Pas de Deux – Mai

Im Wonnemonat wurde der Block Wedge Cross genäht.

Mit Foundation Paper Piecing. Bei dieser Technik werde ich letzten Endes vom Ergebnis immer ein bisschen überrascht, denn auch die beste Planung wird durch ein falsch angenähtes Teil sofort über den Haufen geworfen. Wobei „falsch“ hier nicht der richtige Ausdruck ist. Eher seitenverkehrt… Man muss also nicht nur die Vorstellung haben, wie ein Block aussieht, wenn er fertig ist – nein, hier ist es außerdem wichtig, die Richtung der grauen Mittelteile schon zu Beginn richtig anzuordnen. An einer Seite sind sie nämlich breiter.

Insgesamt 28 kleine Blöcke mussten erstellt werden. So sollte es nach dem ersten Plan aussehen – und hat bis auf ein paar Ausnahmen auch funktioniert.

Zwischendrin wurde ich von einem lauten Piepen hinter mir unterbrochen und entdeckte einen jungen Kleiber auf der Galerie. Er hatte sich ins Atelier verirrt und vor lauter Angst auf der Edelstahlabdeckung, einer Treppenstufe, zwei vorbereiteten Hintergründen für Mugrugs und dem letzten Block vom Pas de Deux ein kleines Häufchen hinterlassen. Wir konnten ihn durch das Dachfenster wieder ins Freie locken und ich leitete sofort Stoff-Rettungsmaßnahmen ein. Der Fleck auf der Abdeckung ist nach einigen Umdrehungen in der Waschmaschine auch fast nicht mehr zusehen.

Am letzten Freitag – ich hatte ausnahmsweise Brückentag – ist also der Wedge Cross entstanden und sieht im Gesamtbild gar nicht verkehrt aus 🙂

Hier muss ich gestehen, dass der Checkers-Block rechts unten noch gar nicht genäht wurde. Allerdings kann man da ja nicht so viel falsch machen, wenn man schon die Maße hat, ich hoffe einfach, dass sich das irgendwie hinzufügen lässt!

In den Pfingstferien gibt es bestimmt ein paar Stunden im Atelier, in denen ich den nächsten Block erstellen kann – dann aber ohne tierische Begleitung.

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im Mai

Ist das herrlich, wenn die UFO-Liste schrumpft! Bei eSTe habe ich Anfang des Jahres die vielen Kissenbezüge entdeckt, die ihr so locker von der Maschine gehüpft sind. Und gedacht, dass sich etwas in der Art auch für die Skillbuilder-Reste eignen würde. Ein riesiges Gelkissen im Wohnzimmer hat förmlich nach einem Bezug geschrien. Das Kissen wurde erst einmal vermessen und dann die einzelnen Blöcke entsprechend vergrößert. Am Ende habe ich sechs Blöcke so kombiniert, dass ein etwa 70 x 40 cm großes Stück herausgekommen ist (nur ein Block ist jetzt noch übrig!). Das Top wurde erst auf Thermolan geklebt, anschließend der Hintergrund mäandernd gequiltet. Auf der Rückseite wurde der komplette Rest eines schwarzen Interlocks verwendet, bei dem ich mittendrin einen Klettverschluss angebracht habe. So lässt sich das schwere Kissen sehr gut beziehen.

Passt doch perfekt zum Skillbuilder, oder?


Vier andere „Probeblöcke“ habe ich dann auch noch spontan für zwei kleine Untersetzer verwendet. Kann man ja immer brauchen und zum Quilten üben bzw. Stiche ausprobieren eignen die sich auch hervorragend.

In den nächsten Wochen muss ich unbedingt mal mit den Liegematten beginnen, das Freibad hat schon geöffnet und der Urlaub naht!

Bis demnächst,
Sonja 🙂

Auf die nächsten 45…

Dieser Tag war voller Überraschungen. In der Schule wurden mir Blumen überreicht und etwa 135 Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte haben ein Ständchen für mich gesungen, mit Geigenbegleitung. Dann durfte ich früher nach Hause gehen und nachmittags kam noch die Verwandtschaft auf Kaffee und Kuchen auf dem Balkon vorbei. Nette Menschen haben an mich gedacht und geregnet hat es erst am Abend, dafür gab es aber ein heftiges Gewitter.

