Pas de Deux – Februar

Bereits am ersten Februarwochenende konnte man den Block „Postage Stamps“ im Sew-Along beginnen, die Anleitung wurde ausnahmsweise früher bereitgestellt. Ich habe dafür den Samstag gewählt und konnte den Block tatsächlich fertig stellen. Aber nur, weil in der Blockübersicht schon vorgegeben war, welche Teile ausgeschnitten werden mussten und bis auf wenige rosafarbene Quadrate alles schon vorbereitet war.

Ganz langsam wurden die Blöcke zusammengesetzt, die Nahtzugaben der Reihen wollte ich immer in die entgegengesetzte Richtung bügeln, damit am Ende möglichst wenig Nadeln benutzt werden müssen. Hat geklappt!

So sieht der Block fertig aus. Das Fotoshooting gestern im Garten ist leider vom Winde verweht worden, deshalb wurde er heute im Atelier an den Putz geklebt.


Heute Nachmittag durften wir mit einer sehr netten Begleitung fast eine Stunde einen Spaziergang machen und haben dieses tolle Wetter und den Wald genossen.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im Februar

An einem Tag mit solchen Nachrichten fällt es einem wirklich schwer, über erfolgreich abgeschlossene Nähprojekte zu schreiben. Als ob die Pandemie für alle nicht schon kräftezehrend genug ist, ist im Osten scheinbar der Wahnsinn ausgebrochen und jemand versucht, die Weltherrschaft an sich zu reißen…


Hier, im friedlichen Städtle, musste man sich im letzten Monat nur an Corona vorbei manövrieren. Das haben wir erfolgreich geschafft, die Kinder sind (laut meiner Rechnung seit Tag 685/x) zwei Mal geimpft und alle Erwachsenen geboostert. Mehr kann man nicht machen und jetzt warten wir, wann es bei uns den ersten positiven Schnelltest gibt und wir uns doch noch in Quarantäne begeben müssen. Für Puzzles ist jedenfalls gesorgt.

Dieser Februar war äußerst kreativ: Ich konnte ein begonnenes UFO abschließen, alle erforderlichen Teile für den Summer Sampler 2021 ausschneiden und dann sogar noch vier weitere Blöcke nähen.


Der Sommer im letzten Jahr war zwar nicht so heiß, wie die davor, dennoch ist in mir der Entschluss gereift, für dieses Jahr ein paar Blusen oder Tuniken aus nicht dehnbaren Stoffen zu nähen. Für den ersten Versuch – das Tunikakleid Angel von pattydoo – habe ich einen fließend fallenden, leichten Javanaise mit rot-braunen Wellenlinien verwendet. Der hat immerhin seit April 2016 im Regal auf seinen Einsatz gewartet. Der Zuschnitt des Oberteils hat zunächst gut funktioniert. Dann war ich mir aber nicht sicher, wie viele Stufen ich an das Oberteil annähen kann. Die Anleitung wurde gewälzt, beiseitegelegt, Stoff abgemessen, Ärmelarten verworfen und doch wieder für gut befunden. Monatelang passierte nichts, die Schnitteile lagen einfach auf einem Haufen im Atelier. Als ich die Teile Ende Januar wieder entdeckte, sah ich, dass bei einigen Schnitteilen die Knipse nicht mehr so gut erkennbar waren, wie erhofft. Also musste ich endlich weiternähen, bevor sich die schon ausgeschnittenen Teile in einzelne Fäden auflösen konnten. Ich entschied mich für Rüschenärmel und habe erfolgreich eine Stufe zum Annähen ausgeschnitten und gekräuselt.

