Herzlichen Glückwunsch, Frederik!

Im Kreise der Familie wurde heute Frederiks achter Geburtstag gefeiert. Entspannt haben wir am Morgen zwei Kuchen gebacken, den Tisch gedeckt und auf die Gäste gewartet.

Der Kindergeburtstag findet erst am Freitag statt und in die Schule darf er wegen Corona in diesem Jahr nichts mitbringen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

PS: Die „Reisequilts“ der Kinder sind gestern beide fertig geworden. Ich zeige euch bald, wie sie aussehen und hoffe, dass sie im nächsten Jahr auch tatsächlich im Wohnmobil zum Einsatz kommen.

UFO-Abbau im September

Letzte Woche habe ich Post bekommen und mich wahnsinnig gefreut! Die liebe eSTe hat mir die Anleitung für das „einfachste Binding aller Zeiten“ von Verena / einfach bunt geschickt, das sie bei ihrem Harry-Potter-Quilt erstmalig verwendet hat. Vielen Dank dafür, ich probiere es bestimmt aus und werde dann berichten! Die beiden Reisequilts der Jungs und der Summer Sampler 2020 liegen in den letzten Zügen, vielleicht kann ich es da ja ausprobieren 😉


Im September habe ich das Leinenhosen-UFO abgeschlossen, das mir bestimmt seit 2016 im Kopf rumschwirrt. Die bequeme und luftige Leinenhose in Größe 38, die ich 2014 in einem Ulmer Jeansladen erstanden habe, hat leider die Schwangerschaft mit Benjamin nicht unbeschadet überstanden… Am Hinterteil war ein langer Riss vorhanden, der durch einen kleinen Ausrutscher im Garten entstanden ist. Sogleich wurde ein Hosenbein aufgetrennt und analysiert, wie man das vorher wohl zusammengefügt hat.

Und dann lag das aufgetrennte Hosenbein mitsamt dem intakten Bein im Schrank und wartete auf das letzte Wochenende.

Alle Teile wurden auf dem Boden ausgelegt. Der Stoff war auch nach dem Bügeln noch wellig, verzogen, ausgefranst. Aber der Anfang war gemacht und wenn ich es jetzt nicht gemacht hätte, wäre die Hose entsorgt worden. Alle Teile wurden mit Hilfe eines Rädchens und schweren Beilagscheiben auf stabiles Papier übertragen, die wichtigsten Stellen markiert, sehr krumme Linien begradigt und schließlich ausgeschnitten. Im Atelier herrschte Chaos.

Dann habe ich aus einem Rest Leinenstoff (rosa kariert und deshalb kein schöner Anblick für Frederik) die ersten Hosenteile ausgeschnitten. Bei den aufgesetzten Taschen habe ich darauf geachtet, dass die Teile einigermaßen übereinander passen und zusätzlich ein Innenfutter aus einfarbigem Baumwollstoff angebracht. Dafür brauchte ich nur die Unterkante mit Webband versäubern und nicht auch die Oberkante der Tasche. Jetzt sieht man allerdings gar nicht, wo die Tasche anfängt 😉

Das Vorderteil, das aus zwei Teilen und der aufgesetzten Tasche besteht, und das Hinterteil waren ziemlich schnell ausgeschnitten und zusammengenäht. Schon ging es an die pludrigen Unterteile mit Gummizug. Laut aufgetrennter Hose waren alle Teile (Außenstoff und Innenfutter, jeweils mit Vorderteil und Hinterteil) unterschiedlich groß. So habe ich das dann auch ausgeschnitten und den Gummi mit der Overlock angenäht. Der Gummi war eventuell zu breit, denn nach dem Umklappen – der Gummi war jetzt unsichtbar zwischen Außen- und Futterstoff – hat der Futterstoff viel zu weit herausgestanden. Also wurden ungefähr zwei Zentimeter abgeschnitten und das verkürzte Unterteil an die Hose genäht.

Fehlte noch das Bündchen an der Oberseite. Auch das habe ich doppelt genommen und kurz vor dem Zusammennähen ein breiteres Gummiband durchgezogen. Hält bestens!

