Reparieren von 12 bis 12

Im März hat eine Reparatur zu Schnittmusterbereinigung geführt, im April ist es genau anders rum: In der ersten Aprilwoche habe ich mich dazu durchgerungen, endlich einen Hoodie mit Kapuze zu nähen. Das Ergebnis – und wie es dazu kam – zeige ich euch im Schnittmusterbereinigungsartikel.
Jedenfalls waren in dem Hoodie Ösen angebracht, durch die man am Ende die Kordel für die Kapuze ziehen sollte. Meine Kordel war sehr stabil und hat gerade so durch die Ösen gepasst. Die erste Öse hat prima gehalten, die zweite Öse hatte ich allerdings nach dem Kordel-Durchziehen in der Hand. Und in dem Moment brach sich schiere Verzweiflung Bahn…

Da hat man das fertige Teil in den Händen und ist kurz davor, es überzuwerfen und außer Haus zu tragen, und dann passiert die Katastrophe.

Ich habe mich entschlossen, eine Nacht drüber zu schlafen und am nächsten Tag zu schauen, wie eine Reparatur aussehen könnte.
Die Kapuze wird nämlich mit einem Besatz im Rückteil angenäht, der dann eher nicht mehr abgetrennt werden kann. Also blieben mir am Vorderteil der Kapuze ungefähr sieben Zentimeter zum Trennen und wenig Raum zum Reparieren. Die Kapuze wurde dann in diesem kleinen Bereich abgetrennt, der Tunnel für die Kordel auch etwas geöffnet, der Jersey erneut an der Stelle für die Öse mit Vlies verstärkt und eine neue Öse eingeschlagen. Vor dem erneuten Zusammennähen habe ich den Halt der Öse ausgiebig getestet. Als alles wieder wunderschön ausgesehen hat habe ich schließlich eine etwas dünnere Kordel eingezogen.

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Aber das war nicht alles, was repariert wurde 😉 Beim Ausmisten des Ateliers habe ich folgende Dinge gefunden, repariert und anschließend an ihren richtigen Platz gebracht:

  • ein Top, bei dem die Arm- und Halsbündchen nach einer für mich neuen Variante angenäht wurden und am Ende viel zu groß waren
  • eine gekaufte Leggins, die ein Loch an der Innenseite im Bereich des Oberschenkels hatte
  • ein Nachthemd, an dem ich ein kleines Loch mit einem Bügelbild überdeckt hatte, das leider abgefallen ist
  • ein Mobile im Kinderzimmer, bei dem ein Stern gefehlt hat
  • eine Schneckenlaterne, die ich 2014 in der Kinderkrippe für den St. Martinsumzug gebastelt habe
  • ein Utensilo für die Kinderwagenschubstange (für Geldbeutel, Tempos und Getränke, die man in Griffweite braucht) – wird zwar nicht mehr benötigt, kam mir aber in die Finger.

Ich bin sehr gespannt, ob sich auch im Mai noch kaputte Teile hier verstecken.


Und bei den Shimmerquilt-Blöcken ging es auch voran. Wieder alle auf einmal… Vielleicht klappt es ja im nächsten Monat mit einem Block pro Woche.

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Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 4/12

… oder raus aus der Komfort-Zone! Im April habe ich einen Hoodie mit Kapuze und eine Kapuzenjacke mit Reißverschluss genäht. Unter meinen ausgedruckten Schnittmustern befand sich auch das eines Video-Kurses zum Thema „Hoodie und Kapuzenjacke aus Sweat nähen“, das ich vor ziemlich genau zwei Jahren erstanden habe. Aber dann immer wieder Gründe gefunden habe, eben doch nicht die Jacke mit Reißverschluss zu probieren 😉

Also habe ich erst einmal den Hoodie genäht. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten (wenn man schon sehr lange keine Klamotten mehr gemacht hat, bekommt man offenbar Probleme, den Fadenlauf zu erkennen – ich hatte aber genug Stoff, und konnte doch noch alles richtig ausschneiden) war das Teil auch ruckzuck fertig.

