Reparieren von 12 bis 12

Natürlich bin ich auch in diesem Jahr wieder beim Reparieren dabei! Der Reparaturstapel im Atelier wuchs zwischen den Jahren kontinuierlich an. Jeans und Jogginghosen wurden wild aufeinander gestapelt. Meine aktuellen Reparaturen habe ich dann allerdings in der Garderobe entdeckt, geflickte Jeans braucht man ja erst wieder nach dem Lockdown. Zum einen wurde eine Schneehose repariert, bei der sich der Steckverschluss für die Hosenträger gelöst hatte.

Die Hose haben wir heute ausgiebig zum Schlittenfahren benutzt. Es war fast nichts los auf dem Berg der Mittelschule. Benjamin hat eine Freundin aus dem Kindergarten entdeckt und mit ihr diverse Bob-Rennen ausgetragen.


Dann wurde in der Garderobe die zerstörte Flötentasche unter einer Winterjacke entdeckt. Ein Henkel war komplett abgerissen – offenbar hat sich auch da wieder jemand hingehängt…

Die Tasche habe ich 2018 extra für Frederiks Flötenutensilien entworfen. Benjamin wird sie noch bis August brauchen, er lernt in seinem letzten Kindergartenjahr auch Flöte. Also habe ich getrennt, oben sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite mit einem passenden Stück Stoff verlängert, die Henkel flach gebügelt und wieder angebracht. Beim zweiten Mal haben sie auch in die richtige Richtung gezeigt… Und wieder zusammengenäht. Anschließend wurde die Tasche gewaschen und sieht jetzt beinahe aus, wie damals 😉


Die Schwiegermutter hat mir dann noch eine Kuscheldecke mit Loch vorbeigebracht. Da wurde ein Herz aus Fleece aufgenäht. Auf der Rückseite ist es mir beim Annähen etwas verrutscht. Das Loch ist jedenfalls verdeckt und vor weiterem Ausreißen geschützt.

Reparieren ist im Moment wichtiger denn je. Kleidung geht uns hier bestimmt nicht aus, ab und zu wird auch mal etwas Neues angefertigt. Was wir allerdings wirklich bald brauchen – abgesehen von einem Friseurbesuch – ist ein Schuhladen. Benjamins Winterstiefel sind so gut wie durch, da muss Ersatz her, wenn das Wetter so bleibt.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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Abgehakt

Wurde am 13. Januar ein wichtiger Punkt auf meiner To-Do-Liste von 2020. Aber schaut selbst:

Beim Erstellen dieser Liste im Dezember 2019 war ich gerade auf 450 €-Basis als Nähkursleiterin für Kinder beschäftigt. Für die einfache Fahrt musste ich mindestens 25 Minuten Fahrt einkalkulieren. Aber oft war Stau und der Rückweg dauerte immer länger. Die meisten Workshops und Kindergeburtstage fanden Freitagnachmittag oder Samstag statt. Es musste immer jemand organisiert werden, der die Kinder beaufsichtigte oder irgendwo abholte und wieder nach Hause brachte. Was ich dort verdient habe, reichte gerade mal fürs Tanken. Zahlreiche Turnbeutel und Namenskissen haben außerdem dazu beigetragen, dass ich mich hier nur noch widerwillig an die Nähmaschine gesetzt habe. Deshalb waren wir uns zum Jahreswechsel einig, dass ich noch in der Probezeit kündigen werde. Also zum 29. Februar. Was gar nicht so verkehrt war, denn dann kam ja Corona…

Ende November ergab sich dann eine neue Chance. Eine Stelle in der Verwaltung an Frederiks Schule war ausgeschrieben. Nicht genau mein Fachgebiet, aber ich habe die Stelle bekommen! Und schon am 15. Januar angefangen.

Die Volksweisheit aus meinem Achtsamkeitskalender aus dem Jahr 2019 passt da übrigens wunderbar dazu: „Alles kommt zu dem von selbst der warten kann.“

Benjamin darf glücklicherweise in die Notbetreuung im Kindergarten und Frederik lernt mit der Oma zu Hause. Jetzt müssen wir erst einmal neue Morgen-Routinen einführen und das Mittagessen am Abend vorbereiten. Aber sonst läuft es gut 😉

Bis demnächst – die Reparaturen im Januar und sogar ein UFO habe ich schon fertig gestellt!
Sonja 😉

Stau auf dem Krippenweg

Am letzten Dienstag sind wir den Krippenweg gelaufen. Wir mussten einfach mal wieder raus und uns längere Zeit bewegen. Es war zwar sehr kalt, aber sehr viele andere Menschen sind auch auf diese glorreiche Idee gekommen…
Wir sind zuerst auf dem Radweg Richtung Wald gelaufen, da war fast nichts los. Im Wald wurden die ersten Krippen dann schnell gefunden – sie waren aus Holz, Ton, Playmobil oder Keramik hergestellt und teilweise sehr kreativ im Gebüsch drapiert. Nach etwa 1,3 Kilometern tauchten immer mehr Menschen auf, die den Krippenweg von der anderen Seite aus begonnen hatten. Wir sind zügig weitergelaufen und haben den letzten Kilometer im Wald im Schnelldurchlauf bewältigt, die Krippen konnten gar nicht mehr richtig betrachtet werden, so hat es da gewuselt…

Glücklicherweise hat es dann am nächsten Tag geschneit, da konnte man sich auch im Garten gründlich austoben und Schneeballwerfen üben ;-). Es wurde auch gleich ein Schneemann gebaut. Der ist mittlerweile sehr müde geworden und hat sich auf ein Schneekissen gelegt. Unterwegs haben wir eine schöne Schneekatze mit Wunderkerzen-Schnurrhaaren entdeckt, deshalb haben wir am Abend auf unserem Schneemann direkt welche abgebrannt.

