Kostümwahnsinn

Die Resonanz war atemberaubend: 130 Kinder, Eltern & Betreuerinnen der KITA haben sich in der letzten Woche für unser Faschingskostüm „Reh/Hirsch“ eingetragen. Das Berechnen der Stoffmengen und das Bestellen der schon auf Länge geschnittenen einzelnen Kostümteile hat drei Abende und unzählige WhatsApp-Nachrichten beansprucht. Der Stoff ist bei mir am Dienstag angekommen (alleine für die Kostüme habe ich rund 200 m Fleece in vier Farben bestellen müssen – und vor einer halben Stunde wurde der Rest für Accessoires und Kopfschmuck angeliefert).

Alle Moosgummi-Elemente, die wir verwenden habe ich schon aufgezeichnet und zum Ausschneiden verteilt. Langsam trudeln sie wieder bei mir ein. Am Sonntag wollen wir uns außerdem hier treffen, um einen Großteil der Flecken, Puschelschwänze, Bäuche, Ohren und des Kopfschmucks schon aufzuzeichnen, bzw. auch schon so weit wie möglich auszuschneiden.

Am nächsten Mittwoch ist unser Nähabend, bis dahin herrscht hier leider ein sehr kreatives Chaos. Deshalb muss der neue Block auch bis mindestens nächste Woche warten. Erst wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, kann ich mich dem Skill Builder widmen – und vor allem dem Row By Row, der immer noch ungequiltet über dem Treppengeländer hängt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schnittmusterbereinigung 1/12

Nachdem es hier mittlerweile drei chaotische Orte gibt, an denen ich schon geklebte Schnittmusterbögen aufbewahre, muss ich da mal etwas Ordnung reinbringen. Deshalb wird jetzt jeden Monat mindestens ein schon vorbereitetes Schnittmuster ausprobiert und anschließend sauber aufgeräumt oder entsorgt.

Im Januar hatte ich Gelegenheit, gleich zwei lange aufgeschobene Projekte umzusetzen. Zum einen hat Frederiks bester Freund seinen sechsten Geburtstag gefeiert und von mir einen Turnbeutel bekommen – den er jetzt allerdings als Flötenbeutel benutzt. Das verwendete Schnittmuster besitze ich seit August 2015, den Fliegenpilzstoff seit 2013. Ein Meter hat tatsächlich für drei Turnbeutel gereicht. Ich habe – anders als in der Originalanleitung – noch Reflexband aufgebügelt und eine reflektierende Paspel an die abgenähten Ecken des Vorderteils angebracht. Zudem ziert eine kleine Reißverschlusstasche das Vorderteil. Es ist nie verkehrt, einen Ort zu haben, an dem man Kleingeld, Taschentücher oder Schlüssel gut unterbringen kann.

In den unteren Ecken wird je eine Öse eingeschlagen, durch die dann die Kordel gezogen und verknotet wird. Eine hübsche Idee! Meine bisherigen Versuche mit Ösen waren allerdings eher ernüchternd, deshalb habe ich hier fleißig geübt: Schon nach fünf verschlagenen Ösen in einem Probestück hatte ich den Dreh endlich raus. Alle Ösen halten noch, keine ist verbogen, der Stoff drum herum nicht ausgerissen. Und der Ösenvorrat hat sich auch verringert 😉

Fazit: Ein toller Turnbeutel, bietet allerdings im Winter zu wenig Platz, wenn man Turnschuhe, Jogginghose und Wasserflasche einpacken muss. Ist aber prima, um den richtigen Umgang mit Kordelstoppern zu üben. Das Schnittmuster wurde jedenfalls entsorgt, da der nächste Turnbeutel eine Nummer größer sein muss.

