Das Rotwild ist bereit für den Umzug

Juhuu! Gerade eben habe ich die letzten Augen auf die Mützen geklebt (alles andere ist natürlich genäht, ich bin – noch – kein Freund der Heißklebepistole 😉 ) und die Taschen für die Bonbons sind auch so gut wie fertig. Lediglich bei den Kindern muss ich noch die Länge der Träger abmessen und dann mit Klettverschluss versehen.

Ein Tragebild von uns allen gibt es dann vom Umzug – bei dem hoffentlich genauso frühlingshaftes Wetter herrscht, wie gerade eben…

Bei Mike habe ich noch eine Innentasche angebracht, bei mir eine Reißverschlusstasche. Die bunten Blumen auf den Bonbontaschen sorgen hoffentlich für ein paar Farbtupfer – denn im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren sind wir als Rehe nicht ganz so bunt unterwegs.

Der Nähabend am letzten Mittwoch war übrigens ganz toll. Am Nachmittag sah es in der Turnhalle so aus:
IMG_0245 (2)Einige haben sich gegen 18:00 Uhr einfach ihre Tüten abgeholt und zuhause dann einen kleinen Näh- und Bastelabend veranstaltet. Alle die dageblieben sind, konnten in Ruhe ihre Kostüme anfangen, wenigstens eines fertig stellen und den Rest dann daheim weiter machen – bzw. sich alles nähen lassen, was es zu nähen gab, und zu Hause dann den Rest mit der Heißklebepistole aufkleben.

Für die tolle Organisation und Vorbereitung haben wir die ganze Woche über viel Lob erhalten. Und positive Rückmeldungen, dass viele Kostüme am letzten Wochenende entstanden sind, bzw. nicht mehr viel dazu fehlt.

Da kann der Umzug ja nur toll werden :-)!

Und jetzt setze ich mich auf den Balkon, genieße die Sonne und einen Cappuccino. Außerdem lese ich mir noch einmal genau die Anleitung für den Propeller durch, den ich jetzt endlich anfangen kann!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Noch 19 Stunden bis zum Nervenzusammenbruch

Obwohl mittlerweile alles ausgeschnitten (diesen Service gab es in dieser Form noch nie) und in 132 Tüten verpackt ist (wir hatten nämlich gerade heute noch zwei Anfragen für ein Kostüm), sind einige ganz schön aufgeregt, weil morgen der Näh- und Bastelabend im Kindergarten stattfindet. Und das kann ich sogar nachvollziehen. Bisher hat man immer eine Tüte erhalten, in der farblich passende Stoffstücke in einer bestimmten Größe drin waren, dann musste man sich in der Turnhalle eine meistens schon zerschnittene Papp-Schablone organisieren, aufzeichnen und ausschneiden. All das fällt in diesem Jahr weg, weil einige unglaubliche Helferinnen es geschafft haben, mit mir und meinem Rollschneider alle wichtigen Teile auszuschneiden, die auf das Kostüm entweder appliziert oder geklebt werden. Nur die Flecken des Rehkitzes (die bei uns jeder drauf machen darf, genau wie ein Geweih), darf sich auch jeder selbst ausschneiden. Dafür wurde in die Tüte ein Fleece-Stück 10 cm * 150 cm gepackt. Da kann man sich austoben und mit unterschiedlichen Durchmessern experimentieren.

Gestern habe ich alle Tüten gepackt und war bis ca. 22 Uhr auch sehr zufrieden, dann fiel mein Blick allerdings auf eine Kiste, in der nougatbraune Ohren drin waren. Und zwar sehr viele… Ich hatte eigentlich immer passend bzw. höchstens ein paar mehr ausgeschnitten, der Angstschweiß trat mir auf die Stirn. Nachts um halb zwei bin ich natürlich deshalb aufgewacht, meine Gedanken habe ich mir auf ein Blatt Papier notiert und konnte so wenigstens wieder einschlafen.

Deshalb musste ich heute Morgen noch einmal alle Tüten mit einem nougatbraunen Kostüm öffnen, bei einigen die Ohren ergänzen und wieder verknoten.

Dann habe ich noch eine Materialliste und eine Anleitung geschrieben, eine Mütze probegenäht und neun Tüten bereits ausgefahren, weil die Mamas morgen Abend nicht teilnehmen können.

