UFO-Abbau im Juli

Spät zeige ich euch meinen UFO-Abbau im Juli, das aber aus gutem Grund. Wir waren gestern auf einer zauberhaften Hochzeit in Augsburg eingeladen, bei der immerhin zwei der fertig gestellten Arbeiten zum Einsatz gekommen sind.

Zunächst einmal wäre da die kleine MugRug mit den Herzen, die schließlich im Geschenk landete. Hier hat ja nur noch das Binding gefehlt.

Und das Kleid, das ich mir für die Hochzeit genäht habe: Karlotta, das „Prinzessinnenkleid für alle Anlässe“ in der Webware „Marrakesch Kombi“ von lillestoff, die ich schon vor Jahren gekauft und mehrfach für Taschen verwendet habe. Eigentlich war so ein Kleid bis jetzt immer ein Kopf-UFO – und das seit Februar 2017, ab da wollte ich unbedingt ein Webwarekleid mit nahtverdecktem Reißverschluss nähen. Gut, dass ich so lange gewartet habe – und gut, dass es diesen wunderbaren Anlass dafür gab!

Meine Probe-Karlotta habe ich aus einem dunkelblauen Blümchenstoff genäht, der zu 100% aus Polyester besteht. Soll zwar für Kleider geeignet sein, hier fand ich ihn im Nachhinein unpassend. Er lässt sich nur auf Stufe 1 Bügeln, dadurch kann man die Nahtzugaben nicht richtig auseinanderbügeln und an so ziemlich jeder Naht kräuselt sich irgendwas zusammen. Für daheim jedoch ein luftiges Sommerkleid!


Zwischendrin ist mir im Kleiderschrank noch ein rotes Ballkleid in Größe 34 untergekommen. Das habe ich 2014 bei einem Faschingskostümverkauf für drei Euro erstanden und wollte das Oberteil abnehmen, um einen passenden Rock zu bekommen. Und schon sechs Jahre später ist es so weit! Durch die Experimente mit dem nahtverdeckten Reißverschluss war ich mutig und habe den vorhandenen Reißverschluss in Kleid und Innenfutter erst einmal rausgetrennt. Das Kleid wurde gerade ausgerichtet und mit dem Patchworklineal das Oberteil abgetrennt. Und zwar da, wo der Reißverschluss aufgehört hatte. Anschließend wurden Kleid und Innenstoff an der Rückseite getrennt, der Reißverschluss an Stoff und Futter wieder angebracht, das Innenfutter oben an den Rock genäht – und schon war er fertig und passt jetzt wie angegossen 🙂


Dann wurde wieder im Nähzimmer gestöbert, dabei habe ich noch zwei Projekte umgesetzt: Die kurze luftige Hose aus dem Schal wurde genäht.

Und Knisterfolie entdeckt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich für Benjamin daraus was nähen wollte – aber dafür bin ich vier Jahre zu spät dran 🙂

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Deshalb habe ich ein rosa Knistertuch mit Webbändern und flauschigem Schaf genäht. Benjamin fand es sogar ziemlich interessant und hat gleich untersucht, warum es sich so komisch anhört…


Den neunten Block vom Summer Sampler 2020 habe ich auch fertig gestellt und freue mich schon auf Montag!

Midsummer
Midsummer

Heute haben wir viel Gemüse geerntet, das wir in den nächsten Tagen verspeisen werden und morgen backe ich zur Feier unserer Veilchenhochzeit einen Zwetschgenkuchen!

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Was ich noch erzählen wollte: Unsere Kinder sind gestern zum ersten Mal auf einer Rolltreppe gestanden und fanden es total witzig!

