Merry Christmas

Während im Wohnzimmer gerade die Lichterkette um den Baum gewickelt wird, muss ich hier unbedingt noch das Ergebnis meines Sugaridoo-Adventskalenders präsentieren. In 23 Tagen wurde etwas zauberhaftes produziert. Eigentlich ein bzw. zwei Platzdeckchen (am zweiten Tag konnte man lesen, dass genug Stoff für zwei Projekte im Adventskalender vorhanden war, da konnte ich natürlich nicht widerstehen…). Während die Einzelteile nach und nach entstanden sind habe ich beschlossen, keine Platzdeckchen, sondern eher einen Tischläufer daraus zu gestalten. Platzdeckchen werden hier so gut wie nie benötigt, wir putzen lieber gleich den Tisch ab, wenn etwas daneben geht. Die Deckchen müssten sonst auch sehr oft gewaschen werden 🙂

Also habe ich noch ein „Mittelteil“ erfunden, dabei den ganzen grünen Stoff aufgebraucht, das Sashing etwas verlängert und gehofft, dass der Stoff für die Rückseite und das Binding reichen würden. Hat funktioniert! Nur das Vlies musste aus den Beständen verwendet werden.

Tag 23 und 22 wurden nach kurzem Befühlen dann vertauscht geöffnet – ich nähe das Binding auf der Rückseite gerne mit der Hand an und wollte dafür genügend Zeit haben.

An das Label mit dem schwarzen Sharpie habe ich mich nicht gewagt. Es muss erst sichergestellt sein, dass es nach der Wäsche immer noch so aussieht und nicht das komplette Teil ruiniert. Um das auszuprobieren findet sich bestimmt in den Ferien eine Gelegenheit.

Mittlerweile wurde der Baum auch geschmückt und sieht wie immer wunderschön glitzernd aus – für das Kollegium habe ich im Dezember 3D-Sterne genäht, die Überbleibsel sind jetzt an unserem Baum.

Heute Nacht hat es geschneit – wenn die Temperatur nicht noch mehr steigt, könnte es tatsächlich weiße Weihnachten geben 🙂

Bis demnächst, habt einen zauberhaften Abend!
Sonja 😉

Halberwachsen II

Der 03.07.2015 hatte Temperaturen über 30 Grad – etwas, von dem wir in diesem Sommer wohl nichts mehr haben werden. Heute wurde jedenfalls ein sehr nasser Geburtstag gefeiert mit Omas und Opa und einem ausgezeichneten Coronakuchen. Ganz fein gemahlene Mandeln, nur 16 Minuten Backzeit bei 200° C Ober- und Unterhitze und erhitztes Schokolade-Butter-Gemisch bei Stufe 4 haben zu einem unglaublich saftigen Ergebnis geführt.

Ganz viel Fußballzeugs hat Benjamin bekommen. Jetzt sind die Jungs gut gerüstet für das nächste Spiel – und so wie es aussieht, findet hier am Freitag eine kleine Geburtstags-Fußballguck-Party statt. Mit Pizza und Almdudler. Mit Sonne und mehr als 20°. Mit 6 Jungs und 2 Mädchen. Und die beiden spielen richtig gut Fußball.

Bis demnächst,
Sonja 😊

Positivities – Januar & Februar

Die Entscheidung, in diesem Jahr beim Quiltalong „Positivities“ mitzumachen, war Gold wert. Januar und Februar sind bereits so weit wie möglich zusammengenäht, auf den März freue ich mich!

Zu Weihnachten habe ich vom Kollegium einen Stoffgutschein geschenkt bekommen, im Januar habe ich dafür den dunkelblauen Hintergrundstoff besorgt. Die unifarbenen Stoffe habe ich weitestgehend nach Rachels Vorschlägen in der allerersten Übersicht ausgesucht – ein paar Farben sind noch von meinen Summersamplern vorhanden, grün und gelb wurden ergänzt. Die Prints werden aus den Restbeständen der alten Quilts vervollständigt.