Morgen Nachmittag kann ich alle Tüten und den restlichen Stoff in den Kindergarten fahren und am Abend werde ich zusehen, wie die Eltern ihr Kostüm schneidern und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Meine Nähmaschine bleibt jedenfalls zu Hause, die hat mit unseren eigenen Kostümen und den nächsten Blöcken noch genug zu tun 😉

Den Stoff haben wir übrigens unglaublich gut kalkuliert. Von den Kostümfarben ist höchstens ein halber Meter übrig, der noch für verschnittene Ohren verwendet werden kann. Vom weißen Stoff ist mehr übrig geblieben, das lag aber daran, dass beim Ausschneiden mit dem Rollschneider und einer Schablone 9 Bäuche statt 4 Bäuche auf 150 cm Platz gehabt haben. Das konnten wir nicht vorhersehen, wissen jetzt aber für nächstes Jahr, wie man den riesigen Stoffberg doch noch etwas verkleinern kann.

Überrascht war ich, wie viele in dieser Woche geholfen haben, um Geweihe oder Ohren auszuschneiden, Augen zu plotten, Ideen zu entwickeln, wie das Männergeweih stehen kann, Stoffe zuzuschneiden, Hüte und Mützen aufzuzeichnen. Unser Kindergarten ist eben einfach toll und die Eltern bringen ihr Können hervorragend ein.

Ich freu mich jedenfalls, wenn wir hier morgen wieder Platz haben und melde mich spätestens mit unseren eigenen Kostümen zurück!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Kostümwahnsinn

Die Resonanz war atemberaubend: 130 Kinder, Eltern & Betreuerinnen der KITA haben sich in der letzten Woche für unser Faschingskostüm „Reh/Hirsch“ eingetragen. Das Berechnen der Stoffmengen und das Bestellen der schon auf Länge geschnittenen einzelnen Kostümteile hat drei Abende und unzählige WhatsApp-Nachrichten beansprucht. Der Stoff ist bei mir am Dienstag angekommen (alleine für die Kostüme habe ich rund 200 m Fleece in vier Farben bestellen müssen – und vor einer halben Stunde wurde der Rest für Accessoires und Kopfschmuck angeliefert).

Alle Moosgummi-Elemente, die wir verwenden habe ich schon aufgezeichnet und zum Ausschneiden verteilt. Langsam trudeln sie wieder bei mir ein. Am Sonntag wollen wir uns außerdem hier treffen, um einen Großteil der Flecken, Puschelschwänze, Bäuche, Ohren und des Kopfschmucks schon aufzuzeichnen, bzw. auch schon so weit wie möglich auszuschneiden.

Am nächsten Mittwoch ist unser Nähabend, bis dahin herrscht hier leider ein sehr kreatives Chaos. Deshalb muss der neue Block auch bis mindestens nächste Woche warten. Erst wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, kann ich mich dem Skill Builder widmen – und vor allem dem Row By Row, der immer noch ungequiltet über dem Treppengeländer hängt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 1/12

Nachdem es hier mittlerweile drei chaotische Orte gibt, an denen ich schon geklebte Schnittmusterbögen aufbewahre, muss ich da mal etwas Ordnung reinbringen. Deshalb wird jetzt jeden Monat mindestens ein schon vorbereitetes Schnittmuster ausprobiert und anschließend sauber aufgeräumt oder entsorgt.

Im Januar hatte ich Gelegenheit, gleich zwei lange aufgeschobene Projekte umzusetzen. Zum einen hat Frederiks bester Freund seinen sechsten Geburtstag gefeiert und von mir einen Turnbeutel bekommen – den er jetzt allerdings als Flötenbeutel benutzt. Das verwendete Schnittmuster besitze ich seit August 2015, den Fliegenpilzstoff seit 2013. Ein Meter hat tatsächlich für drei Turnbeutel gereicht. Ich habe – anders als in der Originalanleitung – noch Reflexband aufgebügelt und eine reflektierende Paspel an die abgenähten Ecken des Vorderteils angebracht. Zudem ziert eine kleine Reißverschlusstasche das Vorderteil. Es ist nie verkehrt, einen Ort zu haben, an dem man Kleingeld, Taschentücher oder Schlüssel gut unterbringen kann.

In den unteren Ecken wird je eine Öse eingeschlagen, durch die dann die Kordel gezogen und verknotet wird. Eine hübsche Idee! Meine bisherigen Versuche mit Ösen waren allerdings eher ernüchternd, deshalb habe ich hier fleißig geübt: Schon nach fünf verschlagenen Ösen in einem Probestück hatte ich den Dreh endlich raus. Alle Ösen halten noch, keine ist verbogen, der Stoff drum herum nicht ausgerissen. Und der Ösenvorrat hat sich auch verringert 😉

Fazit: Ein toller Turnbeutel, bietet allerdings im Winter zu wenig Platz, wenn man Turnschuhe, Jogginghose und Wasserflasche einpacken muss. Ist aber prima, um den richtigen Umgang mit Kordelstoppern zu üben. Das Schnittmuster wurde jedenfalls entsorgt, da der nächste Turnbeutel eine Nummer größer sein muss.

