Edelshopper

Da ich keine leidenschaftliche Shopperin bin, wollte ich mir die Tasche erst einmal anschauen und ihre Vorzüge kennenlernen. Deshalb habe ich für meinen Edelshopper – der noch bis Mittwoch bei Emma verlinkt werden kann – sowohl Innen als auch Außen blickdichte Vorhänge verwendet, der Außenstoff wurde zudem noch mit Volumenvlies H630 verstärkt.
Man braucht ja wirklich eine Menge Stoff, um die Tasche zu nähen, da kamen diese beiden Vorhangstoffe gerade recht. Gefunden habe ich sie im Keller beim Aufräumen des Kinderwagen-Fellsacks, sie werden hier in der neuen Wohnung ja nicht mehr benötigt, da alle Rollläden funktionieren und die Schlafzimmertüren keinen Glaseinsatz haben.

Und da der korallenfarbige Stoff so schöne große Ösen hatte, wollte ich diese auch auf der Vorderseite einsetzen (so ähnlich gesehen bei Sew Sweetness, Soda Pop Bag). Durch die Ösen kann man auf unterschiedliche blaue Stoffe blicken, ansonsten haben die drei Gucklöcher keine weitere Funktion. Die Innentasche wurde auch aus diesen drei Stoffen zusammengenäht. Hier sind alle Teile vor dem Zusammennähen der Tasche, Webbänder decken unschöne Nähte ab, zwischen den „Ösenfenstern“ und um die Nahtzugabe der Innentasche schön glatt zu bekommen, habe ich hier mit einem Quiltstich die Naht abgesteppt.

Beim Boden habe ich mit Lamifix experimentiert. Das habe ich gekauft bevor ich beschichtete Baumwolle kennen und lieben gelernt habe. Muss ja auch mal probiert werden. Bodennägel habe ich nicht eingesetzt, der vorhandene Bestand wurde für die letzte Tasche reserviert.

Leider kann diese Tasche aufgrund des Bodens nicht gewaschen werden, bis jetzt haben die Vorhänge aber noch keinen richtigen Schmutz abbekommen. Sie ist auch sehr stabil und steht von alleine obwohl sie recht schwer ist. Eine Reißverschlusstasche wurde natürlich auch angebracht. Und es hat wirklich eine Menge darin Platz, sobald die Druckknöpfe geöffnet werden um die Tasche zu vergrößern.

Eine Freundin sucht eine Badetasche für sich und ihre Mädels. Eventuell eignet sich der Edelshopper ja dafür. Innen dann natürlich mit beschichteter Baumwolle…

Im Moment halten wir uns eher draußen auf, in dieser Woche wurde ganz viel im Garten gewerkelt, aufgeräumt, in der Sonne gedöst… mehr dazu gibt es bald!

Bis demnächst,
Sonja 😉

Alltagsheldin

Mein bisheriger Favorit beim TS4SA bei Emma ist die Alltagsheldin. Schon beim Ausschneiden des Schnittmusters habe ich mir überlegt, diese Tasche aus denselben Stoffen zu machen, wie die allererste Tasche, die ich genäht habe: den Fünf-Fach-Organizer. Ich habe inzwischen etwas mehr von den beiden Baumwollstoffen und noch einen Rest der schwarzen beschichteten Staaars-Baumwolle. Die Kombination war wie geschaffen für dieses wirklich zeitintensive Projekt. Wie bei der Herzmuschel ist hier die Vorbereitung immens wichtig: Sind erst einmal alle Seitenteile präpariert und der Reißverschluss zwischen Außen- und Innenstoff genäht, beginnt der einfache Teil, an dessen Ende man ein komisches Etwas wendet und schließlich eine wunderschöne Tasche in den Händen hält. Aber bis es soweit ist vergehen Stunden…

Verstärkt habe ich dieses Mal alle Außenteile mit Volumenvlies H630, wieder knappkantig angenäht. Auf den Außenteilen habe ich außerdem eine Reißverschlusstasche und die mit einem Magnet verschließbare Plustertasche angebracht. Die Magnetverschluss-Rückseite ist unsichtbar zwischen Außenstoff und Futter versteckt, zur Sicherheit habe ich die Stoffe mit Stylefix Filz verstärkt. Innen gibt es eine unterteilte aufgesetzte Tasche, die größere Seite ist mit einem Druckknopf zu schließen.

