Reparieren von 12 bis 12

Am Wochenende hatte ich ein kleines bisschen Zeit zum Lesen einiger Blogartikel (die Kinder waren beide auf einem Kindergeburtstag eingeladen), dabei bin ich über Nadelkissen zu zweifarbigen Füchsen und schließlich zu einem Beitrag über Reparaturen gekommen. Valomea hat schon im letzten Jahr die Aktion „Reparieren von 12 bis 12“ veranstaltet und setzt diese auch 2019 fort. Da ich letzte Woche eine Jogginghose von Frederik repariert habe, mache ich einfach mit und verlinke diesen Beitrag bei Valomeas Linkparty.

Hosen gehen bei uns immer ziemlich schnell kaputt. Ich sollte wirklich mal probieren, selbst eine zu nähen und gleich von Anfang an am Knie zu verstärken 😉

Aber so lange wird eben noch repariert. Hier konnte ich sogar einen absoluten Fehlkauf einsetzen – und damit meine ich nicht den Fußballstoff ;-). 2013 sollte ich für ein Projekt ein Vlies kaufen, genauere Angaben dazu gab es nicht. Dummerweise kaufte ich ein dehnbares Vlies, das für das Projekt überhaupt nicht geeignet war, denn es hätte einen Baumwollstoff verstärken sollen. Aber hier macht es sich gut. Die Löcher sind weg, der Jersey ist etwas verstärkt aber dennoch dehnbar und die Hose wurde gestern schon wieder beim Sport eingesetzt.


Aber das war noch nicht alles. Eine Woche zuvor habe ich bei dieser Jeans eine neue Variante ausprobiert, die ich in einem Video von Anna von „einfach nähen“ kennengelernt habe: Seitennaht auftrennen, hinten verstärken (ich habe hier auf der Innenseite Jeans mit Vliesofix aufgebügelt und danach noch mit dem Zickzackstich umrundet), wieder zusammennähen. Ich hätte nicht gedacht, dass das so einfach ist und so toll hält. Auch nach wiederholtem Tragen sind rund ums Loch keine weiteren Löcher entstanden, mal sehen, wie lange das so bleibt.

Ich bin gespannt, ob ich auch im Februar was zum Reparieren finde. Eigentlich sollte das hier kein Problem sein 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Schneefieber

Endlich ist der Schnee auch bei uns angekommen!

Seit Mittwoch hat es immer mal wieder geschneit, zum Teil auch ziemlich stark. Leider hat Frederik am Montag Fieber bekommen und lag zwei Tage flach, bis es sich gebessert hat. Am Donnerstag war er den ersten Tag fieberfrei, musste aber noch zu Hause bleiben 😉

Deshalb haben wir Vormittags das Kinderzimmer aufgeräumt, die komplette Bettwäsche gewaschen, zwei Küchenschubladen entrümpelt und kurz vor 12 einen Spaziergang zum Supermarkt gemacht, weil wir nicht schon wieder Spaghetti essen wollten. Er hat sich Currywurst rausgesucht…

Am Nachmittag haben wir zu Fuß Benjamin abgeholt und auf dem Rückweg eine Menge Schneebälle geworfen. Wir haben beinahe eine dreiviertel Stunde für 700 Meter gebraucht 🙂

Und gestern durfte er endlich wieder in den Kindergarten und wurde schon sehnsüchtig von seinen Freunden erwartet. Die Kinder waren vormittags außerdem beim Poporutschen auf dem nahegelegenen Schlittenberg. Am Abend hat der zweite Schwimmkurs begonnen – Frederik kennt glücklicherweise mindestens drei Kinder, die auch im letzten Kurs dabei waren und aus seiner Kindergartengruppe hat jetzt auch jemand angefangen. Wenn wir es auch einmal in der Woche hinbekommen, eine Stunde in die Kleinschwimmhalle zu gehen, dann schafft er es in diesem Kurs bestimmt!


Mit dem Quilten meines Row-By-Row bin ich natürlich noch nicht weitergekommen. Sollten nächste Woche alle gesund sein, starte ich einen neuen Versuch. Immerhin habe ich endlich einen Artikel über den Merry Kite verfasst. Den habe ich schon Anfang Januar genäht – ich war einfach zu neugierig ;-).


