Pas de Deux – Januar

Noch in den Weihnachtsferien habe ich bei Rachel (Stiched in color) den Jahres-Quilt-Along „Pas De Deux“ entdeckt. Eine ausgezeichnete Gelegenheit, die übrig gebliebenen Stoffe meines Row-By-Row-Quilts aus dem Jahr 2018 zu verwenden. Wenn man eine Scrappy-Version davon erstellen will, eignen sich meine Reste laut der Angaben in der Übersicht. An diesem Sew-Along gefällt mir vor allem, dass die Blöcke ineinander übergehen und einige deshalb nur ansatzweise zu sehen sind. Das wird bestimmt interessant beim Zusammennähen. Außerdem die unterschiedlichen Techniken, von denen ich viele schon lange nicht mehr gemacht habe. Im Januar wurden zwei Blöcke genäht, um den Schwung des neuen Jahres auszunützen. Das hat wunderbar geklappt.

Es wurden HSTs und Circle Squares genäht.

Zuallererst habe ich die Einstellungen der Maschine überprüft und die Nadelposition so eingestellt, dass die Nahtzugabe auch wirklich 1/4“ beträgt und ich nicht später wieder lauter unterschiedlich große Blöcke habe, oder Spitzen abgeschnitten werden, die eigentlich aufeinander treffen sollten. Jetzt muss ich mich nur noch beim nächsten Mal an das davon gemachte Bild erinnern 😉

Die HSTs gingen mir leicht von der Hand und waren an einem Wochenende erledigt.

Bei den Circle Squares dagegen war nicht die Applikation des Kreises die größte Herausforderung, wie ich anfangs vermutete. Die Blöcke mussten getrimmt werden. Auf 8,5“ x 8,5“. Und obwohl hier wirklich ausreichend Lineale vorhanden sind, hätte ich dafür tatsächlich ein anderes gebrauchen können. Immer wenn die Winkel gepasst haben, waren die Seiten falsch und andersrum klappte es natürlich auch nicht. Zu guter Letzt habe ich mein 12“ Lineal mit Washi-Tape präpariert und mutig drauf los getrimmt.

Und so sehen die bisherigen zwei Blöcke aus:

Der überstehende Kreis auf der rechten Seite muss noch abgeschnitten werden, bei dem auf der linken Seite wird der Kreis ganz appliziert, aber vom halben Block unten noch etwas abgeschnitten. Deshalb wird das erst später zusammengenäht.

Immer zwischen dem 5. und 10. eines Monats gibt es die neue Anleitung. Im Februar wird der Block Postage Stamps genäht, ich werde dafür hauptsächlich rot und pink verwenden. Mit dieser Auswahl bleibe ich nah an der vorgestellten Rainbow-Version und kann dann gleich loslegen, wenn die neue Anleitung da ist!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau – Abschluss 2021, Ausblick und Abbau im Januar

Ganze fünf UFOs konnte ich im letzten Jahr fertig stellen! Wenn man bedenkt, dass ich im Januar 2021 einen neuen Job antreten durfte und die Zeit für Kreativität danach ziemlich knapp bemessen war, ist das eine gute Leistung. Es muss sich eben alles erst einpendeln – und die Energie war leider schon immer gegen acht Uhr abends komplett aufgebraucht.

2021 habe ich eine Tasche fertig gestellt, die ich fünf Jahre zuvor begonnen. Die Edelstahlabdeckung ist fertig geworden – wurde aber kein einziges Mal verwendet, da das Wetter sich überhaupt nicht zum „Grillen-und-lange-draußen-sitzen“ geeignet hat. Ein Stoff, der schon lange im Regal lag, wurde zu einem kuscheligen Hoodie verarbeitet und die letzte farbenmix-Canvas-Tasche ist auch fertig geworden.

Zu guter Letzt habe ich mich gleich zu Jahresbeginn an das Binding des Skillbuilders gemacht. Vielen Dank für eure aufmunternden Zusprüche. Ich habe fertig 😉

Und hier ist der Beweis. Natürlich habe ich schon drei Tage später mit einem neuen Großprojekt begonnen – aber dazu mehr in der nächsten Woche!

Was wird 2022 fertig gestellt?