Dann habe ich noch das hier – das Papier war schon fertig ausgeschnitten und bereit für Stoff – gefunden: Das Spielzeug-Aufräum-Monster, in meinem Besitz seit Juni 2017. Offenbar hatten die Jungs da schon zu viel Spielzeug und keine Lust aufzuräumen. Das Spielzeug ist in der Zwischenzeit natürlich nicht weniger geworden – obwohl wir heute wieder einige Sachen aussortiert haben – aber sie räumen auch regelmäßig auf.

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Ich musste natürlich zwei nähen, die Füße hätten eigentlich nach außen zeigen sollen 🙂 Es wurden zwei Stoffe untergebracht, die ich sonst wohl nicht hätte verwenden können: Giraffenstoff, der eher für ein Faschingskostüm taugt und weißen Cordstoff (auch ein Fehlkauf, denn er ist dehnbar und war für das Projekt „Reittier Pferd“ im Jahr 2015 im Prinzip ungeeignet).

Fazit: Da meine Kinder mittlerweile wissen, wie man das Kinderzimmer aufräumt und das mindestens zwei Mal im Monat auch freiwillig machen, hätte ich die Monster gar nicht mehr nähen müssen. Um den Stoffvorrat etwas zu verringern sind sie allerdings hervorragend geeignet. Im Moment fristen sie im Schrank ihr Dasein, aber sobald es draußen Haken gibt, werden sie als Wäsche-Monster benutzt. Denn da gibt es noch Nachholbedarf: Ausgezogene Socken finde ich sehr oft unter dem Sofa – zumindest einen davon. Dieses Schnittmuster wurde auch entsorgt. Zwei Monster sind mehr als genug!

Ich weiß auch schon, auf was ich mich im Februar stürze – sofern mir unser Faschingskostüm nicht in die Quere kommt.

Neuigkeiten zum Kostüm gibt es übrigens beim nächsten Mal!

Bis dann,
Sonja 😉

 

 

Reparieren von 12 bis 12

Am Wochenende hatte ich ein kleines bisschen Zeit zum Lesen einiger Blogartikel (die Kinder waren beide auf einem Kindergeburtstag eingeladen), dabei bin ich über Nadelkissen zu zweifarbigen Füchsen und schließlich zu einem Beitrag über Reparaturen gekommen. Valomea hat schon im letzten Jahr die Aktion „Reparieren von 12 bis 12“ veranstaltet und setzt diese auch 2019 fort. Da ich letzte Woche eine Jogginghose von Frederik repariert habe, mache ich einfach mit und verlinke diesen Beitrag bei Valomeas Linkparty.

Hosen gehen bei uns immer ziemlich schnell kaputt. Ich sollte wirklich mal probieren, selbst eine zu nähen und gleich von Anfang an am Knie zu verstärken 😉

Aber so lange wird eben noch repariert. Hier konnte ich sogar einen absoluten Fehlkauf einsetzen – und damit meine ich nicht den Fußballstoff ;-). 2013 sollte ich für ein Projekt ein Vlies kaufen, genauere Angaben dazu gab es nicht. Dummerweise kaufte ich ein dehnbares Vlies, das für das Projekt überhaupt nicht geeignet war, denn es hätte einen Baumwollstoff verstärken sollen. Aber hier macht es sich gut. Die Löcher sind weg, der Jersey ist etwas verstärkt aber dennoch dehnbar und die Hose wurde gestern schon wieder beim Sport eingesetzt.


Aber das war noch nicht alles. Eine Woche zuvor habe ich bei dieser Jeans eine neue Variante ausprobiert, die ich in einem Video von Anna von „einfach nähen“ kennengelernt habe: Seitennaht auftrennen, hinten verstärken (ich habe hier auf der Innenseite Jeans mit Vliesofix aufgebügelt und danach noch mit dem Zickzackstich umrundet), wieder zusammennähen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist und so toll hält. Auch nach wiederholtem Tragen sind rund ums Loch keine weiteren Löcher entstanden, mal sehen, wie lange das so bleibt.

Ich bin gespannt, ob ich auch im Februar was zum Reparieren finde. Eigentlich sollte das hier kein Problem sein 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