Schlechtes Karma

Am Samstag habe ich die neue Maschine bekommen und bin seitdem am Ausprobieren. Es ist wieder eine Pfaff geworden (die Quilt Ambition 630). Dafür hatte ich so viele Zusatzfüße, die regelmäßig benutzt werden und hier auch wieder passen. Die Kinder und ich haben gleich die schönsten Zierstiche ausprobiert und den automatischen Fadenabschneider ausgiebig getestet. Ein tolles Geräusch!

Dann habe ich am Wochenende die restlichen Shimmerquilt-Blöcke beendet. Das war so entspannend und ging ratzfatz. Nun sind 30 Stück vorhanden, die in den nächsten Tagen zu Reihen zusammengenäht werden. Es ist einfach schön, eine akkurate 1/4 “-Naht nähen zu können!

So sollen die Blöcke zusammengenäht werden, die zwei untersten Reihen sind mittlerweile fertig.

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Im Moment traue ich mich aber nicht weiter zu machen. Hier geht gerade alles kaputt, was ich anfasse, das soll mit der neuen Maschine nicht passieren. Gestern ist bei einem Ausflug in die Stadt mein Rad kaputt gegangen (eine Speiche ist gebrochen, das Hinterrad ließ sich dann nur noch schwer bewegen, weil die Bremse sich festgesetzt hatte). Und vor einer Stunde war ich mit dem Auto unterwegs, um Papier wegzufahren. In einer 30-er Zone in der Nähe vom Kindergarten ist die Feder eines Stoßdämpfers gebrochen. Das hat einen lauten Schlag getan! Ich habe das Auto sofort abgestellt, bin heimgelaufen und habe Mike benachrichtigt. In seiner Mittagspause sind wir dann dort hin gefahren. Der Fehler wurde gleich gehört und auch schnell gefunden, jetzt brauchen wir nur noch einen Werkstatttermin. Dann bin ich hier auch wieder mobiler.
Ich werde mir Mikes Rad ausleihen, um die Kinder später abzuholen – seine Gangschaltung hat nur noch drei Gänge und muss dringend überholt werden, hoffen wir, dass nicht noch mehr Defekte dazukommen 🙂

Gestern war übrigens der letzte Ferientag (gekrönt durch einen Ausflug ins Freibad – obwohl das für Benjamin mittlerweile fast zu kalt ist). In dieser Woche ist für Frederik noch einmal Kindergarten angesagt, anschließend kann er eine letzte Ferienwoche mit dem Papa genießen, bevor am 10. September der erste Schultag ansteht.

Falls ich es im August noch schaffe, zeige ich euch, was ich mit meiner alten Maschine noch gezaubert habe, welche Schnittmuster in diesem Monat auf den Prüfstand kamen, was repariert wurde und was für Frederiks Schultüteninhalt geplant ist…

Bis demnächst,
Sonja 😉

In Schutt und Asche

Mittlerweile habe ich mich wieder etwas beruhigt. Am Freitag habe ich mich mal wieder nach meiner Nähmaschine erkundigt und dabei mehr oder weniger zufällig erfahren, dass sie am 14.07. bei einem Brand einer Scheune, die als Reparaturwerkstatt diente, komplett zerstört wurde.

Ich bin entsetzt, dass mir niemand mitgeteilt hat, was passiert ist. Ein paar Tage vor dem Brand habe ich ja noch mit dem Reparateur gesprochen und er hat gesagt, er würde demnächst das Ersatzteil bestellen. Ich stehe aber auf einer Liste drauf, immerhin kann man sich erinnern, dass ich mal eine Maschine hatte, die jetzt offenbar nicht mehr existiert. Im Moment weiß niemand, welche Versicherung zuständig ist und wie alles weitere abgewickelt wird…

Da wünscht man sich eigentlich nur noch, dass die Situation mit den Worten „Verstehen Sie Spaß?“ aufgeklärt wird. Da dies aber nicht passieren wird, werde ich mich mal nach einer neuen Maschine umschauen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Benjamin wird mobil

Zu seinem vierten Geburtstag hat Benjamin sein erstes richtiges Rad mit Pedalen geschenkt bekommen. Am Anfang hat das Treten nicht gleich geklappt und er ist wieder auf das Laufrad umgestiegen. Seit dem ersten August jedoch üben wir beinahe täglich mit dem Rad, und gestern hat er zum ersten Mal geschafft, alleine loszufahren. Kurven funktionieren bereits bestens, eine rasante Fahrt geradeaus auch – nur am Berg geht ihm schnell die Kraft aus. Aber das wird sich ändern, wenn der Kindergarten wieder losgeht, denn jetzt können wir die 700 Meter mit dem Radl fahren und sind ruckzuck dort. Heute Morgen haben wir eine kleine Ausfahrt auf dem Radweg gemacht und die schon abgeernteten Felder angesehen.

Am Mittag wurden dann im Garten auf dem Feuerkorb Burger gegrillt. Die Brötchen werden bei jedem Mal besser – auch den Wespen hat es geschmeckt.

Am Nachtmittag war ich mit Frederik noch eine halbe Stunde im Freibad. Wir haben den wahrscheinlich letzten richtig heißen Augusttag optimal genutzt & sehr genossen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Reparieren von 12 bis 12

Für die Kinder kann ich gerade gar nichts reparieren. Da zurzeit nur kurze Hosen getragen werden, gehen eher die Knie, als die Hosen kaputt, wenn mal wieder auf den Steinplatten im Garten gebremst wird.