Expansion wurde im Januar genäht

Kaleidoscope heißt der Februar-Block

Fehler sind Helfer

An diesen Spruch, den man bereits Zweitklässlern nahebringt, musste ich bei der Fertigstellung des bereits lange zugeschnittenen SchatzsucherSets von farbenmix denken. Ich dachte mir, das wäre sogar für die Jungs noch geeignet, wenn mal wieder ein Sonntagsausflug durch Wald, Feld und Fluss ansteht. Leider habe ich in der Fertigstellungseuphorie beim Rucksack das Teil mit der aufgesetzten Reißverschlusstasche verkehrt herum angenäht. Das ist aber erst aufgefallen, als der Beutel schon den Boden drin hatte…

Dumm gelaufen, ist jetzt halt weniger Platz vorhanden. Das war übrigens ein Fehler der Art „Anleitung habe ich gelesen, ist ja alles selbsterklärend, also los geht’s!“

Bei zwei von vier Schatzbeuteln ist es mir außerdem gelungen, den Tunnelzug oben so anzunähen, dass der Aufhängehaken nicht an der Außenseite war, sondern zwischen Netz und Tunnel. Das wurde aber aufgetrennt und noch einmal gemacht. Von Seiten der Jungs kam dann mal kurz der Satz, dass ich mich einfach besser konzentrieren müsste…

Am nächsten Tag habe ich ein Shirt für Frederik genäht und doch tatsächlich den Stoff verkehrt herum zugeschnitten. Dass die fliegende Fledermaus nach oben schaut war ja klar, wahrscheinlich habe ich deshalb automatisch das Vorderteil mit der hängenden Fledermaus auch so herum auf den Stoff gelegt. Aufgefallen ist mir das erst, als es komplett fertig war 🙂 Unter was dieser Fehler läuft ist mir noch nicht ganz klar, Unkonzentriertheit ist auch hier ganz weit oben auf der Fehlerskala. Jetzt weiß ich aber, dass die Größe 152 ihm schon fast passt und kann den nächsten Kapuzen-Hoodie in Angriff nehmen.

Ab sofort wird wieder genau gelesen, was in der Anleitung steht und vor dem Zusammennähen geprüft, ob danach auch etwas Vernünftiges rauskommt. Und wenn ein Panel oder ein Musterstoff auf der Schneideunterlage liegt, werde ich zwei Mal hinsehen und dann erst den Rollschneider in die Hand nehmen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Laufend unterwegs

Mitten im fürchterlich langen, kalten Frühling 2023, der einfach nicht enden wollte, begann ich auf dem Radweg bis zum Waldrand und dann wieder zurück zu laufen. Das waren immerhin 1,4 km. Anfangs vollkommen ausreichend bei den kalten Temperaturen.

In den Pfingstferien waren es schon 3,2 km, die ich – mit Benjamin auf dem Rad als Begleitung – fast täglich absolvierte. Wir haben unterwegs Rehe auf der Wiese gesehen, hüpfende Hasen auf dem Waldweg und sogar einen überfahrenen Fuchs entdeckt. Bald war aber auch das zu wenig und eine Route mit 4 km wurde gefunden. Weitere Tiere kreuzten unseren Weg: Eine tote Maus, ein Bussard, Rehe im Wald ganz nah am Wanderweg, kaputte Vogeleier, eine Blindschleiche, eine Eidechse, sogar ein toter Dachs wurde neben dem Radweg gesichtet.

Bis zu unserem Sommerurlaub Mitte August war ich regelmäßig draußen unterwegs. Wenn man einmal merkt, wie gut das tut, kann man gar nicht mehr aufhören. Im September legte ich dann noch ein paar Meter drauf, die 5,1 km Strecke war gefunden.

Bis zum heutigen Tag habe ich so unglaubliche 667 km zurückgelegt.