Außerdem habe ich mir eine persönliche monatliche Herausforderung überlegt. Bei meinen Entrümpelungsaktionen sind viele schon ausgedruckte und teilweise auch zusammengeklebte Schnittmuster aufgetaucht, die ich dann doch nicht umgesetzt habe. Warum auch immer… (zu kompliziert, Anleitung nicht verstanden, Kinder sind zu schnell größer geworden, Interessen haben sich geändert, schönes Wetter, Umzug, Nähzimmer zu kalt…). Da picke ich mir jeden Monat mindestens eines raus und setze es um. Das Ganze nenne ich dann „Schnittmusterbereinigung“: Die Frage ist: Lohnt es sich noch, Tasche/Deko/Kleidung/… zu nähen, wenn das fertig geklebte und in der richtigen Größe ausgeschnittene Schnittmuster jahrelang vor sich hinvegetiert – oder sollte man es gleich in die Papiertonne werfen?


Nächste Woche hat Frederiks bester Freund Geburtstag und weil er der einzige in seiner Familie ist, der von mir noch nie was Genähtes geschenkt bekommen hat, werden wir das dieses Mal ändern. Am Mittwoch sollte es fertig sein – auch deshalb ist es wichtig, dass jetzt keiner mehr krank wird.


Unser Faschingskostüm nimmt auch langsam Formen an. Jetzt weiß ich immerhin schon, wie man die Stoffmenge berechnet, welche Materialien sich für Ohren, Augen, Geweih eignen, wie unsere Kopfbedeckung mit Augen und Nase aussehen wird und dass der schon angesetzte Nähabend verschoben werden muss. Um die Preise nicht in exorbitante Höhen zu treiben, ist es nämlich erforderlich, dass einige Wenige so ziemlich alles entweder schon zuschneiden, oder zumindest aufzeichnen. Es müssen zudem stabile Schablonen für sämtliche Zubehörteile, sowie eine Anleitung zum Selbermachen vorbereitet werden, für diejenigen, die am Nähabend keine Zeit haben. Wir können glücklicherweise auf unsere Kostümfee der letzten vier Jahre zurückgreifen (was Design, Umsetzung, Preisgestaltung, Bestellvorgang betrifft) – sonst hätte ich jetzt schon schlaflose Nächte. Und das ist nicht selbstverständlich, denn ihr Kind ist im September in die Schule gekommen. Noch bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es bis zum zweiten März schaffen. Drückt mir bitte die Daumen!


Und aus allen vorhandenen Schnipseln vom letzten Jahr habe ich jetzt auch endlich was gemacht. Zumindest mal größere Teile zusammengenäht (zwischendurch immer mal wieder getrennt). Zwei davon werde ich für eine PopUp Tasche nutzen, die kann man immer gut verschenken – oder Reste von Blöcken drin aufbewahren.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Mittendrin im Blitzeis

Gestern waren wir zum Geburtstagskaffee bei Cousine Lisa eingeladen. Sie wohnt keine 25 Kilometer von uns entfernt und eigentlich braucht man höchstens 30 Minuten, um dort hinzugelangen (da ist einmal Verfahren schon inbegriffen). Der Hinweg war kein Problem. Während eine große Auswahl an Kuchen serviert wurde (Zitronenkuchen, Apfelkuchen und Käsekuchen – sehr lecker, es war für jeden in der Familie was dabei), begann ein wunderschöner Schneesturm. Als wir gegen halb sechs wieder heimfahren wollten, waren die Gehwege und Straßen verschneit und wurden von den Anwohnern bereits geschippt. Keine 300 Meter von der Wohnung entfernt haben wir den ersten Auffahrunfall gesehen. Binnen weniger Minuten waren die Straßen spiegelglatt. Stellenweise kam der Verkehr komplett zum Erliegen, immer wieder sah man Autos neben der Fahrbahn oder Menschen, die sich um verunfallte Autos versammelt hatten und warteten. In der Online-NUZ habe ich gerade gelesen, dass es an die 30 Unfälle in der Region gegeben hat. Ich bin froh, dass wir nicht darunter waren. Zwar haben wir für den Heimweg zweieinhalb Stunden gebraucht, aber die Kinder haben wenigstens geschlafen – und konnten so, nach Silvester, schon wieder länger aufbleiben 😉
Benjamin ist es erst 100 Meter vor unserem Haus schlecht geworden und nicht mitten in der Pampa. Glücklicherweise hat er dann nicht ins Auto, sondern im Haus auf einen Teppich und den Papa gespuckt…