Im Januar habe ich bei „Just get it done quilts“ die 21 Tage Declutter-Challenge angesehen (aber nicht mitgemacht – das Atelier war nach einem Tag kruschteln so aufgeräumt, dass es für weitere Projekte gut genutzt werden kann). Dort wurden auch UFOs behandelt, laut Karen sind das alle Projekte, die schon zugeschnitten sind und die man angefangen hat und plötzlich stoppte – fast immer, weil man irgendwo einen Fehler gemacht hat. Sie erklärt eindrucksvoll, wie man herausfinden kann, ob man das gefundene UFO wirklich beenden sollte, oder doch lieber spendet, entsorgt, oder den Rest für etwas ganz anderes verwendet.

Im Atelier habe ich folgende Sachen gefunden, die entweder bereits zugeschnitten sind oder schon begonnen wurden, in diesem Jahr sind sie auf meiner UFO-Liste:

  • Die übrig gebliebenen Skillbuilder-Blöcke (da wird ein Kissen draus)
  • Der Summer Sampler 2021 – drei Blöcke sind mittlerweile fertig und jetzt weiß ich auch, wer ihn bekommt, es heißt also „Dranbleiben!“
  • Meine 5“-Squares in der großen Box. Daraus und aus beschichteter Baumwolle werden vier Liegematten entstehen (bis August sollten sie fertig sein, denn dann geht es in den Urlaub, immerhin fünf Tage Ferienhaus in der Nähe mit einem See direkt vor der Terrasse!)
  • Ein sommerliches Tunika-Shirt (schon zugeschnitten, sieht im Moment ziemlich klein aus…)
  • Zahlreiche HSTs aus zwei Charm-Packs, weiß und Regenbogenfarbe wurden jeweils kombiniert. Im Moment habe ich (noch) keine Idee, was daraus werden soll.
  • Halbe Hexagons aus der Jelly Roll, die auch für die Badvorleger verwendet wurde. Die liegen auch schon ewig hier herum, aber jetzt habe ich eine Vorstellung, wie ich die zu einem neuen Badteppich kombinieren und auch noch Freihandquilten üben kann.
  • Hintergründe für die sieben Mugrugs, die mir noch aus dem Buch fehlen.
  • Und die Stickerei mit dem Vogel, jetzt kommt ja bald der Februar, das ist offenbar der Monat, in dem solche Arbeiten vorankommen 😉

Das wäre erst einmal alles. Aber es ist ja allgemein bekannt, dass während des Jahres noch einige UFOs auftauchen – entweder ganz unten im Stoffregal, wo man schon lange nicht mehr genau hingesehen hat, oder in Kisten, auf denen „Fertige Projekte“ steht…

Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass es in diesem Jahr mehr als fünf UFOs werden!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt – wenn auch etwas spät mit meiner Liste – bei Valomea’s Flickenkiste.


Und hier seht ihr, was man machen kann, wenn es am Samstagmorgen plötzlich ein kurzes Schneegestöber gibt:

Reparieren von 12 bis 12

Am Dienstag hatte Frederik zum Abschluss des Themas „Wald“ mit der ganzen Klasse eine Exkursion in den Wald hinter unserem Haus. Neben seiner Lehrerin und einer Begleitperson war auch ein Förster dabei, der den Kindern im Schneesturm eine Menge Sachen erklärte. Im Dickicht hat ein Kind einen Handschuh verloren, der aufgrund der Schneeverhältnisse bis jetzt nicht mehr aufgetaucht ist. Und Frederik ist eine Außennaht der Winterjacke eingerissen. Das konnte am Abend innerhalb von Minuten repariert werden. Weil der Stoff so glitschig war, habe ich das nur von außen mit der Maschine ausgebessert. Bei der anschließenden Anprobe haben wir dann entdeckt, dass er aus dieser Jacke schon so gut wie herausgewachsen war und ihm kurzerhand eine größere Winterjacke bestellt.


Vor zwei Wochen ist die Toilettenspülung kaputt gegangen. Erst ist die Seite mit der kleinen Spülmenge ausgefallen, zwei Tage später auch die andere. Im Moment spülen wir, indem wir an den beiden Haken ziehen. Im Prinzip sehr praktisch, weil sich das Wasser hervorragend dosieren lässt – allerdings sieht es ziemlich bescheiden aus. Und eigentlich sollte so etwas doch nicht schon nach etwas mehr als fünf Jahren kaputt gehen – der Spülkasten im Keller ist über 20 Jahre alt und läuft immer noch wie geschmiert.

