Reparieren von 12 bis 12

Für die Kinder kann ich gerade gar nichts reparieren. Da zurzeit nur kurze Hosen getragen werden, gehen eher die Knie, als die Hosen kaputt, wenn mal wieder auf den Steinplatten im Garten gebremst wird.

Deshalb wurde in diesem Monat für mich repariert. Im letzten Jahr habe ich mir eine luftige dreiviertel Hose gekauft, die an allen wichtigen Stellen silberne Knöpfe hat. An den Hosentaschen auf der Rückseite und an den Knien, denn die Hose kann auch hochgekrempelt und kürzer getragen werden.

Schon im letzten Jahr kurz ist mir beim Einsteigen ins Auto ein Knopf einer Hosentasche abgerissen. Das passende Ersatzteil ist mir bei meiner Aufräumaktion im April wieder in die Hände gefallen und letztendlich habe ich mich entschlossen, die Reparatur zu versuchen.

Zuerst wurde die Hosentasche innen mit Vlies verstärkt. Dann habe ich mir den Knopf genauer angesehen, entsprechendes Werkzeug herausgesucht und eingeschlagen.

Aber offenbar nicht fest genug, oder doch mit dem falschen Werkzeug. Die Reparatur hat ganze zwei Wochen gehalten. In der Waschmaschine ist das innere Knopfteil wieder aufgetaucht. Das andere war nicht mehr aufzufinden.

Wenn jemand weiß, wie man so etwas dauerhaft reparieren kann, dann immer her mit den Tipps. Nachdem die Hose jetzt auch an den Taschen Löcher bekommt, werde ich sie nach diesem Sommer definitiv aussortieren – könnte davor aber noch das richtige Einschlagen einiger Knöpfe trainieren, denn da ist eine große Auswahl vorhanden.


Dann habe ich von Frederik noch ein wunderschönes Einhorn geschenkt bekommen, bei dem Benjamin zwei Beine abgebrochen hat… Diese wurden erst mit Sekundenkleber angeklebt und anschließend noch einmal auf beiden Seiten gebügelt.

Jetzt hängt es im Atelier an der Schranktüre.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 7/12

Wir haben Benjamin lange vor seinem vierten Geburtstag erzählt, dass dann der Kinderwagen verschenkt wird und er zukünftig mit dem Laufrad fahren muss. Alle Versuche, den Wagen schon vorher abzuschaffen sind gründlich gescheitert. Meistens war er nach dem Mittagessen im Kindergarten so kaputt, dass er einen Mittagsschlaf halten musste und das Heimfahren war – gerade aufgewacht – eine einzige Qual.

Seit dem sechsten Juli jedoch haben wir den Wagen nicht mehr benutzt. Das war der erste Tag, an dem Benjamin mit dem Laufrad in die Stadt gefahren ist – wir zu Fuß hinterher. Und seitdem ist auch der Weg in den Kindergarten und zurück kein Problem mehr.

Mir allerdings fehlte plötzlich die Möglichkeit, eine Menge Dinge der Kinder mitzunehmen, ohne alles selbst tragen zu müssen (Bilder, Gebasteltes, Schuhe, Wechselkleidung, Spielzeug, und am Wochenende Gemüse und Obst vom Markt). Deshalb habe ich mich endlich dazu durchgerungen, den Rucksack Ukko von sitztwackeltundhatluft zu nähen. Mit der alten Maschine eine echte Herausforderung. Mehrere Lagen liegen ihr nicht so gut.

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Das Zuschneiden der einzelnen Teile hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert. Dann wurde alles ein bisschen verziert und an meine Anforderungen angepasst. Die Rückseite wurde mit zwei Schichten Thermolam gequiltet. Für alle anderen verstärkten Teile wurde Vlies H630 verwendet. Der Boden besteht aus einer Schicht Thermolam und Schabrackeneinlage. Die Seitentaschen wurden vergrößert und oben mit einem Gummizug versehen. Jetzt passen auch die Tupper-Flaschen rein (andere Plastikflaschen haben wir nicht mehr, seit über einem Monat benutzen wir nur noch Glas 😉 ). Bei der vorderen Aufsatztasche habe ich einen Karabiner für den Schlüssel angebracht – ein weiterer Karabiner mit Webband befindet sich bei der Innentasche. Die Lasche aus Gurtband an der Aufsatztasche ist so stabil befestigt, dass sie einen großen Karabinerhaken halten kann, an den man dann beispielsweise eine Kindergartentasche anhängt.

Die komplette Tasche wurde in anthrazit-senfgelb gestaltet mit einem wasserfesten Taschenstoff von farbenmix. Die Webbänder und das Gurtband wurden auch auf diese Farben abgestimmt. Und obwohl die Tasche wahrscheinlich niemals an einem Kinderwagen hängen wird, habe ich an den Seitenteilen oben eine Aufhängemöglichkeit angebracht. Die ist aber für den Bollerwagen. Ich liebe es, wenn Dinge ihren festen Platz haben und man sie unterwegs nicht so leicht verlieren kann.

Es passt wirklich viel rein – heute habe ich eine Kindergartentasche, zwei Kissen, zwei Regenjacken, ein Bild, zwei „Raupen“ aus dem Pappteil einer Küchenrolle und ein Herz aus Bügelperlen darin untergebracht und sicher nach Hause gefahren.