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Kurz vor Schluss ist mir allerdings ein kleines Malheur mit der Öse passiert, aber das wurde im Nu wieder repariert 😉

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Das Video hätte man allerdings besser aufziehen können. Da immer zwischen Hoodie und Jacke hin- und hergesprungen wird, ist es schwierig, sich durchgehend und konzentriert mit einem Teil zu beschäftigen und wichtige Stellen erneut anzusehen, ohne lange suchen zu müssen. Gerade das Einnähen des Reißverschlusses in die Jacke sollte mit beiden RV-Seiten gezeigt werden. Einige Feinheiten, beispielsweise wo der RV unten am Bündchen enden muss und warum, erfährt man eher durch Zufall, nämlich wenn man aufmerksam verfolgt, wie die zweite Seite eingenäht wird. Außerdem wird sowohl beim Hoodie als auch bei der Jacke mit Besatz gearbeitet. Bei der Jacke gestaltet sich dieser aufwendiger und wird auch sehr gut besprochen. Beim Hoodie ist er nur an der Rückseite nötig und das Wissen um das Einnähen wird quasi vorausgesetzt. Selbst wenn man den Teil bei der Jacke genau unter die Lupe nimmt, ist noch nicht klar, ob und wie der Besatz beim Hoodie an der Schulternaht befestigt wird und wie das ganze dann am Ende aussehen muss. Mein Ergebnis hat jedenfalls gepasst, von der Außenseite konnte der Besatz dann auch gut abgesteppt werden.

Das Einnähen der Bündchen, bzw. die dazugehörige Overlock-Einstellung wird super erklärt, ich hatte noch nie ein so faltenfreies Ergebnis. Fühlt sich auch ganz toll an, wenn man reinschlüpft.

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Der Hoodie war also Mitte des Monats fertig, bzw. repariert und ich begann mit dem Zuschnitt der Jacke. Aus dem gestreiften Stoff habe ich mir letztes Jahr eine Jogginghose genäht und dachte mir, eine Jacke würde da noch gut dazu passen. Und am letzten Donnerstag bin ich dann endlich zum Nähen gekommen.

Die Jacke ist deutlich komplizierter als der Hoodie, alleine das Einnähen der halben Bündchen, der Kapuze mit dem hier kompletten Besatz und das Einnähen des Reißverschlusses erfordern viel Geduld. Außerdem Blut, Schweiß und Tränen. Wenn man dann ein tolles Teil hinbekommen hat, ist man leider noch nicht ganz fertig. Es fehlt das Absteppen des Reißverschlusses auf der Vorderseite. Damit der Reißverschluss quasi verdeckt ist, und der Besatz innen auch gut anliegt. Im Video wird an einer Vorderseite oberhalb des Bündchens begonnen und um die Kapuze herum bis zum Beginn des Bündchens am anderen Vorderteil genäht. Diese letzte Aktion kann dann das komplette Werk ruinieren…
Ich habe bestimmt zehnmal wieder aufgetrennt und von vorne begonnen, weil
– die Naht schief geworden ist,
– der RV nicht schön verdeckt wurde,
– Stiche plötzlich ausgelassen wurden weil die Nadel erneuert werden musste,
– der Besatz an mehreren Stellen nicht mit gefasst wurde,
– …
Beim letzten Versuch habe ich eine Linie mit dem „Air Erasable Pen“ aufgemalt und diese nachgenäht. Nicht um die Kapuze herum, nur die Vorderseite vom Bündchen bis zur Kapuze. Ein paar Falten sind zwar entstanden, aber Nerven zum erneuten Auftrennen waren keine mehr da. Muss jetzt so gehen. Die Kordel fehlt noch, aber das ist ja nur noch das Tüpfelchen auf dem i 🙂

Beim Besatz habe ich mir erlaubt, die Waschhinweise sozusagen mit einzunähen.

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Hier sieht man, wie der Reißverschluss sich oben sehr gut zwischen die seitlichen Vorderteile einfügt. Außerdem den Besatz innen am Armloch und von außen abgesteppt.

Die Taschen vorne fügen sich von den Streifen her perfekt in ihre Umgebung ein.

Fazit: In diesem Monat habe ich bei meiner Schnittmusterbereinigung sehr viel dazugelernt. Das Schnittmuster wurde dennoch entsorgt. Ich habe in meinen Dateien noch weitere Jackenschnittmuster entdeckt und auch wenn der Hoodie bei dem regnerischen und windigen Wetter ein toller Begleiter ist, werde ich mir eher eine andere Variante nähen. Dabei lernt man immer neue Sachen.

Außerdem habe ich Lust bekommen auf ein neues Großprojekt. Schon lange will ich ein Kleid aus Webware mit nahtverdecktem Reißverschluss nähen. Vielleicht ist es ja in diesem Sommer so weit?

Bis demnächst,
Sonja 😉

Das Atelier wird ausgemistet

Obwohl noch nicht alle Punkte meiner November-Liste abgearbeitet wurden (Punkt 1 und die Hälfte von Punkt 2 fehlen noch), habe ich mir im April zwei neue Räume gesucht, die dringend ausgemistet und aufgeräumt werden mussten: Atelier und Kinderzimmer.

Das haben wir in den letzten beiden Wochen geschafft. Im Atelier durfte ich alleine werkeln, beim Kinderzimmer hatte ich selbstverständlich Unterstützung von den Jungs… sonst wäre wohl noch mehr Spielzeug aussortiert worden 😉 Jetzt kommt man wenigstens wieder zu den Schränken durch.