Ich selbst habe mir auch etwas geschenkt, das zeige ich euch aber in den nächsten Wochen, da muss vorher noch ein bisschen probiert werden.

Seid gespannt & bis demnächst,
Sonja 😉

☀ Sonniges Wochenende mit abwechslungsreichem Programm

Am Freitagmorgen war im Städtle nach dieser langsam immer wärmer werdenden Woche sehr viel Regen angesagt. Positiv für unsere eingepflanzten Gurken, Zucchini, Bohnen und Saatbänder, beunruhigend für die anstehenden Feierlichkeiten.

Nachmittags habe ich spontan ein Geschenk genäht (Pot Holder und Schraubdeckelverschlussöffner für einen 43. Geburtstag). Vier Geschenke wurden dann kunstvoll verpackt und anschließend die Kleiderschränke nach etwas Schickem durchforstet.

Wir waren nämlich auf einer 3-in-1 Taufe inklusive Kommunion und Firmung eingeladen. Der musikalisch mitreißenden Feier in der Hauskapelle des Claretinerkollegs folgte ein anschließender Umtrunk mit belegten Riesenbrezeln und Zopfvariationen. Es war sehr schön wieder unter so vielen netten Menschen zu sein. Aber auch ungewohnt. Die Kinder konnten sich lange draußen austoben und wollten natürlich nicht nach Hause…

Am Samstag mussten wir uns schon ganz früh wieder in Schale werfen, um halb 10 ging es zu Fuß in die Stadt zur Erstkommunion von Frederiks bestem Freund. Die war auch sehr schön gestaltet, aber das Keybord wurde schmerzlich vermisst – zumindest von allen, die am Tag zuvor auch dabei waren. Zwei Erstkommunionsfeiern innerhalb von 18 Stunden in derselben Familie muss man erst einmal erlebt haben, wir haben uns sehr gefreut, dass wir dabei sein durften! Anschließend traf man sich im „Anno 1460“ zu einem leckeren Drei-Gänge-Menu. Nach dem Eis mussten wir ganz schnell nach Hause, weil Frederik auf einen Geburtstag im Waldseilgarten eingeladen war, der Rest der Familie traf sich wieder mit der Feiergesellschaft unter dem Carport zu Kaffee und Kuchen. Benjamin hätte mir da beinahe einen Herzinfarkt beschert, weil er, während ich noch kurz die Gurken im Garten gegossen habe, schon einmal losgelaufen war. Glücklicherweise ist er diesen Weg schon tausend Mal gelaufen oder mit dem Rad gefahren – und außer einem alten Traktor war auch niemand unterwegs.

Wohlbehalten habe ich ihn dort entdeckt. Die Kuchen waren sehr lecker. Im Garten wurde Fußball gespielt und wir hätten noch Stunden einfach dort sitzen können. Aber Frederik musste ja wieder abgeholt werden – dabei ist Mike eine Stunde verhockt, weil die Kinder natürlich noch zusammen gespielt haben und ihm eine Rote im Semmel samt Radler angeboten wurde.

Nach neun sind wir dann noch zu dem 43.er aufgebrochen, sind da aber schon vor Mitternacht wieder nach Hause zurückgekehrt, weil die Dachgeschoßwohnung ziemlich warm und unser Akku ziemlich leer war.


Am Sonntag wurde der Morgen zum Ausruhen genutzt. Am Nachmittag sind wir bei Kaiserwetter zu siebt mit Hund Richtung Unterallgäu aufgebrochen und haben zwei Orte aus dem Buch „Einfach Wanderbar – 25 Touren mit Kindern im Unterallgäu“ besichtigt. In Oberschönegg gibt es einen Römerturm, den man besteigen kann. Im Dunkeln. Mit Taschenlampen. Oben angekommen hat man eine fantastische Aussicht auf die Umgebung und kann die Berge sehen – wenn es ganz klar ist.

