Reparieren von 12 bis 12

Wohl inspiriert von Valomeas Sitzkissenreparatur und Teilzeitbäuerins Traktor-Sitz-Haube, habe ich letzte Woche kurzerhand Rundnadeln geordert, um zwei Löcher in unserem Sofa zu flicken. Diese sehr stabilen Nadeln kamen vor 2 Stunden mit der Post an – und das Sofa ist bereits wieder geflickt.

Wie lange es mit diesem doppelt genommenen roten Polyestergarn hält, wird sich zeigen. Eventuell braucht man da etwas festeres Garn.

So schaut es jetzt aus – allerdings ist bisher noch niemand drauf rumgehüpft 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Reparieren von 12 bis 12

Nach Ostern musste ein kleines Ei in Reparatur, es will ja schließlich im nächsten Jahr wieder draußen am Baum hängen.

Mit der Heißklebepistole war die Schlaufe im Nu repariert.


Dann ist mir noch ein Elch über den Weg gelaufen, dem der linke hintere Fuß gefehlt hat. Jetzt steht er wieder, hier auf einer Schneefläche aus Thermolam.

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Und genäht wurde selbstverständlich auch. Ende März / Anfang April habe ich endlich Shirt, Jeans, Jogginghosen und ein Unterhemd samt Unterhose repariert. Alles bis auf die Jogginghosen war für Freunde, aber da man in Corona-Zeiten nicht mal eben die Reparatur wieder ausfahren kann, gestaltete sich die Rückgabe etwas schwierig und vor allem langwierig.

Gekürzte Ärmel bei einem Shirt, das in diesem Sommer bestimmt noch passt.

Stretch-Jeans, die natürlich einen Aufnäher aus Stretch-Jeans bekommen haben. Ich hoffe, mein Plan funktioniert.

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Jogginghosen der Jungs, bis jetzt halten sie einigermaßen.

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Hier waren die Säume an je einer Stelle ausgerissen. Das Unterhemd habe ich komplett aufgetrennt und neu gesäumt (vorher mit der Overlock versäubert) und bei der Unterhose einfach mehrmals mit Zick-Zack-Stich über die aufgetrennte Covernaht genäht. Sollte halten.


Einige Dinge, die hier regelmäßig unter die Heißklebepistole kommen, wenn sie mal wieder im Einsatz sind, dürfen hier natürlich nicht fehlen.

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Das Unterteil des Roboters, der Hörer des Funkgerätes und ein Stuhlbein sind regelmäßig Gäste auf meiner Reparatur-Ablage. Wir sehen uns wieder!

Und jetzt setze ich mich noch an meine Weihnachtstischdecke, sonst wird die bis Dezember nicht fertig…

Bis demnächst,
Sonja 😉

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PerlMuschel

Geschafft, Tasche sieben von zehn ist fertig. Die Umsetzung der PerlMuschel war eine schweißtreibende und sehr langwierige Angelegenheit.

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Hat man erst einmal alle Teile zugeschnitten – und das kann dauern, vor allem, wenn man sich mal wieder total unsicher ist, ob die Kombination Kunstleder und Velours-Kunstleder zu dem gewünschten Effekt führt – geht es auch schon ans Verzieren der Taschenaußenseiten. Weil ich Ösen verwenden wollte, musste ich zuerst wieder ein paar Probelöcher in ein Reststück Kunstleder schlagen. Um die Haltbarkeit zu erhöhen, habe ich sowohl mit Wonder Dots, als auch mit Stylefix-Filz verstärkt. Die Löcher mussten dann zwar knapp ausgeschnitten werden, weil das Werkzeug dafür nicht scharf genug war, dafür halten sie jetzt und hoffentlich zukünftig bombenfest. Als die Ösen drin waren, wurden die Magnetverschlüsse eingebaut. Da war das oberste Gebot, die Seiten der kleineren Stoffteile nicht zu verwechseln.

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Hier sieht man die Taschenaußenseiten, die vorbereitete Reißverschlussblende und die eingesetzten Magnetverschlüsse. Alle anderen Teile warten noch nummeriert auf den Einsatz.

Dann geht es los mit dem Zusammennähen. Einfach stur die Anleitung abarbeiten, dann kann gar nichts schief gehen – vorausgesetzt, man näht die Teile nicht links auf rechts zusammen.

Wenn dann nur noch vier große Teile übrig sind, kommt die schwierigste Aufgabe: Die Randstreifen müssen so angenäht werden, dass ein Zentimeter oben übersteht und zwar an jeder Seite an genau der gleichen Stelle. An drei Stellen hat das auch wunderbar geklappt, an der vierten ist mir bei der unteren Kurve eine Ungenauigkeit die Nahtzugabe betreffend passiert und das hat sich dann bis nach oben ausgewirkt.