Bis demnächst,
jetzt hat auch Benjamin Ferien und am Montag geht es zum Friseur…
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Da die Kinder gerade überwiegend kurze Hosen tragen, gibt es in dieser Richtung wenig zu reparieren. Dafür wurde ich aber in meinem Schrank fündig: Die allerliebste Lieblingsjeans (bestimmt über 10 Jahre alt, kurz unter dem Knie endend, mit leichtem Stretch-Anteil, deshalb passt sie auch mit ein paar Kilo mehr oder weniger immer wie angegossen) wurde erneuert. Auf ein leicht durchgescheuertes Knie habe ich schon vor drei Jahren einen Herz-Patch aufgebügelt und ihn auch noch sauber rundherum angenäht. Jetzt stand diese Reparatur für die andere Seite an. Dort wurde es allerdings ein rechteckiger Jeanspatch mit Blümchen. Dabei ist mir der Saum ins Auge gestochen. An der rechten Seite waren in der Naht einige Lücken, deshalb habe ich beide Seiten getrennt und mit einem braunen, dickeren Jeans-Garn wieder angenäht. Das Garn kam dann auch noch auf der Rückseite zum Einsatz, denn da hat eine Tasche begonnen, sich aufzulösen.

In einer schwer zugänglichen Box im Badezimmer wurden beim letzten Aufräumen drei Peelinghandschuhe gefunden. Interessant, was man alles aufhebt, und wo es dann verstaubt. Damit diese Dinger ab sofort auch benutzt werden können, habe ich mit kariertem Schrägband einfach eine Schlaufe dran genäht. Der weiße Handschuh befindet sich zum Beispiel in der Dusche und wird auch tatsächlich benutzt 🙂

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Beim Summer Sampler 2020 wurde heute der neunte Block vorgestellt – ich habe bis gestern noch die Blöcke 5 – 8 genäht. Ich bin also fast wieder up to date.

Brae
Brae
Diverge
Diverge
Convergence
Convergence
Direction
Direction

Heute Morgen haben Frederik und ich eine 16 Kilometer lange Radtour über Attenhofen nach Pfaffenhofen und wieder zurück unternommen. Wir wollten ein Geburtstagsgeschenk ausliefern und eine geborgte Hose zurück bringen. Unterwegs haben wir in einem Feld zwei Störche, einen Graureiher und eine kleine Kuhherde gesehen. Auf dem Rückweg haben wir beim Onkel Bobby Kois gefüttert.

Und weil dann ja erst Mittag war, wurde nach dem Essen Brombeermarmelade und Tzatziki gekocht (die Zutaten dafür haben wir bei Freunden gepflückt, gleich nachdem wir Benjamin im Kindergarten abgegeben hatten).

Der Winter kann kommen, das Regal im Keller ist voll 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉

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PS: Ich habe immer noch Schwierigkeiten, bei einigen Seiten einen Kommentar zu hinterlassen (werde mich aber spätestens nächste Woche dieser mehr als ärgerlichen Sache widmen).

Summer Sampler 2020 in den Sommerferien

Heute war der letzte Schultag dieses besonderen ersten Schuljahres. Frederik war nach einer Stunde schon wieder zu Hause 😉 Von seiner Lehrerin hat er gestern schon ein Blümchen bekommen und heute ein wundervolles Zeugnis. Außerdem konnte er sich noch von den Zweitklässlern verabschieden, die im nächsten Jahr in einer anderen Kombiklasse sein werden. Jetzt ist erst einmal Erholung angesagt. Ein bisschen Radeln, und ein bisschen Schwimmen. Bevor es dann Mitte August auf eine kleine Wohnmobiltour mit Oma und Opa geht. Beim Stadtradeln haben wir für die Grundschule übrigens 289 Kilometer geschafft!

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Ich habe in dieser Woche endlich mit meinem neuen Projekt angefangen (von den alten ist zwar noch keines fertig, allerdings war ich in diesem Monat auch sehr experimentierfreudig): Anfang Mai habe ich bei Cluck Cluck Sew über den Summer Sampler 2020 gelesen. Es wird von Juni bis Ende September jede Woche am Montag ein Block genäht. Insgesamt werden es 16 Blöcke, die ziemlich raffiniert ausschauen. Es stand schnell fest, dass ich mir das nicht entgehen lassen kann 🙂 Mit einem Gutschein für die Stoffwelt, den ich zum 40. Geburtstag bekommen habe, habe ich Mitte Juni das Material besorgt (erst da waren im Laden wieder genügend Baumwollstoffe vorhanden). Die sehr nette Verkäuferin und ich haben versucht, die vorgestellte Farbpalette nachzubilden, es ist uns auch einigermaßen gelungen. Auch wenn ich im Moment der Meinung bin, dass ich besser zwei Farben getauscht hätte. Aber mittlerweile sind immerhin vier Blöcke genäht, der fünfte am Entstehen und der sechste in der Vorbereitung.

