Mikes Geburtstagswunsch

Morgen ist es mal wieder so weit, der Geburtstagsgrinch wird ein Jahr älter. Glücklicherweise befinden wir uns mitten in einem Lockdown, da kann ja sowieso nicht groß gefeiert werden 😉

Die Oma macht zur Feier des Tages das Mittagessen, für die Nachmittagsverpflegung haben wir heute schon gesorgt. Der immer gelingende Coronakuchen wurde schon gebacken und wird morgen noch von Frederik mit Puderzucker bestäubt und mit Smarties verziert. Zusätzlich haben wir noch einen schokoladigen Hefezopf ausprobiert. Der ist zwar etwas außer Form geraten, riecht aber herrlich.

Ein Geschenk gibt es natürlich auch. Mikes alte Einkaufstasche ist mittlerweile ziemlich ausgerissen, deshalb hat er bei mir eine größere bestellt.

Es soll ja auch alles vom Bäcker, über den Metzger, bis zur Eierfrau drin Platz haben. Also wurde gemessen, gezeichnet, berechnet, eine einfache Deckellösung konstruiert und Stoff bestellt. Drei Canvasstoffe hat er sich dafür bestellt, in olivgrün, schwarz und orange. Genug, dass es für zwei Taschen reicht. Als erstes wollte er aber eine, die außen schwarz und innen olivgrün ist. Ohne Schnickschnack, ohne Reiß- oder Magnetverschluss. Einzig ein kleines Klettstück durfte ich anbringen, das er dann mit unterschiedlichen Klett-Fun-Patches bestücken kann. Die Paspel in der Klappe habe ich selbst hergestellt.
So schaut sie aus, es hat eine Menge drin Platz:

Die zweite Tasche wird innen orange. Mal sehen, ob ich da auch außen ein paar Akzente setzen kann.

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im Januar

Los geht der UFO-Abbau des Jahres 2021 mit einem Meter Glitzer-Sweatstoff aus dem „Alles-für-Selbermacher“-Adventskalender aus dem Jahr 2017. Wenn man einen Meter Stoff im Regal hat und einen Hoodie in Erwachsenengröße nähen will, muss man zwangsläufig Stoff dazu bestellen. Das war dann jeweils noch ein Meter in weiß und mint, weil ich nicht genau wusste, wie ich die Farben verteilen sollte. Von diesen beiden Stoffen ist natürlich jetzt wieder was übrig geblieben, vielleicht reicht das ja noch für eine kurze Yogahose. Wenigstens wurde der Glitzer-Sweatstoff restlos aufgebraucht.

Für meinen bequemen Kapuzenhoodie in mint-weiß habe ich das Schnittmuster „Christina“ von Rockerbuben verwendet. Das hat sich bei den Kindern als Geburtstagsshirt ja schon oft bewährt 🙂 An den Armen und am Saum habe ich zum ersten Mal Strickbündchen angebracht. Das hat sehr gut funktioniert, nur beim Saum musste ich es wieder komplett abtrennen, weil es beim ersten Mal links auf rechts angenäht war…

Der kleine Rest wurde zuerst für eine Ratz-Fatz-Mütze verwendet und alles, was dann noch da war in 5″-Squares zerlegt und in der Kiste deponiert.

Der Fotograf muss das Scharfstellen noch etwas üben – hat dafür aber im Moment keine Lust nach dem kräftezehrenden Homeschooling am Vormittag.

Bis demnächst, Dranbleiben ist alles!
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Natürlich bin ich auch in diesem Jahr wieder beim Reparieren dabei! Der Reparaturstapel im Atelier wuchs zwischen den Jahren kontinuierlich an. Jeans und Jogginghosen wurden wild aufeinander gestapelt. Meine aktuellen Reparaturen habe ich dann allerdings in der Garderobe entdeckt, geflickte Jeans braucht man ja erst wieder nach dem Lockdown. Zum einen wurde eine Schneehose repariert, bei der sich der Steckverschluss für die Hosenträger gelöst hatte.

Die Hose haben wir heute ausgiebig zum Schlittenfahren benutzt. Es war fast nichts los auf dem Berg der Mittelschule. Benjamin hat eine Freundin aus dem Kindergarten entdeckt und mit ihr diverse Bob-Rennen ausgetragen.


Dann wurde in der Garderobe die zerstörte Flötentasche unter einer Winterjacke entdeckt. Ein Henkel war komplett abgerissen – offenbar hat sich auch da wieder jemand hingehängt…

Die Tasche habe ich 2018 extra für Frederiks Flötenutensilien entworfen. Benjamin wird sie noch bis August brauchen, er lernt in seinem letzten Kindergartenjahr auch Flöte. Also habe ich getrennt, oben sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite mit einem passenden Stück Stoff verlängert, die Henkel flach gebügelt und wieder angebracht. Beim zweiten Mal haben sie auch in die richtige Richtung gezeigt… Und wieder zusammengenäht. Anschließend wurde die Tasche gewaschen und sieht jetzt beinahe aus, wie damals 😉


Die Schwiegermutter hat mir dann noch eine Kuscheldecke mit Loch vorbeigebracht. Da wurde ein Herz aus Fleece aufgenäht. Auf der Rückseite ist es mir beim Annähen etwas verrutscht. Das Loch ist jedenfalls verdeckt und vor weiterem Ausreißen geschützt.

