Schnittmusterbereinigung 1/12

Nachdem es hier mittlerweile drei chaotische Orte gibt, an denen ich schon geklebte Schnittmusterbögen aufbewahre, muss ich da mal etwas Ordnung reinbringen. Deshalb wird jetzt jeden Monat mindestens ein schon vorbereitetes Schnittmuster ausprobiert und anschließend sauber aufgeräumt oder entsorgt.

Im Januar hatte ich Gelegenheit, gleich zwei lange aufgeschobene Projekte umzusetzen. Zum einen hat Frederiks bester Freund seinen sechsten Geburtstag gefeiert und von mir einen Turnbeutel bekommen – den er jetzt allerdings als Flötenbeutel benutzt. Das verwendete Schnittmuster besitze ich seit August 2015, den Fliegenpilzstoff seit 2013. Ein Meter hat tatsächlich für drei Turnbeutel gereicht. Ich habe – anders als in der Originalanleitung – noch Reflexband aufgebügelt und eine reflektierende Paspel an die abgenähten Ecken des Vorderteils angebracht. Zudem ziert eine kleine Reißverschlusstasche das Vorderteil. Es ist nie verkehrt, einen Ort zu haben, an dem man Kleingeld, Taschentücher oder Schlüssel gut unterbringen kann.

In den unteren Ecken wird je eine Öse eingeschlagen, durch die dann die Kordel gezogen und verknotet wird. Eine hübsche Idee! Meine bisherigen Versuche mit Ösen waren allerdings eher ernüchternd, deshalb habe ich hier fleißig geübt: Schon nach fünf verschlagenen Ösen in einem Probestück hatte ich den Dreh endlich raus. Alle Ösen halten noch, keine ist verbogen, der Stoff drum herum nicht ausgerissen. Und der Ösenvorrat hat sich auch verringert 😉

Fazit: Ein toller Turnbeutel, bietet allerdings im Winter zu wenig Platz, wenn man Turnschuhe, Jogginghose und Wasserflasche einpacken muss. Ist aber prima, um den richtigen Umgang mit Kordelstoppern zu üben. Das Schnittmuster wurde jedenfalls entsorgt, da der nächste Turnbeutel eine Nummer größer sein muss.

Dann habe ich noch das hier – das Papier war schon fertig ausgeschnitten und bereit für Stoff – gefunden: Das Spielzeug-Aufräum-Monster, in meinem Besitz seit Juni 2017. Offenbar hatten die Jungs da schon zu viel Spielzeug und keine Lust aufzuräumen. Das Spielzeug ist in der Zwischenzeit natürlich nicht weniger geworden – obwohl wir heute wieder einige Sachen aussortiert haben – aber sie räumen auch regelmäßig auf.

monster (2)

Ich musste natürlich zwei nähen, die Füße hätten eigentlich nach außen zeigen sollen 🙂 Es wurden zwei Stoffe untergebracht, die ich sonst wohl nicht hätte verwenden können: Giraffenstoff, der eher für ein Faschingskostüm taugt und weißen Cordstoff (auch ein Fehlkauf, denn er ist dehnbar und war für das Projekt „Reittier Pferd“ im Jahr 2015 im Prinzip ungeeignet).

Fazit: Da meine Kinder mittlerweile wissen, wie man das Kinderzimmer aufräumt und das mindestens zwei Mal im Monat auch freiwillig machen, hätte ich die Monster gar nicht mehr nähen müssen. Um den Stoffvorrat etwas zu verringern sind sie allerdings hervorragend geeignet. Im Moment fristen sie im Schrank ihr Dasein, aber sobald es draußen Haken gibt, werden sie als Wäsche-Monster benutzt. Denn da gibt es noch Nachholbedarf: Ausgezogene Socken finde ich sehr oft unter dem Sofa – zumindest einen davon. Dieses Schnittmuster wurde auch entsorgt. Zwei Monster sind mehr als genug!

Ich weiß auch schon, auf was ich mich im Februar stürze – sofern mir unser Faschingskostüm nicht in die Quere kommt.

Neuigkeiten zum Kostüm gibt es übrigens beim nächsten Mal!

Bis dann,
Sonja 😉