Heute Morgen habe ich endlich wieder am Row By Row Quilt weiter gearbeitet. Die Rückseite wurde zusammengenäht, alle drei Lagen mit Sprühkleber und Sicherheitsnadeln fixiert. Diese Arbeit mache ich wirklich ungern. Wenn man eine vernünftige Quilt-Größe haben will, muss da zumindest das Vlies zusammengenäht werden. Und wenn man – wie ich – keinen überbreiten Rückseitenstoff verwendet, dann muss auch noch die Rückseite gestückelt werden. Dafür brauche ich immer sehr viel Zeit, die ich eigentlich lieber fürs Quilten oder Nähen verwenden würde… Und eigentlich wollte ich das Quiltlabel dekorativ auf der Rückseite unterbringen – das ist mir aber erst wieder eingefallen, als alles schon fertig zusammengesteckt war.

Die unbunte Version, die unbunten Zusatzblöcke und meine Zickzackvariante habe ich dann auch noch fürs Quilten vorbereitet. Jetzt muss ich nur noch den Januarblock für den Skill Builder Quilt 2019 der 6 Köpfe beenden, dann werde ich die Nähmaschine umbauen und es kann losgehen…

Bis demnächst,
Sonja 😉

2018 – Ein kleiner Jahresrückblick…

[Dieser Artikel könnte möglicherweise Werbung enthalten, da ich im Oktober und Dezember jeweils bei einem Gewinnspiel gewonnen habe und hier die Preise mit Verlinkung zum Blog präsentiere]

Auch in diesem Jahr gab es wieder Blaukraut zum Weihnachtsmenü. [Memo an mich selbst: Bevor das nächste Weihnachtsessen geplant wird, nachlesen, was es im letzten Jahr gegeben hat.] An Heiligabend waren Frederik und ich nachmittags in der Kirche und haben beim Krippenspiel zugeschaut. Weil es draußen angenehm mild war, sind wir mit dem Rad hingefahren. Am Abend war die engste Verwandtschaft anwesend und die Kinder spielten bis 22 Uhr. Obwohl Benjamin 39,5° C Temperatur hatte, hielt er es mit seinen Spielsachen auch lange aus. Die nächsten Tage haben wir wieder gekocht, gegessen, gespielt, Spaziergänge gemacht. Und nach den Feiertagen war das Fieber dann glücklicherweise verschwunden.

2018 war ein unglaublich tolles Jahr, eiskalt, aber auch sehr heiß, inspirierend, entschleunigend, reich an Begegnungen, Einladungen und schönen Treffen. Hier ist mein kleiner Jahresrückblick:

Januar: Ich veranstalte mit vier Freundinnen einen sehr lustigen Näh-Workshop. Mein Sampler-Quilt von 2017 wird am 31. Januar abgeschlossen.

Februar: Wir vier laufen beim Kinderumzug als Drachen mit. Danach kommt der Winter. Herrliche Minustemperaturen mit Unmengen Schnee. Wir gehen jeden Tag Schlitten fahren.

März: Ende März wird angegrillt und die Sonne traut sich auch wieder heraus.

April: Der Sommer ist da… Ich habe alle Taschen für den TS4SA genäht.

Mai: Mein 41. Geburtstag. Wir feiern nur mit der Familie. Am Abend gibt es einen Wolkenbruch. Wir fahren in den Augsburger Zoo.

Juni: Das Klettergerüst ziert ab sofort den Garten. Frederik und ich besuchen mit dem Kindergarten einen Bauernhof.

Juli: Benjamins dritter Geburtstag, Mitte Juli ist er windelfrei. Sommerfest der Familie. Wir fahren mit Freunden auf eine Hütte im Bregenzer Wald.

August: Drei Wochen Ferien. Wir machen Tagesausflüge und sind auf einer Hochzeit in München eingeladen. Frederik und Benjamin dürfen bei Oma & Opa übernachten!

September: Ab sofort haben wir zwei Kindergartenkinder. Das Klettergerüst bekommt Schaukeln.