Der Kragen war bei diesem Projekt mal wieder der Knackpunkt. Wenn man einen Stoff verwendet, der nicht so heiß gebügelt werden kann, schmiegt sich das einfach nicht so toll an. Mit Müh und Not und ganz vielen Stecknadeln hat es einigermaßen geklappt. Es schaut nichts an den Seiten heraus und die Nahtzugaben sind verdeckt.
Zu diesem Zeitpunkt sah das Teil ziemlich komisch aus. Rückteil, zwei Vorderteile, Kragen, ausgefranste Nahtzugabe an den Armlöchern. Man hätte meinen können, ich habe die falsche Größe ausgeschnitten. Aber dann kamen die Ärmel dazu (die Knipse habe ich sicherheitshalber noch einmal mit Kreide eingezeichnet), das Oberteil wurde an den Seiten zusammengenäht und voilà, es passte. Das Annähen der gekräuselten Stufe klappte ziemlich gut, Ärmel und Stufe waren schnell gesäumt. Ich habe mich tatsächlich nicht vermessen 🙂

Für die nächste Version möchte ich allerdings probieren, ob man die erste Stufe auch ungekräuselt an das Oberteil annähen kann. Mir ist das da irgendwie zu voluminös. Allerdings ist die Tunika wirklich schön luftig!


Hier sind alle ausgeschnittenen Teile der Blöcke vier bis 13 vom Summer Sampler 2021. Gerade sitze ich an Block acht, der braucht noch eine Weile, da gibt es so viele Rundungen…
Beim Summer Sampler geht es in den nächsten Wochen auch weiter voran – aber wie meine Blöcke aussehen verrate ich euch erst später.

Jetzt hoffe ich, dass die Nachrichten morgen Früh besser sind als heute. Die Kinder sollen eigentlich verkleidet in die Schule kommen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

UFO-Abbau – Abschluss 2021, Ausblick und Abbau im Januar

Ganze fünf UFOs konnte ich im letzten Jahr fertig stellen! Wenn man bedenkt, dass ich im Januar 2021 einen neuen Job antreten durfte und die Zeit für Kreativität danach ziemlich knapp bemessen war, ist das eine gute Leistung. Es muss sich eben alles erst einpendeln – und die Energie war leider schon immer gegen acht Uhr abends komplett aufgebraucht.

2021 habe ich eine Tasche fertig gestellt, die ich fünf Jahre zuvor begonnen. Die Edelstahlabdeckung ist fertig geworden – wurde aber kein einziges Mal verwendet, da das Wetter sich überhaupt nicht zum „Grillen-und-lange-draußen-sitzen“ geeignet hat. Ein Stoff, der schon lange im Regal lag, wurde zu einem kuscheligen Hoodie verarbeitet und die letzte farbenmix-Canvas-Tasche ist auch fertig geworden.

Zu guter Letzt habe ich mich gleich zu Jahresbeginn an das Binding des Skillbuilders gemacht. Vielen Dank für eure aufmunternden Zusprüche. Ich habe fertig 😉

Und hier ist der Beweis. Natürlich habe ich schon drei Tage später mit einem neuen Großprojekt begonnen – aber dazu mehr in der nächsten Woche!

Was wird 2022 fertig gestellt?

Im Januar habe ich bei „Just get it done quilts“ die 21 Tage Declutter-Challenge angesehen (aber nicht mitgemacht – das Atelier war nach einem Tag kruschteln so aufgeräumt, dass es für weitere Projekte gut genutzt werden kann). Dort wurden auch UFOs behandelt, laut Karen sind das alle Projekte, die schon zugeschnitten sind und die man angefangen hat und plötzlich stoppte – fast immer, weil man irgendwo einen Fehler gemacht hat. Sie erklärt eindrucksvoll, wie man herausfinden kann, ob man das gefundene UFO wirklich beenden sollte, oder doch lieber spendet, entsorgt, oder den Rest für etwas ganz anderes verwendet.

Im Atelier habe ich folgende Sachen gefunden, die entweder bereits zugeschnitten sind oder schon begonnen wurden, in diesem Jahr sind sie auf meiner UFO-Liste:

