UFO-Abbau im Oktober

Im Oktober ging es den Jeans-Vorräten an den Kragen

Bereits Ende September habe ich begonnen, meine über 20 Meter lange Jeans-Jellyroll zu einem Rechteck zusammenzunähen. Im Regal lagerten außerdem 25 Jeans-Hosentaschen, die vom Hostenteil abgetrennt und von sämtlichen Fäden gesäubert wurden.

Der Jeans-Teppich war schnell zusammengenäht, die flachgebügelten Nähte habe ich dann mit Zierstichen nur auf dem Vlies befestigt. Dabei wurden 16 mehr oder weniger leere Garnrollen in vielen Blautönen komplett aufgebraucht. Die Rückseite aus einem alten Bettbezug kam erst anschließend zum Einsatz.

Die Taschen wurden nun auf dem Teppich verteilt und festgesteckt. Leider war das Annähen so eine ziemlich blutige Angelegenheit. Deshalb machte ich ein Bild, nahm die Taschen wieder ab und nähte sie immer einzeln fest – und auch dabei habe ich mir sehr oft in die Finger gestochen 😉

Das Scrappy-Binding habe ich nach der Anleitung für das „Einfachste Binding aller Zeiten“ von Verena / einfach bunt angenäht. Dafür eignet sich dieses Binding perfekt.

Zum Annähen habe ich hier einen Zierstich verwendet. So ist sichergestellt, dass die Rückseite auch gut mit eingefasst ist.

Auf der Rückseite habe ich außerdem einen Tunnel und zusätzliche Bänder angebracht. Im Moment hängt das „Utensilo“ nämlich am Regal im Atelier und beherbergt Stifte, Scheren und Kleinkram (= Dinge, die Benjamin dort versteckt und nicht mehr wieder findet 🙂 ).

Es haben 24 Taschen Platz gefunden. Passend zur Jahreszeit könnte man dann im November einen Adventskalender draus machen.

Das hängende Utensilo ist ziemlich schwer geworden. Ich habe großen Respekt vor allen, die aus Jeansstoff riesige Quilts erstellen! Meine Vorräte sind jetzt erst einmal aufgebraucht – für kleinere Reparaturen ist aber noch genug vorhanden, und eine Jeans wartet auch schon auf dem Reparaturstapel…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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UFO-Abbau im September

Letzte Woche habe ich Post bekommen und mich wahnsinnig gefreut! Die liebe eSTe hat mir die Anleitung für das „einfachste Binding aller Zeiten“ von Verena / einfach bunt geschickt, das sie bei ihrem Harry-Potter-Quilt erstmalig verwendet hat. Vielen Dank dafür, ich probiere es bestimmt aus und werde dann berichten! Die beiden Reisequilts der Jungs und der Summer Sampler 2020 liegen in den letzten Zügen, vielleicht kann ich es da ja ausprobieren 😉


Im September habe ich das Leinenhosen-UFO abgeschlossen, das mir bestimmt seit 2016 im Kopf rumschwirrt. Die bequeme und luftige Leinenhose in Größe 38, die ich 2014 in einem Ulmer Jeansladen erstanden habe, hat leider die Schwangerschaft mit Benjamin nicht unbeschadet überstanden… Am Hinterteil war ein langer Riss vorhanden, der durch einen kleinen Ausrutscher im Garten entstanden ist. Sogleich wurde ein Hosenbein aufgetrennt und analysiert, wie man das vorher wohl zusammengefügt hat.

Und dann lag das aufgetrennte Hosenbein mitsamt dem intakten Bein im Schrank und wartete auf das letzte Wochenende.

Alle Teile wurden auf dem Boden ausgelegt. Der Stoff war auch nach dem Bügeln noch wellig, verzogen, ausgefranst. Aber der Anfang war gemacht und wenn ich es jetzt nicht gemacht hätte, wäre die Hose entsorgt worden. Alle Teile wurden mit Hilfe eines Rädchens und schweren Beilagscheiben auf stabiles Papier übertragen, die wichtigsten Stellen markiert, sehr krumme Linien begradigt und schließlich ausgeschnitten. Im Atelier herrschte Chaos.