Im Atelier habe ich es doch tatsächlich fertig gebracht, alle Ösen, Karabiner, Gurtschnallen, Schneidewerkzeuge, Lineale, Quiltschablonen, Bücher, Reißverschlüsse und sonstigen Kleinkram so zu organisieren, dass alle Teile jetzt einen zugewiesenen Platz haben. Regale wurden umgeräumt, Boxen besser beschriftet, für unterschiedliche Ösenwerkzeuge habe ich kleine Säckchen genäht, die Anleitungen wurden einlaminiert und werden immer direkt beim Werkzeug aufbewahrt. Um meine Skills im Öseneinschlagen zu verbessern, habe ich aus einer alten Bettwäsche Vorhänge für die Stoffregale gemacht. Da hat man jetzt weniger Ablenkung beim Draufschauen und weniger Staub innen drin.

Vorher

Und inzwischen findet man sich wieder zurecht. Ich habe sogar Stoff entsorgt, meine Scrap-Boxen durchgesehen und alle vorhandenen Stoffschnipsel auf die Größen 2×2 Inch, 3,5×2 Inch, 5×5 Inch und 2,5×2,5 Inch geschnitten. Mit diesen kann ich ein paar Miniquilts machen. Selbstverständlich habe ich auch hier sehr sorgfältig beschriftet – die Sucherei entfällt gerade komplett, hoffentlich bleibt das noch lange so 🙂

Nachher


Aber wir haben nicht nur drinnen geputzt 😉 Der Teich wurde in den letzten Tagen entschlammt und eine große Seerose um die Hälfte verkleinert. Die Kinder haben natürlich mitgeholfen und Steine, Laub und Äste herausgezogen – sonst darf man ja nicht über den Zaun steigen…

Frederik hat außerdem sieben Molche und drei Libellenlarven gefangen, die wir während der Prozedur in einem Eimer in Sicherheit gebracht haben.

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Unsere Hochbeete haben wir auch schon bepflanzt. Es gibt in den nächsten Wochen hauptsächlich Erdbeeren, Salat und Kohlrabi.

Gurke und Zucchini müssen noch gekauft werden.

Und langsam wird der Garten wieder bunt, die Insektenhotels füllen sich, die Vögel bauen ihre Nester.


Heute Morgen war übrigens der Osterhase da und hat tatsächlich Socken in die gebauten Nestchen gelegt 😉 Ein paar Schokoeier, Bücher und Spiele für die Familie waren auch dabei. Und von Frederik habe ich zwei wunderschöne Hasen bekommen. Sie hängen jetzt im Atelier über der Steckdosenleiste.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Seepferdchen in Sicht

Frederik kann schwimmen! Ohne Hilfe durchpflügt er das Becken der Kleinschwimmhalle. Morgen will er es mir zeigen 😉 Ich bin wirklich stolz auf ihn. Es hat ihm sehr geholfen, dass er im zweiten Kurs schon ein paar Kinder gekannt hat und wusste, wie die Kursstunden ablaufen. Ein letzter Termin vom Schwimmkurs steht noch aus, danach schließt die Kleinschwimmhalle und wir müssen auf jeden Fall weiterüben, damit es im Sommer auch im Schwimmbad gut klappt. Hoffen wir auf angenehme Wassertemperaturen 🙂

An diesem Wochenende waren wir ziemlich kreativ. Die Kinder haben im Garten Nester gebaut, damit der Osterhase auch weiß, wo er die Eier ablegen kann. Ich habe diverse Holzkisten mit Acrylfarbe angemalt und werde sie im Laufe der Woche auch noch weiter aufhübschen. Was daraus letztendlich wird steht noch nicht fest.

Mein Schnittmusterbereinigungsprojekt für den April habe ich auch schon begonnen, dazu demnächst mehr, das ist wieder eine längere Geschichte (mittlerweile allerdings mit Happy End).

Und weil ich erneut am Ausmisten vom Atelier bin, wurden ein paar Projekte begonnen, die schon lange auf ihre Umsetzung warten: Von meinem Kaffee habe ich wieder unzählige Tütchen gesammelt, die ich im Moment zu Taschen für den Recyclinghof vernähe. Um meine Kenntnisse im Einfügen von Ösen zu verbessern, werde ich aus einem alten Bettüberzug zwei „Vorhänge“ für meine offenen Stoffregale anfertigen – und Mikes Geburtstagsgeschenk wartet auch noch auf die Umsetzung: er bekommt eine Jogginghose geschenkt, natürlich selbst genäht. Mittlerweile haben wir dafür auch schon den Stoff bestellt…

Bis demnächst,
Sonja 😉