(Kein) UFO-Abbau im Juli…

… oder „Endlich Ferien!“

Zumindest für Frederik, der heute schon um 09:30 Uhr mit einem sehr guten Zeugnis nach Hause gehen durfte. Und weil im Juli neben den Abschiedsgeschenken keine Zeit war, um ein UFO überhaupt in die Hand zu nehmen, zeige ich euch, was Frederik in Werken und Gestalten seit Wiederbeginn des Präsenzunterrichts so getrieben hat:

Er hat sich heimlich zum Schleifen- und Knotenexperten ausbilden lassen und dieses wunderschöne Säckchen gestickt. Die WG-Lehrerin hat schließlich Innenfutter und weißen Klettverschluss angebracht, bevor sie es zunähte. Quasi im Vorbeigehen wurde bei diesem Projekt die Schleife gelernt, jetzt brauchen wir nur noch Schuhe mit Bändeln 😉


Diese drei Mugrugs werden morgen an die Erzieherinnen der linken Gruppe verschenkt – die rechte Gruppe bekommt auch noch was, aber erst Ende August, wenn wirklich die letzte Woche im Kindergarten ansteht.

Jetzt brauchen wir nur noch gutes Wetter, damit wir um 12 Uhr ein Picknick im Kindergarten-Garten mit allen Vorschulkindern veranstalten und auch unsere großen Geschenke überreichen können. Jeder setzt sich nur auf seine Decke, der Abstand wird selbstverständlich eingehalten und mitgebrachtes Essen wird am besten nur von der eigenen Familie konsumiert.

Bis demnächst, meine Ferien beginnen am Dienstag!
Sonja 😉

Und im nächsten Monat kann ich auch wieder etwas aus der UFO-Rubrik zeigen.

Verschlafen

Ist ja nicht so tragisch, wenn man an seinem freien Tag zu spät aufsteht, aber irgendwie war heute doch überall der Wurm drin. Ich wurde zur gleichen Zeit wie die Jungs aus den Träumen gerissen, woraufhin noch vor dem ersten Kaffee erst einmal das Pausenbrot und die KiGa-Verpflegung für Vor- und Nachmittag und zwei Frühstücke vorbereitet werden mussten…

Nachdem ich Benjamin um 07:45 Uhr im Kindergarten abgegeben hatte, fuhr ich wieder heim und hatte unglaubliche zwei Stunden Zeit um ein Wasserbett zu entlüften, die Waschmaschine anzuwerfen und bei den persönlichen Abschiedsgeschenken für die Erzieherinnen weiter zu applizieren. Pünktlich um 09:58 Uhr klingelte es und der Spülmaschinen-Spezialist werkelte für die nächsten beiden Stunden in der Küche herum. Nachdem an Kochen deshalb nicht zu denken war, taute ich kurzerhand drei undefinierbare Tupperboxen auf. Wie später zu erkennen war handelte es sich dabei um Milchreis, Spitzkohl-Hackfleisch-Eintopf und Blumenkohl-Stangensellerie-Lauch-Gemüse. Kombiniert mit einer Bratwurst, war das ziemlich lecker – den Milchreis gab es mit Kirschen als Nachspeise.

Beim Bratwurst braten habe ich jedoch die Pfanne etwas zu lange erhitzt (und das auch noch, ohne den Dunstabzug anzustellen) und den Hitzemelder in der Küche ausgelöst. Der ohrenbetäubende Lärm lässt klares Denken leider nicht mehr zu, ich war zunächst froh, dass offenbar nichts in Brand geraten war und schleppte die Pfanne auf den Balkon. Wieder in der Küche versuchte ich zuerst den Hitzemelder abzubauen, und wickelte den einen Teil in ein dickes Handtuch ein, der Lärm blieb jedoch unverändert laut. Also wurden sämtliche Fenster und Türen aufgerissen und ein paar Minuten später hörte es auf…

Beim Füllen der Spülmaschine haben wir dann bemerkt, dass beim wieder Einbauen der Schrank angekratzt wurde. Der erste richtige Kratzer – und nicht mal von der Familie verursacht… Zeit also, die Farbe auszuprobieren, die wir 2016 für die Beseitigung von derartigen Schäden bekommen haben. Von weiter weg ist jetzt gar nichts mehr zu sehen 😉

Nach dem Essen ist Frederik eingefallen, dass wir ja noch die Tomaten und Gurken gießen müssen. Bei dieser Gelegenheit bin ich im Gras barfuß in Katzenkacke getreten.