Dann habe ich aus einem Rest Leinenstoff (rosa kariert und deshalb kein schöner Anblick für Frederik) die ersten Hosenteile ausgeschnitten. Bei den aufgesetzten Taschen habe ich darauf geachtet, dass die Teile einigermaßen übereinander passen und zusätzlich ein Innenfutter aus einfarbigem Baumwollstoff angebracht. Dafür brauchte ich nur die Unterkante mit Webband versäubern und nicht auch die Oberkante der Tasche. Jetzt sieht man allerdings gar nicht, wo die Tasche anfängt 😉

Das Vorderteil, das aus zwei Teilen und der aufgesetzten Tasche besteht, und das Hinterteil waren ziemlich schnell ausgeschnitten und zusammengenäht. Schon ging es an die pludrigen Unterteile mit Gummizug. Laut aufgetrennter Hose waren alle Teile (Außenstoff und Innenfutter, jeweils mit Vorderteil und Hinterteil) unterschiedlich groß. So habe ich das dann auch ausgeschnitten und den Gummi mit der Overlock angenäht. Der Gummi war eventuell zu breit, denn nach dem Umklappen – der Gummi war jetzt unsichtbar zwischen Außen- und Futterstoff – hat der Futterstoff viel zu weit herausgestanden. Also wurden ungefähr zwei Zentimeter abgeschnitten und das verkürzte Unterteil an die Hose genäht.

Fehlte noch das Bündchen an der Oberseite. Auch das habe ich doppelt genommen und kurz vor dem Zusammennähen ein breiteres Gummiband durchgezogen. Hält bestens!

Im nächsten Frühling probiere ich bestimmt noch eine Leinenhose aus. Dann aber mit einem unifarbenen Stoff und passendem Webband ohne Schnickschnack.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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UFO-Abbau im August

Die bisher letzte vorbereitete Mugrug hat endlich auch einen schönen Rand bekommen.

So langsam lichten sich die Regale, hin und wieder taucht jedoch etwas auf, das dort schon jahrelang schlummert. In diesem Fall waren das zwei Taschenprojekte, die bestimmt schon seit 2016 auf eine Umsetzung warten. Da wären erstens die vier Taschen von farbenmix (Bags to love: Geometric). Einfach ausschneiden und loslegen. Man braucht nicht einmal ein Innenfutter. Bis man auf der Suche nach der Anleitung an verzierten Taschen hängen bleibt und plötzlich auch noch was ergänzen muss… Schließlich wurden zwei Taschen einfach so schnell zusammengenäht, die anderen beiden bekommen noch ein Extra. Eine davon ist auch schon fertig. Durch unsere Namen in dem Buchstabengitter ist sie eine Familieneinkaufstasche geworden.

Und dann wurde noch ein vorbereitetes Stoffpaket einer einfachen Hängetasche mit Canvas und Kunstleder gefunden. Glücklicherweise in einwandfreiem Zustand (also das Kunstleder hat sich noch nicht aufgelöst). Genau das richtige für den Mann, der nicht gerne mit buntem Zubehör in der Stadt gesehen wird ;-).

Bleiben also noch folgende UFOs übrig: viele unterschiedliche Blöcke, HSTs aus zwei Charm Packs und die Kopie des Leinenhosenschnitts. Sofern nichts Neues auftaucht!

Bis demnächst,
Sonja 😉

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PS: So langsam freunde ich mich auch mit dem Gutenberg-Editor an.

UFO-Abbau im Juli

Spät zeige ich euch meinen UFO-Abbau im Juli, das aber aus gutem Grund. Wir waren gestern auf einer zauberhaften Hochzeit in Augsburg eingeladen, bei der immerhin zwei der fertig gestellten Arbeiten zum Einsatz gekommen sind.

Zunächst einmal wäre da die kleine MugRug mit den Herzen, die schließlich im Geschenk landete. Hier hat ja nur noch das Binding gefehlt.

Und das Kleid, das ich mir für die Hochzeit genäht habe: Karlotta, das „Prinzessinnenkleid für alle Anlässe“ in der Webware „Marrakesch Kombi“ von lillestoff, die ich schon vor Jahren gekauft und mehrfach für Taschen verwendet habe. Eigentlich war so ein Kleid bis jetzt immer ein Kopf-UFO – und das seit Februar 2017, ab da wollte ich unbedingt ein Webwarekleid mit nahtverdecktem Reißverschluss nähen. Gut, dass ich so lange gewartet habe – und gut, dass es diesen wunderbaren Anlass dafür gab!

Meine Probe-Karlotta habe ich aus einem dunkelblauen Blümchenstoff genäht, der zu 100% aus Polyester besteht. Soll zwar für Kleider geeignet sein, hier fand ich ihn im Nachhinein unpassend. Er lässt sich nur auf Stufe 1 Bügeln, dadurch kann man die Nahtzugaben nicht richtig auseinanderbügeln und an so ziemlich jeder Naht kräuselt sich irgendwas zusammen. Für daheim jedoch ein luftiges Sommerkleid!


