Schnittmusterbereinigung 11/12

Eine „Reparatur“ hat mich in diesem Monat zur Schnittmusterbereinigung geführt. Als ich mit dem Nähen begonnen habe, habe ich Ende 2013 für ziemlich viele Menschen die „Nackenkatze Rosi“ aus dem Kreativbuch Nähen genäht. Und verschenkt mit dem Zusatz, dass sie jederzeit von mir repariert werden kann, falls sie ein Loch bekommt und die Kirschkerne rausrieseln. Mitte November war es dann so weit, ich wurde um eine Reparatur von einer gut genutzten Nackenkatze gebeten. Eine Schadensbegutachtung hatte allerdings drei sichtbare Löcher, zwei weitere eingerissene Stellen, Reparaturen der Besitzerin und eine ziemlich abgegriffene Katzenrückseite ergeben. Vom flauschigen Fleece war nicht mehr viel da. Im Keller aber schon, deshalb entschied ich mich dafür, der Besitzerin eine neue Katze zu machen und diese mit den alten Kernen zu füllen.

Das Katzenschnittmuster war noch im Deko-Ordner vorhanden und ruckzuck waren zwei neue Exemplare gefertigt (aus einem einfachen Grund: sollte jemals wieder eine Reparaturanfrage kommen, wird diese Katze gefüllt und eine neue genäht).

Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Anleitungen aus diesen Nähbüchern sind für Anfänger sehr schwer nachzuvollziehen, da sie teilweise sehr kryptisch gehalten sind. Hat man jedoch schon irrsinnig viel genäht und verlässt sich nur auf sich selbst, ist so eine Katze ein Kinderspiel. Die Katzen sind ziemlich robust geworden, beim Wenden gab es keinerlei Probleme und sogar die Wendeöffnung wurde dieses Mal unsichtbar verschlossen.

Fazit: Das Schnittmuster bleibt im Fundus, solange noch Nackenkatzen im Umlauf sind und benutzt werden.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 10/12

Als ich mit dem Nähen anfing, habe ich ziemlich viele Jungs-Schnittmuster erstanden. Vor allem Shirts/Pullis, Schlafanzüge, kurze Hosen, Jogginghosen, Unterhosen und Mützen werden hier gerne angezogen, wenn sie selbst genäht sind. In meinem Schnittmusterverhau befindet sich auch das Raglanshirt „Leo“ von pattydoo. Gekauft im Oktober 2015, war es eines der ersten Shirts, die ich überhaupt genäht habe. Seither sind bestimmt zwanzig Stück in unterschiedlichen Größen entstanden. Meistens mit kurzen Ärmeln. Die gehen sehr schnell – und mittlerweile auch ohne Anleitung 😉 Sie werden von den Kindern gerne getragen und passen wie angegossen, wenn man die richtige Größe nimmt.

Aus einem Panelstoff, der aus Schwertern und einem Drachenreiter besteht und eigentlich ziemlich jungstauglich rüberkommt, habe ich das Shirt in Größe 128 zugeschnitten. Frederik hat zwar erst vor kurzem die 120 cm überschritten, aber das Shirt sollte eher luftig sein. Gesäumt wurde mit dem Stretch-Dreifach-Geradstich, der hält einfach am besten. Selbst beim Sport geht da nichts kaputt.

Das Shirt ist schön geworden, leider lag es zwei Wochen im Schrank und ich dachte schon, es wird nie benutzt. Aber letztes Wochenende wurde es erstmals zu Hause getragen und mittlerweile auch schon einmal in der Schule. So peinlich kann es also gar nicht sein 😉

Im Gegensatz zum Pulli, für den ich roten Rennauto-Stoff mit schwarz-weißem Restjersey kombiniert habe. Das wird wohl ein Schrankhüter bleiben.

Fazit: „Raglanshirt Leo“ ist einer meiner Lieblingsschnitte für die Jungs, sehr variabel, wobei wir hier bisher weder Kapuze noch Kängurutasche ausprobiert haben. Das Papierschnittmuster bleibt auf jeden Fall erhalten, so lange Frederik noch selbst genähte Shirts trägt.

Zwei Schnitte kann ich in diesem Jahr noch ausprobieren oder vielleicht auch aussortieren, ich bin gespannt, was ich in den letzten beiden Monaten in Angriff nehmen werde!

Bis demnächst (oder bis morgen),
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 9/12

Im September musste ein Freebook herhalten, das bereits drei (!) Jahre ausgedruckt zwischen den anderen Schnittmustern verbracht hat. Über den Jerseyrock von Ki-ba-doo ist man vor einigen Jahren unweigerlich gestolpert, wenn man Kleidung selbst genäht hat. Natürlich wollte ich auch unbedingt einen haben, allerdings scheiterte das – zumindest im Jahr 2016 – an der Auswahl der richtigen Größe. Und dann fehlte die Zeit…

Mit dem Zuschnitt hatte ich ja schon im Juni begonnen. Für das Testobjekt wurden deshalb Reste von Benjamins Geburtstagsshirt mit einem wunderschönen roten Blumenstoff kombiniert. Der Rock ist in Größe 38 genäht und ziemlich bunt geworden. Eine dezentere Farbwahl wäre im Nachhinein besser gewesen. Er passt allerdings wie angegossen 😉

Fazit: Das Schnittmuster bleibt. Es ist ein toller Rock, der schnell genäht ist und Ösen vorsieht (eine tolle Übung, wenn man schon wieder vergessen hat, wie man die Teile aufeinanderlegen muss). Außerdem ein Gummiband, rutschen kann da wirklich nichts mehr. Die Passform überzeugt. Dadurch, dass die vorderen und hinteren Rockteile geteilt werden können, kann man sehr viele Reste verwenden – oder auch sparsamer mit den Farben umgehen, je nach Gusto. Es gibt hier unzählige Möglichkeiten, kreativ zu werden.