Oktober: Frederik feiert seinen sechsten Geburtstag und macht einen 12-wöchigen Schwimmkurs. Ich gewinne ein Tier-Alphabet-Poster bei Martamam. Aufgehängt ist es noch nicht, allerdings habe ich es inzwischen in einem schönen Rahmen in Sicherheit gebracht.

November: St-Martinsumzug, im Städtle sind Keime im Trinkwasser.

Dezember: Die Vorweihnachtszeit läuft noch entspannter ab als 2017. Frederik hat zwar nicht richtig Schwimmen gelernt im Schwimmkurs, aber er ist nah dran. Und schafft es dann bestimmt im nächsten Kurs. Wir machen zum zweiten Mal in Folge ein Mini-Klassentreffen und wollen uns im nächsten Jahr einmal im Monat zu einem „Stammtisch“ treffen. Ich habe doch tatsächlich eine Webbandbox von Jolijou in pink im Farbenmix Adventskalender gewonnen. Juhuu!

2018 habe ich wieder sehr viel genäht. [Eine Gesamtzahl der genähten Objekte gibt es hier eventuell später als Update]. Es war auf jeden Fall weniger Kleidung, mehr Patchwork, mehr Quilts in allen Größen. Ich habe mit dem Free-Motion-Quilting begonnen, Bücher gewälzt, Videos geschaut, geübt. Beim Taschenspieler-4-Sew-Along konnte ich wieder eine Menge Stoff abbauen. In den letzten beiden Tagen habe ich jedoch mein Atelier aufgeräumt und die Stoffe farblich und thematisch anders sortiert – und was soll ich sagen – wenn ich in diesem Jahr irgendwo teilnehme, dann wird das Projekt auf jeden Fall aus den vorhandenen Stoffen erstellt.
Die Kinder bekommen auch wieder was zum Anziehen, damit das Jersey-Regal nicht mehr aus allen Nähten platzt.

Ich wünsche allen Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten & natürlich allen Lesern einen guten Rutsch ins Jahr 2019! Möget ihr – wie im letzten Jahr auch – weise Vorsätze fassen…

Im Großen und Ganzen konnte ich meine Vorsätze schon umsetzen. Manche müssen jedoch etwas verbessert, aber vor allem durchgehalten werden.

– Wir bestellen seit März einmal in der Woche eine Gemüsekiste.
– Geschenkte Sachen werden zeitnah benutzt – oder weiterverschenkt.
– Einkäufe in der Non-Food-Abteilung wurden weiter reduziert. Bei den Interneteinkäufen hapert es noch. Im neuen Jahr sollten mindestens 24 Stunden zwischen der Idee und dem tatsächlichen Kauf liegen. Ich bin gespannt, was man dann wirklich noch so dringend braucht 😉
– Mehr Stoff verbrauchen und erst mal keinen mehr einkaufen. GILT WEITERHIN.
– Schwimmkurs: Schwimmen muss man können. Wird noch mal gemacht.
– Die Kinder weiterhin jeden Tag mit Kinderwagen/Laufrad und Fahrrad in den Kindergarten bringen. (2018 sind wir höchstens 5 Mal mit dem Auto gefahren, es hat ja kaum geregnet).

Schaut euch in diesem Jahr am besten das Feuerwerk eurer Stadt an (im Städtle gibt es eines mittendrin) um eure Feinstaubbilanz gering zu halten, aber mit den Korken knallen ist in Ordnung!

Wir haben Freunde mit einem sechs Monate alten Baby zu Silvester eingeladen. Es gibt Fondue und wir sind gespannt, ob unsere Kinder heuer das Feuerwerk mitbekommen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Frohe Weihnachten!

Um die Wartezeit aufs Christkind zu verkürzen darf ich euch hier heute das Gedicht „Die Tiere bei der Krippe“ zeigen. Selbstverständlich mit Genehmigung des Autors Konrad Yona Riggenmann, der es 1992 für eine zweite Klasse geschrieben hat.

Die Tiere bei der Krippe

Und schaut mal, was wir gestern noch gemacht haben. Ist er nicht schön?

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Ich wünsche allen, die hier regelmäßig mitlesen, hereinschauen, kommentieren (online und auch zwischen Tür und Angel) ein frohes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage mit den Menschen, die euch wichtig sind!

Bis demnächst,
Sonja 😉