Das war allerdings nicht so gravierend, dass die Tasche nicht hätte vollendet werden können. War ich froh, als nach dem Wenden alles einigermaßen gepasst hat. Noch kurz die letzten Nähte von außen abgesteppt, die Wendeöffnung per Hand verschlossen und schon kann sie getragen werden. Ich finde allerdings die etwas höheren Innentaschenteile gewöhnungsbedürftig, da sie so instabil sind. Na ja, erst einmal ausprobieren, dann kann ich immer noch entscheiden, für was sich die PerlMuschel am besten eignet.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Tag 33/x war heute ein wunderschöner Osterferientag. Das Wetter war sommerlich, die Kinder waren den ganzen Tag über im Garten mit Instandhaltungsmaßnahmen beschäftigt. Zusammen mit den Großeltern wurde Unkraut im Erdbeer-Hochbeet entfernt, die Erdbeeren richtig eingesetzt und gedüngt. Frederik hat Seilhüpfen probiert, Benjamin hat über 30 Molche gezählt. Steine wurden von einem zum anderen Ort verlagert, bei der neuen Affenschaukel musste der Opa ein gerissenes Seil ersetzen. Beim Hochdruckreinigen eines Sitzplatzes durften sie immerhin zusehen.

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Am Montag bekommen wir wieder Wochenpläne geschickt. Mindestens für drei Wochen, dann schauen wir mal, wann die Erstklässler wieder in die Schule dürfen, bzw. müssen. Und ob der Kindergarten bis zu den Sommerferien überhaupt wieder besucht werden darf.

In dieser Woche habe ich zwei WalHaie genäht. Ein tolles Projekt für Zwischendurch. Die Anleitung ist wunderbar geschrieben und sehr ausführlich. Die Tipps und Tricks, wie man runde Flossen erhält, funktionieren wirklich – und am Ende hat man ein riesiges Schlampermäppchen. Warum es zwei WalHaie werden mussten könnt ihr euch sicherlich denken 🙂

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Frohe Ostern!

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Wir wünschen euch allen Frohe Ostern – ob sich die ganze Familie am Eiersuchen beteiligt, wie es bei uns in einem Mehrgenerationenhaus möglich ist, oder die entfernte Verwandtschaft live zugeschaltet wird. Macht das Beste draus und hofft, dass es bald wieder bessere Zeiten gibt. Wir freuen uns auf jeden Fall unbändig, wenn man wieder spontane Grillpartys veranstalten kann, die Schulen und Kindergärten wieder geöffnet haben, man einfach mal kurz bei Oma & Opa vorbeischauen kann. Und vor allem seine Freunde besuchen kann, die man wahnsinnig vermisst…

Wir sind zwar immer gut beschäftigt mit (Video-)Telefonaten mit Freunden & Verwandten, unerwarteten Ostergeschenken, vermehrten WhatsApp-Kontakten mit Bekannten, Zeit zum Lesen & Pflanzen & Nähen & Spielen, Thementagen im Radio (Antenne Bayern hatte am Freitag 70er Jahre und gestern 80er Jahre, da hat sich das Zuhören gelohnt…) – aber ab und zu würde man halt doch gerne was unternehmen.

Auch wenn das traditionelle Eierfärben mit Onkel Martin am Karfreitag leider entfallen musste und wir heute zu viert Rippchen mit Krautsalat essen – und das erst am Abend, denn der Vormittag ging für das Zusammenbauen der Playmobil-Osternester drauf – ist Ostern in diesem Jahr doch was Besonderes 🙂

Es wurden hier zwei Hasen und ein Lamm gebacken. Und alle drei sind nicht annähernd so staubtrocken, wie die zuvor gebackenen Exemplare. Was daran liegen muss, dass wir ganz fein gemahlene Mandeln und statt dem Rum Mandelaroma genommen haben. Ein perfekter kleiner Nachmittagssnack zum Kaffee.

Außerdem haben wir in der „Oster-Box“ zwei Mittel zum Eier bemalen gefunden und diese am Donnerstag ausprobiert. Leider waren die drei Farben mit „3D-Effekt“ schon eine Weile abgelaufen, da haben nur noch blau und grün funktioniert, die rot war komplett eingetrocknet. Also wurden Eier im Eierbecher stehend bemalt, also eher betropft. Am Ende waren die Hände besser gefärbt als die Eier und es musste erst einmal geduscht werden.

Eine Farbpalette mit „Wasserfarben“ war auch noch vorhanden, die konnte man gut verwenden um anschließend die weißen Stellen zu färben.