Reparieren ließ sich das bisher nicht. Erstens ist ein Plastikteil abgebrochen und zweitens stehen im Moment keine Handwerker zur Verfügung. Wenn dann allerdings mal jemand vorbeikommt, werden die sich auch gleich ansehen, wo im Dachgeschoss die Heizung eingebaut werden kann, dann geht es da wenigstens langsam weiter…

Bis demnächst,
Sonja 🙂

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UFO-Abbau im November

Geschafft! Ich habe tatsächlich doch noch ein UFO beseitigt. Und dazu auch noch ein sehr altes… Wer erinnert sich noch an das Jahr 2016 und den Taschenspieler Sew-Along? Da habe ich zum ersten Mal von vorne bis hinten an einem Nähevent teilgenommen und alle Taschen geschafft. In diesen zwei Monaten im Frühjahr habe ich unglaublich viel gelernt! Für die Lenkertasche habe ich damals zuerst ein paar Teile zugeschnitten, den Innenstoff mit Vlies H630 verstärkt und die aufgesetzte Reißverschlusstasche der Vorderseite gestaltet und zusammengenäht.

Dann hat mir das alles nicht mehr gefallen und ich habe aus beschichteter Baumwolle noch einmal alles ausgeschnitten und schließlich diese Lenkertasche fertig gestellt.

Die übrigen Teile waren hier in einer Box eingelagert, bis sie mir im letzten Jahr wieder unter die Augen gekommen sind. Und am letzten Wochenende war es so weit. Am Samstag habe ich alles zugeschnitten was noch fehlte. Sogar der Stoff, der damals für die Außenseite vorgesehen war, war noch in ausreichender Menge vorhanden und ist jetzt komplett aufgebraucht 😉

Die Reißverschlusstasche innen wurde aufgenäht und mit Webband versehen, auf die andere Innenseite ein Gummiband aufgenäht, die Rückseite der Tasche mit dem Steckfach ergänzt und Webbänder und Karabiner eingesetzt.

Gestern kamen schließlich noch die Wendeöffnung und das Gurtband mit den Steckern dran. Jetzt hängt auch sie im Auto und beherbergt zwei Masken der Kinder, eine tierische und eine medizinische. Falls im Eifer des Gefechts mal wieder alles zu Hause vergessen wird und man ohne nirgendwo eingelassen wird.

So, und wenn sich im nächsten Monat der Zustand des Skillbuilders nicht verändert, wandert der auf meine UFO-Liste für das nächste Jahr – und dann wird nichts Neues begonnen, so lange der noch nicht fertig ist!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Oma Hedis Reisequilt

Offenbar habe ich im letzten Jahr ganz vergessen, euch Oma Hedis Reisequilt zu zeigen. Begonnen wurde der im Februar 2020. Damals war ich noch mit den Kindernähkursen beschäftigt und hatte unbändige Lust, nach den ganzen Turnbeuteln und Kissen mal wieder was Anderes zu nähen. Allein, in vollkommener Ruhe…

Ein Brightly von CluckCluckSew wurde angefangen. Ich liebe diese Anleitungen. Die Quiltgröße kann man variabel zusammenstellen, die einzelnen Blöcke sind sehr schnellt genäht und alles ist sehr ausführlich beschrieben.

Bis zum 10. November 2020 habe ich dann tatsächlich den Quilt fertig gestellt, verpackt und verschenkt. Wenn ich mich recht erinnere, habe ich ihn „On the Road again“ genannt, er soll ja auch im WoMo mit auf Reisen gehen.

Damals waren allerdings die Sterne noch nicht gequiltet, das ist erst im Laufe der nächsten Monate passiert. Jetzt hält alles bestimmt sehr gut zusammen!

Auf der Rückseite habe ich einige Stoffe der Vorderseite verwendet und in der Mitte eine Pineapple eingefügt. Dafür wurden mehrere Versuchsblöcke genäht. Aus dreien davon habe ich für Omas heutigen Geburtstag auch noch was gezaubert: Ein bequemes Kissen und zwei Untersetzer. Das könnte ich glatt noch im UFO-Abbau posten 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉

PS: Das im letzten Jahr besorgte Werkzeug zum Kürbisschnitzen hat sich bestens bewährt. Noch nie ging mir eine Katze so leicht von der Hand. In gerade mal 50 Minuten konnte der riesige Kürbis ausgehöhlt, die Katze übertragen und auch noch ausgesägt werden.