Im nächsten Frühling probiere ich bestimmt noch eine Leinenhose aus. Dann aber mit einem unifarbenen Stoff und passendem Webband ohne Schnickschnack.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

Reparieren von 12 bis 12

Hier stapeln sich schon wieder die Hosen, deshalb war ich froh, dass ich von Oma Haia am Wochenende zwei interessantere Reparatur-Projekte erhalten habe 🙂

Eines davon habe ich gestern Vormittag umgesetzt: Dem beinahe antiken Zeitungsständer wurde der arg mitgenommene Bezug entfernt und durch einen abnehm- und somit waschbaren Bezug ersetzt. Dafür habe ich den restlichen Canvas-Stoff aus dem „Alles für Selbermacher“-Adventskalender aus dem Jahr 2017 vernäht. Blauer Klettverschluss hilft dabei, dass der Bezug an den Stangen stabil hängt und eine Menge Zeitungen tragen kann.

Von der Idee bis zur Fertigstellung hat dieses Projekt zwei Stunden gedauert. Zu guter Letzt habe ich noch alle gelockerten Schrauben wieder angezogen – jetzt hält er bestimmt noch mal 30 Jahre…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.


Heute war übrigens Tag 177/x – falls ich mich nicht verrechnet habe, das ist eine unglaublich lange Zeit…

Es war der erste Tag, an dem alle Männer das Haus verlassen haben. Bis halb 12 war ich alleine und habe natürlich nicht das gemacht, was ich mir für diesen Fall vorgenommen hatte. Stattdessen habe ich in der Zeit Bad, Küche und Flur auf Vordermann gebracht, gesaugt, nass gewischt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, alte Wäsche aufgeräumt, eine Kürbissuppe mit den Hokkaidos aus dem Garten gekocht, Frikadellen aus Haferflocken ausprobiert (das ist noch ausbaufähig) und die heutige Zeitung gelesen. Dann kam Frederik nach Hause und erzählte mir von der Begrüßung der Erstklässler heute Morgen auf dem Pausenhof. Die Zweitklässler durften ein Gedicht aufsagen, jeder eine Strophe. Leider war es zu diesem Zeitpunkt so nebelig, dass man fast niemanden mehr erkannt hat und die Kinder kaum das Mikrophon gefunden haben. Danach ist es wieder aufgeklart und jetzt haben wir herrlichen Sonnenschein.

Zuviel des Guten …

… kann wundervoll sein – sofern es sich nicht um Fruchtfliegen, Leichtschaumplatten, Dinkelspelz oder Zucchini handelt.

Die Fruchtfliegen in der Küche haben wir mit der altbewährten Mischung aus Essig, Saft- und Bierresten, warmem Wasser und einem Spritzer Seife sehr gut in den Griff bekommen. Die Abdeckung für die Fruchtfliegenfalle musste bis jetzt jedes Mal aus Papier hergestellt und mühsam mit einem Gummi am Gefäß befestigt werden. Geht zwar schnell, sieht aber unschön aus – deshalb habe ich heute eine „nachhaltige Abdeckung“ dafür genäht, die sogar gewendet werden kann. Durch den eingezogenen Gummi hält das Teil auf drei unterschiedlich großen Gefäßen.

Ich bin gespannt, ob sie genau so effizient ist – leider sind gerade keine Fruchtfliegen in der Küche unterwegs.


Mit den Leichtschaumplatten hatte ich schon Anfang August zu tun. Eigentlich wollte ich mir nur ein Designboard nach einer Anleitung von Lori Holt basteln. Beim Summer Sampler musste ich bisher bei mehreren Blöcken trennen, weil offenbar der kurze Weg von Bügeleisen zu Nähmaschine ausreichte, alles verkehrt herum anzuordnen…

Also suchte ich nach geeignetem Material. Und erstand – ganz Schwäbin, die dann doch lieber die Großpackung nimmt – 10 DIN A3 Platten und eine DIN A2 Platte. Daraus wurden dann insgesamt 13 Designboards in 3 Größen: einmal DIN A2, achtmal DIN A3 und viermal DIN A4. Ich konnte mich sogar überwinden, das Binding mit der Heißklebepistole anzubringen – und habe mich nur einmal verbrannt 😉

Diese Teile sind genial. Durch den Überzug mit Thermolam krallen sich die aufgelegten Schnipsel dort fest. Alles, was zu einem Block gehört, kann auf einem Board gesammelt werden. Wenn man fertig ist, legt man sie einfach aufeinander, und schon ist aufgeräumt. Auf die größeren Designboards kann man aber auch einfach einen Block oder eine Mugrug mittig aufsetzen und das Ganze als Bilderrahmen benutzen. Das ist hier besonders toll, da der Mann sich ja immer noch weigert, irgendwelche Befestigungsmöglichkeiten im Putz anzubringen.


