nicht getan habe). Die Aufsatztasche außen sollte unbedingt genäht werden, dadurch lässt sich die FlexiBag wirklich platzsparend falten und aufbewahren.

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Bei meiner FlexiBag habe ich tatsächlich nur Stoffe aus dem Bestand verwendet, so wie es eigentlich für alle Taschen geplant war 😉

Der blaue mit den Blümchen hat gerade so gereicht. Das Innenfutter ist aus gelbem Baumwollstoff, die Aufsatztasche auch. Als Träger habe ich ein Kordel-Überbleibsel der „Packs ein“ verwendet, ein blau gelber Tassen-Knopf verschließt die Außentasche. Also ganz schlicht 🙂

Die KleineFeine ist schon zugeschnitten – in drei Varianten, eine davon werde ich bestimmt schaffen in dieser Woche.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.


Tag 20/x war eigentlich der erste Tag der „Osterferien“. Für die nächsten zwei Wochen ist tatsächlich Erholung angesagt – falls es den Kindern langweilig ist, können sie natürlich weiterhin Plus- und Minusaufgaben machen, in verschiedenen Apps arbeiten, viel lesen. Und die Lehrerin fragen, sie schickt dann Material. Heute war eigentlich Pause angesagt, das Wetter war einfach zu schön. Am Mittag haben wir gegrillt, die Kinder waren lange im Garten. Als es Frederik dann am späten Nachmittag langweilig wurde, hat er tatsächlich noch Matheaufgaben gemacht – und gelesen sowieso. Wie es nach den Osterferien weitergeht, erfahren die Lehrer in der zweiten Ferienwoche. Ich glaube, es rechnet im Moment niemand damit, dass dann die Schule wieder losgeht.

Gestern Nachmittag waren wir auch im Garten, der Opa hat das gebastelte Vogelhäuschen aufgehängt, die Kinder im Sandkasten einen Tunnel nach Island begonnen. Plötzlich roch es nach Rauch, Asche wehte ums Haus und verteilte sich auf Balkon, Grill, Polstern, dem Klettergerüst. Also ab nach drinnen, alles verstaut, alle Fenster und Türen geschlossen. Nach kurzer Recherche durch das Dachbodenfenster sahen wir in einer Nebenstraße gelbe und graue Rauchwolken in den Himmel steigen. Sirenen waren zu hören. Der Brand war glücklicherweise schnell gelöscht. Drei Feuerwehrfahrzeuge und zwei Polizeiautos waren vor Ort, wie haben sie nach dem Brand zurückfahren sehen, als wir wieder auf dem Balkon waren. Später wurde bekannt, dass wohl eine Hecke und eine Papiermülltonne in Brand geraten waren.


Ich habe mich in den letzten Tagen an ein ziemlich anspruchsvolles Projekt gewagt, für das ich 2019 leider keine Zeit hatte: Die Eierhenne Hennriette. Wenn Ostern dieses Jahr anders gefeiert werden muss, dann darf hier auch neue Dekoration entstehen. Ein Huhn, das Eier legt, bereichert bestimmt unseren Frühstückstisch 🙂

Der Nahttrenner war mir zwar ein treuer Begleiter, aber letztendlich hat alles so hingehauen, wie es in der Anleitung stand. Obwohl eine Nahtzugabe von 0,5 cm wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Auch die Arbeit mit dem Schrägband hat mich nicht abgeschreckt. Bei mir funktioniert das Annähen auf der anderen Seite zwar nie so, wie es sein soll. Deshalb habe ich hier immer auf der sichtbaren Seite einmal mit einem Zickzack-Stich abgesteppt, da wird dann alles mitgefasst und sieht auch auf der Rückseite halbwegs professionell aus. Bei diesem Projekt können viele Stoffreste, Webbänder, Borten und Zackenlitzen zum Einsatz kommen – perfekt, um vorhandenes Material zu reduzieren.
Jetzt fehlt nur noch die Kükenbande – vielleicht hilft mir Frederik ja dabei…


Neben der Hennriette habe ich in dieser Woche auch einige Mund-Nasen-Schutzmasken für die Verwandtschaft genäht, da probiere ich gerade noch Schnittmuster aus (Anleitungen von ChezNu und Nähfrosch).
Seitdem die Schulen und Kindergärten geschlossen sind, wurden hier allerdings auch über 30 Utensilos hergestellt (selbst an einem total stressigen Tag kann am Abend wenigstens ein Utensilo genäht werden und schon hat man wieder ein Lächeln im Gesicht 😉 ). Aus allen Stoffen, die vom Taschennähen übrig bleiben, bzw. geblieben sind und Kunstleder, mit dem wir vor Jahren unsere Esszimmerstühle im alten Haus renoviert haben, entstehen mehr oder weniger stabile Exemplare. Und es werden bestimmt noch einige folgen!

