Der Februar scheint bei mir der Monat der Stickerei-Wiederentdeckung zu sein. Aber auch wenn das Rotkehlchen noch Monate drauf warten muss, inmitten einer Blumenwiese auf einem Baumstumpf zu stehen – ich bleibe dran!
Letzte Woche habe ich ganz unerwartet Frühlingsblumen geschenkt bekommen und mich sehr gefreut!
Das hat richtig gut zu diesem traumhaften Wetter gepasst. Die Bienen kommen auch gerne vorbei, wenn das Körbchen tagsüber auf der Terrasse steht. Heute Nachmittag hatten wir 15 Grad, die sich direkt in der Sonne angefühlt haben wie ein Sommertag, an dem man sofort den Pool aufbauen will.
Los geht der UFO-Abbau des Jahres 2021 mit einem Meter Glitzer-Sweatstoff aus dem „Alles-für-Selbermacher“-Adventskalender aus dem Jahr 2017. Wenn man einen Meter Stoff im Regal hat und einen Hoodie in Erwachsenengröße nähen will, muss man zwangsläufig Stoff dazu bestellen. Das war dann jeweils noch ein Meter in weiß und mint, weil ich nicht genau wusste, wie ich die Farben verteilen sollte. Von diesen beiden Stoffen ist natürlich jetzt wieder was übrig geblieben, vielleicht reicht das ja noch für eine kurze Yogahose. Wenigstens wurde der Glitzer-Sweatstoff restlos aufgebraucht.
Für meinen bequemen Kapuzenhoodie in mint-weiß habe ich das Schnittmuster „Christina“ von Rockerbuben verwendet. Das hat sich bei den Kindern als Geburtstagsshirt ja schon oft bewährt 🙂 An den Armen und am Saum habe ich zum ersten Mal Strickbündchen angebracht. Das hat sehr gut funktioniert, nur beim Saum musste ich es wieder komplett abtrennen, weil es beim ersten Mal links auf rechts angenäht war…
Der kleine Rest wurde zuerst für eine Ratz-Fatz-Mütze verwendet und alles, was dann noch da war in 5″-Squares zerlegt und in der Kiste deponiert.
Der Fotograf muss das Scharfstellen noch etwas üben – hat dafür aber im Moment keine Lust nach dem kräftezehrenden Homeschooling am Vormittag.
Die beiden Mugrugs haben noch rechtzeitig ihr passendes Binding bekommen und wurden natürlich gleich von den Kindern beschlagnahmt.
Und weil es grad so schön war mal wieder eine Mugrug zu nähen, habe ich Anfang Dezember noch diesen Engel fabriziert. Er war das Weihnachtsgeschenk für eine sehr liebe Erzieherin aus Benjamins Gruppe, die sich aufgrund der Corona-Pandemie gerade im (Zwangs-)Urlaub befindet.
Es ist wirklich unglaublich, was ich in diesem Jahr alles fertig gestellt habe. Ich freue mich schon auf das nächste UFO-Beseitigungsjahr, es sind immer noch gut abgelagerte Projekte/Stoffe/Ideen in den Regalen aufgetaucht 😉
Im nächsten Jahr werfe ich folgendes in den Ring: – Die Kiste mit mindestens 8 Stickmotiven, die seit 2014 darauf warten, begonnen zu werden. – Eine weitere Kiste mit 5″-Squares aus allen bisher vernähten Jersey- bzw. Sweatstoffen. Die sammle ich seit bestimmt vier Jahren und eigentlich soll daraus irgendwann einmal so etwas wie ein Scrappy-Quilt werden. – Zwei Stoffe, einen aus 2016 und einen aus dem Adventskalender 2017, die in diesem Jahr vernäht werden sollen. – Eine halb fertig gestellte Lenkertasche, die wohl 2016 beim TS3SA in der Versenkung verschwunden ist. – Die letzte Einkaufstasche aus dem Canvas von farbenmix.
Und wenn ich es nicht schaffe, den Skillbuilder endlich zu quilten, wandert der im nächsten Jahr definitiv auf die UFO-Liste.
Zwei kleine Mugrugs wurden in diesem langsam vor sich hinplätschernden aber durchaus kreativen Monat ein wenig weiter bearbeitet. Die beiden Hintergründe waren schon fertig und zwei Jahre im Regal verschollen. Ich erinnere mich noch, wie ich bei Frederiks Schwimmkursen – während ich draußen warten musste – bei einigen Mugrugs das Binding angebracht habe…
Lebkuchenmännchen und Marienkäfer sind schon vollständig appliziert. Die Kringel beim Lebkuchenmännchen habe ich sogar per Hand aufgestickt. Den Rückseitenstoff habe ich auch schon aufgeklebt. Fehlt also ein Quiltmuster und das jeweilige Binding.
Eine schöne Arbeit für den Dezember, falls es da mal langweilig werden sollte 😉
Aber Moment – da war doch was! Die Farbenmix-Adventskalendertasche will wieder genäht werden. Und außerdem muss ich euch noch ein paar tolle Sachen zeigen, die hier entstanden sind.
Im Oktober ging es den Jeans-Vorräten an den Kragen
Bereits Ende September habe ich begonnen, meine über 20 Meter lange Jeans-Jellyroll zu einem Rechteck zusammenzunähen. Im Regal lagerten außerdem 25 Jeans-Hosentaschen, die vom Hostenteil abgetrennt und von sämtlichen Fäden gesäubert wurden.
Der Jeans-Teppich war schnell zusammengenäht, die flachgebügelten Nähte habe ich dann mit Zierstichen nur auf dem Vlies befestigt. Dabei wurden 16 mehr oder weniger leere Garnrollen in vielen Blautönen komplett aufgebraucht. Die Rückseite aus einem alten Bettbezug kam erst anschließend zum Einsatz.
Die Taschen wurden nun auf dem Teppich verteilt und festgesteckt. Leider war das Annähen so eine ziemlich blutige Angelegenheit. Deshalb machte ich ein Bild, nahm die Taschen wieder ab und nähte sie immer einzeln fest – und auch dabei habe ich mir sehr oft in die Finger gestochen 😉
Das Scrappy-Binding habe ich nach der Anleitung für das „Einfachste Binding aller Zeiten“ von Verena / einfach bunt angenäht. Dafür eignet sich dieses Binding perfekt.
Zum Annähen habe ich hier einen Zierstich verwendet. So ist sichergestellt, dass die Rückseite auch gut mit eingefasst ist.
Auf der Rückseite habe ich außerdem einen Tunnel und zusätzliche Bänder angebracht. Im Moment hängt das „Utensilo“ nämlich am Regal im Atelier und beherbergt Stifte, Scheren und Kleinkram (= Dinge, die Benjamin dort versteckt und nicht mehr wieder findet 🙂 ).
Es haben 24 Taschen Platz gefunden. Passend zur Jahreszeit könnte man dann im November einen Adventskalender draus machen.
Das hängende Utensilo ist ziemlich schwer geworden. Ich habe großen Respekt vor allen, die aus Jeansstoff riesige Quilts erstellen! Meine Vorräte sind jetzt erst einmal aufgebraucht – für kleinere Reparaturen ist aber noch genug vorhanden, und eine Jeans wartet auch schon auf dem Reparaturstapel…