Männersache

Ich gebe auf – und damit meine ich einzig und allein das Nähen für meinen Mann. Ich habe die Tasche Männersache für den TS4SA bei Emma extra OHNE den sonst üblichen Verzierungswahn gefertigt, aus einem wunderschönen Stoff von „Alles für Selbermacher“, der außen wie Leder aussieht und innen sehr flauschig ist und deshalb auch nicht verstärkt werden musste [im November habe ich mir daraus einen sehr warmen Mantel genäht]. Die hier vorherrschenden Farben sind braun, grau – und rot, weil ich noch einen von der Länge her passenden Rest roten Endlos-Reißverschluss hatte, den ich zum Schließen der Tasche verwendet habe. [Ich habe ja vor, alle Taschen aus vorhandenen Materialien zu nähen – und da mir das wahrscheinlich auch gelingt, ist hier eindeutig erkennbar, dass ich viel zu viele Stoffe, Karabiner, D-Ringe, Gurtbänder, Webbänder, Vlieseinlagen, etc. zu Hause habe]. Das Kaufen eines braunen Reißverschlusses war also keine Option.

Abgesehen davon, dass mein Mann nicht einmal versucht hat, seine Utensilien in der Tasche unterzubringen, kam nur die Frage, warum ich ausgerechnet einen roten Reißverschluss verwendet habe. Den man übrigens kaum sieht…

Wenn die Tasche geschlossen ist, fällt der wirklich nicht auf. Das Nähen war jedenfalls super, nach der Sache mit der Herzmuschel und den falschen Knipsen hat es hier keine größeren Korrekturen gegeben. Der Stand ist auch phänomenal, das liegt aber an dem wunderschönen Außenstoff. Falls ich mich da noch mal ran wage, nähe ich den Innenteil über dem Reißverschluss aus einem weniger stabilen Material, beim finalen Absteppen hat sich die Maschine bei den Seitennähten sehr schwer getan.

Wie machen das andere Nähbegeisterte? Ziehen die Männer da einfach die genähten Hoodies, Shirts oder Hosen an, und benutzen selbstgemachte Taschen ohne irgendwelche Kommentare abzugeben? Meiner ist bisher bei JEDEM genähten Stück so lange drauf rumgeritten, was ihm nicht gefällt, dass der rote Reißverschluss das Fass jetzt zum Überlaufen gebracht hat.

Bei den nächsten Taschen werden auf jeden Fall wieder Farben und Webbänder eingesetzt! Ab heute kann schon die Hüfttasche bei Emma verlinkt werden, genäht ist sie schon, ich muss nur noch Bilder machen. Die Sonne scheint, also ab nach draußen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

Herzmuschel

Nach vier eher „geraden“ Taschen – zumindest, was die Schnittteile anbelangt – kommt mit der Herzmuschel die erste etwas rundlichere Tasche daher. Beim Zusammenkleben des Schnittmusters habe ich noch gedacht, dass das Nähen dieses Mal bestimmt nervenaufreibend wird und hatte schon das Horror-Szenario mit der Kurventasche im Kopf: Damals musste ich mehrmals trennen und den Randstreifen mit Stylefix an die Seitenteile kleben – was unter anderem auch daran gelegen hat, dass ich mich echt dämlich angestellt habe. Aber bei der Herzmuschel ist das gar nicht so schwer: Wenn man erst einmal alle Taschenteile vorbereitet hat – und das kann hier dauern, je nachdem, wie viele Aufsatz- oder Reißverschlusstaschen man wählt – geht das Nähen aber Ruckzuck 😉

Herzmuschel Taschenteile
Alle Taschenteile sind vorbereitet und der Reißverschluss ist eingefasst: Jetzt kommt der einfache Teil.

Ganz besonders gefällt mir hier die Art, den Reißverschluss mitsamt den Gurtschlaufen einzubauen. Das sieht einfach sauber aus, nichts verklemmt sich beim Absteppen.

Passend zu Stoff und Reißverschluss habe ich dann noch eine Paspel in meinem Sammelsurium gefunden, die natürlich auch eingenäht wurde. Zum allerersten Mal habe ich das H630 zur Verstärkung nicht aufgebügelt, sondern in der Nahtzugabe mitgefasst – gefällt mir sehr gut und wird bestimmt noch öfters gemacht.

Die Tasche fühlt sich flauschig an und würde auch toll stehen – wenn nicht die D-Ringe so schwer wären.

Jetzt verlinke ich noch schnell bei Emma und versuche auch in dieser Woche ein bisschen Nähzeit zu bekommen. Was allerdings schwierig werden kann, denn neben einem kranken Kind ist nun auch ein Mann mit Urlaub zu Hause…

Bis demnächst,
Sonja 😉

Carrybag

Puh! Hab ich es doch noch geschafft diese große Tasche fertig zu stellen…

IMG_7947 (2)Zwischenzeitlich habe ich etwas mit der Carrybag gehadert. Zu Beginn sah alles noch recht einfach aus, die großen Schnittteile waren auch ganz schnell mit dem langen Patchworklineal zugeschnitten. Auf einem äußeren Taschenteil habe ich eine Reißverschlusstasche angebracht um da nicht aus der Übung zu kommen. Dann ging es auch schon ans Zusammennähen der vier Taschenteile. Die Aussparungen für den Gurt waren schnell fertig und die Taschenteile abgesteppt.

Also habe ich mich am verstärkten Boden versucht. Und am Ende entschieden, diesen lieber nur innen reinzulegen anstatt außen dranzunähen. Das trägt dazu bei, dass die Tasche einen ganz schönen Stand hat.