Zu diesem Turm musste man nur etwa einen Kilometer hin und dann natürlich wieder zurück laufen. Deshalb fuhren wir im Anschluss nach Bedernau, das nur ein paar Kilometer entfernt ist und sind dort dem Wassererlebnispfad gefolgt. Einem 3,3 km langen Rundweg, der einen an Bächen, Teichen und Quellen vorbeiführt. Zwischendurch konnten wir einen Biber beim Schwimmen beobachten, Tauben kreisten über unsere Köpfe hinweg, die Kinder hielten es ziemlich lange in einem kleinen eiskalten Bachlauf aus. Kurz hinter einer Naturtherme (die wir ein andermal besichtigen, dann aber länger), gelangt man über eine kleine Grotte durch einen Buchenwald wieder in die Nähe des Parkplatzes. Man hat dort oben eine fantastische Aussicht auf drei kleine Dörfer.

Kurz nach sieben Uhr waren wir wieder daheim, legten nach einer kurzen Dusche endlich mal die Füße hoch und ließen das Wochenende entspannt ausklingen.


Und weil ich vergessen habe zu erzählen, was ich am Muttertag bekommen habe, wird das jetzt nachgeholt 😉

Ein schon frühmorgens mit Oma gesammelter Blumenstrauß wurde mir mitsamt einem wunderbaren blumenwiesenartigen Willkommensschild für die Terrasse, einem Herzkuchen und zahlreichen in der Schule gebastelten Meisterwerken überreicht. Herrlich! Mittagessen wollten wir eigentlich in der Stadt auf dem Streetfood-Festival, doch leider hatten auch viele andere dieselbe Idee. Um Wartezeiten von einer Stunde zu umgehen sind wir schließlich im Dönerladen gelandet. Auf dem Marktplatz haben wir dann die leckeren Döner gegessen und in der Memmingerstraße den Kunsthandwerkermarkt besucht. Seifen, Gestecke, Keramik und Selbstgenähtes war dort nett drapiert und wurde neugierig bestaunt. Vor allem die Preise der Babykleidung und der Leseknochen haben mich interessiert. Gekauft haben wir schließlich zwei gut riechende Seifen und einen Zaungucker für den Teich (ein lustig aussehendes Walross für Oma Hedi).

Und weil das dann genug Menschen für einen Tag waren sind wir wieder nach Hause gefahren. Mit dem Rad selbstverständlich 🙂


Noch etwas ist passiert in den letzten beiden Wochen: Wir haben uns schweren Herzens vom grauen Passat verabschiedet, und einen weißen Passat-Hybrid-Geschäftswagen mit Panoramadach willkommen geheißen.

Die elektrische Reichweite ist mit etwas über 40 km zwar sehr knapp bemessen, aber wenn man gut plant und so bremst, dass das Auto unterwegs auch wieder aufgeladen wird, kann man damit unglaublich viel Benzin sparen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Auf dem Glücksweg durch das Kettershausener Ried

Einen 1. Mai-Ausflug der etwas anderen Art haben wir heute Nachmittag unternommen. Zwei Stunden sind wir auf einem etwa 7 Kilometer langen Rundweg durch das Ried bei Kettershausen gewandert und haben Rostgänse, Enten, zankende Schwäne, einen Silberreiher, Möwen und Blässhühner entdeckt.

Das Wetter war sonnig, aber nicht zu heiß. Die Kneipp-Anlage mittendrin konnten wir leider nicht ausprobieren. Da war schon viel los. Außerdem hatten wir lange Hosen an, die zu eng zum Krempeln waren und natürlich wieder kein Handtuch dabei. Allein, dass es unterwegs nur zwei Möglichkeiten gegeben hat, sich auf einem Bänkle niederzulassen, hat uns etwas gestört (wird Zeit, dass ich mit den UFO-Sitzgelegenheiten weiter mache). Also haben wir das meiste Proviant – bestehend aus Tee, Hefezopf und Keksen – erst kurz vor der Heimreise am Auto verdrückt.

Diese Tour haben wir durch einen Artikel in der Tageszeitung entdeckt. Drei weitere gibt es noch, die man mit Kindern prima laufen kann. Wir freuen uns schon auf die nächste Wanderung 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