Abgetau(ch)t

Seit beinahe 8 Wochen haben wir Probleme mit unserem Kühlschrank. An einem Samstag Mitte Mai ist der Ventilator an der Innenverkleidung festgefroren und hat die kühle Temperatur nicht mehr in die unteren Etagen transportiert. Der Sonntagsbraten musste entsorgt werden, da die Temperatur im Fleischfach auf 17 Grad angestiegen war. Schon zwei Tage später kam jemand vom Kundendienst, der den Kühlschrank öffnete, einen Lufttemperaturfühler tauschte, das Eis unter der Innenverkleidung abtaute und alles wieder zusammenschraubte. Der Kühlschrank funktionierte wieder – so war der Eindruck. Am Wochenende drauf war der Salat im Gemüsefach gefroren. Und um das Speiseeis aus dem Tiefkühlfach portionsgerecht zu verteilen, hätte man schweres Gerät benötigt 😉 Wir tauten erneut ab, probierten andere Temperatureinstellungen aus. Er tat ja, was er sollte, wenn auch ein wenig zu gut…

Mitte Juni passierte das gleiche wie im Mai, in den unteren Fächern herrschten plötzlich karibische Temperaturen. Wir lagerten unsere Lebensmittel fortan im oberen Teil des Kühlschranks und im Keller (denn da steht glücklicherweise der alte Kühlschrank noch als Ersatz). Ein Anruf beim Kundendienst brachte uns einen neuen Reparaturtermin Ende Juni. Dabei wurden zwei Temperaturfühler getauscht. Wir tauten wieder ab, starteten neu und schon am nächsten Tag war wieder alles wie gehabt: oben kühl und unten warm. Mehrere Telefonate mit dem Kundendienst waren alles andere als zufriedenstellend. Heute endlich kam jemand zur Reparatur. Es wurde getestet und gemessen, am Ende wurde der Ventilator als der Schuldige identifiziert, offenbar drehte er sich in die falsche Richtung. Und weil wieder alles voller Eis war, wurde wieder abgetaut (laut Kundendienst und Gebrauchsanleitung muss bei uns höchstens das Eisfach abgetaut werden, niemals aber eine eingefrorene Rückwand). Im Moment stellt er sich auf die richtige Temperatur ein, es sieht ganz gut aus – hoffen wir, dass es so bleibt 🙂


Erfreuliche Nachrichten gibt es allerdings auch: Durch das Homeschooling haben Frederik und ich die Möglichkeit, vormittags ins Freibad zu gehen. Letzte Woche waren wir zwei Mal ca. 20 Minuten (dann musste er raus, es war noch ein bisschen zu kalt). So kommt er wenigstens nicht ganz aus der Übung. Beim ersten Mal ist er mehr getaucht als geschwommen, dann hat es immer besser geklappt. Und nächste Woche wird wieder trainiert!


Bei meinen Projekten geht es gerade auch nicht so weiter, wie ich mir das vorstelle (die noch nicht abgegebene Steuererklärung trägt da bestimmt einiges dazu bei…). Deshalb habe ich beschlossen, etwas Neues anzufangen. Ein Quilt mit diesen Farben soll es sein.

IMG_2343

Und ein Kleid aus einem nicht dehnbaren Stoff mit Nahtreißverschluss (dafür habe ich immerhin schon mal das Schnittmuster ausgeschnitten).


Die Vogel-Beobachtungsstation wird gerade gestrichen und Benjamin hat letztes Wochenende mit 5 Kindern seinen fünften Geburtstag gefeiert – wir waren erledigt, als alle wieder abgeholt wurden…

Im Garten wuselt es nur so vor Bienen und Hummeln, die Libellen schlüpfen gerade und Baby-Molche wurden auch schon im noch immer abgedeckten Teich gesichtet. Ein neues Insektenhotel wurde auch gebaut.