Trellis
Trellis
Infinite Pinwheels
Infinite Pinwheels
Lakeside
Lakeside
Tide Pool
Tide Pool

Das macht Spaß! Und ist wirklich was für zwischendurch, wenn man nur mal kurz Zeit hat.

Am Dienstag ist unser neuer Kühlschrank angekommen – jetzt muss hoffentlich nichts mehr in den Keller getragen werden…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Abgetau(ch)t

Seit beinahe 8 Wochen haben wir Probleme mit unserem Kühlschrank. An einem Samstag Mitte Mai ist der Ventilator an der Innenverkleidung festgefroren und hat die kühle Temperatur nicht mehr in die unteren Etagen transportiert. Der Sonntagsbraten musste entsorgt werden, da die Temperatur im Fleischfach auf 17 Grad angestiegen war. Schon zwei Tage später kam jemand vom Kundendienst, der den Kühlschrank öffnete, einen Lufttemperaturfühler tauschte, das Eis unter der Innenverkleidung abtaute und alles wieder zusammenschraubte. Der Kühlschrank funktionierte wieder – so war der Eindruck. Am Wochenende drauf war der Salat im Gemüsefach gefroren. Und um das Speiseeis aus dem Tiefkühlfach portionsgerecht zu verteilen, hätte man schweres Gerät benötigt 😉 Wir tauten erneut ab, probierten andere Temperatureinstellungen aus. Er tat ja, was er sollte, wenn auch ein wenig zu gut…

Mitte Juni passierte das gleiche wie im Mai, in den unteren Fächern herrschten plötzlich karibische Temperaturen. Wir lagerten unsere Lebensmittel fortan im oberen Teil des Kühlschranks und im Keller (denn da steht glücklicherweise der alte Kühlschrank noch als Ersatz). Ein Anruf beim Kundendienst brachte uns einen neuen Reparaturtermin Ende Juni. Dabei wurden zwei Temperaturfühler getauscht. Wir tauten wieder ab, starteten neu und schon am nächsten Tag war wieder alles wie gehabt: oben kühl und unten warm. Mehrere Telefonate mit dem Kundendienst waren alles andere als zufriedenstellend. Heute endlich kam jemand zur Reparatur. Es wurde getestet und gemessen, am Ende wurde der Ventilator als der Schuldige identifiziert, offenbar drehte er sich in die falsche Richtung. Und weil wieder alles voller Eis war, wurde wieder abgetaut (laut Kundendienst und Gebrauchsanleitung muss bei uns höchstens das Eisfach abgetaut werden, niemals aber eine eingefrorene Rückwand). Im Moment stellt er sich auf die richtige Temperatur ein, es sieht ganz gut aus – hoffen wir, dass es so bleibt 🙂


Erfreuliche Nachrichten gibt es allerdings auch: Durch das Homeschooling haben Frederik und ich die Möglichkeit, vormittags ins Freibad zu gehen. Letzte Woche waren wir zwei Mal ca. 20 Minuten (dann musste er raus, es war noch ein bisschen zu kalt). So kommt er wenigstens nicht ganz aus der Übung. Beim ersten Mal ist er mehr getaucht als geschwommen, dann hat es immer besser geklappt. Und nächste Woche wird wieder trainiert!


Bei meinen Projekten geht es gerade auch nicht so weiter, wie ich mir das vorstelle (die noch nicht abgegebene Steuererklärung trägt da bestimmt einiges dazu bei…). Deshalb habe ich beschlossen, etwas Neues anzufangen. Ein Quilt mit diesen Farben soll es sein.

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Und ein Kleid aus einem nicht dehnbaren Stoff mit Nahtreißverschluss (dafür habe ich immerhin schon mal das Schnittmuster ausgeschnitten).


Die Vogel-Beobachtungsstation wird gerade gestrichen und Benjamin hat letztes Wochenende mit 5 Kindern seinen fünften Geburtstag gefeiert – wir waren erledigt, als alle wieder abgeholt wurden…

Im Garten wuselt es nur so vor Bienen und Hummeln, die Libellen schlüpfen gerade und Baby-Molche wurden auch schon im noch immer abgedeckten Teich gesichtet. Ein neues Insektenhotel wurde auch gebaut.