Reparieren ist im Moment wichtiger denn je. Kleidung geht uns hier bestimmt nicht aus, ab und zu wird auch mal etwas Neues angefertigt. Was wir allerdings wirklich bald brauchen – abgesehen von einem Friseurbesuch – ist ein Schuhladen. Benjamins Winterstiefel sind so gut wie durch, da muss Ersatz her, wenn das Wetter so bleibt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Abgehakt

Wurde am 13. Januar ein wichtiger Punkt auf meiner To-Do-Liste von 2020. Aber schaut selbst:

Beim Erstellen dieser Liste im Dezember 2019 war ich gerade auf 450 €-Basis als Nähkursleiterin für Kinder beschäftigt. Für die einfache Fahrt musste ich mindestens 25 Minuten Fahrt einkalkulieren. Aber oft war Stau und der Rückweg dauerte immer länger. Die meisten Workshops und Kindergeburtstage fanden Freitagnachmittag oder Samstag statt. Es musste immer jemand organisiert werden, der die Kinder beaufsichtigte oder irgendwo abholte und wieder nach Hause brachte. Was ich dort verdient habe, reichte gerade mal fürs Tanken. Zahlreiche Turnbeutel und Namenskissen haben außerdem dazu beigetragen, dass ich mich hier nur noch widerwillig an die Nähmaschine gesetzt habe. Deshalb waren wir uns zum Jahreswechsel einig, dass ich noch in der Probezeit kündigen werde. Also zum 29. Februar. Was gar nicht so verkehrt war, denn dann kam ja Corona…

Ende November ergab sich dann eine neue Chance. Eine Stelle in der Verwaltung an Frederiks Schule war ausgeschrieben. Nicht genau mein Fachgebiet, aber ich habe die Stelle bekommen! Und schon am 15. Januar angefangen.

Die Volksweisheit aus meinem Achtsamkeitskalender aus dem Jahr 2019 passt da übrigens wunderbar dazu: „Alles kommt zu dem von selbst der warten kann.“

Benjamin darf glücklicherweise in die Notbetreuung im Kindergarten und Frederik lernt mit der Oma zu Hause. Jetzt müssen wir erst einmal neue Morgen-Routinen einführen und das Mittagessen am Abend vorbereiten. Aber sonst läuft es gut 😉

Bis demnächst – die Reparaturen im Januar und sogar ein UFO habe ich schon fertig gestellt!
Sonja 😉

Stau auf dem Krippenweg

Am letzten Dienstag sind wir den Krippenweg gelaufen. Wir mussten einfach mal wieder raus und uns längere Zeit bewegen. Es war zwar sehr kalt, aber sehr viele andere Menschen sind auch auf diese glorreiche Idee gekommen…
Wir sind zuerst auf dem Radweg Richtung Wald gelaufen, da war fast nichts los. Im Wald wurden die ersten Krippen dann schnell gefunden – sie waren aus Holz, Ton, Playmobil oder Keramik hergestellt und teilweise sehr kreativ im Gebüsch drapiert. Nach etwa 1,3 Kilometern tauchten immer mehr Menschen auf, die den Krippenweg von der anderen Seite aus begonnen hatten. Wir sind zügig weitergelaufen und haben den letzten Kilometer im Wald im Schnelldurchlauf bewältigt, die Krippen konnten gar nicht mehr richtig betrachtet werden, so hat es da gewuselt…

Glücklicherweise hat es dann am nächsten Tag geschneit, da konnte man sich auch im Garten gründlich austoben und Schneeballwerfen üben ;-). Es wurde auch gleich ein Schneemann gebaut. Der ist mittlerweile sehr müde geworden und hat sich auf ein Schneekissen gelegt. Unterwegs haben wir eine schöne Schneekatze mit Wunderkerzen-Schnurrhaaren entdeckt, deshalb haben wir am Abend auf unserem Schneemann direkt welche abgebrannt.

Die Kinder waren mit Opa und Papa sogar auf dem Schanzenberg zum Schlittenfahren.

Mit meinem kaputten Fuß habe ich mich in der Zwischenzeit im Atelier ausgetobt und drei Tage lang Schnittmuster ausgemistet. Und sehr viel weggeworfen. Drei Ordner sind übrig geblieben, im Rollwagen lagern zudem ein paar Kinderschnittmuster, die ich noch in größeren Größen benötige 😉

Außerdem wurde in den letzten Tagen in Küche und Kinderzimmer ein wenig entrümpelt. Dort war es auch bitter nötig, denn wir haben heute Tag 300/x. Die Weihnachtsferien sind vorbei und morgen geht die „Schule“ wieder los. Wie im letzten Lockdown zuhause und mit Benjamin an unserer Seite, aber Frederik kann inzwischen ganz gut alleine konzentriert seine Aufgaben bearbeiten. Heute Nachmittag wurde uns der Plan für die nächsten drei Tage geschickt, er hat ihn durchgelesen und freut sich sehr, seine Freunde morgen mal wieder online sehen zu können. Hoffen wir, dass es in drei Wochen wieder anders aussieht!

Benjamin darf zwar gerade nicht in den Kindergarten, dafür lassen sich die Erzieherinnen aber allerhand einfallen. In den letzten Wochen haben wir dort vor der Eingangstüre selbstgebackene Plätzchen, einen dekorativen Stern und Erdnussgirlanden (= Vogelfutter) abholen dürfen – so bekommt man auch Bewegung!

Bis demnächst,
Sonja 😉