Zu Beginn hatte ich nur vor, für meinen Einsatz im Waldseilgarten beim KISS-Aktiv-Camp etwas fitter zu werden. Das hat wunderbar funktioniert! Im Juli und August war das meine zweite Heimat. Vier Mal hatte ich die Gelegenheit zu Klettern und meinen neuen Sommerlieblingssport gefunden. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr 😊!

Mittlerweile werden die Schuhe fast jeden Tag geschnürt. Nur wenn es ganz arg stürmt und die Gefahr besteht, dass im Wald noch mehr umfällt, bleibe ich notgedrungen daheim. Regen hatte ich nur einmal, bei tiefem Matsch dürfen die Schuhe anschließend eine Runde in der Waschmaschine drehen. Meine Wetterapp ist außerdem ziemlich gut für spontane Ausflüge – wenn die anzeigt, dass in der nächsten Stunde kein Regen zu erwarten ist, dann geht es los.

Auf unserem Familientreffen Ende Oktober habe ich erfahren, dass die Verwandtschaft aus Attenhofen 1000 km zu Fuß im Jahr zurücklegt. Das werde ich für 2024 auch anpeilen.

Hier kommen Impressionen von Unterwegs im Juni.

Im Juli.

Im August.

Im September sah es so aus:

Der Oktober war immer noch viel zu trocken.

Im November wurde der Dachs überfahren, ein Sturm verursachte große Schäden im Wald.

Und im Dezember gab es zuerst Schnee, dann wieder Sonnenschein.

An die Weißenhorner Verwandtschaft: Es ist nie zu spät, mit regelmäßiger Bewegung anzufangen, eine Runde um den Block ist vollkommen ausreichend für den Anfang 😊.

Rutscht gut rein morgen! 2024 wird das Jahr, in dem ich mein rudimentär vorhandenes Schwedisch aufbessere. Wenn das mit der Bewegung so gut funktioniert, muss das auch mit einer neuen Sprache klappen. Außerdem ist ein Quiltalong geplant (Positivities von Rachel Hauser, da konnte ich einfach nicht widerstehen) und zwei Sachen, die hier schon länger schlummern werden auch in Angriff genommen.

Bis demnächst,
Sonja 😉

Die erholsamsten Pfingstferien aller Zeiten

Am Samstag vor zwei Wochen machte sich gefühlt ganz Weißenhorn auf den Weg nach Italien. Ein paar Wenige zog es auch nach Frankreich, Kroatien oder Österreich – und Oma und Opa haben bereits an meinem Geburtstag ihre Siebensachen gepackt und sind Richtung Norden aufgebrochen. Seitdem schicken sie uns täglich tolle Bilder, sogar mit Schnee und Winterkleidung.

Wir hatten uns auf regnerische Pfingstferien eingestellt. Die Woche vorher war es immer noch kalt und regnerisch, sogar unser Ausflug ins Bauernhofmuseum Illerbeuren wurde von einem heftigen Schauer etwas verkürzt. Außerdem hatte Mike kurzfristig eine Woche Urlaub bekommen – und da regnet es ja bekanntlich gerne 🙂 Aber dann kam alles anders als gedacht. Und schlechtes Wetter sah man nur noch in den Statusbildern der Verreisten.

Am letzten Schultag war Nachmittags das erste Wasserwachttraining im Freibad – die Jungs mussten vorzeitig abbrechen, weil es so kalt war.

Aber dann kam der erste Ferientag und mit ihm endlich das warme Wetter. Bereits am Sonntag sind Benjamin und ich wieder zum Schwimmen gegangen und konnten dann die anderen beiden auch dazu überreden. Wir waren seitdem sagenhafte 15 Mal im Freibad und haben quasi unsere Ausgaben für die Jahreskarten schon wieder hereingeschwommen. Frederik hat am Ende 14 Bahnen geschafft und Benjamin 7. Der ist sowieso lieber zum Sandfußballspielen hingegangen und hat mit seinem Schweinsteiger-Trikot den Platz aufgemischt. Bei mir waren es nach 15 Tagen 9,1 km.