Wir fahren für Frederiks Grundschule beim Stadtradeln mit. In dieser Woche haben wir zu viert bereits 77 Kilometer zurückgelegt. Ob die nächsten beiden Wochen auch so gut laufen? Wir werden sehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Reparieren von 12 bis 12

Kurios ging es in den letzten Wochen bei uns zu. Nicht nur Jeans, Pullis, Taschen und Jogginghosen standen auf der Reparaturliste, auch der Duschschlauch, das Auto, sogar die Spülmaschine wurden einer gründlichen Inspektion unterzogen und funktionieren jetzt wieder – teilweise besser denn je!

Unser Problem mit der dreckig machenden Spülmaschine wurde eher zufällig gelöst. Benjamin spielte mit einem Verbindungsteil, das – warum auch immer – nicht eingebaut war und in der Schublade unter der Spülmaschine ein einsames Dasein fristete. Und ich saß im richtigen Winkel vor der offenen Spülmaschine um zu erkennen, dass das Teil vielleicht doch seine Berechtigung hat. Nachdem es eingebaut wurde, werden sogar die Gläser wieder sauber! Jetzt bekommt die Maschine endlich Wasser für den Verteiler unter dem oberen Korb und kann ihrer eigentlichen Aufgabe nachgehen. Warum uns das erst jetzt aufgefallen ist, konnte ich noch nicht herausfinden. 2017/2018 hat sie nämlich ganz gut gespült, erst danach haben wir bemerkt, dass einige Teile zum Teil dreckiger rauskommen, als sie beim Befüllen waren.


In der Dusche machte sich gleich nach dem Anschalten von einem Tag auf den anderen ein Geruch nach Schwefel breit. Nachdem hier im Moment alles kaputt geht (der Trockner hat das zeitliche gesegnet, der Kühlschrank ist schon wieder defekt, wird aber in dieser Woche noch repariert) schrillten unsere Alarmglocken. Nach kurzer Recherche fand ich einen recht interessanten Blog, in dem dieses Problem behandelt wurde. In den Kommentaren hieß es, dass der Schlauch gründlich gereinigt oder getauscht werden müsse, dann sollte es wieder neutral riechen. Und es hat funktioniert!


Dann kam vor zwei Wochen der Dauerregen. Und weil das Wetter an einem Freitagmorgen sehr regnerisch war, habe ich Benjamin mit dem Auto in den Kindergarten gefahren. Schon kurz nach dem Einsteigen bemerkte ich, dass der Fahrersitz durchnässt war und offenbar von der Sonnenblende aus Wasser nach unten weitergeleitet wurde. Nach dem Abliefern wurde das Auto in der Garage geparkt. Mike fand einen Plan, der anzeigte, wo das Wasser, das sich oben am Schiebedach sammelt, ablaufen sollte. Und warum es das nicht tat. Moos, Blätter und Ähnliches versperrten den Weg. Nachdem er beide Abflüsse gesäubert hatte, wurden sie mit Leitungswasser getestet. Dann dauerte es noch zwei Tage, bis der Luftentfeuchter das Auto wieder trocken gelegt hatte. Wenigstens musste es dafür nicht in die Werkstatt.


Bei der RuckZuck-Tasche meiner Freundin durfte ich noch einmal den Reißverschlusszipper erneuern. Offenbar soll man in diese Tasche nicht zu viel einladen, wenn man den Reißverschluss schließen will… Bei dieser Gelegenheit habe ich gleich noch zwei ausgerissene Webbänder ergänzt, jetzt ist sie wieder wie neu 😉

Und hier sind noch ein paar Bilder der Hosen und des Pullis. Die Hosen wurden zum Teil schon einmal repariert. Beim Pulli war nur ein kleines Loch an der Ärmelunterseite, zur Reparatur musste ich allerdings ein großes Stück trennen.


Ach ja, und das Sofa ist jetzt auch wieder ganz. Das stabilere Garn ist jetzt an beiden Stellen eingesetzt. Mal sehen, wie lange es dieses Mal hält – und wer es letztendlich zum Reißen bringt…

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Hoffentlich finde ich im nächsten Monat auch noch was Kaputtes…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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