Zwei Stunden später, beim Abholen von Benjamin ist Frederik dann noch mit dem Rad gestürzt, als er mit dem Lenker in einer weit auf den Gehweg herausstehenden Hecke eingehakt ist. Im Kindergarten musste er mit einem Pflaster am Knie versorgt werden.

Bis demnächst, seit fünf Stunden ist hier kein Murks mehr passiert, hoffentlich bleibt es die nächsten Tage so!
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste – weil ich nicht weiß, ob ich in diesem Monat noch etwas anderes reparieren kann – es wird gerade einfach nichts kaputt gemacht…

Reparieren von 12 bis 12

In diesem Monat ist sehr viel kaputt gegangen – leider konnten nur zwei Sachen von uns repariert werden. Zum einen der Pool, der aus unerklärlichen Gründen zwei Stunden nach dem ersten Aufbau Luft verloren hat und dann über Nacht komplett leer gelaufen ist. Damals war es noch sehr heiß und den Rasen hat’s gefreut 😉

Drei Löcher wurden also teils fachmännisch mit Flickzeug bzw. kurzfristig mit Paketklebeband repariert. Und weiter geplanscht. Wenig später haben wir entdeckt, dass ein Ventil undicht ist und kontinuierlich winzige Mengen an Luft abgibt. Aber im Moment kann man ja eh keinen Pool aufstellen, also ist das nicht so tragisch.

Bei meiner Adventskalendertasche aus dem letzten Jahr hat sich das Gurtband im D-Ring eingefädelt und ein kleines Loch bekommen. Das hat mich sehr geärgert. Auch ein nochmaliges knappkantiges Zusammennähen des Gurtbandes unter dem D-Ring hat hier nichts geholfen. Also habe ich den D-Ring an der betreffenden Stelle mit Washitape umwickelt und jetzt gibt es kein Einfädeln mehr.

Vor zwei Wochen stand Wasser auf den Fliesen in der Waschküche. Wir hatten anfangs die Waschmaschine in Verdacht, zwei Tage und etliche Maschinen Wäsche bzw. Trocknergänge später hat sich herauskristallisiert, dass der Trockner Wasser verliert. Also wurde der Trockner im Anhänger zum Reparateur gebracht, der ihn schon zwei Tage später wieder funktionierend vorbeibrachte. An diesem Tag ist dann allerdings unsere Spülmaschine ausgelaufen und hat den Küchenboden sowie eine Schubblade unter Wasser gesetzt. Seitdem wird hier mehrmals am Tag gespült, abgetrocknet und wieder eingeräumt – wir freuen uns sehr, wenn das Ding wieder funktioniert! Es wurde ein Fehler angezeigt, bei dem man auf jeden Fall den Kundendienst bemühen sollte. Der war letzten Donnerstag auch da, hat ein neues Teil eingesetzt, gelaufen ist sie trotzdem nicht… Er kommt wieder, allerdings wissen wir noch nicht, wann. Hoffentlich widerfährt der Spülmaschine nicht das gleiche Schicksal wie dem Kühlschrank im letzten Jahr.


Unser Marmelade-Vorrat ist in den letzten Wochen sehr gewachsen – wenn es draußen so ungemütlich ist, muss man sich den Sommer wenigstens für die Wintermonate konservieren. Neben den Standards wie Erdbeer-Rhabarber, Kirsche, Aprikose, Pfirsich und Johannisbeere-Himbeere sind dabei auch zwei exotische Mischungen entstanden – die aber wirklich köstlich sind 🙂 Einmal Nektarine-Kiwi-Erdbeere-Stachelbeere und weil der Rest dann auch noch weg musste, Birne-Stachelbeere-Kirsche-Johannisbeere, wobei diese einen eher säuerlichen Geschmack aufweist.

Es ist noch Platz im Regal, vielleicht werden ja irgendwo noch Brombeeren reif, die fehlen noch in der Beeren-Sammlung.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

UFO-Abbau im Juni

Alles rausziehen, aber nichts beenden. Das ist gerade mein Motto bei den UFOs und allem anderen, was hier herumliegt bzw. geplant ist, wie das Geburtstagsshirt von Benjamin, ein spontaner Quilt, der demnächst verschenkt wird und die Abschiedsgeschenke für die Erzieherinnen. Hinzu kommt noch die Abgabe der Steuererklärung – dieses unsägliche UFO wird allerdings definitiv am Samstag versandfertig gemacht…
Aber wenigstens bin ich auch im Juni wieder ein kleines bisschen bei einem richtigen UFO weiter gekommen – wenn auch nicht mit der Tasche vom Mai, sondern mit der Stickerei vom Februar. Abwechslung ist das Salz in der Suppe…

Gerade bei Temperaturen um die 30 Grad kommt man hier auf dem Balkon sehr gut voran 🙂

Das erste Blümchen ist fast fertig und die nächsten heißen Tage kommen bestimmt!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verlinkt bei Valomea’s Flickenkiste.