Auf der Plustertasche habe ich ein schönes Lederlabel vom Alles-für-Selbermacher-Adventskalender angebracht. Die Unterseite der Klappe wurde mit denselben Webbändern wie der Fünf-Fach-Organizer verziert. Die Wendeöffnung habe ich bei der Alltagsheldin mit dem Matratzenstich geschlossen.

Meine Alltagsheldin passt wunderbar zu meinem Geldbeutel „Frauenkram“ von shesmile, dem Fünf-Fach-Organizer vom Farbenmix Adventskalender 2016 und dem Geldbeutel von der TS3 und außerdem zu zwei Taschentüchertaschen, die auch aus denselben Stoffen entstanden sind (nur eine war vorübergehend nicht auffindbar):

IMG_8052 (2)

Die Alltagsheldin wird jetzt erst einmal bei Emma verlinkt, dann wage ich mich eventuell noch mal an die Dreiecke vom Triangles Quilt-Along. Oder fange endlich mit der Steuererklärung an. Noch besser: Oma Hedi hat aus dem Urlaub 1,30 Meter Jersey mit gelben Baustellenfahrzeugen mitgebracht, der zu Schlafanzügen verarbeitet werden soll, wahrscheinlich wird das mein nächstes Projekt 🙂

Bis demnächst,
Sonja 😉

Hüfttasche

Diese Tasche sah aus, als ob ich sie gebrauchen könnte – für meine zahlreichen Walkingstunden, die in diesem Jahr noch auf dem Plan stehen, oder Kinderarztbesuche, bei denen man ja schon eine Wickeltasche mitnehmen muss und deshalb am besten Geldbeutel und Karte der Gesundheitskasse woanders griffbereit verstaut.

Deshalb habe ich diese wirklich nützliche Hüfttasche auch aus einem beschichteten blauen Staaars gefertigt. Ein Lieblingsstoff. Alle Taschen, die daraus hervorgegangen sind (die Zylindertasche beim TS3SA und der 80%-Bube aus dem letzten Jahr), werden fleißig genutzt.

Innen habe ich einen lichtgrauen Baumwollstoff verwendet, der war noch übrig vom Samplerquilt. Die Elefantenherde auf der Vorderseite, an der sich auch die Reißverschlusstasche befindet, musste nach der Verzierungslosigkeit der Männertasche unbedingt sein. Hinten befinden sich zwei D-Ringe für die Variante zum Umhängen und der Tunnel für den Hüftgurt. Nachdem an meinem Universal-Gurtband zwei Karabinerhaken verwendet wurden, kann man es auch für den Tunnel benutzen.

Die ersten vier Taschen gingen etwas zäh zum Nähen, ich habe keine Ahnung warum. Aber beim Nähen der Herzmuschel ist offenbar der Knoten geplatzt. Das Schnittmuster der Hüfttasche war auch wieder ganz nach meinem Geschmack – geradlinig und wenige Teile. Auch wenn ich das Innenteil erst einmal falsch zugeschnitten habe (ein bisschen Überlegen hätte hier Wunder gewirkt und ich hätte gleich gesehen, dass beide Innentaschenteile im Bruch geschnitten werden müssen) und dann noch das Innenfutter beim Annähen des Reißverschlusses schräg mitgefasst habe – die Tasche ist sehr schnell genäht und macht einfach Spaß.

Die Hüfttasche kann noch bis Mittwoch bei Emma verlinkt werden – also nicht zögern, einfach anfangen!

An diesem Wochenende war das Wetter ja so traumhaft, dass ich nicht zum Nähen gekommen bin. Wir haben uns eigentlich nur draußen aufgehalten, gegrillt, den Sandkasten zum Trocknen geöffnet, Fußball gespielt, die ersten Molche im Teich entdeckt, das erste Eis des Jahres gegessen (Quinoa-Honig und Lemon-Cookie). Wir genießen die wärmeren Temperaturen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