Dann habe ich noch das hier – das Papier war schon fertig ausgeschnitten und bereit für Stoff – gefunden: Das Spielzeug-Aufräum-Monster, in meinem Besitz seit Juni 2017. Offenbar hatten die Jungs da schon zu viel Spielzeug und keine Lust aufzuräumen. Das Spielzeug ist in der Zwischenzeit natürlich nicht weniger geworden – obwohl wir heute wieder einige Sachen aussortiert haben – aber sie räumen auch regelmäßig auf.

monster (2)

Ich musste natürlich zwei nähen, die Füße hätten eigentlich nach außen zeigen sollen 🙂 Es wurden zwei Stoffe untergebracht, die ich sonst wohl nicht hätte verwenden können: Giraffenstoff, der eher für ein Faschingskostüm taugt und weißen Cordstoff (auch ein Fehlkauf, denn er ist dehnbar und war für das Projekt „Reittier Pferd“ im Jahr 2015 im Prinzip ungeeignet).

Fazit: Da meine Kinder mittlerweile wissen, wie man das Kinderzimmer aufräumt und das mindestens zwei Mal im Monat auch freiwillig machen, hätte ich die Monster gar nicht mehr nähen müssen. Um den Stoffvorrat etwas zu verringern sind sie allerdings hervorragend geeignet. Im Moment fristen sie im Schrank ihr Dasein, aber sobald es draußen Haken gibt, werden sie als Wäsche-Monster benutzt. Denn da gibt es noch Nachholbedarf: Ausgezogene Socken finde ich sehr oft unter dem Sofa – zumindest einen davon. Dieses Schnittmuster wurde auch entsorgt. Zwei Monster sind mehr als genug!

Ich weiß auch schon, auf was ich mich im Februar stürze – sofern mir unser Faschingskostüm nicht in die Quere kommt.

Neuigkeiten zum Kostüm gibt es übrigens beim nächsten Mal!

Bis dann,
Sonja 😉

 

 

Reparieren von 12 bis 12

Am Wochenende hatte ich ein kleines bisschen Zeit zum Lesen einiger Blogartikel (die Kinder waren beide auf einem Kindergeburtstag eingeladen), dabei bin ich über Nadelkissen zu zweifarbigen Füchsen und schließlich zu einem Beitrag über Reparaturen gekommen. Valomea hat schon im letzten Jahr die Aktion „Reparieren von 12 bis 12“ veranstaltet und setzt diese auch 2019 fort. Da ich letzte Woche eine Jogginghose von Frederik repariert habe, mache ich einfach mit und verlinke diesen Beitrag bei Valomeas Linkparty.

Hosen gehen bei uns immer ziemlich schnell kaputt. Ich sollte wirklich mal probieren, selbst eine zu nähen und gleich von Anfang an am Knie zu verstärken 😉

Aber so lange wird eben noch repariert. Hier konnte ich sogar einen absoluten Fehlkauf einsetzen – und damit meine ich nicht den Fußballstoff ;-). 2013 sollte ich für ein Projekt ein Vlies kaufen, genauere Angaben dazu gab es nicht. Dummerweise kaufte ich ein dehnbares Vlies, das für das Projekt überhaupt nicht geeignet war, denn es hätte einen Baumwollstoff verstärken sollen. Aber hier macht es sich gut. Die Löcher sind weg, der Jersey ist etwas verstärkt aber dennoch dehnbar und die Hose wurde gestern schon wieder beim Sport eingesetzt.


Aber das war noch nicht alles. Eine Woche zuvor habe ich bei dieser Jeans eine neue Variante ausprobiert, die ich in einem Video von Anna von „einfach nähen“ kennengelernt habe: Seitennaht auftrennen, hinten verstärken (ich habe hier auf der Innenseite Jeans mit Vliesofix aufgebügelt und danach noch mit dem Zickzackstich umrundet), wieder zusammennähen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist und so toll hält. Auch nach wiederholtem Tragen sind rund ums Loch keine weiteren Löcher entstanden, mal sehen, wie lange das so bleibt.