Morgen gibt es einen großen Block von den 6 Köpfen und im November startet ein Mystery-QAL, der heute im Bernina Blog Newsletter vorgestellt wurde. Den werde ich mir auf jeden Fall aufmerksam anschauen – auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich jemals wieder bei einem Row By Row Quilt mit nähen werde…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 8/12

Auch im August habe ich ein Schnittmuster gefunden, das in mehreren ausgedruckten Größen viel Platz im Schnittmuster-Holzwagen wegnimmt. Aber Shirts und kurze Hosen kann man eben immer brauchen. Die Super-Kid Summer Rockies von Almfee habe ich im letzten Jahr erstmals genäht. Dabei muss mir ein Fehler beim Ausmessen des Bündchens passiert sein – oder ich habe die falschen Maße abgelesen… Eine Hose vom letzten Jahr wurde deswegen als kurzer Schlafanzug genutzt und die andere beim wenigen Tragen immer wieder hochgezogen 😉

Um so ein Debakel zu verhindern, habe ich es dieses Mal sehr genau ausgemessen und noch genauer zugeschnitten. Was soll ich sagen: mein berechnetes Büdchen war ziemlich genau so breit, wie das in der Anleitung angegebene. Deshalb vermute ich, dass ich beim ersten Mal einfach nicht genau gelesen habe…

Hier sind die beiden Hosen, die im Sommer wunderbar zum Sport genommen werden können. Und zum Schlafen. Und überhaupt immer.

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Fazit: Das Schnittmuster wird auf jeden Fall wieder genäht. Es geht noch bis Größe 146 und beinhaltet außerdem den Schnitt für ein T-Shirt. Sowohl Hose als auch Shirt sind schnell genäht, man kann den Abschluss entweder mit Saum oder mit Bündchen nähen. Und hier liegen noch einige Stoffe für Jungs rum, die aufgebraucht werden sollten, bis sie zu alt für selbst genähte Kleidung sind.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 7/12

Wir haben Benjamin lange vor seinem vierten Geburtstag erzählt, dass dann der Kinderwagen verschenkt wird und er zukünftig mit dem Laufrad fahren muss. Alle Versuche, den Wagen schon vorher abzuschaffen sind gründlich gescheitert. Meistens war er nach dem Mittagessen im Kindergarten so kaputt, dass er einen Mittagsschlaf halten musste und das Heimfahren war – gerade aufgewacht – eine einzige Qual.

Seit dem sechsten Juli jedoch haben wir den Wagen nicht mehr benutzt. Das war der erste Tag, an dem Benjamin mit dem Laufrad in die Stadt gefahren ist – wir zu Fuß hinterher. Und seitdem ist auch der Weg in den Kindergarten und zurück kein Problem mehr.

Mir allerdings fehlte plötzlich die Möglichkeit, eine Menge Dinge der Kinder mitzunehmen, ohne alles selbst tragen zu müssen (Bilder, Gebasteltes, Schuhe, Wechselkleidung, Spielzeug, und am Wochenende Gemüse und Obst vom Markt). Deshalb habe ich mich endlich dazu durchgerungen, den Rucksack Ukko von sitztwackeltundhatluft zu nähen. Mit der alten Maschine eine echte Herausforderung. Mehrere Lagen liegen ihr nicht so gut.

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Das Zuschneiden der einzelnen Teile hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert. Dann wurde alles ein bisschen verziert und an meine Anforderungen angepasst. Die Rückseite wurde mit zwei Schichten Thermolam gequiltet. Für alle anderen verstärkten Teile wurde Vlies H630 verwendet. Der Boden besteht aus einer Schicht Thermolam und Schabrackeneinlage. Die Seitentaschen wurden vergrößert und oben mit einem Gummizug versehen. Jetzt passen auch die Tupper-Flaschen rein (andere Plastikflaschen haben wir nicht mehr, seit über einem Monat benutzen wir nur noch Glas 😉 ). Bei der vorderen Aufsatztasche habe ich einen Karabiner für den Schlüssel angebracht – ein weiterer Karabiner mit Webband befindet sich bei der Innentasche. Die Lasche aus Gurtband an der Aufsatztasche ist so stabil befestigt, dass sie einen großen Karabinerhaken halten kann, an den man dann beispielsweise eine Kindergartentasche anhängt.

Die komplette Tasche wurde in anthrazit-senfgelb gestaltet mit einem wasserfesten Taschenstoff von farbenmix. Die Webbänder und das Gurtband wurden auch auf diese Farben abgestimmt. Und obwohl die Tasche wahrscheinlich niemals an einem Kinderwagen hängen wird, habe ich an den Seitenteilen oben eine Aufhängemöglichkeit angebracht. Die ist aber für den Bollerwagen. Ich liebe es, wenn Dinge ihren festen Platz haben und man sie unterwegs nicht so leicht verlieren kann.

Es passt wirklich viel rein – heute habe ich eine Kindergartentasche, zwei Kissen, zwei Regenjacken, ein Bild, zwei „Raupen“ aus dem Pappteil einer Küchenrolle und ein Herz aus Bügelperlen darin untergebracht und sicher nach Hause gefahren.

Fazit: Ein toller Rucksack! Und obwohl ich so schnell keinen Rucksack mehr brauche, wird das Schnittmuster aufgehoben. Vielleicht gibt es ja in der Verwandtschaft noch jemanden, der gerne mit dem Rad fährt – dann würde ich eine Variante aus Canvas machen.

Bis demnächst,
Sonja 😉