Fazit: Ein toller Rucksack! Und obwohl ich so schnell keinen Rucksack mehr brauche, wird das Schnittmuster aufgehoben. Vielleicht gibt es ja in der Verwandtschaft noch jemanden, der gerne mit dem Rad fährt – dann würde ich eine Variante aus Canvas machen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Tiny Quilt QAL – Log Cabin

Endlich kann man sich im Atelier wieder aufhalten, ohne an Tisch oder Boden festzukleben… Diese Gelegenheit habe ich heute gleich genutzt, um den Log Cabin vom Mini-Quilt zu nähen. Fünf sind schon fertig, allerdings habe ich insgesamt neun Varianten zugeschnitten. Die restlichen Blöcke nehme ich morgen in Angriff. Meine Stoffe sind dafür eher ungeeignet, aber wenigstens wird wieder einmal was abgebaut.
Gut gefallen mir hier der Block mit den Sternen in der Mitte und der mit dem rot gepunkteten Stoff außen.

Ich mache jetzt tatsächlich den Miniquilt mit jeweils einem vorgestellten Block, damit ich in diesem Jahr wenigstens einen Quilt beenden kann. Und der Rest wird für die Edelstahl-Abdeckung für den Balkon verwendet.

Meine Nähmaschine ist übrigens immer noch nicht repariert…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Tiny Quilt QAL – Nine Patch

Um nicht ganz aus der Übung zu kommen, mache ich in den nächsten Wochen beim Tiny Quilt QAL mit. Mini-Blöcke in der Gesamtgröße von 3 Inch werden dabei mittels Foundation Paper Piecing genäht. Genau das richtige für die alte Maschine. Bei ihr lässt sich die Nadelposition nämlich nicht verstellen, somit ist es mir selbst mit dem extra dazugekauften 1/4 Inchfuß nicht möglich, eine Nahtzugabe von 1/4 Inch hinzubekommen. Aber mit FPP sollte das ja kein Problem sein 😉

Den Nine Patch Block kann man selbstverständlich ohne FPP viel einfacher nähen und hat dann noch die Möglichkeit, die Nahtzugaben in unterschiedliche Richtungen zu bügeln, um damit das Zusammennähen der Reihen zu erleichtern.

Mit Nähen auf dem Papier macht es aber auch Spaß! Ich verwende dafür nur Reste aus meinen Scrap-Boxen und einen weißen Hintergrund. Außerdem mache ich von jedem Block gleich ein paar. Wir brauchen nämlich eine Abdeckung für den Edelstahlschrank auf dem Balkon und die sollte am Ende 160 * 58 cm messen.

Bei meinen Blöcken sieht man deutlich, dass ich schon ganz lange keine Patchwork-Blöcke mehr genäht habe… Im Laufe der Woche erfahre ich hoffentlich, ob meine Maschine zu retten ist, ansonsten muss wohl ein Plan B her!

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Bis demnächst,
Sonja 😉

Alles auf Abschied

Am Montag haben wir im Kindergarten wunderschöne Schultüten gebastelt. Einige haben Bastelvorlagen mit Anleitung bestellt, bei denen die größtenteils vorausgestanzten Teile nur noch rausgedrückt werden mussten, andere haben ihre komplette Tüte selbst designt. Wir waren bei der ersten Gruppe dabei – ich bastle zwar gerne, wollte da aber nicht so viel Energie reinstecken, zumal ich so etwas noch nie gemacht habe 😉
Es hätte zwar noch die Möglichkeit gegeben, eine Tüte zu nähen, allerdings hätte Frederik dann gar nicht mithelfen können – und das war ja eigentlich der Plan bei der Bastelei im Kindergarten. (Er hat zumindest alle Teile rausgedrückt, mir drei Mal etwas gereicht und zwei Mal etwas festgehalten – dann war Zeit für das Frühstück und die Kinder verschwunden).

Aber die Schultüte ist toll geworden, zu Hause wurde sie auch schon mit drei Süßigkeiten gefüllt durch die Wohnung getragen.

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Nächsten Mittwoch findet schon das Abschlussfest der Vorschulkinder statt. Dafür muss gerade einiges organisiert werden. Das „Abschiedsgeschenk der Kinder an die bleibenden Kinder“ ist heute angekommen und macht einen sehr guten und vor allem stabilen Eindruck: Für eine Rollenspiel-Garderobe haben wir ein Kostümset „Berufe“ gekauft. Die Kinder können sich als Bauarbeiter, Feuerwehrmann oder Arzt verkleiden. Stethoskop und Megaphon wurden schon mit Batterien versehen, die Helme zusammengebaut und alle Nähte gewissenhaft kontrolliert.

In den nächsten Tagen werden wir gemeinsam bestimmt noch eine kleine Einlage vorbereiten können. Und außerdem hoffen wir auf gutes Wetter, damit im Kindergarten-Garten gegrillt werden kann 😉

Die im Mai bei eSTe gesehenen Buntstifte zum Schulstart habe ich heute auch nachgenäht (die Anleitung dazu gibt es von Andrea Kollath auf dem Bernina Blog): es sind zwei entstanden, blau und orange. Und endlich ist die komplette Füllwatte vom ehemaligen „Reittier Pferd“ aufgebraucht 🙂

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Außerdem habe ich beschlossen beim Tiny Quilt Sew Along von TeresaDownUnder mitzumachen (da wird alles mit Foundation Paper Piecing zusammengenäht, das sollte auch mit der alten Nähmaschine funktionieren), solange ich nicht weiß, ob ich meine Maschine jemals wieder zurückbekomme. Frederik braucht noch kurze Hosen fürs KISS und Shirts/Pullis für die Schule.
Das Gemüse wächst uns bald über den Kopf – Benjamin dagegen kratzt immer noch an den 100 cm.

Bis demnächst – es gibt viel zu tun!
Sonja 😉