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Gestern haben wir allerdings die gerade gehypten natürlichen Färbemittel ausprobiert – Zwiebelschalen, Kurkuma, Blaukraut (weil leider keine eingefrorenen Blaubeeren vorhanden waren). Das war toll und wird auf jeden Fall beibehalten. Wir werden keine künstlichen Farben mehr benutzen. Die wenigen Zwiebelschalen haben die Eier so schön weinrot gefärbt, da können die blassen blauen mit Shibori-Technik nicht mithalten.

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Seit Ferienbeginn sind wir außerdem ziemlich viel im Garten unterwegs – der Osterhase hat beinahe jeden Tag eine Kleinigkeit in das gemachte Nest gelegt und die Kinder graben weiter fröhlich den Boden um oder helfen Oma und Opa bei den wichtigen Aufgaben (Algen aus dem Teich entfernen, Steine umschichten, einen Platz für die Feuerbohne suchen, den Weg kehren). Marianne Dudelhuhn (so heißt Hennriette bei den Kindern) hat doch noch ihre Kükenbande bekommen und versteckt sich gerne in den Blumenbeeten. Überhaupt sieht es gerade ziemlich bunt aus im Garten. Falls jemand heute keinen Besuch vom Osterhasten hatte, kann es auch daran liegen, dass er beim Nachbarn im Zaun festhängt.

Bis demnächst & bleibt gesund,
Sonja 😉

KleineFeine

Eine Tasche, die wirklich schnell genäht ist und dazu auch noch Spaß macht, ist die KleineFeine. Auch wenn es gerade überall im Land an Gelegenheiten mangelt, diese Tasche standesgemäß auszuführen, sollte man sie unbedingt nähen.

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Meine erste Version habe ich aus Krokodil-Kunstleder gemacht. In die Klappe wurde ein Steckschloss integriert, das weitaus schwieriger zu befestigen war, als das bei der DoktorTasche. Mit dem Skalpell ist es mir beinahe geglückt, nur den relevanten Bereich vorsichtig auszuschneiden. Schwierig wurde es, als sich die Schrauben auch noch ihren Weg durch das Kunstleder bahnen mussten…

Innen wurde eine unterteilte Aufsatztasche angebracht, die Wendeöffnung routinemäßig erst einmal zugenäht, dann wieder getrennt und schließlich per Hand geschlossen. Das finale Absteppen an der Oberkante forderte meine Maschine schon sehr. Bei der Krokodilkunstleder-Variante ist mir das aber noch einigermaßen geglückt.

Nicht jedoch bei meinen beiden anderen Taschen… Im Zuge der Utensilo-Produktion habe ich alle neuen und alten Taschenstoffe benutzt und bin dann in den Tiefen des Regals auf Kunstleder in rot und weiß gestoßen. Das haben wir 2014 benötigt, um die Esszimmerstühle im alten Haus aufzupeppen. Es lagen noch vier Kilogramm weißes und rotes Kunstleder hier herum und bevor alles für die Utensilos verbraucht wurde, habe ich kurzerhand je eine KleineFeine in rot und in weiß ausgeschnitten.

Diese beiden Taschen wurden mit Paspeln versehen, die weiße Version ist maritim gestaltet, die rote Tasche lässt zumindest mich eher an die 80er Jahre denken.

Die Tasche ist wirklich sehr leicht zu nähen – vorausgesetzt, man nimmt weiches Kunstleder oder gleich andere Stoffe. Das Absteppen aller Nähte bei diesen Versionen war eine Tortur, da sich das gut haftende Kunstleder nur mühsam vom Transporteur weiterbefördern ließ. Innen habe ich deshalb auch nur eine einfache Innentasche ohne Schnickschnack gemacht, beide Wendeöffnungen aber auch hier per Hand geschlossen.

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Bei allen drei Taschen habe ich bei den Gurtaufhängungen nicht den Außenstoff verwendet, das wäre zu dick gewesen. Es kam braunes Velour-Kunstleder, der blaue Innenstoff und ein schwarzes Gurtband mit weißen Streifen zum Einsatz. Eine ausrangierte Kette mit zwei Karabinern kann zumindest die braune und rote Tasche sicher halten, bei der weißen sind die D-Ringe zu dick, da gehen die Karabiner nicht mehr zu.

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Interessant finde ich auch die unterschiedlichen Verschlussmöglichkeiten. Es fehlt eigentlich nur noch eine mit Magnetverschluss, eine mit KamSnaps und eine mit Knopf. Aber so schnell wird hier keine mehr genäht 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt auf dem Farbenmix-Blog.