Kommen wir zum Dinkelspelz. Auch da wurde mir eine Großpackung zum Verhängnis. Wer kann schon ahnen, dass 10 Kilogramm Dinkelspelz so voluminös sind? Man braucht nur ein Kilogramm für das Meditationskissen von Pattydoo – also habe ich eben mehrere genäht. Und bis auf meines auch alle verschenkt 🙂

Das ist ein tolles Projekt um Stoffreste aufzubrauchen. Und Freihandquilten zu üben. Aber der Reihe nach: Die ersten beiden habe ich fast nach der Anleitung genäht. In meinem Randstreifen befindet sich nämlich ein Klettverschluss, durch den man den Dinkelspelz – wenn nötig – wieder entfernen oder auffüllen kann. Er wird aber vom Gurtband verdeckt.

Beim dritten Kissen habe ich das Stylevil mit einem Herz an die Oberseite geheftet. Und dann habe ich experimentiert. Zuerst mit dem Dekostoff, der vom Fasching übrig geblieben ist. Diese beiden Kuh-Kissen haben aber die Kinder beschlagnahmt. Da befindet sich der Klettverschluss auf der unteren Seite, sie können gut befüllt werden. Eine weitere Version aus Kunstleder hat weder Absteppung auf der Oberseite noch Tragegriff, dafür aber einen Reißverschluss an der Seite. Sieht sehr edel aus.

Und die letzte Variante mit Reißverschluss und Freihandquilting auf Ober- und Unterseite ist aus einem nicht benutzten Tischläufer entstanden. Da habe ich die schönsten Stücke ausgeschnitten und einfach die Blätter, bzw. Stängel nachgenäht. Von einer alten Tasche wurde ein Ledergurtband eingenäht, das wunderbar dazu passt.


Die Zucchini-Ernte ist in diesem Jahr wieder sehr gut. Wir müssen schon Haferkekse backen, um einen Teil zu verbrauchen. Ansonsten gibt es viele Gemüseaufläufe, da kann man sie ja auch gut verstecken 🙂

Morgen geht offiziell das neue Kindergartenjahr los – Benjamin ist jetzt ein Vorschulkind!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im August

Die bisher letzte vorbereitete Mugrug hat endlich auch einen schönen Rand bekommen.

So langsam lichten sich die Regale, hin und wieder taucht jedoch etwas auf, das dort schon jahrelang schlummert. In diesem Fall waren das zwei Taschenprojekte, die bestimmt schon seit 2016 auf eine Umsetzung warten. Da wären erstens die vier Taschen von farbenmix (Bags to love: Geometric). Einfach ausschneiden und loslegen. Man braucht nicht einmal ein Innenfutter. Bis man auf der Suche nach der Anleitung an verzierten Taschen hängen bleibt und plötzlich auch noch was ergänzen muss… Schließlich wurden zwei Taschen einfach so schnell zusammengenäht, die anderen beiden bekommen noch ein Extra. Eine davon ist auch schon fertig. Durch unsere Namen in dem Buchstabengitter ist sie eine Familieneinkaufstasche geworden.

Und dann wurde noch ein vorbereitetes Stoffpaket einer einfachen Hängetasche mit Canvas und Kunstleder gefunden. Glücklicherweise in einwandfreiem Zustand (also das Kunstleder hat sich noch nicht aufgelöst). Genau das richtige für den Mann, der nicht gerne mit buntem Zubehör in der Stadt gesehen wird ;-).

Bleiben also noch folgende UFOs übrig: viele unterschiedliche Blöcke, HSTs aus zwei Charm Packs und die Kopie des Leinenhosenschnitts. Sofern nichts Neues auftaucht!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

PS: So langsam freunde ich mich auch mit dem Gutenberg-Editor an.