Also verbrachten wir die erste Woche mit Besuchen von Schulfreunden, Grillen, Schwimmen, Lesen und etwas Gartenarbeit. In der zweiten Woche sind Benjamin und ich morgens immer 3,3 Kilometer durch den Wald gelaufen und haben dort die tollsten Dinge gesehen. Er war auf dem Rad unterwegs und hat einen Hasen, zwei Rehe und einen toten Fuchs entdeckt, außerdem eine Biene und einen Regenwurm gerettet und dem Bauern das abgemähte Gras, das auf dem Radweg lag, wieder direkt aufs Feld geworfen. Frederik konnte leider nicht mit. Bei unserer ersten Radtour am Montag hat er brennende und juckende Augen bekommen. Wir dachten erst, es liegt an den Gräsern, aber es war doch eine Bindehautentzündung. Erst seit gestern sieht er wieder normal aus beiden Augen heraus.

Ich bin in den zwei Wochen 24 km spaziert und am Ende auch ein bisschen gelaufen, bei Benjamin waren es knapp 20 km mit dem Rad.


Am Freitag waren wir auf dem Erdbeerfeld und haben 5 kg aufgesammelt. Diese mussten am Nachmittag dann gleich weiterverarbeitet werden. Aus 3 kg Erdbeeren und 1 kg Rhabarber wurden am Freitag 27 Gläser Marmelade. Am nächsten Tag hat es dann noch 10 Gläser Aprikosenmarmelade und Kiwi-Pfirsich-Birne-Marmelade gegeben.


Heute hat das Stadtradeln begonnen. Nun heißt es wieder „Rad statt Auto“ für die nächsten drei Wochen. Benjamin und ich waren heute Nachmittag schon mit dem Rad in Attenhofen und haben der Verwandtschaft Spielzeug in den Garten gestellt. Es war leider niemand da, also haben wir kurz die Karpfen angesehen, unser Proviant getrunken und sind über die Felder wieder heim gefahren.


Außerdem habe ich in den Ferien ganz viel genäht: Die verblichenen Bezüge für die Balkonstühle mussten dringend für mehr Wohlbefinden ersetzt werden. Dann habe ich neue Hauben für unsere Salatschüsseln gemacht. Und auch gleich kleinere Hauben für Gläser produziert. Es wurde noch ein Hemd und ein Shirt gekürzt und ein paar Schnittmuster ausgedruckt und ausgeschnitten – jetzt können in den nächsten Wochen noch ein paar Sommerkleider entstehen.

Die Überzüge sind wieder aus einer Bettwäsche entstanden, dieses Mal 100 % Baumwolle. Alles wurde vorab mit der Overlock versäubert und die Nackenkissen können mit Kamsnaps an einem am Bezug fix angebrachten Band befestigt werden. Die Höhe ist somit Variabel, je nachdem, wie oft man das Band um den Steg an der Rückseite des Stuhls schlingt.


Und hier noch ein paar Bilder vom Bauernhofmuseum und den wunderbaren Überraschungsgeschenken, die ich an diesem Tag bekommen habe. Einzig die Blumen-Picknickdecke konnte ich nicht ausprobieren, bei der Wetterprognose war es ratsam, stattdessen eine Regenjacke einzupacken. Ein Schirm wäre hier allerdings die beste Lösung gewesen. Die großen Kinder haben Führungen durch das Museum bekommen, die Kleinen durften in Workshops ausprobieren, wie man früher Brot gebacken und Butter hergestellt hat, und wie Filzen funktioniert. Ganz toll fanden alle, dass sie beinahe zwei Stunden in kleinen Gruppen das Gelände und die Häuser erkunden konnten.

Gut erholt stehen wir morgen hoffentlich alle rechtzeitig auf und radeln dann zusammen in die Schule!

Bis demnächst,
Sonja 😉