  • Die übrig gebliebenen Skillbuilder-Blöcke (da wird ein Kissen draus)
  • Der Summer Sampler 2021 – drei Blöcke sind mittlerweile fertig und jetzt weiß ich auch, wer ihn bekommt, es heißt also „Dranbleiben!“
  • Meine 5“-Squares in der großen Box. Daraus und aus beschichteter Baumwolle werden vier Liegematten entstehen (bis August sollten sie fertig sein, denn dann geht es in den Urlaub, immerhin fünf Tage Ferienhaus in der Nähe mit einem See direkt vor der Terrasse!)
  • Ein sommerliches Tunika-Shirt (schon zugeschnitten, sieht im Moment ziemlich klein aus…)
  • Zahlreiche HSTs aus zwei Charm-Packs, weiß und Regenbogenfarbe wurden jeweils kombiniert. Im Moment habe ich (noch) keine Idee, was daraus werden soll.
  • Halbe Hexagons aus der Jelly Roll, die auch für die Badvorleger verwendet wurde. Die liegen auch schon ewig hier herum, aber jetzt habe ich eine Vorstellung, wie ich die zu einem neuen Badteppich kombinieren und auch noch Freihandquilten üben kann.
  • Hintergründe für die sieben Mugrugs, die mir noch aus dem Buch fehlen.
  • Und die Stickerei mit dem Vogel, jetzt kommt ja bald der Februar, das ist offenbar der Monat, in dem solche Arbeiten vorankommen 😉

Das wäre erst einmal alles. Aber es ist ja allgemein bekannt, dass während des Jahres noch einige UFOs auftauchen – entweder ganz unten im Stoffregal, wo man schon lange nicht mehr genau hingesehen hat, oder in Kisten, auf denen „Fertige Projekte“ steht…

Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass es in diesem Jahr mehr als fünf UFOs werden!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt – wenn auch etwas spät mit meiner Liste – bei Valomea’s Flickenkiste.


Und hier seht ihr, was man machen kann, wenn es am Samstagmorgen plötzlich ein kurzes Schneegestöber gibt:

Happy New Year!

Mit einem wunderschönen Feuerwerk wurde gestern Nacht nach Raclette und „Rapunzel, neu verföhnt“ das neue Jahr begrüßt. Zahlreiche Raketen und Feuerwerksbatterien wurden gezündet, blau, lila und gold waren die vorherrschenden Farben am wolkenlosen Himmel. Wir selbst haben unsere letzten Wunderkerzen abgebrannt und anschließend die gebackenen Glücksschweinchen verspeist.

Innendrin befindet sich Aprikosenmarmelade mit Marzipan und verleiht dem Gebäck eine einzigartige fruchtige Note.

Gerade musste ich meine wenigen „Vorsätze“ vom letzten Jahr noch einmal nachlesen. Ich konnte auf dem Rad mehr als 1000 km zurücklegen und beim Papierkram sind wir gerade up-to-date. Jetzt geht es ans Entsorgen von nicht mehr benötigten Unterlagen und Büchern und der Dachboden bleibt natürlich das Mammut-Projekt.
Im Juni werden wir Sting live sehen und im August ist ein Urlaub eingeplant. Beide Sachen könnten natürlich aus bekannten Gründen auch wieder auf Eis gelegt werden. Aber nehmen wir einmal an, alles findet statt und nichts wird abgesagt 🙂 .

Genäht und repariert wird hier natürlich weiterhin – wo bliebe denn sonst die Entspannung im hektischen Familienchaos und Schulalltag?

Bis demnächst,
Sonja 😉

P.S. Mit frischem Elan geht es in den nächsten Tagen an den Skillbuilder. Wenn der fertig ist, ist wieder alles möglich!

Besuch eines Gürteltieres

Am dritten Adventswochenende hatten wir Besuch von Günni, dem Gürteltier der Klasse 3/4a. Der besucht reihum die ganze Klasse und jedes Kind darf die gemeinsamen Erlebnisse in Günnis Tagebuch eintragen. Bei uns durfte er – zusammen mit unserem Günni – puzzeln, die Großeltern besuchen und somit Katze Sherry kennen lernen, dort außerdem den Adventskalender plündern und mit Schneebällen nach Onkel Martin werfen. Lebkuchen wurden gegessen und ein kuscheliges Bett für die Nacht hat Günni natürlich auch bekommen. An diesem Wochenende waren die Kinder zwei Mal auf dem Schlittenberg und haben den Bob eingefahren. Benjamin kam mit einer roten Backe zurück, die eine Woche brauchte, um wieder normal auszusehen.

Mittlerweile gibt es hier zwei Bobs, aber leider keinen Schnee mehr…


Und das hier hat unser Günni von Frederik zu Weihnachten geschenkt bekommen:

Ich bin immer wieder überrascht, wie gut Frederik mit Nadel und Faden hantieren kann – der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