Die Carrybag ist eigentlich auch ganz schnell zusammengenäht, und dann kommt auch schon die Sache mit dem Gurt. Die Anleitung ist gut geschrieben und nach mehrmaligem Lesen weiß man, wie man ihn am besten einsetzt. Ich wollte an der Seite und eigentlich auch oben unbedingt Buchschrauben einsetzen, das hat mir im Beispiel sehr gut gefallen. Leider hat das mit meinem Gurtband nicht funktioniert. Erst wollte der Gurt kein Loch bekommen, dann hat sich die Seitennaht der Tasche beinahe aufgetrennt als ich da das Loch für die Buchschraube vorbereitet habe. Da hätte ich wohl vor dem Zusammennähen die Rückseiten noch mit Vlieseline H250 oder Stylefix Filz etwas verstärken müssen.) Also sofort blauen Faden eingefädelt und mit einer Raupe gesichert, was zu sichern war. Die Buchschrauben habe ich an der Seite schließlich irgendwie reinbekommen – und oben dann den Gurt einfach nur noch angenäht.

Versöhnt hat mich am Ende die Tatsache, dass in diese Tasche wirklich ein ganzer Spontaneinkauf fürs Abendessen reinpasst. Und ich auch diese Tasche nur aus vorhandenen Materialien genäht habe.

Jetzt schaue ich mal bei Emma vorbei und hole mir Anregungen für die nächste Tasche. Die Herzmuschel kann seit gestern verlinkt werden. Die wird deutlich runder…

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

RollUp-Tasche

Eine interessante kleine Tasche, in die man richtig gut vorhandene Reststoffe einarbeiten kann ist die RollUp-Tasche. Das Futter und die separate Innentasche habe ich aus vor Jahren gekauften Stoffen zusammengestellt, die endlich mal weniger werden müssen, das Vorderteil ist eine weitere Variante des äußerst griffigen Baumwollstoffs mit den wunderschönen Blümchen.

Wenn man überwiegend beschichtete Baumwolle verwendet, eignet sie sich bestimmt auch sehr gut als Reise-Utensilo fürs Bad. Dafür würde ich allerdings oben noch ein Aufhängerle einbauen und die Reißverschlusstasche am unteren Rand andersrum einsetzen. Eventuell wage ich mich ja noch mal an eine etwas andere Umsetzung ran. Das Nähen war jedenfalls kein Hexenwerk und ist auch von Anfängen relativ leicht umsetzbar. Da ich versuche, jede Tasche mit den vorhandenen Mitteln so gut wie möglich zu nähen, habe ich die Innentasche natürlich so erstellt, dass das Futter auch schön versäubert ist und man keine offenen Kanten sieht.

Glücklicherweise habe ich es geschafft, die RollUp Mitte letzter Woche fertig zu stellen, bevor uns hier die Pest in Form irgendeiner dubiosen-Magen/Darm-Sache überrollt hat. Wahrscheinlich haben wir uns bei einem Kinderarzt-Kontrolltermin irgendetwas eingefangen, wir mussten nämlich eine Stunde im Wartezimmer ausharren.

Das hat natürlich den gesamten Nähzeitplan durcheinandergebracht (in diesem Monat warten noch ein paar Taschen und die Wonky Stars auf Fertigstellung). Aber im Moment sind Frederik und ich noch zu Hause und ruhen uns überwiegend aus. Langsam wird es allerdings langweilig, also haben wir vorhin die Osterbastelsachen ausgepackt. Und was daraus wird, zeige ich euch bald!

Aber jetzt verlinke ich erst einmal bei Emma und hole mir Anregungen für die Carrybag.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Ruckzuck-Tasche

Am Samstag ist sie fertig geworden, die Ruckzuck-Tasche, die dank zweier Reißverschlüsse dann doch etwas länger gedauert hat. Die Idee, zum Verschließen nur einen Strang des Endlosreißverschlusses zu nehmen, ist charmant. Das Einnähen kam mir nicht so schwierig vor, wie bei meiner ersten Tasche, dem 5-Fach-Organiser. Allerdings war das Absteppen wieder eine Katastrophe. Der Zipper ist nach dem Einsetzen nur bis zur Mitte gelaufen, dann wollte er nicht mehr, also hatte ich wieder einmal die Raupe zu eng angenäht. Deshalb musste ich auch hier noch mal auftrennen, mit sehr vielen Nadeln neu abstecken und beim zweiten Mal hat es dann funktioniert.

Im Moment bin ich noch gut im Plan: Alle verwendeten Materialien waren vorhanden. Der Meter Dekostoff „Steine“ ist jetzt so gut wie aufgebraucht und wurde inzwischen bei drei Taschen eingesetzt. Die Außentasche auf der Vorderseite besteht aus dem Rest stabilem Baumwollstoff von der PopUp-Tasche und Innen wurde beschichtete Baumwolle verwendet. Ein paar Webbänder und vor allem ein Karabinerhaken für die Außentasche runden das Gesamtwerk ab.

Die Ruckzuck-Tasche gefällt mir sehr gut. Hier wurde Größe M genäht. Und in 10 Tagen wird sie an die neue Besitzerin überreicht. Ich hoffe, sie gefällt und wird auch benutzt.
Weitere schöne Ruckzuck-Taschen können wie immer bei Emma bewundert werden.

Wie man an den Bildern erkennen kann, hatten wir gestern ein paar schöne Sonnenstunden: Unsere Balkonüberdachung hat keine Schneedecke mehr und in den Beeten haben schon vereinzelt Krokusse gelbe Farbtupfer gesetzt. Heute Morgen durfte Frederik endlich wieder mit dem Rad in den Kindergarten fahren. Juhuu!

Bis demnächst,
Sonja 😉