Deshalb wurde in diesem Monat für mich repariert. Im letzten Jahr habe ich mir eine luftige dreiviertel Hose gekauft, die an allen wichtigen Stellen silberne Knöpfe hat. An den Hosentaschen auf der Rückseite und an den Knien, denn die Hose kann auch hochgekrempelt und kürzer getragen werden.

Schon im letzten Jahr kurz ist mir beim Einsteigen ins Auto ein Knopf einer Hosentasche abgerissen. Das passende Ersatzteil ist mir bei meiner Aufräumaktion im April wieder in die Hände gefallen und letztendlich habe ich mich entschlossen, die Reparatur zu versuchen.

Zuerst wurde die Hosentasche innen mit Vlies verstärkt. Dann habe ich mir den Knopf genauer angesehen, entsprechendes Werkzeug herausgesucht und eingeschlagen.

Aber offenbar nicht fest genug, oder doch mit dem falschen Werkzeug. Die Reparatur hat ganze zwei Wochen gehalten. In der Waschmaschine ist das innere Knopfteil wieder aufgetaucht. Das andere war nicht mehr aufzufinden.

Wenn jemand weiß, wie man so etwas dauerhaft reparieren kann, dann immer her mit den Tipps. Nachdem die Hose jetzt auch an den Taschen Löcher bekommt, werde ich sie nach diesem Sommer definitiv aussortieren – könnte davor aber noch das richtige Einschlagen einiger Knöpfe trainieren, denn da ist eine große Auswahl vorhanden.


Dann habe ich von Frederik noch ein wunderschönes Einhorn geschenkt bekommen, bei dem Benjamin zwei Beine abgebrochen hat… Diese wurden erst mit Sekundenkleber angeklebt und anschließend noch einmal auf beiden Seiten gebügelt.

Jetzt hängt es im Atelier an der Schranktüre.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 7/12

Wir haben Benjamin lange vor seinem vierten Geburtstag erzählt, dass dann der Kinderwagen verschenkt wird und er zukünftig mit dem Laufrad fahren muss. Alle Versuche, den Wagen schon vorher abzuschaffen sind gründlich gescheitert. Meistens war er nach dem Mittagessen im Kindergarten so kaputt, dass er einen Mittagsschlaf halten musste und das Heimfahren war – gerade aufgewacht – eine einzige Qual.

Seit dem sechsten Juli jedoch haben wir den Wagen nicht mehr benutzt. Das war der erste Tag, an dem Benjamin mit dem Laufrad in die Stadt gefahren ist – wir zu Fuß hinterher. Und seitdem ist auch der Weg in den Kindergarten und zurück kein Problem mehr.

Mir allerdings fehlte plötzlich die Möglichkeit, eine Menge Dinge der Kinder mitzunehmen, ohne alles selbst tragen zu müssen (Bilder, Gebasteltes, Schuhe, Wechselkleidung, Spielzeug, und am Wochenende Gemüse und Obst vom Markt). Deshalb habe ich mich endlich dazu durchgerungen, den Rucksack Ukko von sitztwackeltundhatluft zu nähen. Mit der alten Maschine eine echte Herausforderung. Mehrere Lagen liegen ihr nicht so gut.

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Das Zuschneiden der einzelnen Teile hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert. Dann wurde alles ein bisschen verziert und an meine Anforderungen angepasst. Die Rückseite wurde mit zwei Schichten Thermolam gequiltet. Für alle anderen verstärkten Teile wurde Vlies H630 verwendet. Der Boden besteht aus einer Schicht Thermolam und Schabrackeneinlage. Die Seitentaschen wurden vergrößert und oben mit einem Gummizug versehen. Jetzt passen auch die Tupper-Flaschen rein (andere Plastikflaschen haben wir nicht mehr, seit über einem Monat benutzen wir nur noch Glas 😉 ). Bei der vorderen Aufsatztasche habe ich einen Karabiner für den Schlüssel angebracht – ein weiterer Karabiner mit Webband befindet sich bei der Innentasche. Die Lasche aus Gurtband an der Aufsatztasche ist so stabil befestigt, dass sie einen großen Karabinerhaken halten kann, an den man dann beispielsweise eine Kindergartentasche anhängt.

Die komplette Tasche wurde in anthrazit-senfgelb gestaltet mit einem wasserfesten Taschenstoff von farbenmix. Die Webbänder und das Gurtband wurden auch auf diese Farben abgestimmt. Und obwohl die Tasche wahrscheinlich niemals an einem Kinderwagen hängen wird, habe ich an den Seitenteilen oben eine Aufhängemöglichkeit angebracht. Die ist aber für den Bollerwagen. Ich liebe es, wenn Dinge ihren festen Platz haben und man sie unterwegs nicht so leicht verlieren kann.

Es passt wirklich viel rein – heute habe ich eine Kindergartentasche, zwei Kissen, zwei Regenjacken, ein Bild, zwei „Raupen“ aus dem Pappteil einer Küchenrolle und ein Herz aus Bügelperlen darin untergebracht und sicher nach Hause gefahren.

Fazit: Ein toller Rucksack! Und obwohl ich so schnell keinen Rucksack mehr brauche, wird das Schnittmuster aufgehoben. Vielleicht gibt es ja in der Verwandtschaft noch jemanden, der gerne mit dem Rad fährt – dann würde ich eine Variante aus Canvas machen.

Bis demnächst,
Sonja 😉