Nach vier eher „geraden“ Taschen – zumindest, was die Schnittteile anbelangt – kommt mit der Herzmuschel die erste etwas rundlichere Tasche daher. Beim Zusammenkleben des Schnittmusters habe ich noch gedacht, dass das Nähen dieses Mal bestimmt nervenaufreibend wird und hatte schon das Horror-Szenario mit der Kurventasche im Kopf: Damals musste ich mehrmals trennen und den Randstreifen mit Stylefix an die Seitenteile kleben – was unter anderem auch daran gelegen hat, dass ich mich echt dämlich angestellt habe. Aber bei der Herzmuschel ist das gar nicht so schwer: Wenn man erst einmal alle Taschenteile vorbereitet hat – und das kann hier dauern, je nachdem, wie viele Aufsatz- oder Reißverschlusstaschen man wählt – geht das Nähen aber Ruckzuck 😉

Ganz besonders gefällt mir hier die Art, den Reißverschluss mitsamt den Gurtschlaufen einzubauen. Das sieht einfach sauber aus, nichts verklemmt sich beim Absteppen.
Passend zu Stoff und Reißverschluss habe ich dann noch eine Paspel in meinem Sammelsurium gefunden, die natürlich auch eingenäht wurde. Zum allerersten Mal habe ich das H630 zur Verstärkung nicht aufgebügelt, sondern in der Nahtzugabe mitgefasst – gefällt mir sehr gut und wird bestimmt noch öfters gemacht.
Die Tasche fühlt sich flauschig an und würde auch toll stehen – wenn nicht die D-Ringe so schwer wären.
Jetzt verlinke ich noch schnell bei Emma und versuche auch in dieser Woche ein bisschen Nähzeit zu bekommen. Was allerdings schwierig werden kann, denn neben einem kranken Kind ist nun auch ein Mann mit Urlaub zu Hause…
Bis demnächst,
Sonja 😉
Zwischenzeitlich habe ich etwas mit der Carrybag gehadert. Zu Beginn sah alles noch recht einfach aus, die großen Schnittteile waren auch ganz schnell mit dem langen Patchworklineal zugeschnitten. Auf einem äußeren Taschenteil habe ich eine Reißverschlusstasche angebracht um da nicht aus der Übung zu kommen. Dann ging es auch schon ans Zusammennähen der vier Taschenteile. Die Aussparungen für den Gurt waren schnell fertig und die Taschenteile abgesteppt.