Zwischendrin ist mir im Kleiderschrank noch ein rotes Ballkleid in Größe 34 untergekommen. Das habe ich 2014 bei einem Faschingskostümverkauf für drei Euro erstanden und wollte das Oberteil abnehmen, um einen passenden Rock zu bekommen. Und schon sechs Jahre später ist es so weit! Durch die Experimente mit dem nahtverdeckten Reißverschluss war ich mutig und habe den vorhandenen Reißverschluss in Kleid und Innenfutter erst einmal rausgetrennt. Das Kleid wurde gerade ausgerichtet und mit dem Patchworklineal das Oberteil abgetrennt. Und zwar da, wo der Reißverschluss aufgehört hatte. Anschließend wurden Kleid und Innenstoff an der Rückseite getrennt, der Reißverschluss an Stoff und Futter wieder angebracht, das Innenfutter oben an den Rock genäht – und schon war er fertig und passt jetzt wie angegossen 🙂


Dann wurde wieder im Nähzimmer gestöbert, dabei habe ich noch zwei Projekte umgesetzt: Die kurze luftige Hose aus dem Schal wurde genäht.

Und Knisterfolie entdeckt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich für Benjamin daraus was nähen wollte – aber dafür bin ich vier Jahre zu spät dran 🙂

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Deshalb habe ich ein rosa Knistertuch mit Webbändern und flauschigem Schaf genäht. Benjamin fand es sogar ziemlich interessant und hat gleich untersucht, warum es sich so komisch anhört…


Den neunten Block vom Summer Sampler 2020 habe ich auch fertig gestellt und freue mich schon auf Montag!

Midsummer
Midsummer


Heute haben wir viel Gemüse geerntet, das wir in den nächsten Tagen verspeisen werden und morgen backe ich zur Feier unserer Veilchenhochzeit einen Zwetschgenkuchen!

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Was ich noch erzählen wollte: Unsere Kinder sind gestern zum ersten Mal auf einer Rolltreppe gestanden und fanden es total witzig!

Bis demnächst,
jetzt hat auch Benjamin Ferien und am Montag geht es zum Friseur…
Sonja 😉

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UFO-Abbau im Juni

Nachdem ich im Mai glücklicherweise meine für dieses Jahr eingereichten UFOs erledigt hatte, habe ich mich im Juni auf die Suche nach neuen UFOs begeben. Beim aus-, auf-, um- und neu einräumen im Atelier wurde ich tatsächlich fündig. Aber wen wundert das?

Zunächst einmal die Erfolgsmeldungen: Ich habe zwei Kissenhüllen genäht aus einem Shirt aus New York (das wurde 2009 gekauft) und einem Kapuzenpulli aus Prag (der dürfte von 1998 sein, war ein Mitbringsel von Mike). Shirt und Pulli wurden nicht mehr getragen, aber einfach entsorgen wollte ich sie auch nicht.

Die Känguru-Tasche am Vorderteil habe ich dran gelassen. Ist bestimmt toll im Winter, wenn man kalte Hände hat 🙂


Aus den Resten des Brightly (die ich auch schon bei der Doktortasche verwendet habe) sind sechs Untersetzer für den Balkontisch entstanden:

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Und hier kommen die Einzelteile:

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In einer Klarsichthülle verpackt, wartet eine sehr bequeme und leider gerissene Leinenhose aus dem Jahr 2014 darauf, dass ich den Schnitt kopiere und mir selbst eine nähe. Das Leinen dafür habe ich schon gar nicht mehr, das wurde bei einer langen Hose verwendet…
Ein „filigraner Schal“ in einer anderen Hülle, der hier sowieso nicht getragen wird, würde sich gut als kurze Hose machen. Das Schnittmuster dafür wurde bereits auf Folie kopiert und wartet etwa seit drei Jahren auf den Einsatz.
Zahlreiche genähte Probeblöcke, Restblöcke, FPP-Blöcke und HSTs wurden in diversen Boxen gefunden. Da muss ich mich in den nächsten Wochen erst einmal durchwühlen und sehen, was weiter bearbeitet oder gleich entsorgt wird.
Alle Reste aus dem Skillbuilder wurden erfolgreich zusammengenäht (die beiden rechten Blöcke ergänze ich wahrscheinlich noch) und können demnächst für die Rückseite hergenommen werden.
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Bei zwei MugRugs und drei Quilt-Übungsstücken, die ich mit Überbleibseln aus dem Row-By-Row-Quilt gemacht habe, fehlt noch das Binding.

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Es gibt also doch noch was zu zeigen in den nächsten Monaten!


Was ihr alle in den letzten vier Wochen beseitigt habt, sehe ich mir in den kommenden Tagen an. Wir sind derzeit ziemlich beschäftigt: Benjamins Geburtstagsplanung hat heute erst richtig begonnen, wir haben endlich die Einladungskarten gebastelt.

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Er wünscht sich Schokoladekuchen, weil sein bester Freund keine Erdbeeren mag. Die Familie darf am Freitag mit uns feiern, die Kinder am Samstag – und noch an diesem Wochenende feiert mein Bruder einen runden Geburtstag und hätte gerne eine Erdbeerroulade…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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