DoktorTasche

Die DoktorTasche mit dem sehr speziellen Design hat es wirklich in sich. Obwohl mit „nur“ drei Sternen angegeben, war sie für mich eine echte Herausforderung. Das lag aber daran, dass ich wieder mit Velours-Kunstleder gearbeitet habe. Die seitliche Verstärkung musste dort zwingend aufgenäht werden, damit sie auch nach ein paar Jahren noch am Platz ist. Und an den Taschenhenkeln, die ebenfalls aus Kunstleder sind. Diese können maximal einmal gefaltet werden, mehr wollte die Nähmaschine nicht zusammennähen. Deshalb musste ich an den Henkeln mit Webband improvisieren. Aber seht selbst: Ist sie nicht schick geworden 🙂 ?

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Alle vorhandenen Öffnungen wurden am Donnerstag mit dem Matratzenstich geschlossen. Anschließend habe ich die beiden Kinder-U-Hefte in die Innentasche gesteckt, und weitere Utensilien hineingelegt, die man bei einem Kinderarzt-Besuch eventuell benötigt. Jetzt steht sie im Schrank und wartet auf ihren ersten Einsatz, der hoffentlich erst im Juli zur nächsten Untersuchung von Benjamin kommt 😉

Die Idee für die Haupttaschenteile habe ich schon Ende Februar im Kopf gehabt. Da kehrte die Kreativität zurück und ich musste spontan mit einem neuen Quilt beginnen. 15 Blöcke wurden schon Anfang März genäht, der Rest kommt dran, wenn alle Taschen fertig sind… Von diesen „Sternen“ waren natürlich kleinste Reste übrig, die dann bei der DoktorTasche verwendet wurden. Und zwar vorne und hinten.

Mit Thermolam auf der Rückseite wurden beide Teile mit dem Handquiltstich der Maschine gequiltet. Jetzt sind diese Taschenteile in etwa so stabil wie das Kunstleder.

Das Zusammennähen der einzelnen Teile hat erstaunlich gut geklappt. Bei der DoktorTasche wird kein einziger Reißverschluss benötigt. Am Boden habe ich zusätzlich noch Bodennägel eingebaut, damit sie auch bei Regenwetter schnell mal abgestellt werden kann. Der Verschluss auf dem Taschenteil musste am Ende leider noch etwas nach unten versetzt werden, deshalb habe ich darüber ein Label aufgenäht.

Die nächsten beiden Taschen sind nicht schwierig und sollten „so nebenbei“ gemacht werden können, mal schauen, ob das klappt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.


Der wunderschön sonnige Tag 13/x wurde heute größtenteils im Garten verbracht. Am Nachmittag war ich kurz unterwegs und habe ein paar Schritte auf meiner Walking-Runde gesammelt. Im Nachhinein war das wahrscheinlich keine gute Idee. Aus jedem Waldweg kamen urplötzlich Familien raus, die das ganze Jahr über nicht gemeinsam an der frischen Luft unterwegs sind. Und mit den entgegenkommenden Radlern musste man sich dahinter einreihen (natürlich mit dem Mindestabstand von 1,5 Metern), bevor man überholen konnte.

In dieser Woche haben sich die vormittäglichen Aufgaben einigermaßen routiniert durchführen lassen. Wir haben von der Lehrerin einen gut ausgearbeiteten Wochenplan bekommen, den wir Punkt für Punkt abgearbeitet haben. Yoga, Mathevideos zur Wiederholung und ein Film über Schneeglöckchen standen auch auf dem Plan. Benjamin war bei diesen Fächern auch mit Leib und Seele dabei 😉 Am Nachmittag waren die Kinder meistens im Garten unterwegs und haben allerhand angestellt und dafür gesorgt, dass es dem Opa nicht langweilig wird. Der musste am Dienstag kurzerhand den Teich einzäunen und gestern alle ausgegrabenen Pflastersteine wieder einsetzen. Die Kinder haben ihn dabei natürlich tatkräftig unterstützt 😉