Noch 19 Stunden bis zum Nervenzusammenbruch

Obwohl mittlerweile alles ausgeschnitten (diesen Service gab es in dieser Form noch nie) und in 132 Tüten verpackt ist (wir hatten nämlich gerade heute noch zwei Anfragen für ein Kostüm), sind einige ganz schön aufgeregt, weil morgen der Näh- und Bastelabend im Kindergarten stattfindet. Und das kann ich sogar nachvollziehen. Bisher hat man immer eine Tüte erhalten, in der farblich passende Stoffstücke in einer bestimmten Größe drin waren, dann musste man sich in der Turnhalle eine meistens schon zerschnittene Papp-Schablone organisieren, aufzeichnen und ausschneiden. All das fällt in diesem Jahr weg, weil einige unglaubliche Helferinnen es geschafft haben, mit mir und meinem Rollschneider alle wichtigen Teile auszuschneiden, die auf das Kostüm entweder appliziert oder geklebt werden. Nur die Flecken des Rehkitzes (die bei uns jeder drauf machen darf, genau wie ein Geweih), darf sich auch jeder selbst ausschneiden. Dafür wurde in die Tüte ein Fleece-Stück 10 cm * 150 cm gepackt. Da kann man sich austoben und mit unterschiedlichen Durchmessern experimentieren.

Gestern habe ich alle Tüten gepackt und war bis ca. 22 Uhr auch sehr zufrieden, dann fiel mein Blick allerdings auf eine Kiste, in der nougatbraune Ohren drin waren. Und zwar sehr viele… Ich hatte eigentlich immer passend bzw. höchstens ein paar mehr ausgeschnitten, der Angstschweiß trat mir auf die Stirn. Nachts um halb zwei bin ich natürlich deshalb aufgewacht, meine Gedanken habe ich mir auf ein Blatt Papier notiert und konnte so wenigstens wieder einschlafen.

Deshalb musste ich heute Morgen noch einmal alle Tüten mit einem nougatbraunen Kostüm öffnen, bei einigen die Ohren ergänzen und wieder verknoten.

Dann habe ich noch eine Materialliste und eine Anleitung geschrieben, eine Mütze probegenäht und neun Tüten bereits ausgefahren, weil die Mamas morgen Abend nicht teilnehmen können.

Morgen Nachmittag kann ich alle Tüten und den restlichen Stoff in den Kindergarten fahren und am Abend werde ich zusehen, wie die Eltern ihr Kostüm schneidern und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Meine Nähmaschine bleibt jedenfalls zu Hause, die hat mit unseren eigenen Kostümen und den nächsten Blöcken noch genug zu tun 😉

Den Stoff haben wir übrigens unglaublich gut kalkuliert. Von den Kostümfarben ist höchstens ein halber Meter übrig, der noch für verschnittene Ohren verwendet werden kann. Vom weißen Stoff ist mehr übrig geblieben, das lag aber daran, dass beim Ausschneiden mit dem Rollschneider und einer Schablone 9 Bäuche statt 4 Bäuche auf 150 cm Platz gehabt haben. Das konnten wir nicht vorhersehen, wissen jetzt aber für nächstes Jahr, wie man den riesigen Stoffberg doch noch etwas verkleinern kann.

Überrascht war ich, wie viele in dieser Woche geholfen haben, um Geweihe oder Ohren auszuschneiden, Augen zu plotten, Ideen zu entwickeln, wie das Männergeweih stehen kann, Stoffe zuzuschneiden, Hüte und Mützen aufzuzeichnen. Unser Kindergarten ist eben einfach toll und die Eltern bringen ihr Können hervorragend ein.

Ich freu mich jedenfalls, wenn wir hier morgen wieder Platz haben und melde mich spätestens mit unseren eigenen Kostümen zurück!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Kostümwahnsinn

Die Resonanz war atemberaubend: 130 Kinder, Eltern & Betreuerinnen der KITA haben sich in der letzten Woche für unser Faschingskostüm „Reh/Hirsch“ eingetragen. Das Berechnen der Stoffmengen und das Bestellen der schon auf Länge geschnittenen einzelnen Kostümteile hat drei Abende und unzählige WhatsApp-Nachrichten beansprucht. Der Stoff ist bei mir am Dienstag angekommen (alleine für die Kostüme habe ich rund 200 m Fleece in vier Farben bestellen müssen – und vor einer halben Stunde wurde der Rest für Accessoires und Kopfschmuck angeliefert).

Alle Moosgummi-Elemente, die wir verwenden habe ich schon aufgezeichnet und zum Ausschneiden verteilt. Langsam trudeln sie wieder bei mir ein. Am Sonntag wollen wir uns außerdem hier treffen, um einen Großteil der Flecken, Puschelschwänze, Bäuche, Ohren und des Kopfschmucks schon aufzuzeichnen, bzw. auch schon so weit wie möglich auszuschneiden.