Die Kinder waren mit Opa und Papa sogar auf dem Schanzenberg zum Schlittenfahren.

Mit meinem kaputten Fuß habe ich mich in der Zwischenzeit im Atelier ausgetobt und drei Tage lang Schnittmuster ausgemistet. Und sehr viel weggeworfen. Drei Ordner sind übrig geblieben, im Rollwagen lagern zudem ein paar Kinderschnittmuster, die ich noch in größeren Größen benötige 😉

Außerdem wurde in den letzten Tagen in Küche und Kinderzimmer ein wenig entrümpelt. Dort war es auch bitter nötig, denn wir haben heute Tag 300/x. Die Weihnachtsferien sind vorbei und morgen geht die „Schule“ wieder los. Wie im letzten Lockdown zuhause und mit Benjamin an unserer Seite, aber Frederik kann inzwischen ganz gut alleine konzentriert seine Aufgaben bearbeiten. Heute Nachmittag wurde uns der Plan für die nächsten drei Tage geschickt, er hat ihn durchgelesen und freut sich sehr, seine Freunde morgen mal wieder online sehen zu können. Hoffen wir, dass es in drei Wochen wieder anders aussieht!

Benjamin darf zwar gerade nicht in den Kindergarten, dafür lassen sich die Erzieherinnen aber allerhand einfallen. In den letzten Wochen haben wir dort vor der Eingangstüre selbstgebackene Plätzchen, einen dekorativen Stern und Erdnussgirlanden (= Vogelfutter) abholen dürfen – so bekommt man auch Bewegung!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Happy New 2021!

Silvester ist in diesem Jahr deutlich entspannter verlaufen als beim letzten Jahreswechsel. Wir haben mit Oma & Opa im Haus ein leckeres Raclette veranstaltet, um Mitternacht zuerst das wunderschöne Feuerwerk im Wohngebiet gegenüber genossen und dann funkelnde Wunderkerzen und imposante Minivulkane von Tante Ingrid auf dem eigenen Grundstück abgebrannt.

Gestern haben wir außerdem wieder eine Neujahrsbrezel gebacken – die ist besser gelungen als die letzte, wohl auch, weil ich kurz vor dem Backen einen Fehler gemacht habe. Da hätte sie noch einmal 30 Minuten unter einem Tuch gehen müssen. Dummerweise war sie, als ich das bemerkte, schon zehn Minuten im Ofen. Da habe ich sie dann noch einmal herausgeholt, für eine halbe Stunde unter einem Tuch stehen lassen und dann weitergebacken. Das Resultat war sehr lecker, fluffig, saftig, einfach zum Anbeißen. Und jetzt ist nur noch ein kümmerlicher Rest vorhanden 😉

2020 war gar nicht so schlecht. Die Familie hat die letzten Monate gut gemeistert. Meine Vorsätze für 2020 ließen sich größtenteils verwirklichen. An einem arbeite ich noch, wenn es da etwas Positives zu vermelden gibt, erfahrt ihr es auch hier. Für dieses noch so frische Jahr habe ich mir nicht viel vorgenommen. Es kommt, wie es kommt – und wenn zwischendrin neue Quilts, kreative Projekte oder UFOs begonnen oder abgeschlossen werden, dann ist das gut so.

Was ich/wir auf jeden Fall machen werde/n:
– Mehr als 500 Kilometer mit dem Rad fahren. So weit sind die Kinder und ich nämlich im zweiten Halbjahr gekommen, seitdem wir einen Tacho angebracht haben.
– Den Papierkram sinnvoll sortieren und ausmisten, damit wir Ende 2021 damit fertig sind.
– Mit dem Dachbodenausbau weiter machen.

Ihr seid hoffentlich auch gut ins neue Jahr gestartet!

Bis demnächst,
Sonja 😉

UFO-Abbau im Dezember

Die beiden Mugrugs haben noch rechtzeitig ihr passendes Binding bekommen und wurden natürlich gleich von den Kindern beschlagnahmt.

Und weil es grad so schön war mal wieder eine Mugrug zu nähen, habe ich Anfang Dezember noch diesen Engel fabriziert. Er war das Weihnachtsgeschenk für eine sehr liebe Erzieherin aus Benjamins Gruppe, die sich aufgrund der Corona-Pandemie gerade im (Zwangs-)Urlaub befindet.

Es ist wirklich unglaublich, was ich in diesem Jahr alles fertig gestellt habe. Ich freue mich schon auf das nächste UFO-Beseitigungsjahr, es sind immer noch gut abgelagerte Projekte/Stoffe/Ideen in den Regalen aufgetaucht 😉

Im nächsten Jahr werfe ich folgendes in den Ring:
– Die Kiste mit mindestens 8 Stickmotiven, die seit 2014 darauf warten, begonnen zu werden.
– Eine weitere Kiste mit 5″-Squares aus allen bisher vernähten Jersey- bzw. Sweatstoffen. Die sammle ich seit bestimmt vier Jahren und eigentlich soll daraus irgendwann einmal so etwas wie ein Scrappy-Quilt werden.
– Zwei Stoffe, einen aus 2016 und einen aus dem Adventskalender 2017, die in diesem Jahr vernäht werden sollen.
– Eine halb fertig gestellte Lenkertasche, die wohl 2016 beim TS3SA in der Versenkung verschwunden ist.
– Die letzte Einkaufstasche aus dem Canvas von farbenmix.

Und wenn ich es nicht schaffe, den Skillbuilder endlich zu quilten, wandert der im nächsten Jahr definitiv auf die UFO-Liste.

Bis demnächst,
Sonja 😉

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