Wir fahren für Frederiks Grundschule beim Stadtradeln mit. In dieser Woche haben wir zu viert bereits 77 Kilometer zurückgelegt. Ob die nächsten beiden Wochen auch so gut laufen? Wir werden sehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Wie die Zeit vergeht…

Heute wird Frederik sechs Jahre alt.

Herzlichen Glückwunsch!

Am Morgen wurden schon ein paar Geschenke geöffnet, das Geburtstagsshirt angezogen und der Schokoladenkuchen mit der Smarties-Zahl in den Kindergarten transportiert.

In einem Geschenk war sogar was richtig Cooles von Lego-City drin, nicht dass jemand denkt, hier bekommt man nur selbstgemachte Sachen, wie das Dschungelbild oder das Segelboot-Shirt 😉

Ich habe dann am Vormittag noch den im Juni entdeckten schnellen Apfelstreuselkuchen gebacken (der mittlerweile unser Lieblingsapfelkuchen ist, dieses Mal besteht er aus Weißenhorner Äpfeln von Frederiks Freund Julian – danke Elisabeth!), der Karottenkuchen mit Schokoüberzug und Kerze ist gestern schon gebacken worden. Der Tisch ist gedeckt, unsere Gäste können kommen. Und die Sonne lässt sich auch gerade blicken, was will man mehr?

Und weil noch ein bisschen Zeit übrig war, habe ich immerhin schon mal die unbunte Variante begonnen. Der neue Block geht schnell, es muss aber – je nach Farbwahl und Hintergrundfarben – wieder sehr viel zugeschnitten werden…

Bis demnächst, ich geh jetzt die Kinder abholen,
Sonja 😉

Mal was anderes

Mitte September war Frederik zwei Tage krank zu Hause, weil es ihm nicht gut ging. Offenbar hatte er sich schon vor unserem Ausflug was eingefangen und deshalb ist es ihm auf dem Bahnhofsfest schlecht geworden…
Er hat sich dann am Donnerstagvormittag für beinahe zwei Stunden freiwillig ausgeruht und später auch noch einen langen Mittagsschlaf gemacht. Ab da ging es wieder aufwärts. Da ich nicht nur Traktorenquartett spielen wollte, haben wir in verstaubten Kisten nach Farben und Leinwänden und bei der Oma im Keller nach meiner alten Staffelei gesucht. Auf dem Balkon haben wir schließlich alles fachmännisch abgedeckt (zumindest am zweiten Tag) und drauf los gemalt.

Frederik hat nach dem ersten Bild das Mischen der Farben entdeckt und dann richtig losgelegt. Eine Vogelscheuche nach der anderen ist entstanden (eine davon war ich) und das letzte Bild ist ein Bauernhof geworden, mit einem Schwein vor dem Schweinestall und einem Kuhstall daneben. Bei allen weiteren Werken hat Benjamin dann allerdings mit gemalt und Frederiks Tiere hinter einer dunklen Wand versteckt.
Ich sehe furchtbar gerne zu, wenn die Kinder Pinsel schwingend vor der Staffelei stehen. Vor dem ersten Strich wird immer ausgiebig im Wasser gerührt, das schon zu Beginn rabenschwarz ist, denn zuallererst müssen natürlich die Augen gemalt werden. Dann wird genau überlegt, welche Farbe verwendet wird und schon erklärt der Künstler, was er da gerade zu Papier bringt 😉

Ich selbst habe vor Jahren Bilder mit Acrylfarbe und Windowcolor gemalt und ein paar Bilder aus einem Vorlagenbuch auch tatsächlich umgesetzt. Bei der letzten Entrümpelungsaktion auf dem Dachboden habe ich sehr viele Keilrahmen in unterschiedlichen Größen gefunden, die nur darauf warten, endlich verschönert zu werden. Zahlreiche Acrylfarben lagern im Moment in durchsichtigen Boxen im Atelier und werden da auch nicht besser. Deshalb habe ich mir vorgenommen, noch ein paar Bilder zu malen (und alles, was dann noch übrig ist, Frederik zu überlassen, inklusive der Staffelei).