Am nächsten Mittwoch ist unser Nähabend, bis dahin herrscht hier leider ein sehr kreatives Chaos. Deshalb muss der neue Block auch bis mindestens nächste Woche warten. Erst wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, kann ich mich dem Skill Builder widmen – und vor allem dem Row By Row, der immer noch ungequiltet über dem Treppengeländer hängt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Verrückt…

Dieses Wort beschreibt nicht nur den diesjährigen Februar mit dem äußerst kurzen Fasching, sondern auch meinen Geisteszustand. Ich weiß nicht, ob es an der Fertigstellung des Samplerquilts lag oder daran, dass die Faschingskostüme – bis auf Kleinigkeiten – schon am ersten Februar fertig waren [am Nähabend zwei Tage vorher hat das noch ganz anders ausgesehen – meine Maschine weigerte sich, vier Lagen Fleece zusammenzunähen und ich brauchte alleine zwei Stunden um sämtliches Zubehör für unsere vier Kostüme auszuschneiden].
Jedenfalls habe ich am zweiten Februar mal kurz in Nadras Tutorial für den Bright Hopes-Block reingeschnuppert und am Abend gleich losgelegt. Und weil man nicht mehr aufhören kann, wenn man mal mit diesem Block angefangen hat, sind nicht nur meine Blöcke für den RowByRow-Quilt entstanden, sondern auch 70 (!) weitere kleine Blöcke, die im Moment zu zwei Quilts verarbeitet werden.

Die Version mit den kleinen Blümchen wird ein Tischläufer und aus dem anderen wird ein Babyquilt. Für die Rückseite muss ich mir noch was überlegen – und hoffen, dass das nächste Baby im Bekanntenkreis ein Mädchen wird 😉


Dann habe ich noch einen No Point Stars-Quilt begonnen, um die Weihnachtsstoffe abzubauen. Ich brauche 30 Blöcke für den Quilt, 18 habe ich schon fertig und fünf sind gerade am Entstehen.

Wenn das in diesem Tempo weitergeht, wird der bestimmt bis Weihnachten fertig 😉

Bei der Herstellung der „Zacken“ bleiben ganz viele kleine 2 1/4 “ Quadrate übrig, aus denen man bestimmt auch noch was zaubern kann. Seid also gespannt!


Und weil das ja alles noch nicht reicht, habe ich mich entschieden, auch in diesem Jahr beim Taschenspieler Sew-Along von Emma mitzumachen. Der beginnt am Montag und ich werde versuchen, alles aus bereits vorhandenen Materialien zu nähen. Bei den ganz großen Taschen wird das schwierig, aber durchaus machbar. An diesem Wochenende werde ich erst mal alle Schnittmuster ausdrucken und kleben.


Hier noch zwei Bilder vom wunderbar sonnigen Faschingsdienstag:

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir beim Umzug ungefähr so viele Bonbons eingesammelt, wie wir beim Kinderumzug verteilt haben. Die Kinder sind dann mit dem Opa heimgelaufen und wir konnten noch ganz entspannt ein paar Radler genießen 😉

Bis demnächst,
Sonja 😉

Der Paradiesvogel, aus dem ein Drache wurde, der wie ein Hai aussieht

In diesem Jahr haben wir uns im Kindergarten dazu entschlossen, das Kostüm vom letzten Jahr wiederzuverwenden. Zumindest die blauen Erwachsenenkostüme konnten so wieder eingesetzt werden, für die Kinder habe ich allerdings neu genäht.
Der wunderschöne Paradiesvogel hat sich in wenigen Stunden in einen Drachen verwandelt: Am Rücken wurden Zacken eingenäht, das Kostüm bekam zudem einen Bauch (oder „Feuer“, aber das wäre mit dem Reißverschluss zu aufwändig gewesen – deshalb haben das nur die Kinder bekommen). Die Kopfbedeckung wurde komplett neu hergestellt. Zacken und Zähne wurden eingenäht, die Augen und Nüstern aufgeklebt. Und damit auch Drachen überhaupt hören können, habe ich vorgestern spontan noch Ohren angebracht. Im Kopf selber ist ein wenig Füllwatte untergebracht.

Gestern hat der Kinderumzug stattgefunden. Das Wetter war leider nicht so schön wie im letzten Jahr, aber wenigstens hat es nicht geregnet. Vom Kirchplatz aus ging es in die Fuggerhalle – in diesem Jahr war die Straßenführung eine andere, deshalb standen weniger Zuschauer am Rand (und wir haben doch tatsächlich einige Süßigkeiten wieder mit nach Hause gebracht).

Vor der Halle haben wir noch ein Gruppenbild gemacht, und wer drinnen einen Platz ergattern konnte, hat mit Sicherheit noch ausgiebig zu Faschingsliedern getanzt. [Als wir durch die Halle gelaufen sind, hat mich nicht nur ein Kind als Hai bezeichnet, deshalb muss ich am Dienstag eventuell noch etwas an der Gesichtsbemalung feilen…]
Wir haben im nahegelegenen Supermarkt einen Kaffee getrunken und Faschingskrapfen gegessen und sind dann gemütlich nach Hause gelaufen 🙂

Ich bin gespannt, ob der Kindergarten im nächsten Jahr wieder am Umzug teilnimmt!

Bis demnächst,
Sonja 😉