Ich bin gespannt, ob ich auch im Februar was zum Reparieren finde. Eigentlich sollte das hier kein Problem sein 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schneefieber

Endlich ist der Schnee auch bei uns angekommen!

Seit Mittwoch hat es immer mal wieder geschneit, zum Teil auch ziemlich stark. Leider hat Frederik am Montag Fieber bekommen und lag zwei Tage flach, bis es sich gebessert hat. Am Donnerstag war er den ersten Tag fieberfrei, musste aber noch zu Hause bleiben 😉

Deshalb haben wir Vormittags das Kinderzimmer aufgeräumt, die komplette Bettwäsche gewaschen, zwei Küchenschubladen entrümpelt und kurz vor 12 einen Spaziergang zum Supermarkt gemacht, weil wir nicht schon wieder Spaghetti essen wollten. Er hat sich Currywurst rausgesucht…

Am Nachmittag haben wir zu Fuß Benjamin abgeholt und auf dem Rückweg eine Menge Schneebälle geworfen. Wir haben beinahe eine dreiviertel Stunde für 700 Meter gebraucht 🙂

Und gestern durfte er endlich wieder in den Kindergarten und wurde schon sehnsüchtig von seinen Freunden erwartet. Die Kinder waren vormittags außerdem beim Poporutschen auf dem nahegelegenen Schlittenberg. Am Abend hat der zweite Schwimmkurs begonnen – Frederik kennt glücklicherweise mindestens drei Kinder, die auch im letzten Kurs dabei waren und aus seiner Kindergartengruppe hat jetzt auch jemand angefangen. Wenn wir es auch einmal in der Woche hinbekommen, eine Stunde in die Kleinschwimmhalle zu gehen, dann schafft er es in diesem Kurs bestimmt!


Mit dem Quilten meines Row-By-Row bin ich natürlich noch nicht weitergekommen. Sollten nächste Woche alle gesund sein, starte ich einen neuen Versuch. Immerhin habe ich endlich einen Artikel über den Merry Kite verfasst. Den habe ich schon Anfang Januar genäht – ich war einfach zu neugierig ;-).


Außerdem habe ich mir eine persönliche monatliche Herausforderung überlegt. Bei meinen Entrümpelungsaktionen sind viele schon ausgedruckte und teilweise auch zusammengeklebte Schnittmuster aufgetaucht, die ich dann doch nicht umgesetzt habe. Warum auch immer… (zu kompliziert, Anleitung nicht verstanden, Kinder sind zu schnell größer geworden, Interessen haben sich geändert, schönes Wetter, Umzug, Nähzimmer zu kalt…). Da picke ich mir jeden Monat mindestens eines raus und setze es um. Das Ganze nenne ich dann „Schnittmusterbereinigung“: Die Frage ist: Lohnt es sich noch, Tasche/Deko/Kleidung/… zu nähen, wenn das fertig geklebte und in der richtigen Größe ausgeschnittene Schnittmuster jahrelang vor sich hinvegetiert – oder sollte man es gleich in die Papiertonne werfen?


Nächste Woche hat Frederiks bester Freund Geburtstag und weil er der einzige in seiner Familie ist, der von mir noch nie was Genähtes geschenkt bekommen hat, werden wir das dieses Mal ändern. Am Mittwoch sollte es fertig sein – auch deshalb ist es wichtig, dass jetzt keiner mehr krank wird.