Das Inkamuster und die vier Blumenbilder sind vor zwei Wochen entstanden. Außerdem wurde noch ein Dschungelbild begonnen, das Frederik zum Geburtstag geschenkt bekommt, sobald ich weiß, wie ich den verhunzten Tiger retten kann… Und hier sind alle weiteren Bilder, die ich von 2010 bis 2012 gemalt habe. Da nicht ersichtlich ist, ob sie jemals wieder aufgehängt werden, möchte ich sie wenigstens hier in Erinnerung behalten 😉

Ein Gutes hatte diese Mal-Aktion auf jeden Fall, nebenbei wurde nämlich das Atelier aufgeräumt und ausgemistet. Das Regal neu sortiert und beschriftet, neue Spiegel-Aufkleber auf das Regal aufgeklebt, Bilder ausgewechselt, Stoff schön gefaltet und zusammengelegt. Jetzt bin ich gerüstet für die nächste Reihe des Row by Row 🙂


In einer meiner Kisten habe ich dann noch 120 Meter Textilgarn gefunden, das ich 2014 gekauft habe, um auszuprobieren, ob ich noch häkeln kann. Die Antwort ist „Ja!“. Ich musste zwar an die 50 Mal wieder auftrennen, bis der Fadenring für den Boden des Korbes so gehäkelt war, dass ich weitermachen konnte, aber dann war der Korb auch gleich fertig. Das Textilgarn ist toll und kann zudem selbst hergestellt werden, wenn man denn Shirts hat, die groß genug sind. Ich werde das demnächst mit Jerseyresten und ausrangierter Kleidung ausprobieren, es hat nämlich sehr viel Spaß gemacht.

IMG_9437 (2)

Um keine Reste übrig zu haben, habe ich einfach das komplette Garn verwendet. Und zudem noch zwei Henkel angebracht.


Bei Bernina gibt es gerade wieder eine tolle Mitmachaktion, bei der ich dieses Mal zwar nur begeistert mitlese aber auch schon den Teppichschnitt mit geraden und weniger geraden Streifen und Wellen ausprobiert habe. Aus dem daraus entstandenen langen Probestück habe ich einen Stehbeutel und eine Popuptasche genäht. Aus den Wellen ist ein kleiner Wandbehang mit Segelbooten beim Sonnenuntergang entstanden. Diesen hat Oma Haia mitsamt den vier Blumenbildern zum Geburtstag geschenkt bekommen. Ich hoffe, dass sie noch wartet, bis ich den Wandbehang aufhänge und das Stück nicht schon mit Reißnägeln an der Wand befestigt hat…


In den letzten Wochen haben wir selbstverständlich noch das schöne Wetter ausgenutzt und waren sehr häufig draußen im Garten oder im Wald unterwegs. Hier ein paar Impressionen von unseren nachmittäglichen Wanderungen oder frühmorgendlichen Walkingrunden:

Der kleine Tümpel war fast ausgetrocknet, es sind nur noch wenige Fische vorhanden. Deshalb dachte Frederik kurz nach, sagte dann „Wir sind ja eh gleich daheim, da gibt’s ja was zu trinken“ und schüttete dann die volle Flasche Mineralwasser in die Pfütze.


Heute Nachmittag waren wir mal wieder in der Vogt-Mühle, dieses Mal mit dem Kindergarten. Das Jahresthema ist „Tierisch gut“ durchs Kita-Jahr, deshalb bekamen die Kinder die Gelegenheit zum Ziegenfüttern und Eselstreicheln. Den Kindern hat es wie immer sehr gut gefallen, langsam kennen sie sich da ja auch aus. Das aufgebaute Buffet war sehr lecker und wurde komplett vernichtet.

So, für heute verabschiede ich mich mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, den wir gestern vom kleinen Balkon aus beobachten duften – und mit einem Ausblick auf nächste Woche: the best is yet to come 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