Vorhang auf!

Heute ist es etwas abgekühlt, das Atelier kann wieder ohne Schweißausbruch betreten werden, also zeige ich euch meine Vorhang-Erfahrungen der Monate April und Mai.

Im letzten Jahr hat Tante Ingrid ca. zwei Meter tannengrünen Nickistoff vorbeigebracht, der jetzt endlich seine Bestimmung gefunden hat: Die Vogelbeobachtungsstation hat dringend Vorhänge benötigt, damit die Gucklöcher bei Bedarf auch verdunkelt werden können. Es sind ja nicht alle Gartenbewohner so zutraulich wie die Blaumeisen, die gerade den Balkon auskundschaften. Dafür wurde ausgemessen, abgeschnitten, umgenäht. Aus übrig gebliebenen Bindings habe ich kurzerhand Bänder genäht und diese in 10 cm bzw. 15 cm Stücke geschnitten. Diese Stücke wurden dann als Schlaufen an der Oberkante angebracht.

Fertig waren also die Vorhänge, nun galt es, dem Opa mitzuteilen, wie wir uns das weitere Vorgehen vorstellen. Er hat dann den Auftrag erhalten, möglichst aus vorhandenen Materialien über jedem Fenster Vorhangstangen anzubringen. Dies wurde innerhalb kürzester Zeit bravourös gemeistert. Jede Stange jetzt kann ganz einfach abgenommen werden, wenn die Vorhänge mal dreckig werden sollten – oder die Maus dazu beiträgt, dass ich neue Vorhänge aus gelbem Nickistoff nähen darf…


Und dann war da noch die Vorhangreparatur bzw. komplette Neugestaltung bei Oma Haia. Alles begann im März, als Benjamin auf dem Fensterbrett im Wohnzimmer beim Fliegenfangen abgerutscht ist. Glücklicherweise konnte er sich elegant abfangen, indem er den Vorhang als Liane benutzte. Da sind dann die Plastikaufhänger abgerissen. Diese wurden durch Aufhänger aus einem anderen Vorhang ersetzt, bei dem ein großes Loch bemerkt wurde, entweder ein Katzenkletterversuch oder Materialermüdung – und ich habe beschlossen, neue Vorhänge zu nähen.

Der Stoff samt Zubehör (zehn Meter weißer, glitschiger Voile, der von mir in vier fast gleich große Teile zurechtgeschnitten wurde) war Mitte April im Atelier. Als die Nähmaschine Mitte Mai wieder von der Reparatur zurück war, habe ich innerhalb von zwei Tagen vier Vorhänge und genäht und eigenhändig aufgehängt. Das Kräuseln mit dem Kräuselband hat sehr gut funktioniert und das mittelschwere Bleiband hält den Vorhang auch bei Starkwind in der Senkrechten.


Heute war übrigens Tag 462/x. Am Freitag ist die Schule wieder in den Präsenzunterricht gestartet. War das ein Verkehr beim Hinunterfahren! So viele Schüler – auch Größere – hat man schon lange nicht mehr frühmorgens auf der Straße gesehen. Letzten Dienstag wurde ich zum zweiten Mal geimpft, mein Bauchgefühl hat sich nach kurzer Beratung im Impfzentrum für Biontech entschieden und ich durfte dieses Mal in eine Kabine mit einem roten Dreieck gehen. Schüttelfrost und Fieber waren allerdings die lästigen Begleiterscheinungen. Aber nach sehr viel Ausruhen, Schlafen und Rumsitzen ging es mir schon 50 Stunden nach dem Pieks fast wieder sehr gut.

In der kommenden Woche werden im Kindergarten die Schultüten gebastelt, das Geschenk der Vorschulkinder an den Kindergarten ist gerade in der Umsetzung und morgen feiert Opa Günter seinen 75. Geburtstag.

Im Garten sieht es wieder ziemlich bunt aus, Blumen, Obst und Gemüse wachsen vor sich hin, sofern man das Gießen nicht vergisst. Und vor beinahe zwei Wochen waren wir mit Cousin und Cousine am Schallerweiher und haben Enten beim Streiten beobachtet und ein Froschkonzert angehört.

Dekoriert für die EM haben wir auch, am Samstag ca. zehn Minuten vor Spielbeginn. Ist ja dann doch noch gut ausgegangen 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