Unser Faschingskostüm nimmt auch langsam Formen an. Jetzt weiß ich immerhin schon, wie man die Stoffmenge berechnet, welche Materialien sich für Ohren, Augen, Geweih eignen, wie unsere Kopfbedeckung mit Augen und Nase aussehen wird und dass der schon angesetzte Nähabend verschoben werden muss. Um die Preise nicht in exorbitante Höhen zu treiben, ist es nämlich erforderlich, dass einige Wenige so ziemlich alles entweder schon zuschneiden, oder zumindest aufzeichnen. Es müssen zudem stabile Schablonen für sämtliche Zubehörteile, sowie eine Anleitung zum Selbermachen vorbereitet werden, für diejenigen, die am Nähabend keine Zeit haben. Wir können glücklicherweise auf unsere Kostümfee der letzten vier Jahre zurückgreifen (was Design, Umsetzung, Preisgestaltung, Bestellvorgang betrifft) – sonst hätte ich jetzt schon schlaflose Nächte. Und das ist nicht selbstverständlich, denn ihr Kind ist im September in die Schule gekommen. Noch bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es bis zum zweiten März schaffen. Drückt mir bitte die Daumen!


Und aus allen vorhandenen Schnipseln vom letzten Jahr habe ich jetzt auch endlich was gemacht. Zumindest mal größere Teile zusammengenäht (zwischendurch immer mal wieder getrennt). Zwei davon werde ich für eine PopUp Tasche nutzen, die kann man immer gut verschenken – oder Reste von Blöcken drin aufbewahren.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Mittendrin im Blitzeis

Gestern waren wir zum Geburtstagskaffee bei Cousine Lisa eingeladen. Sie wohnt keine 25 Kilometer von uns entfernt und eigentlich braucht man höchstens 30 Minuten, um dort hinzugelangen (da ist einmal Verfahren schon inbegriffen). Der Hinweg war kein Problem. Während eine große Auswahl an Kuchen serviert wurde (Zitronenkuchen, Apfelkuchen und Käsekuchen – sehr lecker, es war für jeden in der Familie was dabei), begann ein wunderschöner Schneesturm. Als wir gegen halb sechs wieder heimfahren wollten, waren die Gehwege und Straßen verschneit und wurden von den Anwohnern bereits geschippt. Keine 300 Meter von der Wohnung entfernt haben wir den ersten Auffahrunfall gesehen. Binnen weniger Minuten waren die Straßen spiegelglatt. Stellenweise kam der Verkehr komplett zum Erliegen, immer wieder sah man Autos neben der Fahrbahn oder Menschen, die sich um verunfallte Autos versammelt hatten und warteten. In der Online-NUZ habe ich gerade gelesen, dass es an die 30 Unfälle in der Region gegeben hat. Ich bin froh, dass wir nicht darunter waren. Zwar haben wir für den Heimweg zweieinhalb Stunden gebraucht, aber die Kinder haben wenigstens geschlafen – und konnten so, nach Silvester, schon wieder länger aufbleiben 😉
Benjamin ist es erst 100 Meter vor unserem Haus schlecht geworden und nicht mitten in der Pampa. Glücklicherweise hat er dann nicht ins Auto, sondern im Haus auf einen Teppich und den Papa gespuckt…

Heute Morgen habe ich endlich wieder am Row By Row Quilt weiter gearbeitet. Die Rückseite wurde zusammengenäht, alle drei Lagen mit Sprühkleber und Sicherheitsnadeln fixiert. Diese Arbeit mache ich wirklich ungern. Wenn man eine vernünftige Quilt-Größe haben will, muss da zumindest das Vlies zusammengenäht werden. Und wenn man – wie ich – keinen überbreiten Rückseitenstoff verwendet, dann muss auch noch die Rückseite gestückelt werden. Dafür brauche ich immer sehr viel Zeit, die ich eigentlich lieber fürs Quilten oder Nähen verwenden würde… Und eigentlich wollte ich das Quiltlabel dekorativ auf der Rückseite unterbringen – das ist mir aber erst wieder eingefallen, als alles schon fertig zusammengesteckt war.

Die unbunte Version, die unbunten Zusatzblöcke und meine Zickzackvariante habe ich dann auch noch fürs Quilten vorbereitet. Jetzt muss ich nur noch den Januarblock für den Skill Builder Quilt 2019 der 6 Köpfe beenden, dann werde ich die Nähmaschine umbauen und es kann losgehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