Männersache

Ich gebe auf – und damit meine ich einzig und allein das Nähen für meinen Mann. Ich habe die Tasche Männersache für den TS4SA bei Emma extra OHNE den sonst üblichen Verzierungswahn gefertigt, aus einem wunderschönen Stoff von „Alles für Selbermacher“, der außen wie Leder aussieht und innen sehr flauschig ist und deshalb auch nicht verstärkt werden musste [im November habe ich mir daraus einen sehr warmen Mantel genäht]. Die hier vorherrschenden Farben sind braun, grau – und rot, weil ich noch einen von der Länge her passenden Rest roten Endlos-Reißverschluss hatte, den ich zum Schließen der Tasche verwendet habe. [Ich habe ja vor, alle Taschen aus vorhandenen Materialien zu nähen – und da mir das wahrscheinlich auch gelingt, ist hier eindeutig erkennbar, dass ich viel zu viele Stoffe, Karabiner, D-Ringe, Gurtbänder, Webbänder, Vlieseinlagen, etc. zu Hause habe]. Das Kaufen eines braunen Reißverschlusses war also keine Option.

Abgesehen davon, dass mein Mann nicht einmal versucht hat, seine Utensilien in der Tasche unterzubringen, kam nur die Frage, warum ich ausgerechnet einen roten Reißverschluss verwendet habe. Den man übrigens kaum sieht…

Wenn die Tasche geschlossen ist, fällt der wirklich nicht auf. Das Nähen war jedenfalls super, nach der Sache mit der Herzmuschel und den falschen Knipsen hat es hier keine größeren Korrekturen gegeben. Der Stand ist auch phänomenal, das liegt aber an dem wunderschönen Außenstoff. Falls ich mich da noch mal ran wage, nähe ich den Innenteil über dem Reißverschluss aus einem weniger stabilen Material, beim finalen Absteppen hat sich die Maschine bei den Seitennähten sehr schwer getan.

Wie machen das andere Nähbegeisterte? Ziehen die Männer da einfach die genähten Hoodies, Shirts oder Hosen an, und benutzen selbstgemachte Taschen ohne irgendwelche Kommentare abzugeben? Meiner ist bisher bei JEDEM genähten Stück so lange drauf rumgeritten, was ihm nicht gefällt, dass der rote Reißverschluss das Fass jetzt zum Überlaufen gebracht hat.

Bei den nächsten Taschen werden auf jeden Fall wieder Farben und Webbänder eingesetzt! Ab heute kann schon die Hüfttasche bei Emma verlinkt werden, genäht ist sie schon, ich muss nur noch Bilder machen. Die Sonne scheint, also ab nach draußen!

Bis demnächst,
Sonja 😉

 

Herzmuschel

Nach vier eher „geraden“ Taschen – zumindest, was die Schnittteile anbelangt – kommt mit der Herzmuschel die erste etwas rundlichere Tasche daher. Beim Zusammenkleben des Schnittmusters habe ich noch gedacht, dass das Nähen dieses Mal bestimmt nervenaufreibend wird und hatte schon das Horror-Szenario mit der Kurventasche im Kopf: Damals musste ich mehrmals trennen und den Randstreifen mit Stylefix an die Seitenteile kleben – was unter anderem auch daran gelegen hat, dass ich mich echt dämlich angestellt habe. Aber bei der Herzmuschel ist das gar nicht so schwer: Wenn man erst einmal alle Taschenteile vorbereitet hat – und das kann hier dauern, je nachdem, wie viele Aufsatz- oder Reißverschlusstaschen man wählt – geht das Nähen aber Ruckzuck 😉

Herzmuschel Taschenteile
Alle Taschenteile sind vorbereitet und der Reißverschluss ist eingefasst: Jetzt kommt der einfache Teil.

Ganz besonders gefällt mir hier die Art, den Reißverschluss mitsamt den Gurtschlaufen einzubauen. Das sieht einfach sauber aus, nichts verklemmt sich beim Absteppen.

Passend zu Stoff und Reißverschluss habe ich dann noch eine Paspel in meinem Sammelsurium gefunden, die natürlich auch eingenäht wurde. Zum allerersten Mal habe ich das H630 zur Verstärkung nicht aufgebügelt, sondern in der Nahtzugabe mitgefasst – gefällt mir sehr gut und wird bestimmt noch öfters gemacht.

Die Tasche fühlt sich flauschig an und würde auch toll stehen – wenn nicht die D-Ringe so schwer wären.

Jetzt verlinke ich noch schnell bei Emma und versuche auch in dieser Woche ein bisschen Nähzeit zu bekommen. Was allerdings schwierig werden kann, denn neben einem kranken Kind ist nun auch ein Mann mit Urlaub zu Hause…

Bis demnächst,
Sonja 😉